Kein großer Name, kein Elfmeter? Verl-Trainer kritisiert Schiedsrichter

Die Last-Minute-Niederlage gegen 1860 München hat sich der SC Verl in erster Linie selbst zuzuschreiben. Das weiß auch der Trainer – und trotzdem gab es Kritik in Richtung Schiedsrichter.

Aufgebracht: Verls Trainer Michel Kniat.

Aufgebracht: Verls Trainer Michel Kniat.

IMAGO/PaetzelPress

Nach nur einem Punkt aus den ersten vier Spielen steht der SC Verl sofort wieder unter Zugzwang. “Wir können mit Druck gut umgehen”, verwies Trainer Michel Kniat nach der unglücklichen 0:1-Niederlage gegen 1860 München auf das Happy End mit dem Klassenerhalt am letzten Spieltag der vergangenen Saison.

Allerdings waren die Probleme der Verler gegen Sechzig erneut offensichtlich: Fehlende Durchschlagskraft im Angriff gepaart mit einem Aussetzer in einer Schlüsselszene in der Defensive kosteten dem über 75 Minuten ebenbürtigen SCV in der Nachspielzeit einen verdienten Punkt.

Aktuelle Spiele

In der Schlussviertelstunde fehlten die ausgewechselten angeschlagenen Achsenspieler Daniel Mikic und Tom Baack enorm. Hinzu kam das fehlende Quäntchen Glück beim Zweikampf zwischen SCV-Angreifer Joel Grodowski und seinem Ex-Teamkollegen Christopher Lannert im Löwen-Strafraum. “Er trifft mich unten am Bein, sodass es für mich ein Elfmeter war”, so Grodowski. 

Wir haben dieses Jahr noch keine 50:50-Situation für uns bekommen.

Michel Kniat

Der Pfiff des Schiedsrichters (Felix Bickel) blieb aber aus. Aus Sicht von Kniat eine Fehlentscheidung. Der Trainer vermutete bei “MagentaSport” sogar mangelndes Standing: “Viel Ball war da nicht dabei. Ich glaube, wir haben dieses Jahr noch keine 50:50-Situation für uns bekommen. Aber ist ja klar, wenn man die Mannschaft mit weniger Standing ist, dass man sich als Schiedsrichter davon beeinflussen lässt.”

Im Gegenzug fiel das 0:1 nach Vorlage von Lannert. In der Nachspielzeit, wieder ein später Gegentreffer. “Das geht mir allmählich auf den Sack, aber ich kann es nicht mehr ändern”, haderte Kniat. Besser machen kann es sein Team im Auswärtsspiel beim ebenfalls noch sieglosen VfB Oldenburg am kommenden Sonntag.

Verls Sapina für zwei Partien gesperrt

Vinko Sapina sieht die Rote Karte von Schiedsrichter Florian Heft.

Vinko Sapina sieht die Rote Karte von Schiedsrichter Florian Heft.

IMAGO/Picture Point LE

Der Spieler und sein Verein haben dem Urteil zugestimmt, teilten die Verler am Donnerstag mit. Sapina hatte im Spiel bei Dynamo Dresden (2:0) seinen Gegenspieler Tim Knipping beim Stand von 0:0 in der 34. Minute mit offener Sohle am Sprunggelenk getroffen. Schiedsrichter Florian Heft hatte ihm daraufhin die Rote Karte wegen rohen Spiels gezeigt. Nun muss Sapina zwei Spiele lang zuschauen.

Verl steht nach drei Spieltagen in der 3. Liga mit einem Punkt auf Rang 16. Am kommenden Samstag empfangen die Ostwestfalen dann 1860 München zum Heimspiel (Anpfiff 14 Uhr, LIVE! bei kicker).

Thiede: “In meinen Augen eine Wahnsinns-Entscheidung”

Nach dem späten 2:2-Ausgleichstreffer seines SC Verls gegen Mannheim konnte sich Torhüter Niclas Thiede nicht über den gewonnenen Punkt freuen. Im Interview nach dem Spiel kritisierte der 23-Jährige den Elfmeter-Pfiff vor dem zwischenzeitlichen 2:1 scharf. 

Ärgert sich über den Elfmeterpfiff: Niclas Thiede.

