Conte legt bei Instagram gegen Tuchel nach – und macht einen Vorschlag

Die spektakuläre Fehde zwischen Thomas Tuchel und Antonio Conte setzte sich am Sonntagabend virtuell noch fort. Fürs nächste Duell hat der Spurs-Trainer eine einfache Idee.

Kaum zu beruhigen: Antonio Conte und Thomas Tuchel müssen von ihren Mitarbeitern getrennt werden.

Kaum zu beruhigen: Antonio Conte und Thomas Tuchel müssen von ihren Mitarbeitern getrennt werden.

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“Alles gegeben, wichtiger Punkt”, “Danke für eure Unterstützung”: So klingen normalerweise Social-Media-Posts von Profifußballern und Trainern nach einem Spiel. Bei Antonio Conte war das am Sonntagabend anders.

Zuvor hatten sich Chelsea und Tottenham ein wildes Duell geliefert, das weniger wegen Harry Kanes spätem 2:2-Ausgleich, sondern vielmehr wegen der Geschehnisse an der Seitenlinie in Erinnerung bleiben wird: Mehrmals geriet Thomas Tuchel mit Trainerkollege Conte derart heftig aneinander, dass beide getrennt werden mussten und nach dem Schlusspfiff jeweils Rot sahen.

Vielleicht auch, um eine Sperre noch irgendwie zu umgehen, spielten beide Streithähne ihr Verhalten später herunter und verkauften es als Teil der Premier-League-Unterhaltung. “Ich denke, wir haben es beide genossen”, sagte Conte.  Schiedsrichter Anthony Taylor habe mit seinen Platzverweisen einfach “die Dynamik der Szene nicht verstanden, aber das ist okay”. Alles Weitere bleibe zwischen ihm und Tuchel.

“Dir ein Bein zu stellen, wäre wohlverdient gewesen …”

Doch daran hielt er sich dann selbst nicht. Bei Instagram postete Conte ein Bild von Tuchels Jubellauf über das zwischenzeitliche 2:1 – der Tuchel später selbst unangenehm war – und schrieb dazu: “Zum Glück habe ich dich nicht gesehen … dir ein Bein zu stellen, wäre wohlverdient gewesen …” Eine weitere Eskalation also? Wohl nicht ganz: Schon die folgenden drei Lach-Smileys lassen erahnen, dass der Italiener längst über die Fehde mit Tuchel schmunzeln kann und vermutlich davon ausgeht, dass es seinem Kollegen ähnlich geht.

Zumal auch er das 1:1 aufreizend emotional vor der Chelsea-Bank gefeiert hatte. “Wenn ich Aggressivität sehe, ist meine Antwort Aggressivität”, erklärte der Italiener die vielen hitzigen Momente schulterzuckend, über die die BBC schrieb, dass sogar “‘The Special One’ José Mourinho die Stirn gerunzelt haben könnte”.

Darüber, dass er Tuchel beim Handshake nicht in die Augen sah, was diesen in Rage versetzt hatte, sprach Conte dagegen nur indirekt. Sein simpler Vorschlag fürs Rückspiel im Februar: “Das nächste Mal schütteln wir uns einfach nicht die Hände. Er bleibt bei seiner Bank, ich bei meiner, dann gibt es kein Problem.”

“Man schaut sich in die Augen”: Tuchel wundert sich – und kritisiert Schiedsrichter

Seine Auseinandersetzung mit Antonio Conte wurde zum großen Aufreger des Premier-League-Wochenendes. Nach Abpfiff ging Chelsea-Coach Thomas Tuchel (48) den Schiedsrichter deutlich an – und erklärte, warum er trotzdem “der glücklichste Trainer der Welt” sei.

Waren sich am Sonntag gar nicht grün: Thomas Tuchel und Antonio Conte.

Waren sich am Sonntag gar nicht grün: Thomas Tuchel und Antonio Conte.

