Für Müller “ein Auftakt nach Maß”, doch Kimmich findet das Haar in der Suppe

Für Müller “ein Auftakt nach Maß”, doch Kimmich findet das Haar in der Suppe

Der FC Bayern präsentiert sich wie schon im Supercup gegen RB Leipzig (5:3) offensiv hungrig und schenkt der Eintracht zum Auftakt in die neue Bundesliga-Saison ein halbes Dutzend an Gegentoren ein. Alles top also? Nicht ganz.

Mit einem 6:1 in Frankfurt "einwandfrei" in die Bundesliga-Saison gestartet: der FC Bayern München.

Mit einem 6:1 in Frankfurt “einwandfrei” in die Bundesliga-Saison gestartet: der FC Bayern München.

IMAGO/osnapix

Im Lob waren alle Münchner an diesem späten Freitagabend vereint. Vor allem die Offensive um die vier “neuen” Granden Sadio Mané, Thomas Müller, Serge Gnabry und Jamal Musiala machte den Beteiligten hier extrem viel Spaß – und das in Abwesenheit von Robert Lewandowski, der in diesem Sommer zum FC Barcelona abgewandert war.

“Die Energie, die man spürt, ist schon herausragend”, schwärmte etwa Bayern-Trainer Julian Nagelsmann beim Gespräch mit “Sat.1”. “Die erste Halbzeit”, in der sein Team schon überdeutlich mit 5:0 geführt und zudem weitere Großchancen auch in Form von drei Aluminiumtreffern ausgelassen hatte, “war schon herausragend und gut anzusehen.” Thomas Müller, der mit seiner Übersicht gleich drei der sechs FCB-Tore direkt vorbereitet hatte, blies ins selbe Horn: “Das war einwandfrei. Wenn man hier 6:1 gewinnt – das war ein Auftakt nach Maß.”

Da machte es auch nichts, dass der zuletzt zehnmal in Folge an der Bundesliga-Spitze stehende Rekordmeister nach dem Seitenwechsel etwas vom Gaspedal gegangen war. Für Nagelsmann ein nachvollziehbarer Schritt: “In der Zweiten war es ein Stück weit normal, dass man einen Gang rausnimmt, das ist vielleicht auch clever.”

“Ein Kritikpunkt ist bei uns immer …”

Weniger clever war in den besagten zweiten 45 Minuten allerdings Manuel Neuers riskantes Eins-gegen-eins-Dribbling mit dem auf den Ball gierigen Eintracht-Joker Randal Kolo Muani. Der 23-jährige Neuzugang vom FC Nantes klaute sich hier nämlich den Ball von der deutschen Nummer eins und schob direkt danach zum Ehrentreffer ein.

Das war dann auch der eine Makel, den Mittelfeldmotor Joshua Kimmich hinterher im Interview mit DAZN anmerkte: “Ein Kritikpunkt ist natürlich bei uns immer, dass wir es wieder nicht geschafft haben, zu Null zu spielen.”

Ansonsten war aber auch der 27-Jährige aus dem Häuschen ob der starken Leistung seines Teams: “Man muss schon sagen, dass das nach vorne nicht verkehrt war. Wir hatten ja neben den Toren noch die ein oder andere Chance auf noch mehr, das hat schon richtig Bock gemacht. Wir wussten, dass bei Frankfurt immer wieder Räume sind – etwa bei Kostic und Knauff. Die haben wir dann auch, denke ich, ganz gut bespielt. Wir haben es in etlichen Situationen aber auch von hinten heraus gut gelöst.”

“Und die vier da vorne …”, so Kimmich abschließend. “Das macht schon Spaß!”