“Ich war geschockt”: Schiedsrichter-Ärger beim Kleeblatt

“Ich war geschockt”: Schiedsrichter-Ärger beim Kleeblatt

Auch wenn sich die SpVgg Greuther Fürth nach zuvor schwachen Leistungen im Heimspiel gegen den Karlsruher SC steigerte, blieb nach der Partie der Ärger groß.

Dr. Arne Aarnink musste Marc Schneider erklären, warum er in der 2. Halbzeit auf den Punkt zeigte.

Dr. Arne Aarnink musste Marc Schneider erklären, warum er in der 2. Halbzeit auf den Punkt zeigte.

IMAGO/Zink

Der Fürther Ronhof hat in der jüngeren Vergangenheit spielerisch schon bessere Partien des Kleeblatts gesehen, gegen den Karlsruher SC ging es darum aber gar nicht. Nach der verdienten Derbyniederlage in Nürnberg und dem schwachen Pokal-Auftritt in Stuttgart musste das Team von Marc Schneider erst einmal das aufs Feld bringen, was man im Fußball unter dem Begriff “Basics” versteht.

Und das gelang der Spielvereinigung beim 1:1 auch, wenngleich gegen zweikampfstarke aber ähnlich formschwache Karlsruher am Ende durchaus mehr drin gewesen wäre. “Wir haben es uns anders vorgestellt”, gab Simon Asta in der Mixed Zone nach dem Spiel zu. Der Rechtsverteidiger des Kleeblatts, der gegen den KSC immer wieder nach vorne anschob, dabei wie die Kollegen jedoch meist glücklos blieb, erkannte aber auch, dass die “Einstellung heute auf jeden Fall gestimmt hat”.

Schneider sieht “eine klare Gelb-Rote Karte”

So bewies Fürth eine Leistungssteigerung, Ärger blieb aber trotzdem. “Wir hatten ein bisschen Pech mit den Schiedsrichterentscheidungen”, so Asta, der damit zwei spielentscheidende Szenen meinte. Im ersten Durchgang grätschte der bereits mit Gelb verwarnte Karlsruher Paul Nebel den Fürther Sebastian Griesbeck übermotiviert an der Außenlinie ab, Schiedsrichter Dr. Arne Aarnink verzichtete aber auf einen Platzverweis. “Das ist eine klare Gelb-Rote Karte”, wie es Schneider auf der Pressekonferenz nannte.

Wir haben vor zwei, drei Tagen einen Schiedsrichter-Vortrag gehabt. Was da erzählt und heute gepfiffen wurde, macht für mich keinen Sinn.

Simon Asta

Karlsruhe durfte also mit elf Mann weiterspielen – und hatte in Durchgang zwei erneut Glück: Beim Stand von 1:0 für das Kleeblatt zeigte Referee Aarnink auf den Punkt, nachdem er sich eine Szene am Bildschirm nochmal angesehen hatte, in der Oussama Haddadi einen Schuss von Marvin Wanitzek im Strafraum mit dem Arm geblockt hatte. Dabei erkannte Aarnink aber wohl nicht, dass Haddadi erst mit dem Bauch und dann mit dem Arm am Ball war.

Das spielerische Potenzial wiederentdecken

“Wir haben vor zwei, drei Tagen einen Schiedsrichter-Vortrag gehabt. Was da erzählt und heute gepfiffen wurde, macht für mich keinen Sinn”, ärgerte sich Asta, der nachlegte: “Uns hat man gesagt, dass man so etwas nicht pfeift. Deswegen war ich geschockt auf dem Feld.” Auch Coach Schneider hatte für den Pfiff wenig Verständnis. “Es hat sich niemand beschwert. Dann lässt er es laufen, schaut es sich drei Minuten an, dann kann es ja nicht eindeutig sein”, so der Schweizer, der dennoch gleich in eine andere Richtung dachte: “Das wird vielleicht auch mal für uns ein Vorteil sein.”

Am Ende blieb das Duell mit dem KSC ein Schritt in die richtige Richtung für das Kleeblatt, das nun daran arbeiten muss, dass das spielerische Potenzial wieder entdeckt wird. Am besten schon am kommenden Wochenende in Düsseldorf.