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Dass er die Rote Karte bekommen hatte, hatte er gar nicht mitbekommen. Erst am TV-Mikrofon wurde Thomas Tuchel bewusst, dass vermutlich eine Sperre auf ihn zukommt. “Wir haben beide Rot bekommen?”, fragte er den “Sky Sport”-Reporter im Interview wenige Minuten, nachdem er sich quasi mit Abpfiff der Partie gegen die Tottenham Hotspur mit dem gegnerischen Coach Antonio Conte angelegt und ein Handgemenge heraufbeschworen hatte.

Tuchels Gestik auf dem Platz hatte bereits vermuten lassen, worin der Grund für den zur Rudelbildung ausartende Handschlag lag. “Ich dachte, dass man sich in die Augen schaut, wenn man sich die Hände schüttelt”, bestätigte der Blues-Coach. “Antonio war da anderer Meinung. Es wurde emotional. Er hat sich sehr über den Ausgleich gefreut, ich war ein wenig aufgebracht.”

Bereits nach dem umstrittenen Treffer der Spurs zum zwischenzeitlichen 1:1 durch Pierre-Emile Höjbjerg hatten sich beide Trainer an der Seitenlinie angegiftet, Staff-Trainer mussten Tuchel und Conte auseinanderhalten. Es gebe aber “kein Problem” zwischen ihm und dem Italiener, betonte Tuchel. “Das ist Fußball. Das ist die Premier League. Ihr liebt es, wir lieben es. Wir sind emotionale Trainer, das ist es auch schon. (…) Das war etwas zwischen Männern, zwischen zwei Wettbewerbern.”

“Seit wann darf man Spielern an den Haaren ziehen?”

Ohnehin seien die beiden Roten Karten “unnötig” gewesen, “aber eine ganze Menge war heute unnötig. Eine weitere schlechte Entscheidung des Unparteiischen.” Denn viel eher als der scheinbare Intimfeind Conte bekam in Tuchels Interview Referee Anthony Taylor sein Fett weg. “Beide Tore dürfen nicht zählen”, befand der deutsche Coach. In der Entstehung des 1:1 war zunächst Kai Havertz von Rodrigo Bentancur abgeräumt worden (Tuchel: “Ein klares Foul”), bevor Richarlison beim erfolgreichen Torschuss Höjbjergs im Abseits sowie im Sichtfeld von Torhüter Edouard Mendy stand (Tuchel: “Er steht klar in der Schusslinie, geht sogar aktiv hin”).

Und auch das 2:2 in letzter Sekunde erregte Tuchels Gemüt. In der Szene, die zur Ecke vor dem Treffer führte, hatte Spurs-Verteidiger Cristian Romero abseits des Geschehens Blues-Neuzugang Marc Cucurella an den Haaren zu Boden gezogen. “Seit wann darf man Spielern an den Haaren ziehen?”, polterte Tuchel. “Dann müssen wir künftig gar nichts mehr checken. Das ist lächerlich.” Ein VAR-Eingriff wäre in dieser Szene allerdings nur möglich gewesen, wenn er eine mögliche Rote Karte für Romero betroffen hätte.

Bei der Hälfte habe ich mir schon gedacht, dass ich das gerade nicht machen sollte.

Thomas Tuchel zu seinem Jubellauf nach dem 2:1

Dies sei aber “der einzige Punkt, der mich frustriert”, so Tuchel weiter. “Ansonsten bin ich der glücklichste Trainer der Welt, weil wir fantastisch gespielt und 90 Minuten dominiert haben.” Seine Mannschaft sei “absolut brillant” gewesen und es gebe “nur ein Team, das heute den Sieg verdient hatte – und das waren wir”.

Immerhin einmal war diese Zufriedenheit auch auf den Bildschirmen zutage getreten. Nach dem zwischenzeitlichen 2:1 durch Reece James hatte Tuchel zu einem Jubellauf die Seitenlinie entlang angesetzt. Eine Aktion, die er im Nachhinein bereute. “Bei der Hälfte des Sprints habe ich mir schon gedacht, dass ich das gerade nicht machen sollte”, meinte Tuchel. “Es tut mir leid. Aber manchmal bist du voll in einem Spiel drin.” Auch noch danach.

