Hoffnung für Frankfurt und Gießen: BBL vergibt Wildcard

Wie im Vorjahr vergibt die Basketball Bundesliga eine Wildcard für die kommende Saison. Die Absteiger Frankfurt und Gießen können sich um den letzten Liga-Platz bewerben.

Frankfurt (blau) oder Gießen (grau)? Ein Team könnte aber nun doch in der Liga bleiben.

Frankfurt (blau) oder Gießen (grau)? Ein Team könnte aber nun doch in der Liga bleiben.

IMAGO/Eibner

Hoffnung bei den sportlichen Absteigern Frankfurt (17.) und Gießen (18.): Die Basketball Bundesliga vergibt wie im Vorjahr eine Wildcard für die kommende Saison. Dafür sprachen sich die Klubs laut BBL-Mitteilung “mit großer Mehrheit” aus. Das Vergabeverfahren soll voraussichtlich bereits am kommenden Montag eingeleitet werden.

Bewerbung innerhalb von zehn Tagen nach Beginn des Verfahrens

“Mit diesem Tag beginnt dann die 10-Tages-Frist gemäß §15 BBL-Lizenzstatut. Innerhalb dieser Frist müssen interessierte Clubs ihre Bewerbung mit den erforderlichen Unterlagen und Nachweisen schriftlich bei der BBL GmbH einreichen”, hieß es von der BBL in einer Mitteilung.

Aus der 2. Liga (ProA) haben Medipolis SC Jena und die Rostock Seawolves als einzige der noch möglichen sportlichen Aufsteiger einen Lizenzantrag gestellt. Da nur eines dieser beiden Teams das Play-off-Finale und damit die BBL-Qualifikation erreichen kann, ist der 18. Platz offen. Um diesen können sich die Fraport Skyliners aus Frankfurt und die JobStairs Giessen 46ers bewerben. Nach Prüfung der Unterlagen und Nachweise entscheidet die Gesellschafterversammlung der BBL GmbH, “ob ein bzw. welcher Bewerber ein Teilnahmerecht erwirbt”.

Erst im Vorjahr waren die Gießener nach dem sportlichen Abstieg dank einer Wildcard im Oberhaus geblieben.

sid/dpa/sts

BBL-Awards: Shorts bester Offensivspieler – Simon verteidigt am besten

Wie schon in der Vorsaison kommt der beste Offensivspieler der BBL aus Crailsheim.

Nur von einer Verletzung zu stoppen: TJ Shorts (li. Würzburgs Desi Rodriguez).

Nur von einer Verletzung zu stoppen: TJ Shorts (li. Würzburgs Desi Rodriguez).

IMAGO/HMB-Media

Mit knappem Vorsprung wurde TJ Shorts II zum besten Offensivspieler der BBL gekürt. Der US-Amerikaner, den aktuell eine Schulterverletzung ausbremst, folgt damit auf Trae Bell-Haynes, der in der Vorsaison diesen Titel ebenfalls nach Crailsheim geholt hatte.

29,27 Prozent aller Stimmen fielen auf den nur 1,75 Meter großen Shorts, der im Sommer 2021 von Hamburg  nach Hohenlohe gewechselt war und direkt Dreh- und Angelpunkt der Crailsheimer Offensive wurde. In 21 Spielen legte Shorts durchschnittlich 20,6 Punkte auf und verteilte 7,0 Assists.

Hinter Shorts landeten Kamar Baldwin (23,17 Prozent, BG Göttingen) und Parker Jackson-Cartwright (15,85 Prozent, Telekom Baskets Bonn) auf den weiteren Plätzen.

Defense: Simon vor Weiler-Babb

Den Award für den besten Defensivspieler erhielt Justin Simon von den MHP Riesen Ludwigsburg, nachdem zuvor dessen Teamkollege Yorman Polas Bartolo dreimal in Folge gewonnen hatte. US-Flügelspieler Simon bekam 34,57 Prozent aller Stimmen. Durchschnittlich holte er 1,9 Steals, 0,8 Blocks sowie 5,8 Rebounds, um die Defensive der Barockstädter zu stärken.

Mit Nick Weiler-Babb (16,05 Prozent, Bayern München) landet ein Guard auf dem zweiten Platz. Rang drei geht an Nationalspieler Max DiLeo (8,64 Prozent, Hamburg Towers).

Braunschweiger Sieg besiegelt Abstieg der Skyliners

Der erste Absteiger aus der Basketball-Bundesliga steht fest. Die Fraport Skyliners müssen kommende Saison in der zweitklassigen Pro A ran.

Abstieg aus der BBL: Die Skyliners sehen kein Licht mehr am Ende des Tunnels.

Abstieg aus der BBL: Die Skyliners sehen kein Licht mehr am Ende des Tunnels.

IMAGO/Eibner

Durch den 82:66 (49:41)-Sieg der Basketball Löwen Braunschweig am Mittwoch bei den Gießen 46ers müssen die Fraport Skyliners den schweren Gang in die zweite Liga antreten. Bei noch drei ausstehenden Spielen können die Frankfurter nicht mehr die Abstiegsränge verlassen.

