Drees zum Dortmunder 3:1 in Freiburg: “Fachliche Fehlbeurteilung”

Das dritte Dortmunder Tor beim 3:1 in Freiburg war irregulär. DFB-Projektleiter Jochen Drees räumt den VAR-Fehler nun ein und erklärt, wie es dazu kam.

Diskussionsbedarf: Die Freiburger Spieler reden auf Referee Tobias Welz ein.

Diskussionsbedarf: Die Freiburger Spieler reden auf Referee Tobias Welz ein.

imago images

In der 88. Minute des Freitagabendspiels in Freiburg erhöhte Marius Wolf rechts im Strafraum per Linksschuss ins lange Eck auf 3:1 für Borussia Dortmund. BVB-Stürmer Youssoufa Moukoko stand bei diesem Abschluss jedoch im Abseits und bewegte sich aus nächster Nähe auf SC-Keeper Mark Flekken zu, es kam beinahe zum Zusammenstoß. Klar ersichtlich ist, dass Moukoko Flekken in dessen Bewegungsfreiheit beeinträchtigte, also strafbar im Abseits stand.

VAR Günter Perl und sein auf Abseits spezialisierter VAR-Assistent Norbert Grudzinski intervenierten jedoch nicht. Das irreguläre Tor zählte, was eine sonst gute Schiedsrichterleistung von Tobias Welz schmälerte. Wie kam es zu diesem erstaunlichen Fehler?

Dr. Jochen Drees, VAR-Projektleiter beim DFB, erläutert auf kicker-Nachfrage zunächst die regeltechnischen Grundlagen: “In Abseitssituationen, in denen der Torwart betroffen ist, geht es grundsätzlich um zwei Aspekte. Befindet ein sich im Abseits stehender Gegenspieler in der Sichtlinie des Torwarts und versperrt diesem eindeutig die Sicht? Oder beeinflusst er ihn bei einer möglichen Torwart-Abwehraktion auf andere Art?”

Dann sei laut Drees Folgendes zu beachten: “Bei der Beeinflussung durch eine offensichtliche Aktion des Gegenspielers im unmittelbaren Sichtbereich des Torhüters (“obvious action”) ist zudem relevant, ob der Torwart noch eine realistische Chance hat, den Ball spielen zu können.”

“Frage nach der realistischen Abwehrchance von Flekken verneint”

Was ist nun beim Check der betreffenden Szene im Kölner Videocenter passiert? “Im vorliegenden Fall hat das VAR-Team die Abseitsposition des Dortmunder Spielers Moukoko und seine Aktion in der Nähe des Freiburger Torwart Flekken erkannt. Allerdings hat das VAR-Team die Beeinflussung von Flekken durch Moukoko nicht als so deutlich wahrgenommen und auch die Frage nach der realistischen Abwehrchance von Flekken verneint.”

Was Drees und die Sportliche Leitung der Elite-Referees zu folgendem Urteil veranlasst: “Letztlich handelt es sich in diesem Fall um eine fachliche Fehlbeurteilung der Situation. Unsere Erwartung wäre gewesen, dass das VAR-Team die Szene richtig beurteilt und wegen der Deutungshoheit dem Schiedsrichter einen On-Field-Review empfiehlt. Der hätte dort dann zu dem Schluss kommen müssen, dass der Treffer wegen einer strafbaren Abseitsstellung nicht zählen darf.”

Drees bestätigt also die kicker-Wertung, gibt aber auch zu bedenken: “Der Fall ist in der Bewertung nicht ganz einfach. Wäre der Ball etwa oben im kurzen Eck unerreichbar für Flekken eingeschlagen, wäre es keine strafbare Beeinflussung von Moukoko gewesen.”

Für Freiburg bleibt ein bitterer Nachgeschmack

Die Regeln und deren Auslegung sind in solchen Fällen nicht immer ganz nachvollziehbar. Für den SC Freiburg bleibt jedenfalls ein bitterer Nachgeschmack. Auch wenn es in dieser Phase nicht nach einem Tor der Gastgeber ausgesehen hat, hätte theoretisch noch einige Minuten die Chance auf ein 2:2 bestanden.

Bereits in der vergangenen Saison hatte Freiburg ein vom VAR nicht korrigiertes Abseitstor kassiert. Nach dem 1:1 gegen Mainz Mitte Februar 2022 räumte Schiedsrichter Deniz Aytekin ein, dass bei der Torüberprüfung wegen eines Handspielverdachts vom VAR schlicht vergessen wurde, die Szene auf Abseits zu kontrollieren.

Carsten Schröter-Lorenz

Auch der BVB plant eine Auslandsreise im WM-Winter

Borussia Dortmund wird die lange WM-Pause im Winter aller Voraussicht nach für eine Reise ins Ausland nutzen. Die Planungen sollen bald finalisiert werden.

