Letztes Heimspiel für Paulding: Oldenburg feiert Klub-Ikone

Rickey Paulding hat die EWE Baskets Oldenburg in seinem letzten Heimspiel in der Basketball-Bundesliga zu einem klaren Sieg geführt.

Rickey Paulding verabschiedet sich von den Fans in Oldenburg.

Rickey Paulding verabschiedet sich von den Fans in Oldenburg.

IMAGO/Andreas Burmann

Die 39 Jahre alte Klub-Ikone kam am Freitag gegen s.Oliver Würzburg beim deutlichen 113:87-Erfolg auf 18 Punkte und wurde bei seiner Auswechslung kurz vor dem Ende von den 6000 Zuschauern mit stehenden Ovationen minutenlang gefeiert.

“Es war sehr emotional. Ich habe keine Worte dafür”, sagte der US-Amerikaner nach dem Spiel bei “MagentaSport”. Bereits vor dem Spiel gab es eine große Paulding-Choreographie mit der Aufschrift “15 Jahre Loyalität – Dreier, Dunks & Herzblut – Danke Rickey”. “Ich habe eigentlich versucht, mich auf das Spiel zu fokussieren, aber natürlich habe ich darauf geguckt. Unfassbar”, schwärmte Paulding, der 2007 aus der französischen Liga nach Oldenburg gekommen war.

Nach dem Spiel gab es in der weiterhin voll besetzten Halle die Highlights der Zeit im Baskets-Trikot auf dem Videowürfel. Seine Frau und drei Kinder sowie seine Mutter und Bruder waren ebenfalls auf dem Hallen-Parkett. “Ich bedanke mich so herzlich”, sagte Paulding per Mikrofon zu den Fans und auch in Richtung Familie.

Der Publikumsliebling aus den USA spielt seit 15 Jahren für die Niedersachsen und wurde mit dem Klub 2009 Meister und 2015 Pokalsieger. Mittlerweile ist er der zweitbeste Scorer in der Bundesliga-Geschichte. Am Sonntag wird Paulding letztmals in der Bundesliga in Ludwigsburg auflaufen, weil der Verein die Play-offs deutlich verpasst hat. Am 4. Juni wird es zudem ein Paulding-Abschiedsspiel in Oldenburg geben.

BBL-Awards: Shorts bester Offensivspieler – Simon verteidigt am besten

Wie schon in der Vorsaison kommt der beste Offensivspieler der BBL aus Crailsheim.

Nur von einer Verletzung zu stoppen: TJ Shorts (li. Würzburgs Desi Rodriguez).

Nur von einer Verletzung zu stoppen: TJ Shorts (li. Würzburgs Desi Rodriguez).

IMAGO/HMB-Media

Mit knappem Vorsprung wurde TJ Shorts II zum besten Offensivspieler der BBL gekürt. Der US-Amerikaner, den aktuell eine Schulterverletzung ausbremst, folgt damit auf Trae Bell-Haynes, der in der Vorsaison diesen Titel ebenfalls nach Crailsheim geholt hatte.

29,27 Prozent aller Stimmen fielen auf den nur 1,75 Meter großen Shorts, der im Sommer 2021 von Hamburg  nach Hohenlohe gewechselt war und direkt Dreh- und Angelpunkt der Crailsheimer Offensive wurde. In 21 Spielen legte Shorts durchschnittlich 20,6 Punkte auf und verteilte 7,0 Assists.

Hinter Shorts landeten Kamar Baldwin (23,17 Prozent, BG Göttingen) und Parker Jackson-Cartwright (15,85 Prozent, Telekom Baskets Bonn) auf den weiteren Plätzen.

Defense: Simon vor Weiler-Babb

Den Award für den besten Defensivspieler erhielt Justin Simon von den MHP Riesen Ludwigsburg, nachdem zuvor dessen Teamkollege Yorman Polas Bartolo dreimal in Folge gewonnen hatte. US-Flügelspieler Simon bekam 34,57 Prozent aller Stimmen. Durchschnittlich holte er 1,9 Steals, 0,8 Blocks sowie 5,8 Rebounds, um die Defensive der Barockstädter zu stärken.