Rot für Tuchel und Conte nach Handgemenge – Kane gleicht dramatisch aus

Ein packendes Premier-League-Spiel zwischen Chelsea und Tottenham endete mit 2:2. Spurs-Torjäger Harry Kane setzte den dramatischen Schlusspunkt. Vor allem aber zwischen den Trainern Thomas Tuchel und Antonio Conte ging es heiß her.

Auch sie lieferten sich wahnsinnig intensive Duelle: Thomas Tuchel und Antonio Conte.

Auch sie lieferten sich wahnsinnig intensive Duelle: Thomas Tuchel und Antonio Conte.

imago images

Nach dem knappen 1:0-Sieg beim FC Everton wechselte Chelsea-Tainer Thomas Tuchel doppelt: Loftus-Cheek und Startelf-Debütant Cucurella begannen für Azpilicueta und Chilwell. Spurs-Coach Antonio Conte sah nach Tottenhams klarem 4:1 gegen Southampton hingegen keinen Grund, seine Mannschaft zu verändern.

Koulibalys Kracher knackt die Spurs

Tatsächlich kamen die eingespielten Spurs in den Anfangsminuten auch besser in die Partie. Doch nach einigen Ansätzen der so gefährlichen Tempogegenstöße übernahm Chelsea die Kontrolle. Geduldig spielten sich die Hausherren um den tiefen Block, den Tottenham vor dem eigenen Strafraum errichtete, und brachen in der 19. Minute erstmals durch: Sterling legte auf Havertz ab, der am stark reagierenden Lloris scheiterte. Bei der anschließenden Ecke war der Franzose dann aber machtlos: Neuzugang Cucurella fand Neuzugang Koulibaly, der technisch anspruchsvoll via Volley vollstreckte und damit für die verdiente Führung sorgte.

Auch nach dem Treffer blieben die Blues am Drücker und waren das bessere Team. Tottenham fand offensiv überhaupt nicht statt, ein langer Schlag auf den im Abseits stehenden Sessegnon blieb bis zur Pause das einzige Highlight der Auswärtsmannschaft. Doch auch Chelsea gelang kein Treffer mehr. Koulibaly mit einem artistischen Versuch (27.) und Mount per Schlenzer (37.) näherten sich zwar an, dennoch ging es mit 1:0 in die Kabinen.

Premier League, 2. Spieltag

Strittiger Ausgleich bringt die Bänke zum Beben

Der zweite Durchgang startete dann mit der ersten echten Chance für die Spurs: Kane fand Son, der aus schwierigem Winkel nicht an Mendy vorbeikam (48.). Nach einer zwischenzeitlich erneut dominanten Phase der Blues entwickelten sich dann richtig heiße letzte 30 Minuten.

Sterling und Kane vergaben binnen Sekunden das 2:0 respektive den Ausgleich (61.), ehe die Situation zwischen den Bänken zu eskalieren drohte: Bentancur hatte Havertz klar gefoult, das Spiel war weitergelaufen und Höjbjerg der Ausgleich geglückt, bei dem Richarlison darüber hinaus noch in abseitsverdächtiger Position Mendy die Sicht genommen hatte (68.).

Conte jubelte emotional, Tuchel fühlte sich provoziert und die beiden Trainer tauschten mehr als nur deutliche Komplimente aus. Nach mehreren Minuten inklusive einer Trinkpause hatten sich die Gemüter aber wieder beruhigt. Das Spiel lief weiter und Chelsea schlug nach einem unglaublichen Fehlschuss von Havertz (73.) umgehend durch James zurück (77.). 

Doppel-Rot nach Ausgleich in letzter Sekunde

Den Schlusspunkt einer dramatischen Partie setzten aber nochmal die Gäste, die durch Kane mit der letzten Aktion nach einer Ecke zum Ausgleich kamen (90.+6). Mit dem Abpfiff war das Spiel aber noch nicht gelaufen. Denn erneut gerieten Tuchel und Conte aneinander und lieferten sich ein Handgemenge. Beim obligatorischen Handschlag mangelte es Tuchel wohl an Respekt, weil Conte ihm nicht in die Augen sah. Tuchel hielt Conte fest, dieser war sofort auf 180 – es folgte eine große Rudelbildung. Referee Anthony Taylor griff durch – und bedachte beide Trainer mit der Roten Karte.