Mannschaftsarzt Dr. Markus Braun, Geschäftsführer Carsten Cramer und Sportdirektor Sebastian Kehl (v. li.) im Gespräch.

Mannschaftsarzt Dr. Markus Braun, Geschäftsführer Carsten Cramer und Sportdirektor Sebastian Kehl (v. li.) im Gespräch.

IMAGO/Kirchner-Media

Eintracht Frankfurt plant vom 13. bis 20. November eine Reise nach Japan, der 1. FC Köln und der VfB Stuttgart wollen in die USA – und auch Borussia Dortmund denkt angesichts der langen Winterpause wegen der WM in Katar über eine Auslandsreise nach. “Wir haben uns dazu schon Gedanken gemacht und werden diese in den kommenden Wochen finalisieren”, sagte Sportdirektor Sebastian Kehl in einem vom Verein geführten Interview.

Dabei soll es sich nicht nur um Teambuilding-Maßnahmen handeln, laut Kehl werde es auch Phasen geben, “in denen wir die Mannschaft belasten werden.” Bei der Reise sollen selbstverständlich die Spieler dabei sein, die nicht zur Weltmeisterschaft fahren. Da dies den ein oder anderen BVB-Spieler betreffen wird, soll der Kader von Akteuren aus der U 23 und U 19 ergänzt werden.

Wegen der WM in Katar pausiert die Bundesliga mehr als zwei Monate von Mitte November bis Mitte Januar, der 15. Spieltag (11. bis 13. November) ist der letzte vor der ungewohnt langen Pause zum Jahreswechsel. 

“Ganz besonderes Element”: BVB verlängert mit Bynoe-Gittens

Nächster Höhepunkt für Jamie Bynoe-Gittens: Borussia Dortmund hat den Offensivmann kurz nach dessen 18. Geburtstag mit einem langfristigen Vertrag ausgestattet.

Jamie Bynoe-Gittens verlängert seinen Vertrag bei Borussia Dortmund.

Jamie Bynoe-Gittens verlängert seinen Vertrag bei Borussia Dortmund.

IMAGO/Revierfoto

Trainer Edin Terzic sieht in ihm einen “Spieler, der für uns den Unterschied ausmachen” kann – kein Wunder also, dass Borussia Dortmund Jamie Bynoe-Gittens langfristig an sich gebunden hat. Wie der BVB am Dienstag mitteilte, wurde der ursprünglich noch bis 2023 datierte Vertrag vorzeitig – und mit verbesserten Bezügen – bis 2025 verlängert.

“Schnelligkeit und Kreativität haben Jamie schon immer ausgezeichnet, mit seiner Unberechenbarkeit im Eins-gegen-eins verleiht er unserem Kader bereits in seinem jungen Alter ein ganz besonderes Element”, sagt Sportdirektor Sebastian Kehl. “Es macht Spaß zu beobachten, wie er an sich und seinem Spiel arbeitet. Diese Entwicklung sehen wir noch längst nicht am Ende, die nötige Zeit dafür werden wir ihm geben.”

Bynoe-Gittens war 2020 aus der Akademie von Manchester City gekommen. Nach Anlaufschwierigkeiten wegen der Corona-Pandemie und mehreren, teils schweren Verletzungen startete der Flügelstürmer 2021/22 im Jugendbereich durch, als er die U 19 mit sechs Toren in fünf Spielen bis ins Viertelfinale der Youth League führte.

A-Junioren-Meister, U-19-Europameister, erstes Bundesligator

Im Bundesliga-Endspurt durfte der gebürtige Londoner daraufhin viermal im deutschen Oberhaus mitmischen, beim 3:4 gegen Bochum am 32. Spieltag feierte er sein Startelfdebüt. Er wurde A-Junioren-Meister, im Juni auch noch U-19-Europameister, und am Freitag nun, vier Tage nach seinem 18. Geburtstag, krönte er seinen mitreißenden Joker-Auftritt in Freiburg (3:1, kicker-Note 1,5) mit seinem ersten Bundesligator.

“Es war immer mein Ziel, meinen beim BVB nach Corona und einigen Verletzungen zu Beginn gefühlt gerade erst begonnenen Weg fortzusetzen”, wird Bynoe-Gittens in der BVB-Mitteilung zitiert. “Nun kann ich es kaum erwarten, weiter hart an mir und meinem Spiel zu arbeiten, um dem Team hoffentlich auch in den kommenden Monaten und Jahren helfen zu können.”

FE:male #11 - Hans-Joachim Watzke & Svenja Schlenker

05. August 202201:04:31 Stunden

FE:male #11 – Hans-Joachim Watzke & Svenja Schlenker

Wir starten in die neue Saison, und das mit einer überraschenden Folge: wir haben gleich 2 hochinteressante Gäste! In der Zentrale von Borussia Dortmund treffen wir Hans-Joachim Watzke und Svenja Schlenker. Sie ist die Leiterin der Mädchen- und Frauenfußball Abteilung des BVB.