Mit Nick Weiler-Babb (16,05 Prozent, Bayern München) landet ein Guard auf dem zweiten Platz. Rang drei geht an Nationalspieler Max DiLeo (8,64 Prozent, Hamburg Towers).

Braunschweiger Sieg besiegelt Abstieg der Skyliners

Der erste Absteiger aus der Basketball-Bundesliga steht fest. Die Fraport Skyliners müssen kommende Saison in der zweitklassigen Pro A ran.

Abstieg aus der BBL: Die Skyliners sehen kein Licht mehr am Ende des Tunnels.

Abstieg aus der BBL: Die Skyliners sehen kein Licht mehr am Ende des Tunnels.

IMAGO/Eibner

Durch den 82:66 (49:41)-Sieg der Basketball Löwen Braunschweig am Mittwoch bei den Gießen 46ers müssen die Fraport Skyliners den schweren Gang in die zweite Liga antreten. Bei noch drei ausstehenden Spielen können die Frankfurter nicht mehr die Abstiegsränge verlassen.

Nach einer über weite Teile ausgeglichenen ersten Hälfte zogen die Niedersachsen nach der Pause davon. Sie erlaubten den Gastgebern nur neun Punkte im dritten Viertel.

Die Niners Chemnitz gewannen zudem nach langem Rückstand – das erste Viertel ging mit 28:14 an die Gäste – mit 88:82(38:43) gegen die s.Oliver Würzburg.

Statistik zu den Mittwoch-Spielen

Jobstairs Gießen 46ers – Löwen Braunschweig 66:82 (41:49)
Beste Werfer: McCullum (19) für Gießen – Krämer (14), Klassen (13), Tischler (11) für Braunschweig. – Zuschauer: 1463

Niners Chemnitz – s.Oliver Würzburg 88:82 (38:43)
Beste Werfer: Massenat (18), Ziegenhagen (16), Weidemann (13), Atkins (12), Lockett (11), Richter (10) für Chemnitz – Hunt (19), Buford (15), Stanic (14), Abu (11) für Würzburg. – Zuschauer: 3654

Ludwigsburg gewinnt Verfolgerduell mit Ulm

Die MHP Riesen Ludwigsburg haben das Verfolgerduell mit ratiopharm Ulm gewonnen und sich vorerst in der Tabelle auf Platz zwei der Basketball-Bundesliga vorgeschoben.

Überflieger: Ludwigsburgs Justin Simon hebt ab.

Überflieger: Ludwigsburgs Justin Simon hebt ab.

IMAGO/Pressefoto Baumann

Die Mannschaft von Trainer John Patrick bezwang am Samstagabend Ulm mit 74:61 (33:27) und hat nun eine Bilanz von 20:8 Siegen. Der FC Bayern München (19:7) kann mit einem Erfolg am Sonntag in Gießen allerdings wieder vorbeiziehen. Ulm (18:8) bleibt Vierter. Justin Simon traf für Ludwigsburg mit 19 Punkten am besten.

Die Hakro Merlins Crailsheim (13:13) hofft als Neunter weiter auf die Playoff-Teilnahme. Gegen die MLP Academics Heidelberg siegten die Gastgeber dank einer starken zweiten Halbzeit 87:72 (34:42). Jaren Lewis überzeugten bei Crailsheim mit 30 Punkten.

Einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machten s.Oliver Würzburg (11:17) und die EWE Baskets Oldenburg (11:18). Würzburg gewann mit 83:77 (42:50) bei medi Bayreuth, während Oldenburg das Niedersachsen-Duell mit den Löwen Braunschweig 90:76 (46:44) für sich entscheiden konnten. Beide Clubs haben vier Erfolge mehr als Gießen auf Platz 17.

medi Bayreuth – s.Oliver Würzburg 77:83 (19:19,31:23,13:22,14:19)

Punkte medi Bayreuth: Thornton 19, Sajus 17, Anim 15, Allen 13, Seiferth 7, Doreth 3, Joesaar 3
s. Oliver Würzburg: Buford 17, Moller 11, Stanic 11, Hunt 9, Parodi 9, Hoffmann 8, Rodriguez 8, Abu 4, Albus 3, Callison 3
Zuschauer: 2684

Hakro Merlins Crailsheim – MLP Academics Heidelberg 87:72 (17:22,17:20,25:18,28:12)

Punkte Hakro Merlins Crailsheim: Lewis 30, Stuckey 14, Caffey 12, Bleck 8, Harris 8, Lasisi 7, Aririguzoh 4, Gudmundsson 4
MLP Academics Heidelberg: Geist 17, Ugrai 14, Chapman 13, Lowery 11, Ely 8, Ky. Anderson 3, Friederici 2, Heyden 2, Würzner 2
Zuschauer: 2121

MHP Riesen Ludwigsburg – ratiopharm Ulm 74:61 (18:12,15:15,22:18,19:16)

Punkte MHP Riesen Ludwigsburg: Simon 19, Hulls 14, Happ 11, Alkins 10, Woodard 10, Radebaugh 8, Bartolo 2
ratiopharm Ulm: Thornwell 19, Christon 13, Klepeisz 9, Blossomgame 8, Bretzel 4, Herkenhoff 4, Jallow 4
Zuschauer: 2914

EWE Baskets Oldenburg – Löwen Braunschweig 90:76 (22:22,24:22,26:18,18:14)

Punkte EWE Baskets Oldenburg: Odiase 20, Holyfield 16, Heidegger 13, Paulding 10, Pressey 9, Herrera 8, Lynch 8, Hundt 3, Pjanic 3
Löwen Braunschweig: Peterka 18, Krämer 17, N. Tischler 9, Brown 7, Klassen 7, Sehnal 7, Turudic 7, B. Tischler 2, Zagars 2
Zuschauer: 5147

BBL-Hauptrunde wird bis 10. Mai verlängert

Um alle coronabedingt ausstehenden Spiele nachholen zu können, wird die BBL ihre Hauptrunde bis zum 10. Mai verlängern. Sollte es weitere Absagen geben, kommt die Quotientenmethode zur Anwendung.

Der BBL bleibt kein Spielraum für weitere Spielabsagen.

Der BBL bleibt kein Spielraum für weitere Spielabsagen.

imago images/Picture Point

Im Zeitraum 4. Mai bis 10. Mai stehen insgesamt neun Nachholspiele an, wobei zwei davon noch nicht abschließend terminiert werden konnten. Den 34. und somit “offiziell” letzten Spieltag der Hauptrunde bestreiten die Teams unverändert am 1. Mai.

Die BBL gab am Freitag zudem bekannt, dass eine weitere coronabedingte Neuterminierung der Nachholspiele oder auch anderer Spiele nicht möglich sei. In diesem Fall würde die Abschlusstabelle nach der Quotientenmethode berechnet.

Die Play-offs beginnen am 13. Mai und bleiben im bewährten “Best-of-five”-Modus und im Rhythmus 2-2-1 (Heim-Heim-Auswärts-Auswärts-Heim aus Sicht des Klubs mit Heimvorteil). Nach Möglichkeit sollen zwischen Heimspielen ein Ruhetag und beim Heimspielwechsel bis zu drei Ruhetage eingehalten werden.

Sollten die Bayern das Final Four der Euroleague (19. bis 21. Mai) erreichen, ruhen die BBL-Play-offs während dieser Zeit. Ein mögliches fünftes Finalspiel soll spätestens am 25. Juni 2022 stattfinden.

BBL-Tabelle