Ärgert sich über den Elfmeterpfiff: Niclas Thiede.

picture alliance / foto2press

Als Niclas Thiede Mannheims Dominik Martinovic in der 88. Minute strafwürdig im Sechszehn-Meter-Raum zu Fall brachte, erinnerte vieles an das Duell zwischen dem SC Verl und dem 1. FC Saarbrücken vor zwei Wochen. Bereits beim Drittliga-Auftakt hatte Thiede in der 90. Minute Saarbrückens Günther-Schmidt im Strafraum zu Fall gebracht, woraufhin Grimaldi den späten 1:0-Siegtreffer für den FCS vom Punkt erzielte. Dass es nun gegen Mannheim anders endete, war dem späten Ausgleichstreffer von Mael Corboz zu verdanken, in dessen Folge der Torhüter über das komplette Feld rannte, um den Torschützen zu herzen. “Es tut extrem gut, dass wir dann doch noch ein gutes Ende gefunden haben”, sagte der 23-jährige Thiede nach dem Spiel im Interview mit “Magenta-Sport”.

Martinovic: “Ich falle ja nicht ohne Grund”

Dann schwang die Freude über den späten Ausgleichstreffer aber schnell in Ärger über den wohl spielentscheidenden Elfmeter-Pfiff um. “Der Stein, der mir vom Herzen fällt, ist riesig, weil es eine absolute Frechheit ist, wie der Elfmeter-Pfiff zustande kam”, regte sich der Torhüter in Rage. Auch nach erneuter Betrachtung der Bilder fand Thiede keine Ruhe. “Den weiten Ball muss ich haben, aber ich berühre ihn (Martinovic, d.Red.) noch nicht mal und er fällt schon, bevor er überhaupt bei mir ist. Das ist meiner Meinung nach eine Wahnsinns-Entscheidung”, erklärte der gebürtige Hagener.

Erwartungsgemäß anders sah das natürlich der Gefoulte, Dominik Martinovic. “Ich bin an ihm vorbeigegangen und er berührt mich hinten. Den Kontakt nehme ich dann natürlich mit”, erklärte der 25-Jährige seine Sicht auf die Situation. Anschuldigungen, sein Fallen sei eine Schwalbe gewesen, wollte der Stürmer nicht akzeptieren. “Ich falle ja nicht ohne Grund. Wenn er mich nicht berührt, gehe ich aufs leere Tor zu”, so Martinovic.

Kniat lobt Thiede: “Genau das, was wir in einem Torhüter suchen”

Trotz aller Diskussionen über den Elfmeterpfiff, für Thiede schmerzen vor allem die verlorenen Punkte. “Dass wir uns zurückgekämpft haben, zeigt, wer wir als Mannschaft sind. Wir haben über 100 Minuten alles rausgeholt und hätten heute absolut verdient gewonnen”, betonte er. Seine Mannschaft sei das “klar bessere Team” gewesen, weshalb der Gegentreffer “extrem bitter” sei. “Umso schöner ist es dann, dass wir zumindest einen Punkt mitnehmen. ”

Das einzige, das ich zu Thiede sagen kann, ist, dass er meiner Meinung nach der beste Torhüter der 3. Liga ist.

Michel Kniat

Rückendeckung erhielt der Torhüter derweil von seinem Trainer Michel Kniat, der den 23-Jährigen nach der Partie in den höchsten Tönen lobte. “Das einzige, das ich zu Thiede sagen kann, ist, dass er meiner Meinung nach der beste Torhüter der 3. Liga ist und ich mit keiner anderen Mannschaft tauschen will”, sagte der 36-jährige Trainer im “Magenta-Sport”-Interview. Thiede sei ein “absoluter Leader”, der auch fußballerisch das Spiel des Sportclubs unterstütze. “Mit ihm können wir hinten flach spielen, gleichzeitig kann er aber auch den tiefen langen Ball spielen. Das ist genau das, was wir in einem Torhüter suchen”, so Kniat weiter. 

Zurück in die 3. Liga: Verl verpflichtet “Tempodribbler” Sessa

Der SC Verl hat Nicolas Sessa verpflichtet. Der Offensivspieler kommt vom 1. FC Kaiserslautern.