FE:male #Frauen EM Spezial – Josephine Henning

20.07.2022

FE:male #Frauen-EM Spezial – Sara Doorsoun

06.07.2022

FE:male #Spezial – Lise Klaveness

03.06.2022

FE:male #10 – Tabea Kemme

28.05.2022

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Bellinghams “Sohn” feiert Geburtstag und Tor

Erst der 18. Geburtstag, dann das erste Tor in der Bundesliga: Für Dortmunds Youngster Jamie Bynoe-Gittens hätte die vergangene Woche nicht besser laufen können. Trainer Edin Terzic nennt ihn einen “Gamechanger”, der ein Jahr ältere Jude Bellingham “meinen Sohn”. Doch wer ist das neue Toptalent des BVB?

Nahm Flekkens Geschenk dankend an: Jamie Bynoe-Gittens.

Nahm Flekkens Geschenk dankend an: Jamie Bynoe-Gittens.

picture alliance / GES/Helge Prang

Am vergangenen Freitag meinte es das Schicksal gut mit Jamie Bynoe-Gittens: Drei Tage nach seinem 18. Geburtstag machte ihm Freiburgs Keeper Mark Flekken – unabsichtlich – ein nachträgliches Geschenk, als ihm ein eigentlich harmloser Distanzschuss des BVB-Talents erst durch die Handschuhe und dann über die Linie rutschte. Es war Bynoe-Gittens erstes Bundesliga-Tor. Und ein immens wichtiges noch dazu, gab es doch das Signal zur Dortmunder Schlussoffensive, die mit einem hart erkämpften 3:1-Erfolg beim Sport-Club endete.

Das BVB-Spiel vom Freitagabend

Der Name Bynoe-Gittens, der davor in erster Linie BVB-Insidern ein Begriff gewesen sein dürfte, war danach in aller Munde. Denn gemeinsam mit Youssoufa Moukoko, der ein Tor erzielte und zwei weitere vorbereitete, war der junge Engländer, der nach seinem Ausgleichstreffer das 2:1 herrlich einleitete, der Matchwinner in Schwarz-Gelb. Oder, wie es BVB-Trainer Edin Terzic formulierte, “der Gamechanger”.

Terzics Auftrag: Spiel den Stempel aufdrücken

Bynoe-Gittens erfüllte damit den Auftrag, den ihm sein Trainer zuvor gegeben hatte. Lange unterhielten sich die beiden, ehe es für ihn aufs Feld ging. “Er hat mir gesagt, dass ich dem Spiel meinen Stempel aufdrücken soll”, verriet das BVB-Talent später. “Dass er mir zutraut, dass ich den Unterschied machen kann, bedeutet mir viel.”

Aus dem Nichts kommt dieses Zutrauen nicht, schließlich ist Bynoe-Gittens nicht erst seit dieser Saison bei der Borussia. Bereits im Sommer 2020 kam er von Manchester City ins Ruhrgebiet. Doch erst bremste ihn die Corona-Pandemie aus, dann mehrere, teils schwere Verletzungen. Es dauerte, ehe Bynoe-Gittens, der in London geboren wurde, in Dortmund Fuß fassen konnte. Sein Talent jedoch war von Anfang an erkennbar. Der Durchbruch im Jugendbereich jedoch erfolgte mit einjähriger Verzögerung: In der Saison 2021/22 führte er die Borussia mit sechs Toren in fünf Spielen bis ins Viertelfinale der Youth League. In der Schlussphase der Saison folgte dann die Belohnung durch den damaligen BVB-Profi-Trainer Marco Rose: Beim 6:1 gegen Wolfsburg debütierte Bynoe-Gittens in der Bundesliga, weitere Einsätze gegen München, Bochum und Berlin kamen dazu.

U-19-Europameister mit England

Die Saison war damit allerdings für ihn noch nicht beendet: Im Juni trat er mit Englands U 19 bei der Europameisterschaft an – und sicherte sich mit den jungen “Three Lions” den Titel. Bynoe-Gittens kam dabei in vier der fünf Endrunden-Spiele zum Einsatz. Nach dem Urlaub schließlich folgte absprachegemäß die dauerhafte Beförderung zu den Profis. Warum? Das konnte man in Freiburg erstmals erahnen.

Der Offensivspieler, der als Teenager einen ähnlichen Karriere-Weg einschlug wie Jadon Sancho (inzwischen Manchester United), bringt viele Qualitäten mit, die ihn vom Rest des Dortmunder Kaders abheben: Er ist ein Dribbler, der mit hoher Geschwindigkeit auf seine Gegenspieler zuläuft, um sie dann mit einer Körpertäuschung stehen zu lassen – und er ist mutig und unbekümmert genug, dass auch in der Bundesliga zu versuchen. Die Erfolgserlebnisse, die er in Freiburg sammelte, dürfte ihn darin weiter bestätigen.