Tore und Karten

1:0
Koulibaly (19′, Rechtsschuss, Cucurella)

1:1
Höjbjerg (68′, Rechtsschuss, B. Davies)

2:1
James (77′, Rechtsschuss, Sterling)

2:2
H. Kane (90′, Kopfball, Kulusevski)

Tore und Karten

1:0
Koulibaly (19′, Rechtsschuss, Cucurella)

1:1
Höjbjerg (68′, Rechtsschuss, B. Davies)

2:1
James (77′, Rechtsschuss, Sterling)

2:2
H. Kane (90′, Kopfball, Kulusevski)

FC Chelsea

James (41. ), E. Mendy (62. ), Havertz (86. )

FC Chelsea

Tuchel (90. + 7 )

Tottenham Hotspur

Conte (90. + 7 )


FC Chelsea

Chelsea


FC Chelsea

Chelsea

Aufstellung

Einwechslungen

Reservebank

Trainer:


Tottenham Hotspur

Tottenham


Tottenham Hotspur

Tottenham

Aufstellung

Einwechslungen

Reservebank

Trainer:

Schiedsrichter-Team
Anthony Taylor

Anthony Taylor
England

Schiedsrichter-Team

Anthony Taylor

Anthony Taylor
England

Spielinfo


Stadion

Stamford Bridge

Zuschauer

42.000

Spielinfo


Anstoß

14.08.2022, 17:30 Uhr


Stadion

Stamford Bridge London


Zuschauer

42.000


Eckenverhältnis

8:5

Die Blues müssen am kommenden Sonntag (15 Uhr) in Leeds somit ohne ihren Übungsleiter ran, Tottenham spielt am 3. Spieltag zur Eröffnung der Runde am Samstagmittag (13.30 Uhr) gegen Wolverhampton – ebenfalls ohne Coach.

Premier League verzichtet künftig weitgehend auf Kniefall

Nur noch in Ausnahmefällen wollen die Spieler in der Premier League künftig vor dem Anpfiff noch auf die Knie gehen. Das beschlossen die Kapitäne am Mittwoch.

Ein solches Bild gibt es in der Premier League künftig nur noch in Ausnahmefällen zu sehen.

Ein solches Bild gibt es in der Premier League künftig nur noch in Ausnahmefällen zu sehen.

IMAGO/PRiME Media Images

Wilfried Zaha von Crystal Palace hatte die Geste längst als “bedeutungslose Scharade” bezeichnet, die Solidarität mit der “Black Lives Matter”-Bewegung ausdrücken soll. Der FC Brentford verzichtete wegen der verlorengegangenen Wirkung kollektiv schon eine Weile darauf, alle anderen Klubs werden nun folgen.

Laut einem Bericht der “Times” haben sich die Kapitäne der Premier-League-Vereine in Gesprächen darauf geeinigt, künftig auf den obligatorischen Kniefall zu verzichten. Noch am Mittwoch soll das auch offiziell verkündet werden.

Gänzlich soll das Zeichen gegen Rassismus auf der Insel aber nicht aus den Stadien verschwinden. Für ausgewählte Spiele, etwa die Eröffnungsrunde, die Ligapartien am Boxing Day oder die Endspiele in FA Cup und League Cup, halte man sich die Option der Geste weiterhin offen.

Mit Euphorie und Richarlison in der Hinterhand: Tottenham Hotspur im Check

Der Kader der Tottenham Hotspur erscheint so stark und ausgeglichen wie lange nicht mehr. Reicht das für den ersten Titel seit 2008? 

Das neue Sturmtrio der Spurs? Harry Kane, Heung-Min Son und Richarlison (v. li.).

Das neue Sturmtrio der Spurs? Harry Kane, Heung-Min Son und Richarlison (v. li.).

imago images

Wie lief die Transferphase?

