Medizinischer Notfall vor dem Spiel Leipzig gegen Hoffenheim

Vor dem Pokalspiel zwischen Leipzig und Hoffenheim hat es einen medizinischen Notfall gegeben. Die Fans schränkten den Support deswegen ein.

In Leipzig gab es einen medizinischen Notfall.

In Leipzig gab es einen medizinischen Notfall.

IMAGO/motivio

“Am Stadioneinlass musste vor dem Spiel eine Person reanimiert werden, wurde notärztlich versorgt und ins Krankenhaus gebracht. Durch diesen Vorfall haben die Fans den Support im Stadion aktuell eingestellt”, gaben die Leipziger via Twitter bekannt.

Im Stadion herrscht seit Anpfiff Stille. In der achten Minute hatte Emil Forsberg die Sachsen in Führung gebracht. Aber das Sportliche steht aktuell nicht an erster Stelle. 

Leipzig holt keinen Olmo-Ersatz – Nyland gegen Hoffenheim im Tor

RB Leipzig wird keinen kurzfristigen Ersatz für den verletzten Dani Olmo verpflichten. Dies gab Trainer Marco Rose am Dienstag bei der Pressekonferenz vor dem DFB-Pokalspiel gegen Hoffenheim bekannt.

Örjan Nyland wird im Pokalspiel gegen Hoffenheim das Leipziger Tor hüten.

Örjan Nyland wird im Pokalspiel gegen Hoffenheim das Leipziger Tor hüten.

IMAGO/motivio

“Wir haben ein paar Optionen abgeklopft und festgestellt, dass diese Optionen für uns nicht realisierbar sind. Dementsprechend haben wir für uns entschieden, nichts zu machen”, sagte Rose. Mit Blick auf das noch bis 18 Uhr geöffnete Transferfenster schob Rose allerdings noch nach, “dass man im Leben nie nie sagen sollte”. Um welche Optionen es sich handelte, führte Rose nicht aus. Ausdrücklich aber dementierte er ein Leipziger Interesse am Spanier Isco, den Union Berlin verpflichtet: “Isco war nie ein Thema.”

“Es ist Aufgabe des Trainers und des Trainerteams, Lösungen zu finden”

Den personellen Notstand in der Offensive nach den Ausfällen von Olmo und Christopher Nkunku will Rose aus den eigenen Reihen auffangen. Für die vier offensiven Planstellen im bisherigen 4-2-2-2-System stehen in Dominik Szoboszlai, Emil Forsberg, Timo Werner, André Silva und Yussuf Poulsen lediglich fünf gelernte Kräfte zur Verfügung. “Ich glaube, dass wir gut aufgestellt sind und dass der Kader auch so funktioniert”, sagte Rose, “wir haben viele andere gute Jungs, die einspringen können.” So könne man die eher defensiv orientierten Mittelfeldspieler Konrad Laimer und Amadou Haidara nach vorn schieben, glaubt Rose. Die Veränderung der Grundordnung mit nur noch drei offensiven Planstellen ist eine weitere Möglichkeit. “Es ist Aufgabe des Trainers und des Trainerteams, Lösungen zu finden”, so Rose.

Rose lobt Nyland

Im Pokal-Achtelfinale am Mittwoch gegen Hoffenheim dürfte Rose aber weiter aufs bewährte System setzen. Olmos Platz hinter den Spitzen soll dabei Emil Forsberg einnehmen. Darauf legte sich Rose am Dienstag ebenso fest wie in der Torwartfrage. Örjan Nyland wird anstelle von Janis Blaswich zwischen den Pfosten stehen. Der Norweger war Anfang Oktober nach der schweren Verletzung von Peter Gulacsi (Kreuzbandriss) kurzfristig als Ersatz geholt worden und hatte kurz drauf im Punktspiel gegen Bayer Leverkusen (2:0) debütiert. Nun will ihm Rose erneut Spielpraxis verschaffen. “Er hat sich vom ersten Tag an in die Gruppe integriert und eine sehr gute Vorbereitung gespielt. In den Spielen, die er da gemacht hat, hat er überzeugt”, lobte Rose den 32-jährigen Nyland.

Oliver Hartmann

Nach Galaauftritt: Rose nimmt Olmo schmunzelnd “in die Pflicht”

Leipzig hat auf Schalke ein Statement gesetzt, ist seit 15 Pflichtspielen ungeschlagen und will am Freitag auch gegen den “talentierten” VfB nachhaltig weitermachen. 

Leipzigs Chefcoach Marco Rose herzt Dani Olmo.

Leipzigs Chefcoach Marco Rose herzt Dani Olmo.

