Altglienicke feiert erfolgreichen Einstand gegen Cottbus – Roscher rettet Erfurt einen späten Punkt

Altglienicke feiert erfolgreichen Einstand gegen Cottbus – Roscher rettet Erfurt einen späten Punkt

In der Regionalliga Nordost begann am Freitag die neue Saison. Während Aufsteiger Rot-Weiß Erfurt mit einem Remis startete, feierten Altglienicke und Lichtenberg 47 Auftaktsiege. Am Samstag startet der BFC Dynamo nach dem Scheitern in der Aufstiegsrunde einen erneuten Anlauf, Jena erwartet Drittliga-Absteiger Viktoria Berlin.

Großer Jubel nach dem späten Ausgleich: Rot-Weiß Erfurt feierte am Freitag einen Punkt in Luckenwalde.

Großer Jubel nach dem späten Ausgleich: Rot-Weiß Erfurt feierte am Freitag einen Punkt in Luckenwalde.

IMAGO/Jan Huebner

Regionalliga Nordost – 1. Spieltag

Sowohl die VSG Altglienicke als auch Energie Cottbus stehen bei den Experten in Sachen Aufstieg ganz oben auf dem Zettel. Am Freitag trafen beide Teams direkt aufeinander. In einer temporeichen Partie begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe. Nach einer halben Stunde kam Breitkreuz im Strafraum zum Schuss und brachte Altglienicke in Führung. Cottbus drängte im zweiten Durchgang vehement auf den Ausgleich, aber die VSG verhinderte mit einer starken Defensivleistung größere Chancen. Mit einem Konter in der Nachspielzeit machte Neuzugang Cigerci alles klar.

Zeitgleich mit den beiden Mitfavoriten trafen sich am Freitagabend auch der SV Lichtenberg 47 und Germania Halberstadt. Lichtenberg ging dabei durch einen Standard in Führung, Neuzugang Gakpeto war nach einer Ecke per Kopf mit dem 1:0 zur Stelle (11.). Halberstadt mühte sich zwar um den Ausgleich, die Heimelf aber stand defensiv stabil und lauerte. So markierte Gakpeto vor der Pause auch noch eiskalt das 2:0 (42.) – Traumeinstand für den 30-Jährigen, der aus der Oberliga kam. Halberstadt kam dennoch mit Elan aus der Pause, es war aber die Einwechslung von Malina, die den Gästen dann auch Zählbares brachte. Der Joker markierte, gerade fünf Minuten auf dem Feld, den 1:2-Anschlusstreffer (65.). Jetzt wollten die Germanen den Ausgleich. Von der Heimelf kam im zweiten Durchgang abgesehen von einem Latten-Freistoß nicht mehr viel, die restliche Zeit verteidigten sie mit Glück und Geschick alle Gäste-Versuche weg. So blieb es beim knappen Auftakterfolg für die Berliner.

Den hatte auch der FSV Luckenwalde im Auftaktspiel gegen Aufsteiger Rot-Weiß Erfurt vor Augen. Die Heimelf aus Luckenwalde hatte in Durchgang eins etwas mehr vom Spiel, die Führung vor der Pause war somit nicht unverdient: Nach einer Flanke von der rechten Seite köpfte Vierling relativ freistehend zum 1:0 ein (45.). Nach Wiederanpfiff mühte sich der Aufsteiger aus Erfurt zwar, kam aber nur selten wirklich gefährlich vors Tor. In der Nachspielzeit fiel dann doch noch etwas überraschend der Ausgleich: Der kurz zuvor eingewechselte Neuzugang Roscher wurde im Strafraum per Flanke bedient und traf wuchtig zum 1:1-Endstand (90.+4).

BFC Dynamo mit neuem Trainer

Am Samstag steigen weitere Titelanwärter ins Geschehen ein. Der BFC Dynamo, Meister der Vorsaison, der allerdings in den Aufstiegsspielen am VfB Oldenburg scheiterte, fährt zum ZFC Meuselwitz. Stürmer Christian Beck: “Es wird ein schweres Spiel. Wir wollen gleich mit einem positiven Ergebnis starten, müssen aber von Anfang an an unsere Leistungsgrenze gehen. Wir dürfen nichts verschenken, um als Sieger vom Platz zu gehen.” Dieses Unterfangen werden die Berliner mit einem neuen Trainer angehen, Heiner Backhaus ersetzt Christian Benbennek, bei dem die BFC-Verantwortlichen trotz Platz 1 “eine Stagnation der Entwicklung” ausgemacht hatten.

Ähnlich wie bei Altglienicke hat auch Carl Zeiss Jena sofort eine namhafte und überdurchschnittlich ambitionierte Aufgabe vor der Brust. Der FCC spielt gegen Drittliga-Absteiger FC Viktoria Berlin. Sportchef Tobias Werner versucht die Erwartungshaltung zu dämpfen: “Wir sind in einer Außenseiterrolle.” Werner dürfte in seine Aussage mit einbezogen haben, dass mit Maximilian Oesterhelweg, Maximilian Wolfram und Fabian Eisele drei Leistungsträger von Bord gegangen sind.

Abgerundet wird der Samstag von der Partie des Chemnitzer FC gegen Tennis Borussia Berlin. Durchaus namhaft, und wer den Chemnitzer Auftritt im DFB-Pokal gegen Union Berlin gesehen hat (1:2 nach Verlängerung), der wird nicht umhin kommen, den “Himmelblauen” auch ein hohes Maß an Qualität zu attestieren.

Am Sonntag greifen die beiden Leipziger Klubs ins Geschehen ein: Die BSG Chemie fährt zum SV Babelsberg 03, der 1. FC Lok erwartet zu Hause die zweite Mannschaft von Hertha BSC. Zudem spielt der Berliner AK 07 gegen Aufsteiger Greifswalder FC.