Wie in nahezu jedem Sommer der vergangenen Jahre haben die Spurs etwa 100 Millionen Euro in die Hand genommen, um den Kader zu verstärken. Im Februar hatte Trainer Antonio Conte noch gemahnt, “in Zukunft auf dem Transfermarkt aufmerksamer” zu sein. Dies scheint den Nordlondonern nun gelungen zu sein, in jedem Mannschaftsteil wurde personell und qualitativ nachgelegt.

Ein Großteil der Ausgaben floss dabei nach Liverpool, den brasilianischen Stürmer Richarlison vom FC Everton haben sich die Spurs rund 60 Millionen Euro kosten lassen. Der erst 25-Jährige hat bereits 172 Premier-League-Spiele absolviert, traf dabei für die Toffees und Watford 48-mal. Richarlison kann daher eine Soforthilfe sein, wird sich im Dreiersturm aber vorerst hinter Harry Kane, Heung-Min Son und dem formstarken Schweden Dejan Kulusevski anstellen müssen.

Mit Ivan Perisic hat Conte zudem einen alten Bekannten wieder an seiner Seite, der Kroate kam ablösefrei von Inter Mailand nach London. 2020/21 feierten die beiden den Gewinn des Scudetto, Perisic war dabei als linker Schienenspieler in Contes 3-5-2-System absolut gesetzt. Diesen Part wird der mittlerweile 33-Jährige auch bei den Spurs (3-4-3) einnehmen.

Verstärkung für das Mittelfeldzentrum hat Tottenham in Brighton gefunden und für Yves Bissouma knapp 30 Millionen Euro gen englische Südküste überwiesen. Auch der zweikampf- und dribbelstarke Malier kennt die Premier League bestens und soll unter Conte den defensiveren Part auf der Doppelsechs übernehmen.

Auch die mit nur 40 Gegentoren viertbeste Defensive der Vorsaison wurde breiter aufgestellt. Für die rechte Seite wurde Djed Spence (21) für 15 Millionen Euro aus Middlesbrough losgeeist, für das Abwehrzentrum sicherten sich die Spurs leihweise die Dienste von Clement Lenglet (27, FC Barcelona). Da das Leihgeschäft von Ersatzkeeper Pierluigi Gollini nicht verlängert wurde, hat Tottenham auch zwischen den Pfosten nachgelegt und mit Fraser Forster (34) einen erfahrenen Backup für Hugo Lloris verpflichtet.

Geld in die eigenen Kassen spülten derweil nur zwei Spieler. Zum einen wurde Steven Bergwijn, der in zwei Jahren auf der Insel nie wirklich nachdrücklich Fuß fasste, für etwas mehr als 30 Millionen Euro an Ajax verkauft. Sieben Millionen Euro brachte der Abgang von Innenverteidiger Cameron Carter-Vickers zu Celtic Glasgow ein.

Was macht Hoffnung, was Sorgen?

Acht Siege aus den letzten elf Liga-Spielen, dazu ein 1:1 gegen Liverpool: Zum Ende der vergangenen Saison schienen die Spurs und Conte zueinander gefunden zu haben. Was herauskam, war – knapp vor Erzrivale Arsenal – der zeitweise kaum noch für möglich gehaltene vierte Platz, der Conte einen satten Bonus einbrachte und Tottenham die erste Champions-League-Teilnahme seit 2019/20.

Die Zeiten in der “ungewollten” Europa League, zuletzt sogar nur in der Conference League, sind somit erst mal vorbei. Nach Startschwierigkeiten zu Beginn seiner Amtszeit hat Conte mehr und mehr seine Philosophie vermittelt, was nun in der anstehenden Spielzeit weiter Früchte tragen und bestenfalls im ersten Titel seit 2008 enden soll – wenn auch nicht zwingend in der Liga.

Eine große Hilfe kann dabei die veränderte Transferstrategie sein, denn im Gegensatz zu den vergangenen Jahren hat Tottenham bereits früh gehandelt und Conte somit die Möglichkeit gegeben, die neuen Spieler über einen längeren Zeitraum hinweg zu integrieren.