“Chillen, PS5 spielen, Youtube schauen”

Er sei “überwältigt gewesen”, sagte Bynoe-Gittens am Tag nach dem Spiel im klubinternen TV-Sender, “ich habe eigentlich gar nicht geschlafen”. Der freie Sonntag ging dann für das drauf, was junge Erwachsene in seinem Alter üblicherweise tun: “Chillen, PS5 spielen, Youtube schauen”. Jetzt jedoch geht der Blick nach vorne. Auf das bevorstehende Heimspiel gegen den SV Werder Bremen. Bynoe-Gittens winkt – ähnlich wie Moukoko – ein Platz in der Startelf, zumindest aber ein erneuter Joker-Einsatz. Stolz wurde er damit nicht nur seine eigene Familie machen, sondern auch einen seiner Mitspieler, der ihn liebevoll “meinen Sohn” nennt: Jude Bellingham.

Obwohl Dortmunds Mittelfeldspieler nur ein Jahr älter ist als Bynoe-Gittens, hat er ihn an die Hand genommen und Hilfestellung gegeben. “Jude ist ein großer Spieler”, sagt Bynoe-Gittens über seinen Landsmann, der bereits für die A-Nationalmannschaft spielt und aus Dortmunds Mannschaft nicht mehr wegzudenken ist. “Ich bewundere ihn und versuche, ihn zu kopieren.”

Dass er das Talent dazu hat, davon sind sie in Dortmund fest überzeugt. Eine baldige Verlängerung des derzeit bis 2023 datierten Vertrages – mit angepassten Bezügen – dürfte daher nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Matthias Dersch

kicker Wochenendrückblick vom 14.8.2022

14. August 202206:14 Minuten

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Terzic über Modeste-Debüt: “Ein guter erster Schritt”

Ein Tor ist Anthony Modeste bei seinem Debüt für Borussia Dortmund am Freitag in Freiburg nicht geglückt. Zufrieden war der 34-Jährige angesichts des spät herausgespielten 3:1-Erfolgs des BVB dennoch. Nun will er gegen Bremen treffen.

Engagiert, aber oft noch ohne Bindung: Anthony Modeste.

Engagiert, aber oft noch ohne Bindung: Anthony Modeste.

picture alliance/dpa

Die Bilanz von Anthony Modeste im Spiel beim SC Freiburg war ausbaufähig: 0 Tore, 0 Torvorlagen, 23 Ballkontakte, 33 Prozent gewonnene Zweikämpfe, 64 Prozent angekommene Pässe, 9,71 zurückgelegte Kilometer – das sind eigentlich keine Zahlen, die den 34-Jährige frohlocken lassen. Mit seinem Debüt für Borussia Dortmund war der Sturm-Routinier dennoch zufrieden: “Wenn du gewinnst, ist es immer gut”, sagte Modeste nach dem 3:1-Erfolg, der dem BVB einen perfekten Start in die Saison bescherte.

Der BVB in der Bundesliga

Zwei Chancen in Hälfte eins

Es war in den ersten gemeinsamen 90 Minuten von Modeste und dem BVB nicht zu übersehen, dass die Partnerschaft noch Zeit benötigen dürfte, bis sie zur Zufriedenheit aller Beteiligten funktioniert. Modeste verzeichnete in Hälfte eins zwar zwei ordentliche Torchancen und bemühte sich redlich, die gegnerischen Verteidiger zu attackieren, sobald sie in Ballbesitz waren. Insgesamt jedoch fehlte dem Angreifer noch die Bindung an das Spiel seiner Kollegen, die ihn seltener suchten, als es in manchen Situationen möglich gewesen wäre – auch weil Modestes Offensivstärken mit dem Kopf noch neu sind für die Schwarz-Gelben.

Die Abstimmung gehe nicht “von heute auf morgen, auch wenn ich geile Kollegen um mich herum habe”, gab sich Modeste nach seiner Premiere in Schwarz-Gelb gelassen und betonte: “Das wird klappen.” Lediglich drei gemeinsame Einheiten hatte er absolviert, ehe es erstmals mit den neuen Kollegen in einem Pflichtspiel auf den Rasen ging – weil der BVB auf seine Qualitäten setzte. “Tony wurde heute gebraucht. Nicht nur in der Offensive, sondern auch in der Defensive”, begründete BVB-Trainer Edin Terzic nach der Partie die Aufstellung des Neuzugangs und lobte Modeste für dessen Einsatz: “Er hatte zwei Möglichkeiten in der ersten Hälfte, war auch in der zweiten Hälfte präsent in der Box.”

“Sehr bemüht” im Anlaufen

Und auch im Anlaufen sei er “sehr bemüht” gewesen – wenn auch zunächst glücklos, weil er allein in vorderster Linie zu weite Wege gehen musste, um den Freiburger Aufbau ernsthaft zu stören. “Wir haben es dann in der zweiten Hälfte angepasst, dann hat es mit Marco Reus an seiner Seite besser funktioniert”, sagte Terzic, der Modestes Premiere wie folgt bilanzierte: “Das war ein guter erster Schritt. Jetzt werden wir weiter arbeiten.”