IMAGO/Christian Schroedter

Mit dem jüngsten 6:1 auf Schalke setzte RB Leipzig ein deutliches Zeichen. Der Kantersieg ist nach dem achtbaren 1:1 gegen den FC Bayern in der Tat der zweite deutliche Fingerzeig, dass die seit nunmehr 15 Pflichtspielen ungeschlagenen Leipziger in der langen WM- und Winterpause nicht aus dem Tritt geraten sind. “Wir haben gezeigt, dass man mit uns rechnen muss”, glaubt Benjamin Henrichs, einer der Gewinner des Abends.

Die Sachsen sind auf Platz drei gesprungen und haben den Abstand auf den Klassenprimus aus München auf vier Zähler verkürzt. 

Zu den Gewinnern des Abends zählte auch Timo Werner, der nach dem Kurzeinsatz gegen die Bayern nach fast dreimonatiger Leidenszeit ein gelungenes Startelf-Comeback mit zwei Scorerpunkten feierte. Während der Angreifer am Freitagabend auch gegen den VfB Stuttgart (20.30 Uhr, LIVE! bei kicker) von Beginn an auflaufen dürfte, wird Kevin Kampl gelb-gesperrt fehlen. Auch Torhüter Peter Gulacsi (Kreuzbandriss) und Angreifer Christopher Nkunku (Außenbandriss im Knie) stehen weiterhin nicht zur Verfügung. 

Simakan geht es besser, Diallo fällt aus

Abwehrspieler Mohamed Simakan hatte wegen muskulärer Probleme gar nicht erst die Dienstreise ins Ruhrgebiet angetreten. Ihm gehe es jetzt aber wieder besser, berichtete Chefcoach Marco Rose am heutigen Donnerstag auf der Spieltagspressekonferenz. “Er wird hoffentlich morgen dabei sein können”, sagte der Trainer. Abdou Diallo (Kniebeschwerden) dagegen wird nach Aussage Roses fehlen. 

Über einen Platz in der Startelf braucht sich Dani Olmo keine Gedanken zu machen. Schon gar nicht nach seinem Galaauftritt auf Schalke. Mit drei Assists hatte der 24-Jährige den Grundstein für Leipzigs 4:0-Pausenführung bei den Knappen gelegt, die Krönung folgte hingegen erst in der 83. Minute. Der gefühlvolle Chipball über den zu weit vor seinem Tor postierten Alexander Schwolow ins lange Eck war technisch anspruchsvolle Fußball-Kunst – und genau so gewollt, wie Olmo hernach betonte. “Manche Leute denken, ich wollte nicht schießen. Aber das war natürlich so geplant”, sagte der Spanier.

Sonderlob für Olmo

Angesprochen auf Olmos Sahnetag, will ihn Trainer Rose nun mit einem Schmunzeln “in die Pflicht nehmen”. “Dafür ist er hier, das ist sein Anspruch”, sagt der Coach. “Wir wissen, dass er unglaubliche Qualität hat. Was mir aber derzeit am meisten gefällt ist, dass er auch schon gegen Bayern spät nochmal Meter nach hinten gemacht hat, um einen wichtigen Pass zu verteidigen. Auch gegen Schalke hat er sich physisch gewehrt und defensiv seine Aufgaben erfüllt.”

Das erwartet Rose von seinen Profis auch gegen Stuttgart. Den Schwaben zollt der Coach trotz Tabellenplatz 15 größten Respekt. “Wir werden gegen eine sehr talentierte Mannschaft spielen, die intensiv spielt, die gute Abläufe mit dem Ball hat, die ein herausragendes Gegenpressing hat”, so Rose. “Jedes Tor, das sie zuletzt geschossen haben, resultierte aus Ballgewinnen.”

Im Erfolgsfall würde der DFB-Pokalsieger den Rückstand auf den FC Bayern zunächst auf einen Punkt verkürzen. “Es gilt, dranzubleiben, es ist alles relativ eng beieinander. Wir haben uns eine Ausgangsposition erarbeitet, die nicht schlecht ist”, sagt Rose. “Wir müssen wieder liefern. Das ist für uns vom Kopf her auch der nächste Schritt, den wir gehen wollen und müssen.”

Roses Warnung und Werners Hoffnung auf “Phase zwei”

Die Vorzeichen sprechen klar für die seit 14 Pflichtspielen ungeschlagenen Leipziger, und wohl gerade deshalb warnte Trainer Marco Rose am Montag eindringlich vor dem Gastspiel beim Schlusslicht FC Schalke 04.

Leipzigs Timo Werner winkt ein Platz in der Startelf.

Leipzigs Timo Werner winkt ein Platz in der Startelf.

