Ginters traumhaftes Deja-vu: “War auch damals schon so”

Ginters traumhaftes Deja-vu: “War auch damals schon so”

Der SC Freiburg ist mit einem Ausrufezeichen in die neue Bundesliga-Saison gestartet. Vor allem für Rückkehrer Matthias Ginter hätte es kaum besser laufen können.

Schoss das schönste der vier Freiburger Tore: Matthias Ginter.

Schoss das schönste der vier Freiburger Tore: Matthias Ginter.

IMAGO/Philippe Ruiz

Wenn, ja wenn denn die Bayern am Freitagabend nicht schon mit einem 6:1-Kantersieg in Frankfurt vorgelegt hätten, womöglich wäre der SC Freiburg erster Tabellenführer der neuen Bundesliga-Saison geworden. Trotz 0:0-Halbzeitstand beim FC Augsburg ist den Breisgauern der Auftakt mehr als gelungen. Mittendrin: Matthias Ginter.

Über 3000 Tage nach seinem letzten Bundesliga-Spiel für den SCF verlebte der Innenverteidiger einen ziemlich idealen Nachmittag. Beim 4:0-Erfolg als Defensivspieler ohne Gegentreffer geblieben – und offensiv sogar als Torschütze in Erscheinung getreten. Aber war ja eigentlich klar, oder?

“Mein erstes Profi-Spiel war auch schon gegen Augsburg, und da habe ich auch schon getroffen”, erinnerte sich der Rückkehrer nach Spielende am “Sky”-Mikrofon. “Daher haben mir viele Leute gesagt: Jetzt machst du wieder einen. Da habe ich gesagt: Ja ja, ist klar …” – Ginters Freundeskreis sollte Recht behalten.

Lob für Neuzugang Gregoritsch

Und der 28-Jährige traf in Augsburg nicht irgendwie, sondern artistisch eingesprungen mit einer Direktabnahme ins lange Eck. Zur 3:0-Vorentscheidung. Die Vorarbeit lieferte der ehemalige Augsburger Michael Gregoritsch, der den Freiburger Torreigen gerade mal 15 Sekunden nach Wiederbeginn eröffnet hatte. “Er hat wahnsinnig viele Kopfbälle gewonnen, ich habe darauf spekuliert, dass er den auch gewinnt”, lobte Ginter.

Dann habe er einfach “intuitiv aufs Tor geschossen – so einen mach’ ich aber natürlich auch nicht alle Tage.” Für Ginter war es eine traumhafte Pflichtspiel-Rückkehr zum SC Freiburg, wo sich in all den Jahren wenig verändert zu haben scheint – im Positiven: “Das sind alles super Jungs, das war auch damals schon so”, schwärmt Ginter. “Das ist, glaube ich, das große Plus von uns, dass wir super Charaktere haben.” Und gut Fußball spielen können sie auch noch.