Immerhin eine ganze Trainingswoche Zeit haben beide Seiten nun, sich besser aneinander zu gewöhnen, bevor am Samstag der SV Werder Bremen im Signal-Iduna-Park gastiert. “Vielleicht”, sagte Modeste in Freiburg, “kommt dann meine Premiere zuhause – mit einem Tor.”

“Ein absoluter Gamechanger”: Terzic lobpreist Bynoe-Gittens

Edin Terzic hat mit seinen Einwechslungen am Freitagabend in Freiburg den richtigen Riecher bewiesen – vor allem mit seiner zweiten und auf den ersten Blick durchaus überraschenden Wahl von der Bank.

Hat das Vertrauen von Edin Terzic direkt zurückgezahlt: BVB-Talent Jamie Bynoe-Gittens.

Hat das Vertrauen von Edin Terzic direkt zurückgezahlt: BVB-Talent Jamie Bynoe-Gittens.

IMAGO/Kirchner-Media

Als der BVB Mitte der zweiten Hälfte im Breisgau immer noch zurückgelegen war, sah sich Trainer Edin Terzic zu weiteren Maßnahmen gezwungen nach der Hereinnahme von Marius Wolf für Thomas Meunier zur Pause. Schließlich hatte sein Angriff rund um Kapitän Marco Reus, Donyell Malen oder den direkt in die Startelf beorderten Neuzugang Anthony Modeste, der durchaus Chancen für einen Premierentreffer hatte, bis dato gegen den schwer zu bespielenden Sport-Club aus Freiburg noch nicht gezündet.

Seine Wahl in der 64. Minute fiel für viele – etwa auch DAZN-Experte und Unterhachings Regionalliga-Trainer Sandro Wagner – überraschend aus: Denn der Dortmunder Coach schickte Jamie Bynoe-Gittens für Thorgan Hazard ins Rennen – und ließ Kräfte wie Julian Brandt, Youssoufa Moukoko, Salih Özcan oder Emre Can draußen, wenngleich die ersten beiden genannten Spieler selbst daraufhin noch reinkamen.

Der 18-jährige in London geborene Engländer mit barbadischen Wurzeln, der beim FC Reading ausgebildet worden war und über Manchester Citys Nachwuchs 2020 den Wechsel zu Schwarz-Gelb vollzogen hatte, sollte seinem Trainer aber Recht geben.

Denn mit tollen Dribblings, guten Antritten samt starker Übersicht im Passspiel zog Bynoe-Gittens das Spiel quasi an sich. Inklusive großem Lohn: Nach einem mutigen Distanzschuss profitierte das Talent, das immer mehr an die Bundesliga-Mannschaft herangeführt werden soll, zwar auch von einem kapitalen Torwartfehler von Mark Flekken – der Antreiber brachte seine Farben mit dem 1:1 so aber auch zurück, nur um wenig später noch fein das 2:1 von Moukoko einzuleiten. Das Prädikat Matchwinner verdiente sich der Spieler allemal.

“Er hat das Spiel sehr gut belebt”


Jamie Bynoe-Gittens

Ein Schuss, ein Tor und starke Aktionen: Jamie Bynoe-Gittens hat in Freiburg als Joker absolut überzeugt.
IMAGO/Revierfoto

Das sah auch Terzic so: “Da haben wir uns (mit der Einwechslung; Anm. d. Red.) einfach für die Qualität von Jamie entschieden. Wir haben in der ersten Halbzeit paar Räume gehabt so zwischen den Ketten gehabt, wo wir zu lange in der letzten Linie klebten. Jamie aber ist jemand, der da dazwischenkommen und mit seinem ersten Kontakt direkt aufdrehen kann – und das Spiel vor allem nochmal beschleunigen kann. Das hatten wir uns so vorgestellt. Er hat das Spiel sehr gut belebt und war an sehr vielen guten Offensivaktionen beteiligt.”

Beim Gespräch mit DAZN lobte Terzic seinen erst zum fünften Mal in der Bundesliga eingesetzten Schützling am Ende gar über den grünen Klee: “Bei ihm ist es grundsätzlich ganz einfach: Er hat die Fähigkeiten, Spiele zu entscheiden. Er ist ein Gamechanger – und das wollte ich von ihm sehen. Und halt nicht, dass er das Spiel einfach nur spielt, sondern dass er den Unterschied ausmacht. Das hat er gemacht.”

Mit seinem goldenen Händchen in Sachen Einwechslungen – allen voran eben Bynoe-Gittens – stellte BVB-Coach Terzic sogar gleich noch einen persönlichen Rekord samt Vereinsbestmarke auf: Noch nie zuvor hatte ein Dortmunder Trainer neun Bundesliga-Siege am Stück eingetütet. Das aber gelang Terzic nun saisonübergreifend mit diesem 3:1 nach 0:1 in Freiburg.