IMAGO/Revierfoto

“Jedes Spiel in der Bundesliga ist harte Arbeit. Wenn wir nicht auf den Punkt da sind, werden wir ein Problem kriegen. Wenn wir aber unsere Leistung bringen, Intensität aufnehmen und Fußball arbeiten, haben wir die Chance, unsere Qualität auf den Platz zu bringen und uns durchzusetzen”, mahnte Rose auf der Pressekonferenz vor dem Abschlusstraining in Leipzig und dem Abflug ins Ruhrgebiet.

Starke Leipziger Bilanz gegen die Knappen

In den vergangenen Jahren waren die Schalker ein dankbarer Gegner für RB, das die letzten drei Duelle allesamt bei insgesamt 12:0 Toren gewann. Schalke blieb gar in fünf der jüngsten sechs Spielen gegen die Leipziger torlos, darunter auch in den letzten drei Heimpartien.

Doch lässt sich Rose nicht blenden. Der Coach hatte sich am spielfreien Samstag, einen Tag nach dem 1:1 gegen den FC Bayern, den Schalker Auftritt bei Eintracht Frankfurt im TV angeschaut – und kam wie viele Beobachter zum Ergebnis, dass das 3:0 für die Eintracht nicht annähernd das Kräfteverhältnis auf dem Platz widerspiegelte. “Das ist eine Mannschaft, die leidenschaftlich und intensiv um jede Chance kämpft. Die Richtung stimmt bei Schalke, aber trotzdem haben sie zu wenig Punkte”, so Rose über die Mannschaft von Thomas Reis, der im Trainerlehrgang sein Sitznachbar war.

Die große Rotation ist nicht zu erwarten

Mit welcher Formation Rose starten will, ließ er am Montag aus nachvollziehbaren Gründen zwar offen, “auch weil ein paar Jungs noch Probleme haben”. Die große Rotation allerdings ist nicht zu erwarten. Rose will eher “viel von dem auf den Platz bringen, was gegen Bayern gut funktioniert hat”.

Rose mahnt gesundes Maß an

Das Remis gegen den Rekordmeister wertet der Coach auch mit dem Abstand von drei Tagen als ein überaus achtbares Ergebnis. Und er wehrt sich gegen jene Stimmen, denen dieser Teilerfolg zu wenig war. Bedingt durch die eigene Erfolgsserie hat Rose einen “großen Unterschied” ausgemacht zwischen den eigenen – fraglos großen – Ambitionen und der gestiegenen öffentlichen Erwartungshaltung. “Ich warne davor, die beiden Dinge auseinanderdriften zu lassen. Da will ich schon ein bisschen auf die Bremse drücken”, mahnte Rose: “Man sollte da immer aufpassen, dass man ein gesundes Maß hält.”

Startelfeinsatz für Werner?

Topscorer Christopher Nkunku fehlt wegen seiner Knieverletzung weiterhin, dafür rückt Timo Werner immer näher an die Startelf heran. Nachdem der von einem Syndesmoseriss genesene Torjäger gegen den FC Bayern bereits 23 Minuten beschwerdefrei absolvierte, soll er auf Schalke mehr Spielzeit bekommen. Rose stellte ihm gar das erhoffte Startelf-Comeback in Aussicht: “Vielleicht kann man jetzt tatsächlich Phase zwei angehen und lässt ihn von Anfang an einlaufen.” In diesem Fall müsste wohl Emil Forsberg zunächst weichen.

Oliver Hartmann

Zwei Schlüsselszenen: Kimmich nimmt’s auf seine Kappe, Rose korrigiert sich

Wirklich hitzig wurde es nach dem umkämpften Topspiel zwischen RB Leipzig und dem FC Bayern nicht – weil die Protagonisten lieber vor der eigenen Haustür kehrten.

Mehr und weniger zufrieden mit der Punkteteilung: Joshua Kimmich (li.) und Marco Rose.

Mehr und weniger zufrieden mit der Punkteteilung: Joshua Kimmich (li.) und Marco Rose.

Getty Images (2)

Gelb wegen Meckerns. Das sah Marco Rose in der 84. Minute der ersten Partie nach dem Re-Start in der Bundesliga – dabei hatte sich der Trainer von RB Leipzig “fest vorgenommen, dieses Jahr mehr auf der Seite der Schiedsrichter zu sein”.

Es war eben noch einmal heiß hergegangen in der Schlussphase eines umkämpften Topspiels, in der alles möglich schien. Mehr noch sogar für die Heim-Mannschaft aus Leipzig, die den Serienmeister aus München phasenweise ins Wanken gebracht hatte. Und doch hatte sich Rose nach Schlusspfiff schnell wieder beruhigt und sogar eingeräumt, eine Schlüsselszene beim 1:1 während des Spiels falsch eingeschätzt zu haben.