Nicolas Sessa spielt künftig beim SC Verl

Nicolas Sessa spielt künftig beim SC Verl

imago images/Fotostand

Sessa hatte beim FCK nach dessen Aufstieg in die 2. Bundesliga keine Perspektive mehr und durfte sich einen neuen Arbeitgeber suchen. Den hat er mit dem SC Verl nun gefunden. “Wir freuen uns sehr, dass er sich trotz anderer Angebote für den Sportclub entschieden hat”, wird Sebastian Lange, Sportlicher Leiter beim Drittligisten, auf der Website zitiert. Er freut sich über einen “spielstarken Offensivspieler, der über ein gutes Tempodribbling verfügt, im letzten Drittel Spieler in Szene setzen kann und auch selbst den Abschluss sucht”. Eine Vertragslaufzeit teilte der Verein nicht mit.

Sessa bringt die Erfahrung von 57 Drittliga-Spielen (sechs Tore, neun Vorlagen) mit, die er für den FCK und beim VfR Aalen (2018/19) absolviert hat. In Kaiserslautern hatte man sich vom in Stuttgart geborenen Deutsch-Argentinier viel erwartet, doch die in ihn gesetzten Hoffnungen konnte der heute 26-Jährige auch verletzungsbedingt nur teilweise erfüllen. In der Aufstiegssaion kam er 16-mal zum Zuge (kicker-Note 3,64).

Der Schritt in die 2. Liga kam zu früh

Sessa war 2020 im zweiten Anlauf auf den Betzenberg gewechselt, schon 2019 hatten sich die Pfälzer intensiv um den Spielmacher bemüht, nachdem dieser trotz einer starken Saison mit dem VfR Aalen abgestiegen war. Mit seinem damaligen Berater Kevin Kuranyi entschied sich der Spieler allerdings im letzten Moment doch zu einem Wechsel in die 2. Liga zum FC Erzgebirge Aue – dort kam ältere Bruder von Kevin Sessa, der beim 1. FC Heidenheim unter Vertrag steht, aber nur zu zwei Kurzeinsätzen und ging anschließend wieder den Schritt zurück in die 3. Liga.

Ausgebildet wurde er bei der TSG Hoffenheim. Später lotste ihn der VfB Stuttgart an den Neckar, wo Sessa vor allem in der zweiten Mannschaft groß aufspielte und sich mit elf Toren und sechs Vorlagen in der Regionalliga-Saison 2017/18 für höhere Aufgaben empfahl.

Kniat nach dem Klassenerhalt mit Verl: “Ich war immer davon überzeugt”

Egal ob Vorstand Sport oder Spieler: Beim SC Verl waren alle Beteiligten in erster Linie erleichtert ob des geglückten Drittliga-Klassenerhalts.

Kollektiver Verler Jubel: Der SC Verl sicherte sich am letzten Spieltag den Klassenerhalt.

Kollektiver Verler Jubel: Der SC Verl sicherte sich am letzten Spieltag den Klassenerhalt.

IMAGO/Eibner

“Ich bin so erleichtert!”, sprudelte es aus Raimund Bertels heraus. Der Vorstand Sport des SC Verl kam am Mikrofon von “Magenta Sport” nicht mehr aus dem Loben heraus: “Ich freue mich für alle anderen: den Staff, den Trainer, die Fans. Alle haben alles gegeben in den letzten Wochen.”

Die letzten Wochen waren in der Tat entscheidend gewesen für Verl: Am 34. Spieltag stand der SC noch auf einem Abstiegsplatz und vier Punkte hinter dem rettenden Ufer. Es folgten drei Siege in Folge und nun ein 1:1-Unentschieden gegen den MSV Duisburg – der Klassenerhalt konnte gesichert werden.

Kniat: “Wenn man an die Mannschaft glaubt, dann ist man relativ entspannt”

“Wir haben viel riskiert und investiert”, sagte Bertels. Er sprach vom Umzug ins Paderborner Stadion, der Verpflichtung des neuen Trainers, “der die Mentalität zurückgebracht hat”. Viel riskiert und investiert also – “und jetzt, am Ende der Saison, alles richtig gemacht”.

Michel Kniat, der seit Februar Cheftrainer bei den Verlern ist, stieg in die Lobeshymnen von Bertels ein: “Ich freue mich, dass sich die Mannschaft belohnt hat.” Angesichts des Abstiegskampfes bis zum letzten Spieltag gab sich der Coach im Nachhinein locker: “Wenn man an die Mannschaft glaubt, was ich tue, dann ist man relativ entspannt. Ich war immer davon überzeugt, dass wir das Ding am Ende in unsere Richtung schieben.”