Zum Thema: Nico Schlotterbeck äußert sich zu seiner Rückkehr nach Freiburg – Sammer-Tipp inklusive

Schlotterbeck nach seiner Rückkehr: “Wir hätten heute auch zwei, drei kassieren können”

Nico Schlotterbeck hat erstmals nach seinem Wechsel zum BVB gegen seinen Ex-Klub aus Freiburg gespielt. Nach dem Spiel erzählte der Nationalspieler von der Anspannung vor der Rückkehr und einem Gespräch mit Matthias Sammer.

Legte sich bei seiner Rückkehr mit seinem ehemaligen Trainer Christian Streich an: Nico Schlotterbeck (re.).

Legte sich bei seiner Rückkehr mit seinem ehemaligen Trainer Christian Streich an: Nico Schlotterbeck (re.).

IMAGO/Kirchner-Media

Dass Nico Schlotterbecks Zeit beim SC Freiburg noch nicht allzu lange her ist, erkennt man an den Spitznamen, die er für die Freiburger Spieler hat. Da gibt es Vincenzo Grifo und Christian Günter, die die Freistöße beim Sport-Club treten – oder wie Schlotterbeck bei DAZN sagte: “Freiburg hatte acht, neun Standards, die wir ganz gut wegverteidigt haben. Ich kenn das, die sind relativ gut von Vince und Günni.”

Und es gibt Mark Flekken, den Freiburger Keeper, der mit seinem Missgeschick beim absolut haltbaren Schuss von BVB-Matchwinner Jamie Bynoe-Gittens das 1:1 entstehen ließ. O-Ton Schlotterbeck: “Dann kommt leider der Fehler von Flekki, wir machen zwei Dinger und das Spiel ist entschieden.”

Mit 3:1 gewannen Dortmund und Schlotterbeck somit letztlich das Spiel in Freiburg – in der alten Heimat des in Waiblingen (Baden-Württemberg) geborenen Innenverteidigers. Vor der Partie, so gab er zu, war der Nationalspieler durchaus aufgeregt: “Die Anspannung war heute war schon groß. Du hast ein bisschen das Gefühl, dass du es den Leuten zeigen willst, obwohl du das gar nicht brauchst.”

Schlotterbeck: “Bis zum 1:1 war Freiburg besser”

Am Nachmittag habe Schlotterbeck deswegen noch mit BVB-Berater Matthias Sammer gesprochen: “Er hat mir ein paar lobende Worte mitgegeben und gesagt, dass er immer schlecht gespielt hat, wenn er wo zurückkam. Ich soll’s nur nicht so machen.” Mit einem Lächeln ergänzte er: “Aber gar kein Druck, sondern ganz normal spielen und dann rocken wir das Ding – und das haben wir zum Glück gemacht.”

Was Schlotterbeck jedoch auch ansprach: Dortmund hat sich lange Zeit schwer getan. “Freiburg hat uns alles abverlangt und man muss ehrlich sagen: Bis zum 1:1 waren sie besser.” Im Spiel seiner Mannschaft sieht der 22-Jährige deshalb noch “sehr viel Luft nach oben. Wir haben heute ein Gegentor kassiert, hätten aber auch zwei, drei kassieren können.” Dabei nimmt er nicht nur sich und seine Abwehrkollegen, sondern das Kollektiv in die Pflicht: “Wir müssen als Mannschaft besser verteidigen. Wenn wir das kapieren, dann sind wir eine sehr gute Mannschaft, weil wir offensiv brutale Qualität haben.”

Nicht all seinen Ex-Kollegen begegnete Schlotterbeck übrigens mit Harmonie, wie es die netten Spitznamen vermuten lassen: Als er in der 67. Minute Ritsu Doan an der Seitenlinie recht hart umgrätschte und Gelb sah, folgte ein ein paar Sekunden lang andauerndes wie lautstarkes Wortgefecht mit seinem tobenden Ex-Trainer Christian Streich. Es war also doch eine recht ereignisreiche Rückkehr nach Freiburg, an dessen Ende Schlotterbeck sagte: “Es war ein schönes Spiel.”

Kehl über Modeste: “Er muss es hier unter Beweis stellen”

Nach dem kurzfristig über die Bühne gebrachten Transfer von Anthony Modeste beorderte BVB-Coach Edin Terzic den vom 1. FC Köln gekommenen Stürmer direkt in die Startelf. Dortmunds Sportdirektor erklärte im Vorfeld zudem nochmals die Beweggründe und Vorteile für den Franzosen.

Unterschreibt seit dieser Woche Autogramme im BVB-Oufit: Stürmer und Ex-Kölner Anthony Modeste.

Unterschreibt seit dieser Woche Autogramme im BVB-Oufit: Stürmer und Ex-Kölner Anthony Modeste.