Gut zehn Minuten nach dem Ausgleichstreffer von Marcel Halstenberg, RB war gut im Spiel, schien Dominik Szoboszlai dem Ex-Leipziger Dayot Upamecano durch einen frechen Beinschuss zu enteilen. Es folgte ein Foul im Stile einer Notbremse – zunächst auch in Roses Augen, dessen Mannschaft von einer Überzahl freilich entscheidend hätte profitieren können.

“In der Situation habe ich es zuerst so gesehen, weil ich dachte, dass er (Szoboszlai, d. Red.) weg ist”, erklärte der RB-Coach nach Schlusspfiff bei DAZN. Mit ein wenig Abstand korrigierte sich Rose aber – wohl auch, weil sich mit Matthijs de Ligt noch ein weiterer FCB-Verteidiger in unmittelbarer Nähe des Geschehens befunden hatte: “Das ist Gelb, das passt so.” Getreu der Entscheidung von Schiedsrichter Daniel Siebert.

Kimmich: “Wir gewinnen ohne meinen Fehler”

Ein gesundes Maß an Selbstreflexion war am Freitagabend auch auf der Gegenseite ein Stilmittel. Für den Leipziger Ausgleichstreffer kurz nach der Pause – kurz vor der Pause hatte Eric Maxim Choupo-Moting Bayern in Führung gebracht – übernahm Joshua Kimmich die Verantwortung.

“Der Fehler war nicht, dass Alphonso Davies den Einwurf schnell ausgeführt hat. Wir hatten die Situation vor dem Spiel besprochen”, verriet der Mittelfeldspieler, der den entscheidenden Zweikampf gegen André Silva verloren hatte. “Ich muss den Ball rausprügeln, dann passiert nichts. Am Ende des Tages gewinnen wir das Spiel ohne meinen Fehler”, glaubt Kimmich – der das Unentschieden trotzdem “verdient” findet.

“Wir werden sehen”: Eberl heizt Spekulationen um Schröder an

Bereits am Donnerstag hatte sich verstärkt angedeutet, dass Rouven Schröder alsbald in Leipzig als neuer Sportdirektor anheuern könnte. Die Aussagen vom neuen RB-Sportchef Max Eberl am Freitag bekräftigten das.

Kennen sich bestens - hier noch im Mainzer und Gladbacher Outfit: Rouven Schröder (li.) und Max Eberl.

Kennen sich bestens – hier noch im Mainzer und Gladbacher Outfit: Rouven Schröder (li.) und Max Eberl.

imago images/Jan Huebner

Erst im Oktober 2022 hatte Rouven Schröder sein Amt beim FC Schalke 04 niedergelegt – “aus persönlichen Gründen”.

Nun könnte der 47-Jährige in Bälde wieder in der Bundesliga angestellt sein. RB Leipzig beschäftigt sich laut “MDR” mit der Personalie. Eine Verpflichtung Schröders, dessen derzeit ruhender Vertrag bei S04 noch bis 2024 gilt, soll “nur noch eine Frage der Zeit” sein.

“Rouven ist ein sehr, sehr guter Freund”

Bundesliga, 16. Spieltag

Passend dazu sprach auch der neue RB-Sportchef Max Eberl an diesem Freitag vor dem Topspiel zwischen Leipzig und Bayern München über den Manager – und sagte beim Gespräch mit DAZN: “Rouven ist ein sehr, sehr guter Freund von mir. Er hat einen großartigen Job gemacht bei seinen Vereinen.”

Die Spekulationen dementierte der ehemalige Gladbacher Eberl damit nicht, untermauerte den möglichen Deal vielmehr noch mit: “Was am Ende dabei rauskommt, werden wir sehen.” Denn: “Es hat sich natürlich ergeben, dass das Team relativ schmal ist, was den sportlichen Bereich betrifft.” Vielleicht sei “die eine oder andere Verstärkung” im verantwortlichen Bereich deshalb nicht so schlecht.

Und aktuell deutet diesbezüglich eben einiges eben auf den Namen Schröder, der in seiner Funktionärskarriere seit 2010 schon beim VfL Bochum, 1. FC Nürnberg, der SpVgg Greuther Fürth, Werder Bremen, Mainz 05 und eben Schalke 04 gewirkt hat, hin. Auch, weil nach den vollzogenen beziehungsweise angekündigten Abschieden von Christopher Vivell und Florian Scholz Eberl in der Führungsebene des sportlichen Bereichs aktuell quasi allein tätig wäre. Somit wäre ein Arbeitsbeginn Schröders in Leipzig schon Anfang April denkbar. Der von Finanznot geplagte FC Schalke könnte von einer Einigung mit Leipzig zudem profitieren, da eine Ablöse dann fällig wäre.

Eine Kontaktaufnahme zwischen den beiden Parteien hat nach kicker-Informationen noch nicht stattgefunden.

Zum Thema: Schröder nach Leipzig? Es wird wohl konkret