Nach einer über weite Teile ausgeglichenen ersten Hälfte zogen die Niedersachsen nach der Pause davon. Sie erlaubten den Gastgebern nur neun Punkte im dritten Viertel.

Die Niners Chemnitz gewannen zudem nach langem Rückstand – das erste Viertel ging mit 28:14 an die Gäste – mit 88:82(38:43) gegen die s.Oliver Würzburg.

Statistik zu den Mittwoch-Spielen

Jobstairs Gießen 46ers – Löwen Braunschweig 66:82 (41:49)
Beste Werfer: McCullum (19) für Gießen – Krämer (14), Klassen (13), Tischler (11) für Braunschweig. – Zuschauer: 1463

Niners Chemnitz – s.Oliver Würzburg 88:82 (38:43)
Beste Werfer: Massenat (18), Ziegenhagen (16), Weidemann (13), Atkins (12), Lockett (11), Richter (10) für Chemnitz – Hunt (19), Buford (15), Stanic (14), Abu (11) für Würzburg. – Zuschauer: 3654

Frankfurt wahrt Minimalchance auf Ligaverbleib

Die Fraport Skyliners aus Frankfurt haben ihrer Minimalchance auf den Klassenverbleib in der BBL gewahrt.

Duell unterm Korb: Frankfurts Will Cherry (re) gegen Alen Pjanic.

Duell unterm Korb: Frankfurts Will Cherry (re) gegen Alen Pjanic.

IMAGO/Eibner

Durch ein überraschend klares 88:69 (50:33) am Montag bei den EWE Baskets Oldenburg verbesserten die Frankfurter ihre Bilanz auf sieben Siege und 24 Niederlagen und kletterten vorerst auf Platz 17.

Um in der Liga zu verbleiben, müssen die Skyliners alle drei ausstehenden Partien gewinnen, Braunschweig (10:19) darf keinen Sieg mehr einfahren und Gießen (6:22) muss am Ende auf zehn Erfolge kommen. Dann würde das Team von Luca Dalmonte durch den Dreiervergleich noch den Klassenerhalt schaffen. “Der Sieg heute hat uns gut getan. Wenn wir das beibehalten können, rechne ich uns gute Chancen aus”, sagte Frankfurts Lorenz Brenneke bei Magentasport.

Bei den enttäuschenden Oldenburger dominierten die Frankfurter ab dem zweiten Viertel nach Belieben. Trotz der zuvor sechs Niederlagen in Serie waren die Skyliners den Niedersachsen komplett überlegen. Will Cherry war mit 21 Zählern bester Schütze der Gäste.

EWE Baskets Oldenburg – Fraport Frankfurt 69:88 (20:26,13:24,17:19,19:19)

Punkte EWE Baskets Oldenburg: Pressey 19, Herrera 13, Holyfield 13, Paulding 8, Heidegger 5, Lynch 5, Pjanic 5, Odiase 1
Fraport Frankfurt: Cherry 21, McLean 15, Moore 15, Badio 13, Brenneke 12, Ponitka 6, Wank 6
Zuschauer: 5385

BBL-Hauptrunde wird bis 10. Mai verlängert

Um alle coronabedingt ausstehenden Spiele nachholen zu können, wird die BBL ihre Hauptrunde bis zum 10. Mai verlängern. Sollte es weitere Absagen geben, kommt die Quotientenmethode zur Anwendung.

Der BBL bleibt kein Spielraum für weitere Spielabsagen.

Der BBL bleibt kein Spielraum für weitere Spielabsagen.

imago images/Picture Point

Im Zeitraum 4. Mai bis 10. Mai stehen insgesamt neun Nachholspiele an, wobei zwei davon noch nicht abschließend terminiert werden konnten. Den 34. und somit “offiziell” letzten Spieltag der Hauptrunde bestreiten die Teams unverändert am 1. Mai.

Die BBL gab am Freitag zudem bekannt, dass eine weitere coronabedingte Neuterminierung der Nachholspiele oder auch anderer Spiele nicht möglich sei. In diesem Fall würde die Abschlusstabelle nach der Quotientenmethode berechnet.

Die Play-offs beginnen am 13. Mai und bleiben im bewährten “Best-of-five”-Modus und im Rhythmus 2-2-1 (Heim-Heim-Auswärts-Auswärts-Heim aus Sicht des Klubs mit Heimvorteil). Nach Möglichkeit sollen zwischen Heimspielen ein Ruhetag und beim Heimspielwechsel bis zu drei Ruhetage eingehalten werden.

Sollten die Bayern das Final Four der Euroleague (19. bis 21. Mai) erreichen, ruhen die BBL-Play-offs während dieser Zeit. Ein mögliches fünftes Finalspiel soll spätestens am 25. Juni 2022 stattfinden.

BBL-Tabelle

Alba hält Panathinaikos auf Distanz – Bayern unterliegt Anadolu und trifft auf Barcelona

Während die diesmal unterlegenen Bayern in der Euroleague schon für die Play-offs qualifiziert sind, haben sich die Hoffnungen von Alba Berlin trotz Sieg über Panathinaikos Athen zerschlagen.