IMAGO/Kirchner-Media

Mit dem kurzfristigen Transfer von Anthony Modeste, der unter der Woche von Bundesliga-Konkurrent Köln als Ersatzmann für den langfristig ausfallenden Sebastien Haller verpflichtet worden war, holte sich der BVB massig Erstliga-Erfahrung. Der 34-jährige Mittelstürmer bringt es in seiner Vita immerhin auf 190 Bundesliga-Spiele und 83 Tore (153 Minuten pro Treffer) für die TSG 1899 Hoffenheim (2013 bis 2015) und eben seinen doppelten Ex-Klub aus der Domstadt (2015 bis 2017 und 2018 bis 2022).

Nach nur wenigen Trainingseinheiten mit dem neuen Team spülte es Modeste dann auch direkt in die Startelf der Schwarz-Gelben beim Gastauftritt in Freiburg. Das Warum lag dabei schnell auf der Hand: Mit dem kopfballstarken Angreifer sollte an vorderster Front mehr Durchschlagskraft Einzug finden. Das sei auch überhaupt das, was sich der BVB vom Routinier erhoffe, wie Sebastian Kehl klarstellte.

“Ich glaube, dass beide voneinander profitieren können”, sagte der Dortmunder Sportdirektor im Vorfeld der Partie bei DAZN, ergänzte aber auch, dass die Borussia nun nicht auf einmal anders spielen werde: “Wir werden auf jeden Fall unser Spiel jetzt nicht auf Anthony Modeste ausrichten, das wäre für den Rest der Mannschaft sicherlich nicht zuträglich. Aber mit Modeste bekommen wir ein Element in unser Spiel, das wir genauso nutzen können – sei es aus dem Halbfeld mit Flanken, sei es auch mal mit diagonalen Bällen. Wir haben mit ihm auf jeden Fall eine Waffe hinzugewonnen, die unserem Kader gut tut und dem Trainer im vorderen Bereich mehr Möglichkeiten bietet. Und trotzdem wird er eben auch von uns profitieren, weil wir ihn in der Box füttern wollen.”

So jemand wie Modeste? “Nicht einfach zu finden”

Dass die Suche nach einem gestandenen Zielspieler nach Hallers Hodenkrebs-Diagnose inklusive notwendiger Chemotherapie kein Zuckerschlecken gewesen sei, bekräftige Kehl auch nochmals: “Wir haben das zusätzliche Budget sicherlich nicht eingeplant gehabt, doch so einen Fall mit Sebastien Haller kann man ja nicht vorhersehen. Wir mussten deswegen da jetzt versuchen, dass wir ein bisschen kreativ sind. Und haben da für uns eben noch ein Budget freiräumen können, das nicht ganz leicht war. Denn das Profil, was wir gesucht haben in den Rahmenbedingungen, in denen wir uns bewegen müssen, das ist nicht ganz einfach zu finden” – nämlich einen Neuner, einen echten Stürmer, quasi einen Torgaranten.

“Ich glaube aber, dass wir eine sehr, sehr gute Wahl getroffen haben und vor allem einen Spieler haben, der die Bundesliga kennt, der Deutsch spricht, der sich schnell integriert, der unglaublich torgefährlich ist und ein starkes Kopfballspiel hat”, so Kehl abschließend über die Neuverpflichtung – verbunden natürlich auch mit der Klarstellung, dass von dem Franzosen auch viel erwartet wird: “Wir haben verschiedenste Qualitäten bei ihm ausgemacht. Aber er muss es hier unter Beweis stellen, das ist nochmal ein anderer Klub. Aber wir haben festgestellt, dass er sich unbedingt nochmal auf diesem Niveau beweisen will. Das ist auch in seinem Alter eine Herausforderung.”

“Ganz große Dinger werden wir nicht mehr drehen”

Was BVB-Sportdirektor Kehl darüber hinaus kurz vor dem Bundesliga-Spiel im Breisgau verriet: dass nichts mehr Großes auf dem Transfermarkt, der noch bis zum 1. September geöffnet hat, passieren wird. “Es werden natürlich auch weiterhin viele Namen mit uns in Verbindung gebracht, wir schauen uns das in Ruhe an – und wissen ja auch nicht, was noch auf der Abgabenseite passieren wird. Aber ganz große Dinger werden wir nicht mehr drehen.

BVB muss in Freiburg auf Adeyemi verzichten

Fehlt in Freiburg: Karim Adeyemi.

Fehlt in Freiburg: Karim Adeyemi.

IMAGO/Revierfoto

Was “Sport 1” zuerst berichtete, deckt sich mit Informationen des kicker: Karim Adeyemi steht gegen Freiburg nicht im BVB-Kader. Für den Neuzugang könnte Youngster Youssoufa Moukoko in die Startelf rücken. 