Da der Kader nun deutlich breiter geworden ist und vor allem in der Offensive einige klangvolle Namen unter Vertrag stehen, wartet auf Conte einiges an Kommunikationsarbeit. Die wieder steigende Belastung durch die Teilnahme an der Champions League, in der man nicht wie vergangene Saison international ein Reserveteam aufs Feld schicken kann, wird dem Mannschaftsgefüge einiges abverlangen. Die zwei entscheidenden Fragen werden sein, wie gut Conte den Konkurrenzkampf moderiert und wie konsequent der gerne mal launische Kader der Spurs über die Saison hinweg mitziehen wird.

Die Prognose

Die Stimmung rund um die White Hart Lane ist so gut wie lange nicht mehr, die vorherrschende Euphorie müssen die Spurs nun in einen gelungenen Saisonstart umwandeln, das Auftaktprogramm erscheint machbar. 

Spannend wird zudem sein, wie sehr Conte Wert auf die nationalen Cup-Wettbewerbe legen wird. Die Sehnsucht nach einem Titel ist aus besagten Gründen groß, der nun breitere Kader lässt verschiedene, qualitativ hochwertige Startelfbesetzungen zu. Im Fokus werden dennoch Premier und Champions League stehen. Mit ManCity und Liverpool werden die Spurs aller Voraussicht nach auf Dauer nicht mithalten können, so könnte zumindest Platz 3 ein realistisches Ziel sein. In der Champions League wäre alles andere als das Erreichen der K.-o.-Phase eine herbe Enttäuschung.

Kane verwandelt eiskalt: Spurs setzen Lauf fort

Im Kampf um die Champions League hat Tottenham Hotspur nach dem Derbysieg bei Arsenal gegen den FC Burnley nachgelegt. Matchwinner war um ein neues Harry Kane.

Nach Harry Kanes Treffer hat Heung-Min Son (li.) gut lachen.

Nach Harry Kanes Treffer hat Heung-Min Son (li.) gut lachen.

IMAGO/Action Plus

Mit einem Kopfball nach 17 Minuten meldete Kane die Spurs, die zuletzt 3:0 gegen Arsenal gewonnen hatten, an. Ansonsten blieben die Hausherren im ersten Durchgang gegen Burnley um den Premier-League-Trainer des Monats April, Michael Jackson, blass. Die äußerst defensiven Gäste wurden mit Cornet gefährlich vorstellig, Lloris parierte jedoch (28.).

Kurz nachdem Kane die beste Chance der ersten Hälfte vergeben hatte (45.+4), schaltete sich der VAR ein. Der Grund: Ein Handspiel von Barnes, das im Nachgang mit Elfmeter geahndet wurde. Der Spurs-Stürmer verwandelte sicher (45.+8).

Pope bleibt Sieger gegen Son

In Durchgang zwei wurden die Gäste zwangsläufig offensiver, was im Gegenzug den Londonern größere Räume bot. Auf der einen Seite jagte Barnes den Ball an den Pfosten (61.), auf der anderen scheiterte Son an Pope (65.). Auch in der Schlussphase konnte der Koreaner den starken Clarets-Keeper nicht mehr überwinden (82.). So setzen die Spurs ihren Lauf auch gegen das leidenschaftliche Burnley fort und bleiben im Rennen um die Champions-League-Ränge.

Tore und Karten

1:0
H. Kane (45′, Handelfmeter)

Tore und Karten

1:0
H. Kane (45′, Handelfmeter)

Tottenham Hotspur

Lucas Moura (49. ), Lloris (86. ), Kulusevski (90. + 4 )

FC Burnley

C. Roberts (27. ), Pope (45. + 8 )


Tottenham Hotspur

Tottenham


Tottenham Hotspur

Tottenham

Aufstellung

Einwechslungen

Reservebank

Trainer:


FC Burnley

Burnley


FC Burnley

Burnley

Aufstellung

Einwechslungen

Reservebank

Trainer:

Schiedsrichter-Team
Kevin  Friend

Kevin Friend
England

Schiedsrichter-Team

Kevin  Friend

Kevin Friend
England

Spielinfo


Stadion

Tottenham Hotspur Stadium

Zuschauer

60.000

Spielinfo


Anstoß

15.05.2022, 13:00 Uhr


Stadion

Tottenham Hotspur Stadium London


Zuschauer

60.000


Eckenverhältnis

8:2

Am letzten Spieltag am Sonntag (15 Uhr) ist Tottenham bei Schlusslicht Norwich zu Gast. Für Burnley, das weiter gegen den Abstieg kämpft, steht am Donnerstag (21 Uhr) noch das Nachholspiel bei Aston Villa an.

Aguanta el Burnley el gran inicio del Tottenham

Se encontraban dos equipos en buena forma en el norte de Londres. Aunque ambos vivan en mundos distintos. Los Spurs llegaban al penúltimo duelo liguero después de imponerse a su vecino y acérrimo rival, el Arsenal, para recortar la ventaja de los de Mikel Arteta a un punto antes del fin de semana. Mike Jackson tomó el relevo de Sean Dyche, la última bala en la recámara de un Burnley que ha ido sacando boletos para lograr la permanencia en las últimas semanas. Solo una derrota en cinco encuentros con Jackson al frente.

Escudo/Bandera Tottenham

Aunque en Londres perdieron por segunda vez. Ambas consecutivas. Solo un penalti polémico pudo marcar la diferencia entre ambos equipos. Los visitantes acumularon hombres en defensa, tapando espacios y ahogando las posesiones de los locales. No había forma de poner a Nick Pope en apuros, la insistencia terminó siendo recompensada. A Davinson Sánchez le llegó una pelota dentro del área, y trató de jugarla. Impactó en el brazo extendido de Ashley Barnes. Pese a las protestas del Burnley, y tras comprobar la acción en el VAR, el colegiado señaló la pena máxima. Harry Kane engañó completamente a Pope, que ni siquiera se movió.

El propio Barnes buscó la redención en la segunda mitad, pero su disparo lejano lo repelió el poste. Dio un paso adelante el Burnley, sobre todo en los minutos finales. Weghorst entró en el 78, pero apenas gozó de balones en el área. La ocasión más clara la había tenido previamente Son, con un disparo que Pope sacó con el codo. Conte pidió el apoyo de la grada desde la banda, mientras sus jugadores trataban de calmar un partido que tenían en sus manos y amenazaba con escaparse. Lo consiguieron, y ahora son los Spurs quienes ocupan la última plaza de Liga de Campeones. Aunque solo con dos puntos de ventaja sobre el Arsenal, que juega el lunes. El Burnley se complicó la vida con la derrota. Igualan en puntos al Leeds, que en caso de empate esta tarde saldría del descenso arrastrando a los de Mike Jackson al pozo.

Escudo/Bandera Burnley

Cambios

Wouter Weghorst (77′, Barnes), Lennon (77′, Lowton), Dejan Kulusevski (78′, Lucas Moura), Rodon (89′, Emerson)

Goles

1-0, 52′: Kane

Tarjetas

Arbitro: Kevin Friend
Arbitro VAR: Stuart Attwell
Roberts (26′,Amarilla) Nick Pope (52′,Amarilla) Lucas Moura (48′,Amarilla) Lloris (85′,Amarilla) Dejan Kulusevski (93′,Amarilla

Clasificación

Tottenham up into fourth place with narrow win over struggling Burnley

Tottenham Hotspur leapfrogged arch-rivals Arsenal into the top four with a narrow 1-0 victory over a stubborn Burnley side who remain at risk of relegation in the Premier League.

Harry Kane converted from the spot on the stroke of half-time after Ashley Barnes was penalised for handball, a decision which proved decisive as Spurs took one step closer to Champions League football, while Burnley look nervously over their shoulders at the dreaded relegation zone with Leeds and Everton in action later in the day.