Jaleen Smith treibt das Spiel an: Alba Berlin im Duell mit Panathinaikos.

Jaleen Smith treibt das Spiel an: Alba Berlin im Duell mit Panathinaikos.

City-Press via Getty Images

Bayern München wird als Tabellenachter in die Play-offs gehen und trifft im Viertelfinale auf Titelfavorit FC Barcelona. Durch die 76:81 (39:44)-Niederlage am Mittwoch bei Anadolu Efes Istanbul aus der Türkei kann sich der Bundesligist einen Spieltag vor Ende der Hauptrunde bei einer Bilanz von 13:14-Siegen nicht verbessern. Zum Abschluss gastiert die Mannschaft von Trainer Andrea Trinchieri am Freitag (20.45 Uhr/Magentasport) bei Real Madrid.

Euroleague am Mittwoch

Die Münchner liefen im zweiten Euroleague-Spiel innerhalb von 48 Stunden einem Rückstand hinterher. Phasenweise führten die Gastgeber mit zwölf Zählern (23:35/24. Minute), weil Anadolu-Profi Shane Larkin kaum zu halten war. Bis zur Pause kamen die Bayern noch auf fünf Zähler heran.

Im dritten Viertel hielten die Gäste das Spiel lange Zeit offen. Jedoch schaffte es das Trinchieri-Team nicht, die Partie zu drehen. Immer wieder kamen Larkin oder der Franzose Adrien Moerman zu einfachen Punkten. Am Ende brachte der Euroleague-Champion den knappen Vorsprung über die Zeit. Bester Schütze bei den Münchnern war Augustine Rubit mit 15 Punkten. Nationalmannschafts-Center Tibor Pleiss kam bei den Türken auf neun Zähler.

Alba Berlin gewinnt letztes Heimspiel gegen Panathinaikos

Alba Berlin hast sein letztes Heimspiel in dieser Euroleague-Saison gewonnen. Am Mittwochabend siegte der deutsche  Meister vor 4355 Zuschauern gegen den griechischen Meister Panathinaikos Athen mit 87:78 (42:40). Die Play-offs waren für die Berliner aber schon vorher nicht mehr zu erreichen. Für Alba war es der zwölfte Sieg im 27. Spiel. Beste Berliner Werfer waren Oscar da Silva mit 16 und Christ Koumadje mit zwölf Punkten.

Trainer Israel Gonzalez musste nur noch auf den Langzeitverletzten Marcus Eriksson und Ben Lammers verzichten. Beide Teams machten zu Beginn viel Tempo. Die Berliner zeigten sich dabei aber treffsicherer und gingen auch defensiv engagierter zu Werke. So konnten sie sich schon im ersten Viertel auf 28:13 absetzen.

Anschließend wachte Panathinaikos auf, hielt jetzt vor allem physisch deutlich mehr dagegen. Hinzu kamen fragwürdige Schiedsrichter-Entscheidungen gegen die Berliner. Davon ließ sich Alba beeindrucken. Bis kurz vor der Halbzeit schmolz der Vorsprung auf zwei Zähler.

Nach dem Seitenwechsel agierte Alba wieder konzentrierter und baute den Vorsprung bis zum Ende des dritten Viertels auf 69:55 aus. Die Griechen gaben nicht auf und blieben dran. Doch die Berliner brachten den Vorsprung über die Zeit.

Frankfurt stürzt Richtung 2. Liga

Für die Fraport Skyliners rückt der Abstieg aus der BBL immer näher. Die Frankfurter verloren am Mittwoch bei der BG Göttingen 72:76 (29:42) und kassierten die vierte Niederlage in Folge. Mit 12:44 Punkten liegt der Tabellenletzte weiter deutlich hinter dem rettenden 16. Platz zurück. Der deutsche Meister von 2004 lag ab der sechsten Minute hinten, kam lediglich im dritten Viertel noch einmal auf zwei Punkte heran.

Euroleague
Anadolu Efes Istanbul – Bayern München 81:76 (44:39)

Beste Werfer: Larkin (20), Moerman (17), Simon (13), Dunston (10) für Istanbul – Rubit (15), Sisko (11) für München.

EuroCup
Türk Telekom Ankara – Hamburg Towers 95:70 (49:42)
Beste Werfer: Perez (17), Dawkins (17), Ogut (14), Johnson (12), Clemmons (11) für Ankara – Brown (21), Bluiett (18), Kotar (12) für Hamburg.

BBL, 17. Spieltag
BG Göttingen – Fraport Frankfurt 76:72 (19:15,23:14,12:19,22:24)
Punkte BG Göttingen: Martin 24, Grimes 11, Roberson 11, Frey 9, Brown 6, Kamp 6, Vargas 6, Hujic 3; Fraport Frankfurt: Moore 15, Robertson 15, Cherry 9, Haarms 8, Ponitka 7, McLean 6, Schoormann 5, Wank 5, Brenneke 2; Zuschauer: 1721

aho/doa/sid