Was die Planungen der nächsten Tage angeht, so dürfte der Trainer seine Spieler erfreut haben: “Wir hören sofort auf”, sagte Kniat. “Die Jungs wollen, glaube ich, nach Mallorca fliegen und das haben sie sich auch mehr als verdient.”

Bertels: “Das ist für mich gleichzusetzen oder sogar noch ein bisschen mehr wert als der Aufstieg”

Mit Urlaubsfahrten wollte sich Lukas Petkov noch nicht beschäftigen. “Ich habe mich nur auf das Spiel konzentriert. Mir war alles egal, was danach ist”, so der Offensivspieler. “Wir hatten eine so schwierige Saison mit Trainerwechsel. Wir sind eine junge Truppe, die damit umgehen musste. Wenn man sich die letzten zehn Spiele von uns anschaut, haben wir uns das mehr als verdient.”

Ähnlich ordnete auch Ron Berlinski die nun abgelaufene Spielzeit ein. Der Torschütze zum 1:1-Ausgleich sprach von einer “absoluten Mannschaftsleistung über die gesamte Saison. Das Glück war nicht immer auf unserer Seite.” Doch letztlich hat es für den Klassenerhalt gereicht, der laut Bertels einen hohen Stellenwert hat: “Das ist für mich gleichzusetzen oder sogar noch ein bisschen mehr wert als der Aufstieg.”

Kniat nach dem Klassenerhalt mit Verl: “Ich war immer davon überzeugt”

Egal ob Vorstand Sport oder Spieler: Beim SC Verl waren alle Beteiligten in erster Linie erleichtert ob des geglückten Drittliga-Klassenerhalts.

Kollektiver Verler Jubel: Der SC Verl sicherte sich am letzten Spieltag den Klassenerhalt.

Kollektiver Verler Jubel: Der SC Verl sicherte sich am letzten Spieltag den Klassenerhalt.

IMAGO/Eibner

“Ich bin so erleichtert!”, sprudelte es aus Raimund Bertels heraus. Der Vorstand Sport des SC Verl kam am Mikrofon von “Magenta Sport” nicht mehr aus dem Loben heraus: “Ich freue mich für alle anderen: den Staff, den Trainer, die Fans. Alle haben alles gegeben in den letzten Wochen.”

Die letzten Wochen waren in der Tat entscheidend gewesen für Verl: Am 34. Spieltag stand der SC noch auf einem Abstiegsplatz und vier Punkte hinter dem rettenden Ufer. Es folgten drei Siege in Folge und nun ein 1:1-Unentschieden gegen den MSV Duisburg – der Klassenerhalt konnte gesichert werden.

Kniat: “Wenn man an die Mannschaft glaubt, dann ist man relativ entspannt”

“Wir haben viel riskiert und investiert”, sagte Bertels. Er sprach vom Umzug ins Paderborner Stadion, der Verpflichtung des neuen Trainers, “der die Mentalität zurückgebracht hat”. Viel riskiert und investiert also – “und jetzt, am Ende der Saison, alles richtig gemacht”.

Michel Kniat, der seit Februar Cheftrainer bei den Verlern ist, stieg in die Lobeshymnen von Bertels ein: “Ich freue mich, dass sich die Mannschaft belohnt hat.” Angesichts des Abstiegskampfes bis zum letzten Spieltag gab sich der Coach im Nachhinein locker: “Wenn man an die Mannschaft glaubt, was ich tue, dann ist man relativ entspannt. Ich war immer davon überzeugt, dass wir das Ding am Ende in unsere Richtung schieben.”

Was die Planungen der nächsten Tage angeht, so dürfte der Trainer seine Spieler erfreut haben: “Wir hören sofort auf”, sagte Kniat. “Die Jungs wollen, glaube ich, nach Mallorca fliegen und das haben sie sich auch mehr als verdient.”

Bertels: “Das ist für mich gleichzusetzen oder sogar noch ein bisschen mehr wert als der Aufstieg”

Mit Urlaubsfahrten wollte sich Lukas Petkov noch nicht beschäftigen. “Ich habe mich nur auf das Spiel konzentriert. Mir war alles egal, was danach ist”, so der Offensivspieler. “Wir hatten eine so schwierige Saison mit Trainerwechsel. Wir sind eine junge Truppe, die damit umgehen musste. Wenn man sich die letzten zehn Spiele von uns anschaut, haben wir uns das mehr als verdient.”