Spurs dominated the opening exchanges but were left frustrated by a resilient Burnley defence and inspired Nick Pope in the visiting goal. However, their resistance was broken right on half-time. VAR and referee Kevin Friend awarded Spurs a penalty with Barnes handling inside the box, putting the ball on a plate for Kane who made no mistake from 12 yards.

Premier League

Salah, De Bruyne, Son and Saka on shortlist for Premier League Player of the Season award

13/05/2022 AT 10:40

Burnley came out fighting in the second half and came within a lick of paint to an equaliser, with Barnes almost making amends with a long-range effort which struck the post. Spurs came closest to a second when Pope brilliantly denied Son from close-range, but the hosts held their nerve to secure a precious three points in their quest for the Champions League.

Spurs travel to already relegated Norwich City on the final day of the season next Sunday where victory will be the only thing on their minds. As for Burnley, they have a game in hand to play away at Aston Villa on Thursday evening, where they too will be desperate to win and boost their chances of survival.

TALKING POINT

Contentious VAR. This was the kind of game that was going to be decided on a moment of magic or a moment of controversy, it was the latter which prevailed. With just one replay, the consensus around the place was that referee Kevin Friend was going to point to the spot after looking for himself. The consensus was correct. Barnes’ arm did appear to be in an unnatural position, despite the vehement protests from the Burnley players and staff. When you concede a penalty to Spurs, there is typically only one outcome. Kane stepped up and could not have placed the ball anymore perfectly into the corner, leaving Pope rooted to the spot and Burnley reliant on Brentford and Brighton to do them a favour later today.

MAN OF THE MATCH

Nick Pope. If it wasn’t for Pope, Spurs could have been out of sight long before the penalty. He produced countless saves, some routine and some quite remarkable. Kane and Son, two of the most prolific finishers in the league, were left wondering how many more times they would have to bang their heads against the brick wall that was the Burnley goalkeeper. With performances like that, not only from Pope but from the team collectively, their chances of survival are still alive and kicking. However, defeat does leave them in a predicament and there is no shying away from that fact. The clock is ticking, the tension is rising, but the belief will remain unwavered based on the character shown by the Clarets today.

PLAYER RATINGS

Spurs: Lloris 6, Sanchez 6, Dier 6, Davies 6, Emerson 6, Hojbjerg 6, Bentancur 6, Sessegnon 7, Lucas 6, Son 7, Kane 7.

Subs: Rodon 5, Kulusevski 5.

Burnley: Pope 8, Roberts 6, Lowton 6, Collins 6, Long 6, Taylor 6, McNeil 6, Cork 6, Brownhill 6, Barnes 6, Cornet 6.

Subs: Lennon 5, Weghorst 5.

MATCH HIGHLIGHTS

45+7’ PENALTY TO SPURS!

A VAR check has taken place for a potential penalty to Spurs and referee Kevin Friend, after looking at the monitor, has pointed to the spot. The ball has struck Barnes’ arm which does appear to be in an unnatural position. Kane will step up for Spurs…

45+8’ GOAL! SPURS 1-0 BURNLEY (KANE)

Was there ever any doubt? Spurs take the lead with the final kick of the first half! The penalty guru steps up and buries the ball into the bottom left corner to give Spurs a slender advantage at the break. What a frantic end to the opening 45 minutes!

KEY STATS

Four of the last five matches between Spurs and Burnley have ended 1-0. Antonio Conte’s side on the right end of the result today (Squawka)

Including shoot-outs, Harry Kane has converted his last 23 penalty attempts in all competitions for Spurs since having an attempt saved against Liverpool by Loris Karius in February 2018 (OptaJoe)

Premier League

‘If I had to put money on it’ – Neville backs Spurs to beat Arsenal to fourth

13/05/2022 AT 08:07

Premier League

Tottenham turned up for the derby, Arsenal fell apart – The Warm-Up

13/05/2022 AT 07:20

Premier League LIVE – Tottenham v Burnley

Follow the Premier League live Football match between Tottenham Hotspur and Burnley with Eurosport. The match starts at 12:00 PM on May 15th, 2022.

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