Lookman trifft erlösend im Sitzen: Atalanta schlägt Genua

Im Kampf um die internationalen Plätze ist Atalanta Bergamo ein Pflichtsieg gegen Genua geglückt. Entscheidenden Anteil daran hatte auch ein sitzender Ex-Leipziger.

Die Champions-League-Plätze vor Augen: Atalanta Bergamo.

Die Champions-League-Plätze vor Augen: Atalanta Bergamo.

IMAGO/Gribaudi/ImagePhoto

Nach dem spektakulären 2:3 gegen Lazio Rom war für Atalanta klar: Soll es zurück in die internationalen Ränge gehen, muss gegen Genua ein Dreier her. Helfen sollte dabei frisches Personal, Gian Piero Gasperini beorderte den ehemaligen Leipziger Lookman, Rafael Toloi und Carnesecchi in die erste Elf. Dafür wichen Pasalic, der Ex-Schalker Kolasinac und Musso. 

Leali trumpft auf

Gerade die Hereinnahme von Lookman sollte sich bezahlt machen. Der Nigerianer war Aktivposten bei “La Dea”, schaffte es aber wie das gesamte Team zunächst noch zu selten, die kompakte Defensive der Gäste entscheidend aufzuwirbeln. Daher blieben ein Distanzschuss de Roons (29.) und ein Versuch von Lookman (38.), die jeweils von Leali entschärft wurden, die einzigen Torchancen im ersten Durchgang.

Serie A, 9. Spieltag

Deutlich spektakulärer begann der zweite Durchgang, in dem der eingewechselte Miranchuk nach wenigen Augenblicken Scamacca bediente, gegen dessen Abschluss mit der Hacke abermals Leali rettete (47.). Nach der folgenden Ecke konnte Genuas Schlussmann indes nicht mehr eingreifen. Gegen Scalvinis Kopfball war allerdings das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite, die Kugel sprang ans Aluminium (48.). 

Ex-Leipziger macht es im Sitzen

Ein Brustlöser war die Doppelchance aber nicht. Stattdessen taten sich Lookman und Co. zunächst wieder schwer und hatten nach einer weiteren Parade Lealis gegen den pfeilschnellen Angreifer (64.) Glück, nicht aus dem Nichts in Rückstand geraten zu sein. Carnsesecchi rettete aber gegen Bani (64.) und durfte quasi im direkten Gegenzug direkt nochmal jubeln: Nach Scamaccas Hereingabe kam Lookman zunächst zu Fall, setzte aber nach und schaufelte das Leder im Sitzen in die Maschen (68.). Zunächst entschied Referee Livio Marinelli auf Handspiel, gab den erlösenden Führungstreffer nach VAR-Hinweis aber doch. 

Carnesecchi und Ederson sichern den Sieg

Genua war nun also gefordert und antwortete knapp zehn Minuten später über Gudmundsson, dessen Schlenzer Carnesecchi keine Chance ließ, aber am Außenpfosten endete (77.). Nach Pfostentreffern ausgeglichen, wollten die Rossoblu natürlich auch nach Toren gleichziehen. Tief in der Nachspielzeit hatte Joker Puscas auch tatsächlich noch die große Chance auf das 1:1, doch Carnesecchi hielt den Vorsprung fest und feierte erneut im direkten Gegenzug den nun entscheidenden Treffer. Ederson und Pasalic fuhren einen Konter, den der Brasilianer trocken von der Strafraumkante zum 2:0-Endstand vollendete (90.+5).

Weiter geht es für Atalanta bereits am Donnerstag in der Europa League. Ab 18.45 Uhr gastieren die Lombarden bei Sturm Graz (LIVE! bei kicker). In der heimischen Serie A reist La Dea am Montag darauf nach Empoli (18 Uhr). Genua trifft bereits am Freitagabend (20.45 Uhr) auf die US Salernitana.