Ähnlich ordnete auch Ron Berlinski die nun abgelaufene Spielzeit ein. Der Torschütze zum 1:1-Ausgleich sprach von einer “absoluten Mannschaftsleistung über die gesamte Saison. Das Glück war nicht immer auf unserer Seite.” Doch letztlich hat es für den Klassenerhalt gereicht, der laut Bertels einen hohen Stellenwert hat: “Das ist für mich gleichzusetzen oder sogar noch ein bisschen mehr wert als der Aufstieg.”

Kniat nach dem Klassenerhalt mit Verl: “Ich war immer davon überzeugt”

Egal ob Vorstand Sport oder Spieler: Beim SC Verl waren alle Beteiligten in erster Linie erleichtert ob des geglückten Drittliga-Klassenerhalts.

Kollektiver Verler Jubel: Der SC Verl sicherte sich am letzten Spieltag den Klassenerhalt.

Kollektiver Verler Jubel: Der SC Verl sicherte sich am letzten Spieltag den Klassenerhalt.

IMAGO/Eibner

“Ich bin so erleichtert!”, sprudelte es aus Raimund Bertels heraus. Der Vorstand Sport des SC Verl kam am Mikrofon von “Magenta Sport” nicht mehr aus dem Loben heraus: “Ich freue mich für alle anderen: den Staff, den Trainer, die Fans. Alle haben alles gegeben in den letzten Wochen.”

Die letzten Wochen waren in der Tat entscheidend gewesen für Verl: Am 34. Spieltag stand der SC noch auf einem Abstiegsplatz und vier Punkte hinter dem rettenden Ufer. Es folgten drei Siege in Folge und nun ein 1:1-Unentschieden gegen den MSV Duisburg – der Klassenerhalt konnte gesichert werden.

Kniat: “Wenn man an die Mannschaft glaubt, dann ist man relativ entspannt”

“Wir haben viel riskiert und investiert”, sagte Bertels. Er sprach vom Umzug ins Paderborner Stadion, der Verpflichtung des neuen Trainers, “der die Mentalität zurückgebracht hat”. Viel riskiert und investiert also – “und jetzt, am Ende der Saison, alles richtig gemacht”.

Michel Kniat, der seit Februar Cheftrainer bei den Verlern ist, stieg in die Lobeshymnen von Bertels ein: “Ich freue mich, dass sich die Mannschaft belohnt hat.” Angesichts des Abstiegskampfes bis zum letzten Spieltag gab sich der Coach im Nachhinein locker: “Wenn man an die Mannschaft glaubt, was ich tue, dann ist man relativ entspannt. Ich war immer davon überzeugt, dass wir das Ding am Ende in unsere Richtung schieben.”

Was die Planungen der nächsten Tage angeht, so dürfte der Trainer seine Spieler erfreut haben: “Wir hören sofort auf”, sagte Kniat. “Die Jungs wollen, glaube ich, nach Mallorca fliegen und das haben sie sich auch mehr als verdient.”

Bertels: “Das ist für mich gleichzusetzen oder sogar noch ein bisschen mehr wert als der Aufstieg”

Mit Urlaubsfahrten wollte sich Lukas Petkov noch nicht beschäftigen. “Ich habe mich nur auf das Spiel konzentriert. Mir war alles egal, was danach ist”, so der Offensivspieler. “Wir hatten eine so schwierige Saison mit Trainerwechsel. Wir sind eine junge Truppe, die damit umgehen musste. Wenn man sich die letzten zehn Spiele von uns anschaut, haben wir uns das mehr als verdient.”

Ähnlich ordnete auch Ron Berlinski die nun abgelaufene Spielzeit ein. Der Torschütze zum 1:1-Ausgleich sprach von einer “absoluten Mannschaftsleistung über die gesamte Saison. Das Glück war nicht immer auf unserer Seite.” Doch letztlich hat es für den Klassenerhalt gereicht, der laut Bertels einen hohen Stellenwert hat: “Das ist für mich gleichzusetzen oder sogar noch ein bisschen mehr wert als der Aufstieg.”

Kniat nach dem Klassenerhalt mit Verl: “Ich war immer davon überzeugt”

Egal ob Vorstand Sport oder Spieler: Beim SC Verl waren alle Beteiligten in erster Linie erleichtert ob des geglückten Drittliga-Klassenerhalts.

