1. FC Köln gegen Eintracht Frankfurt 1:1, 4. Spieltag

Ohne den angeschlagenen Jonas Hector, dafür mit dem Zugang aus Frankfurt, Marius Wolf, tat sich Köln lange schwer, ein Konzept für sein Spiel nach vorn zu entwickeln. Dafür verantwortlich war auch das Frankfurter Pressingspiel, das die Kölner Angriffsbemühungen sehr früh effektiv störte.

Außer einem Schuss von Frankfurts André Silva in der Anfangsphase, der sein Ziel verfehlte, sahen die 300 Zuschauer im Kölner Stadion so gut wie keine nennenswerten Aktionen. Auch bei den wenigen Standards entwickelte der FC keine Torgefahr.

Frankfurts Führung zu “Unzeit”

Die Eintracht versuchte, sich über den Ballbesitz Vorteile und Chancen zu erarbeiten – mit Erfolg: In der 45. Minute setzte sich Kölns Abwehrspieler Sebastiaan Bornauw zu ungeschickt gegen Daichi Kamada ein und brachte den Japaner zu Fall. Schiedsrichter Sven Jablonski entschied nach Studium der Videoaufzeichnung auf Elfmeter. André Silva verwandelte scharf unten rechts, der Nackenschlag traf Köln unmittelbar vor dem Pausenpfiff.

Nach der Pause gab es sofort zwei weitere Schreckmomente für die Gastgeber: Zuerst trat Kamada bei einer guten Chance in zentraler Position über den Ball, wenig später schoss Tormann Timo Horn bei einem Abstoß seinen eigenen Abwehrspieler an. Doch dann wendete sich das Blatt im Kölner Spiel.

Schöner Spielzug führt zum Ausgleich

In der 54. Minute flankte Kingsley Ehizibue von rechts passgenau auf den mitgelaufenen Ondrej Duda. Kein Frankfurter in dessen Nähe – Dudas Schuss schlug für Eintracht-Keeper Kevin Trapp unhaltbar ein.

Ab diesem Zeitpunkt agierten beide Teams deutlich zielstrebiger, vor allem die Hausherren suchten deutlich intensiver den Weg zum gegnerischen Tor, als das im ersten Spielabschnitt der Fall war. Erneut Duda hatte die Chance zur Kölner Führung (64.), scheiterte aber an Trapp, Frankfurts Bas Dost allerdings hatte ebenso die Führung mit einem strammen Schuss auf dem Fuß (71.), fand seinen Meister aber in Kölns Torwart Horn.

Engagierte Schlussviertelstunde

Die dickste Frankfurter Chance vergab Amin Younes in seinem ersten Pflichtspieleinsatz für die Eintracht etwa eine Viertelstunde vor dem Ende: Sein Rechtsschuss konnte von Rafael Czichos gerade so um den Pfosten gelenkt werden. Younes belebte das Spiel der Frankfurter, Köln hielt die Gäste dank seiner kämpferischen Spielweise aber in Schach.

Den Schlusspunkt setzte ein strammer Rechtsschuss von Anthony Modeste, der das Frankfurter Tor aber knapp verfehlte. Das 1:1-Unentschieden war am Ende ein leistungsgerechtes Ergebnis. “Es war bestimmt kein schönes Spiel zum Anschauen”, sagte der frühere Frankfurter Marius Wolf, betonte aber: “Auf dem Punkt können wir aufbauen, wir haben auch nicht schlecht gespielt.” Torschütze Duda meinte: “Ich bin glücklich, dass wir zurückgekommen sind. Wir können Fußball spielen, wir haben Qualität”, sagte Torschütze Duda. Es sei aber an der Zeit, “mal drei Punkte zu holen.”

Der 1. FC Köln muss am nächsten Spieltag am Freitag (23.10.2020, 20.30 Uhr) beim VfB Stuttgart ran, Eintracht Frankfurt spielt einen Tag später (15.30 Uhr) bei Bayern München.