Im ersten Saisonspiel gegen Leverkusen (1:0) verletzte sich Adeyemi an der großen Zehe des linken Fußes und musste bereits nach 23 Minuten ausgewechselt werden. Nach der Partie gab der Offensivmann preis, dass es ihm bereits besser gehe. Doch für einen Einsatz am Freitag reicht es trotzdem nicht. 

Adeyemi wechselte im Sommer von Salzburg nach Dortmund und stand bisher in beiden Pflichtspielen in der Startelfelf der Borussen.

Terzic lobt Streich: “Ganz Deutschland sieht diese Entwicklung”

Nach dem gelungenen Saisonstart wartet auf Borussia Dortmund mit dem SC Freiburg ein kleiner Angstgegner, vor dem auch Trainer Edin Terzic ausführlich warnt.

Bricht er Klopps Rekord? Edin Terzic könnte der erste BVB-Trainer sein, der neunmal in Folge gewinnt.

Bricht er Klopps Rekord? Edin Terzic könnte der erste BVB-Trainer sein, der neunmal in Folge gewinnt.

IMAGO/Team 2

Der noch recht kurze Weg, den Edin Terzic als Cheftrainer von Borussia Dortmund gegangen ist, wurde vor allem mit schönen Momenten gepflastert: die Aufholjagd in der Liga und der Pokalsieg 2020, der gelungene Start in die neue Saison in diesem Jahr. Doch in seiner ersten Amtszeit musste der heute 39-Jährige durchaus auch Rückschläge hinnehmen.

Einer der unschöneren Tage in dieser Zeit war sicherlich der 6. Februar 2021, der 20. Spieltag der Bundesliga-Saison 2020/21. Terzic hatte das Team rund zwei Monate zuvor von Lucien Favre übernommen, ganz stabil präsentierte sich der BVB aber auch nach dem Trainerwechsel nicht. Und so stand in Freiburg eine 1:2-Niederlage und Rang 6 in der Tabelle.

Ganz Deutschland sieht die Entwicklung, die Freiburg in den letzten Jahren genommen hat.

BVB-Trainer Edin Terzic

Eineinhalb Jahre und zwei weitere Trainerwechsel später reist Terzic am Freitag (20.30 Uhr, LIVE! bei kicker) erneut mit dem Team in den Breisgau, wenn auch in ein anderes Stadion. Und der Respekt von damals ist sicher nicht kleiner geworden, zumal der Gegner in der Zwischenzeit einen weiteren Sprung gemacht hat. “Ich glaube, ganz Deutschland sieht die Entwicklung, die Freiburg in den letzten Jahren genommen hat”, sagt Terzic, die sei “sehr positiv”. Und die habe Gründe: “Mit Christian Streich haben sie einen Trainer, der seit 2012 im Amt ist und kontinuierlich arbeiten konnte und das sehr gut gemacht hat. Wo sie sich definitiv entwickelt haben: Sie schaffen es immer wieder, die Abgänge sehr gut zu kompensieren. Durch eine gute Nachwuchsarbeit, aber auch durch gute und clevere Transfers.”

Eine traditionelle Stärke als große Gefahr

Und so stand der SC im DFB-Pokalfinale und durfte bis in die Schlussphase des letzten Spieltags um die Champions-League-Qualifikation hoffen. “Sie haben sich verdientermaßen für Europa qualifiziert. Sie machen es einfach gut, bauen immer wieder neue Elemente ein”, findet der Dortmunder Coach. Konstanz und Überraschung sind die nur auf den ersten Blick widersprüchlichen Tugenden des Sport-Clubs. “Sie sind extrem gefährlich bei Standardsituationen und haben da die meisten Tore nach Freistößen und Ecken erzielt”, weiß Terzic: “Sie sind da sehr effektiv.”

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Und die schon in den vergangenen Jahren “sehr konstante linke Seite” mit Christian Günther und Vincenzo Grifo sei jetzt “auf der rechten Seite mit Ritsu Doan erweitert worden: „Der ist sehr gut in die Saison gestartet, super Vorbereitungsspiele gezeigt hat. Da sind sie eingespielt und dadurch noch flexibler geworden.”

Terzic vor der neuen Bestmarke

Das Fazit des Terzic’schen Exkurses zum Gegner bringt gleich den Auftrag für sein eigenes Team mit: “Sie machen es einfach gut und werden das auch am Freitag versuchen. Da müssen wir bereit sein, dagegen zu halten und es besser zu machen als in den letzten Spielen, um mit drei Punkten nach Hause zu fliegen.” Denn auch sein Nachfolger und Vorgänger Marco Rose verlor vergangene Spielzeit 1:2 beim SC – ebenfalls am 2. Spieltag. Und für Terzic selbst würde ein Erfolg in Südbaden eine persönliche Bestmarke bedeuten: Die letzten acht Partien mit ihm als Trainer gewann der BVB allesamt, das gelang zuvor nur Jürgen Klopp in der Double-Spielzeit 2011/12. Neun Siege in Folge schaffte noch kein Trainer.

Patrick Kleinmann