Kollektiver Verler Jubel: Der SC Verl sicherte sich am letzten Spieltag den Klassenerhalt.

Kollektiver Verler Jubel: Der SC Verl sicherte sich am letzten Spieltag den Klassenerhalt.

IMAGO/Eibner

“Ich bin so erleichtert!”, sprudelte es aus Raimund Bertels heraus. Der Vorstand Sport des SC Verl kam am Mikrofon von “Magenta Sport” nicht mehr aus dem Loben heraus: “Ich freue mich für alle anderen: den Staff, den Trainer, die Fans. Alle haben alles gegeben in den letzten Wochen.”

Die letzten Wochen waren in der Tat entscheidend gewesen für Verl: Am 34. Spieltag stand der SC noch auf einem Abstiegsplatz und vier Punkte hinter dem rettenden Ufer. Es folgten drei Siege in Folge und nun ein 1:1-Unentschieden gegen den MSV Duisburg – der Klassenerhalt konnte gesichert werden.

Kniat: “Wenn man an die Mannschaft glaubt, dann ist man relativ entspannt”

“Wir haben viel riskiert und investiert”, sagte Bertels. Er sprach vom Umzug ins Paderborner Stadion, der Verpflichtung des neuen Trainers, “der die Mentalität zurückgebracht hat”. Viel riskiert und investiert also – “und jetzt, am Ende der Saison, alles richtig gemacht”.

Michel Kniat, der seit Februar Cheftrainer bei den Verlern ist, stieg in die Lobeshymnen von Bertels ein: “Ich freue mich, dass sich die Mannschaft belohnt hat.” Angesichts des Abstiegskampfes bis zum letzten Spieltag gab sich der Coach im Nachhinein locker: “Wenn man an die Mannschaft glaubt, was ich tue, dann ist man relativ entspannt. Ich war immer davon überzeugt, dass wir das Ding am Ende in unsere Richtung schieben.”

Was die Planungen der nächsten Tage angeht, so dürfte der Trainer seine Spieler erfreut haben: “Wir hören sofort auf”, sagte Kniat. “Die Jungs wollen, glaube ich, nach Mallorca fliegen und das haben sie sich auch mehr als verdient.”

Bertels: “Das ist für mich gleichzusetzen oder sogar noch ein bisschen mehr wert als der Aufstieg”

Mit Urlaubsfahrten wollte sich Lukas Petkov noch nicht beschäftigen. “Ich habe mich nur auf das Spiel konzentriert. Mir war alles egal, was danach ist”, so der Offensivspieler. “Wir hatten eine so schwierige Saison mit Trainerwechsel. Wir sind eine junge Truppe, die damit umgehen musste. Wenn man sich die letzten zehn Spiele von uns anschaut, haben wir uns das mehr als verdient.”

Ähnlich ordnete auch Ron Berlinski die nun abgelaufene Spielzeit ein. Der Torschütze zum 1:1-Ausgleich sprach von einer “absoluten Mannschaftsleistung über die gesamte Saison. Das Glück war nicht immer auf unserer Seite.” Doch letztlich hat es für den Klassenerhalt gereicht, der laut Bertels einen hohen Stellenwert hat: “Das ist für mich gleichzusetzen oder sogar noch ein bisschen mehr wert als der Aufstieg.”

Petkov über Verls Kampf gegen den Abstieg: “Es gibt nur einen Weg”

Mit drei Siegen in Serie hat sich der SC Verl zuletzt aus der Abstiegszone gearbeitet. Nach dem dramatischen 2:1-Erfolg in Dortmund haben die Ostwestfalen den Klassenerhalt am letzten Spieltag sogar wieder in der eigenen Hand.

Lukas Petkov erzielte in Dortmund das Siegtor für den SC Verl.

Lukas Petkov erzielte in Dortmund das Siegtor für den SC Verl.

IMAGO/Dünhölter SportPresseFoto

Die Ausgangslage ist klar: Verl kann den Klassenerhalt durch einen Sieg gegen den bereits geretteten MSV Duisburg unter Dach und Fach bringen. Selbst ein Remis dürfte wohl reichen, hat der Vorjahresaufsteiger doch die bessere Tordifferenz im Vergleich zu Viktoria Berlin, das am Samstag im Parallelspiel den SV Meppen empfängt und zwei Punkte hinter dem SC steht.

