Oldenburgs Trainer Fossi: “Offensiv haben wir nicht stattgefunden”

Der VfB Oldenburg hat auch gegen den Halleschen FC den ersten Saisonsieg verpasst. Obwohl der Aufsteiger zwischenzeitlich die bessere Mannschaft war, sparte Dario Fossi nach der Partie nicht mit Kritik.

Wartet mit seinem Team weiterhin auf den ersten Saisonsieg: Oldenburgs Trainer Dario Fossi.

Wartet mit seinem Team weiterhin auf den ersten Saisonsieg: Oldenburgs Trainer Dario Fossi.

IMAGO/Picture Point LE

“Wir waren heute nicht da, machen kein gutes Spiel und schenken Halle den ersten Dreier”, sagte Fossi nach der 0:2-Niederlage in Halle am Mikrofon von “Magenta Sport”. Reichlich Kritik für eine Mannschaft, die dem Halleschen FC zumindest in gewissen Abschnitten überlegen war und zu guten Chancen, etwa durch Appiah (33.), Brand (54.) und Zietarski (55.), kam.

Fossi sieht “tolle Spielzüge” und fällt dennoch ein hartes Urteil

Diese Überlegenheit seines Teams sah auch Fossi: “In der zweiten Hälfte spielt Halle eigentlich keinen Ball mehr nach vorne, kommt dann aber durch einen Standard zurück”, so der Oldenburger Trainer, der damit den Kopfballtreffer von Seymour Fünger nach einer Ecke (68.) ansprach. Drei Minuten später folgte das 2:0 durch Zimmerschied, wodurch Halle endgültig auf die Siegerstraße einbog, auch weil Oldenburg in der Folge nicht mehr zu großen Chancen kam.

Fossis Urteil fiel hart aus: “Offensiv haben wir nicht stattgefunden, auch wenn wir in der ersten Hälfte in Führung gehen müssen. Wir hatten zwei, drei tolle Spielzüge, wo wir uns belohnen müssen.” Am Ende sei es “hart, mit einer Niederlage nach Hause zu fahren.” Neun Tage hat der Aufsteiger nun Zeit, ehe der nächste Versuch unternommen werden kann, den ersten Saisonsieg einzufahren, dann zuhause gegen den SC Verl.

DFB-Ausschreibung: Bald nur noch zehn Drittliga-Spiele im Free-TV?

Die Ausschreibung der Medien-Rechte beschäftigt die 3. Liga: Von zehn Spielen im Free-TV bis zu 114 Spielen im Free-TV ist praktisch alles möglich.

Wo werden die Drittliga-Spiele ab der nächsten Saison gezeigt? Bis Anfang Oktober soll eine Entscheidung fallen.

Wo werden die Drittliga-Spiele ab der nächsten Saison gezeigt? Bis Anfang Oktober soll eine Entscheidung fallen.

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Die Ausschreibung der Medien-Rechte für die 3. Liga kann zu einer deutlich reduzierten Anzahl von Spielen im frei empfangbaren Fernsehen führen. Das Minimum wären nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur zehn Spiele im Free-TV. Es könnten aber auch mehr als bisher werden. Derzeit gilt noch der alte TV-Vertrag.

Mit diesem hatte die ARD das Recht erworben, mindestens zwei Drittligapartien pro Spieltag live im Ersten oder in den Dritten Programmen zu übertragen. Insgesamt sind das 86 Partien pro Saison sowie die Aufstiegsspiele zur 3. Liga. In der vergangenen Woche hat die Tochtergesellschaft DFB GmbH & Co. KG mit der Ausschreibung der Rechte für die vier Spielzeiten von 2023/24 bis 2026/27 begonnen.

Diese sieht drei Szenarien mit einer unterschiedlichen Anzahl von Partien im frei empfangbaren Fernsehen vor. Werden alle 380 Spiele der 3. Liga von einem oder mehreren Pay-TV-Anbietern erworben, gibt es eine Einschränkung des DFB: In diesem Fall müssten mindestens zehn dieser Begegnungen im Free-TV laufen.

Möglich sind aber auch zwei andere Varianten. In einem Szenario wären es wieder 86 Partien im Free-TV. In einem anderen sind sogar 114 Spiele im frei zu empfangenden Fernsehen möglich. Käufer der Rechte haben bei den Anstoßzeiten Mitspracherecht. Bei den Freitagsspielen liegt der mögliche Korridor für den Anpfiff zwischen 18 bis 20.30 Uhr. Für den Samstag gibt es eine Spanne von 13.30 bis 14 Uhr, für den Sonntag von 13.30 bis 15.15 Uhr.

Rechte für 3. Liga und Frauen unabhängig voneinander angeboten

Die Rechte für die 3. Liga werden – anders als zuletzt – nicht zusammen mit denen für Frauen-Fußball angeboten. Die Ausschreibungen für 3. Liga und Frauen-Bundesliga laufen nur zeitlich parallel. Die Entscheidung über die Vergabe soll nach Angaben des DFB voraussichtlich Anfang Oktober getroffen werden.

Derzeit liegen die Rechte für 3. Liga und Frauen-Bundesliga bis Mitte 2023 im Pay-Bereich bei der Deutschen Telekom, die für ihre Kunden die Spiele bei MagentaSport zeigt. Im Free-TV liegen die Frauen-Bundesliga-Rechte seit 2018 über die Agentur SportA bei der ARD. Zum Kontrakt mit dem ARD-ZDF-Rechtevermarkter gehören derzeit auch noch die Frauen-Länderspiele, die in der Regel im Ersten und im Zweiten gezeigt werden.

Euphorie trotz Niederlage: VfB Oldenburg will jetzt den ersten Sieg

Der VfB Oldenburg pocht auf seine ersten drei Punkte. Das letzte Spiel gegen 1860 München soll dem Aufsteiger Rückenwind geben – obwohl es bei den Löwen eine Niederlage setzte.

Kann gegen Elversberg wohl wieder mitmischen: VfB-Kapitän Max Wegner.

Kann gegen Elversberg wohl wieder mitmischen: VfB-Kapitän Max Wegner.

IMAGO/Eibner

Selbst die Fans des TSV 1860 München würdigten die Leistung der Niedersachsen an der Grünwalder Straße am Samstagnachmittag mit Applaus und erhobenen Daumen. Lange hatte der Aufsteiger dem Favoriten aus Giesing Paroli geboten, ehe Löwen-Verteidiger Jesper Verlaat dem VfB mit seinem Treffer doch noch den Zahn zog.

Oldenburg in der 3. Liga

Dementsprechend feierten auch die 400 mitgereisten Fans aus Oldenburg ihre Mannschaft nach dem 0:1 gegen 1860 München. Mit frenetischem Beifall machte der Gästeanhang auf sich aufmerksam. Ein großes Banner mit der Aufschrift “Ey, ab in den Süden, dem VfB hinterher” hatte die Gästekurve bereits während des Spiels verziert.

VfB hofft im Aufsteiger-Duell auf Fans und Rückkehr seines Kapitäns

Das Team von Dario Fossi hofft nun erneut auf die Unterstützung der Anhänger, wenn der VfB zum Auftakt des 3. Spieltags Mitaufsteiger Elversberg empfängt (Dienstag, 19 Uhr, LIVE! bei kicker). Dort will Oldenburg dann seinen ersten Sieg in dieser Spielzeit einfahren, nachdem man auch am ersten Spieltag schon nicht über ein 1:1 gegen den SV Meppen hinausgekommen war.

Bei dem Vorhaben, die ersten drei Punkte einzutüten, soll gegen die SVE Kapitän Max Wegner mithelfen. Der 33-Jährige fehlte am Samstag in München wegen muskulärer Probleme, soll am Dienstagabend aber wieder mit an Bord sein.