Mehr zum Thema

Diese “Pole Position” im Kampf gegen den Abstieg hat sich das Team von Trainer Michel Kniat durch einen beherzten Endspurt verdient. Den Siegen gegen Saarbrücken und Wehen Wiesbaden folgte am vergangenen Freitag ein hochemotionaler 2:1-Erfolg in Dortmund. “Ich denke, in unserer Situation gibt es nur einen Weg, und der heißt immer dran glauben”, sagte Siegtorschütze Lukas Petkov nach dem Spiel bei “MagentaSport”. Dass der SC die drei Punkte mitnehmen konnte, hatte auch Torhüter Niclas Thiede zu verantworten, der einen Elfmeter in der Nachspielzeit parierte – wenn auch mit diskutablen Mitteln.

Sportvorstand Bertels lobt Cheftrainer Kniat

Dessen ungeachtet ließ der Keeper aber keine Zweifel am Klassenerhalt. “Jetzt haben wir noch ein Spiel, das gewinnen wir”, kündigte er an. Auch Petkov ist überzeugt, am kommenden Wochenende den letzten Schritt zu machen: “Wir haben die Qualität. Das sieht man auf dem Platz.”

Diese Einstellung wiederum ließ Cheftrainer Michel Kniat von seinen Spielern schwärmen (“Deshalb liebe ich diese Mannschaft”). Der 36-Jährige, der den SC im Februar erst übernommen hatte, verdiente sich durch die Aufholjagd selbst ein Sonderlob. “Unser Trainer hat in den letzten Wochen überragende Arbeit geleistet. Man sieht auch, wie die Mannschaft sich entwickelt hat, seitdem er da ist”, sagte Sportvorstand Raimund Bertels noch vor dem richtungsweisenden Sieg in Dortmund. “Michel ist einfach ein absoluter Menschenfänger. Ich glaube, er fängt nicht nur die ganze Mannschaft ein, sondern auch den Staff. Das ist wichtig im Abstiegskampf.”

Petkov über Verls Kampf gegen den Abstieg: “Es gibt nur einen Weg”

Mit drei Siegen in Serie hat sich der SC Verl zuletzt aus der Abstiegszone gearbeitet. Nach dem dramatischen 2:1-Erfolg in Dortmund haben die Ostwestfalen den Klassenerhalt am letzten Spieltag sogar wieder in der eigenen Hand.

Lukas Petkov erzielte in Dortmund das Siegtor für den SC Verl.

Lukas Petkov erzielte in Dortmund das Siegtor für den SC Verl.

IMAGO/Dünhölter SportPresseFoto

Die Ausgangslage ist klar: Verl kann den Klassenerhalt durch einen Sieg gegen den bereits geretteten MSV Duisburg unter Dach und Fach bringen. Selbst ein Remis dürfte wohl reichen, hat der Vorjahresaufsteiger doch die bessere Tordifferenz im Vergleich zu Viktoria Berlin, das am Samstag im Parallelspiel den SV Meppen empfängt und zwei Punkte hinter dem SC steht.

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Sportvorstand Bertels lobt Cheftrainer Kniat

Dessen ungeachtet ließ der Keeper aber keine Zweifel am Klassenerhalt. “Jetzt haben wir noch ein Spiel, das gewinnen wir”, kündigte er an. Auch Petkov ist überzeugt, am kommenden Wochenende den letzten Schritt zu machen: “Wir haben die Qualität. Das sieht man auf dem Platz.”

Diese Einstellung wiederum ließ Cheftrainer Michel Kniat von seinen Spielern schwärmen (“Deshalb liebe ich diese Mannschaft”). Der 36-Jährige, der den SC im Februar erst übernommen hatte, verdiente sich durch die Aufholjagd selbst ein Sonderlob. “Unser Trainer hat in den letzten Wochen überragende Arbeit geleistet. Man sieht auch, wie die Mannschaft sich entwickelt hat, seitdem er da ist”, sagte Sportvorstand Raimund Bertels noch vor dem richtungsweisenden Sieg in Dortmund. “Michel ist einfach ein absoluter Menschenfänger. Ich glaube, er fängt nicht nur die ganze Mannschaft ein, sondern auch den Staff. Das ist wichtig im Abstiegskampf.”