Klopps Vermutung: Origi wird eines Tages “eine Liverpool-Legende sein”

Jürgen Klopp klopfte sich inbrünstig auf die Brust, feierte das durchaus kuriose 3:2 zum Start der neuen Champions-League-Saison mit den eigenen Fans an der Anfield Road – und redet einen seiner Spieler schon mal in Richtung “Hall of Fame”.

Erkennt in Divock Origi großes Potenzial für eine große Liverpool-Karriere: Reds-Coach Jürgen Klopp.

Erkennt in Divock Origi großes Potenzial für eine große Liverpool-Karriere: Reds-Coach Jürgen Klopp.

imago images/Sportimage

Abgesehen vom dreiminütigen Aussetzer der Liverpooler Hintermannschaft, die zum Auftakt der Königsklasse an der heimischen Anfield Road Gegner Milan aus dem Nichts aus einem 0:1-Rückstand ein 2:1 machen ließ, war der Abend aus Jürgen Klopps Sicht ein absolut gelungener. Sein Team, das auch in der Premier League mit zehn Punkten aus vier Partien gut in Tritt gekommen war, zeigte sich gegen die Rossoneri gierig, angriffslustig, überfallartig im Gegenpressing, Ball erobern und Abschlüsse generieren – und zwar so stark alles zusammen, dass den Italienern mitunter schwindlig gewesen sein dürfte.

So war es in den zweiten 45 Minuten vom Gefühl her auch nur eine Frage der Zeit, bis der Champions-League-Sieger von 2005 (eben gegen Milan) und 2019 (gegen Tottenham) die drei Punkte doch noch im eigenen Stadion behalten würde. So kam es dann auch: Mohamed Salah und Kapitän Jordan Henderson mit einem tollen Dropkick-Volley stellten das absolut verdiente 3:2 gegen den Serie-A-Vizemeister her.

“Divock ist ein großartiger Typ”

Für den früheren Dortmunder Publikumsliebling Klopp war hinterher aber klar, wer für ihn mit am meisten Lob verdient hatte: Divock Origi. Der 26-jährige Belgier war an diesem Abend in die Startelf befördert worden – und zahlte das neben tollem Anlaufverhalten sowie vielen anderen guten Aktion am Ball besonders mit seiner zauberhaften Vorlage zum 2:2 zurück. Der Stürmer chippte die Kugel in jener 49. Spielminute klasse in den Rücken der Abwehr zum nicht im Abseits stehenden und dann eiskalt vollendenden Salah.

Nach Spielschluss rief das in Klopp selbst höchstes Lob hervor. Der 54-jährige Stuttgarter war sogar so verzückt, dass er seinem Angreifer eines Tages einen ewigen Platz in der Ruhmeshalle des stolzen FC Liverpool zutraut: “Divock ist ein großartiger Typ – und wenn wir in zehn Jahren zurückblicken, wird er eine Liverpool-Legende sein.” Der Coach ergänzte aber noch, dass er mit seinen 26 Jahren immer noch “zu jung” sei, “um schon als Legende zu gelten”. Demzufolge müsse er in nächster Zeit erst einmal noch weiter so fleißig “Fußball spielen”.

Wolfsburg als gute Zwischenstation


Divock Origi

Hat sich während seiner Leihe zum VfL Wolfsburg vor allem in der Relegation auffällig gezeigt: Divock Origi.
imago/regios24

Durchaus interessant: In seinen ersten Jahren an der Anfield Road hatte sich Origi (2015 von seinem Ausbildungsklub OSC Lille gekommen) noch schwer getan, feierte erst in der Saison 2016/17 mit 34 Premier-League-Einsätzen sowie sieben Toren eine Art Durchbruch – um in der Saison 2017/18 aber schon wieder in die Bundesliga zum VfL Wolfsburg ausgeliehen zu werden (31 Spiele, sechs Treffer, zwei Vorlagen). Dort verhinderte er in der Relegation außerdem mit einem Tor samt Vorlage den Abstieg der Niedersachsen in die Zweitklassigkeit gegen Kiel.

Ein Jahr später traf Origi dann nach seiner Rückkehr zu den Reds für Liverpool just im Champions-League-Finale gegen Tottenham Hotspur (2:0 am Ende). Und wenngleich der Stürmer einen Stammplatz unter Klopp immer noch nicht in aller Regelmäßigkeit innehat, so darf er sich doch der Wertschätzung des Trainers inzwischen komplett sicher sein – den Startelfeinsatz gegen Milan dafür als neuestes Beispiel.

Kurios: Im Sommer sollte Origi sogar noch wechseln, – worüber Klopp nun aber froh ist, dass das nicht passiert ist: “Ich hatte natürlich gedacht, dass er uns im Sommer verlässt. Aber die Fußballwelt ist verrückt – und die Leute haben offenbar vergessen, wie gut er ist.”

Henderson echa el cierre a Anfield

Estuvo a punto de dar la sorpresa en Anfield el Milan en su regreso a la Champions, pero los ‘reds’, cuando no tienen que ‘caminar solos’ y tienen a los suyos en las gradas, son muy difíciles de superar en casa. Grandísimo partido que hizo honor a las 13 Champions que suman entre ambos y que sirve, pese a la derrota, para soñar con que un equipo histórico como el italiano puede volver a la primera plana europea. Henderson, con una volea fantástica desde la frontal del área, consumó la remontada de los de Klopp, que habían visto cómo, Brahim mediante, se les complicaban las cosas.

El retorno del público de Anfield a la Champions se hizo notar y, como en esos inicios fulgurantes que llevaron a los reds al trono europeo, los de Klopp no tardaron en adelantarse en el marcador gracias a una carambola de Alexander-Arnold que acabó enviando Tomori contra su propia portería. El partido parecía que se ponía muy de cara para el Liverpool, que veía cómo Bennacer hacía una mano dentro de su área en el minuto 13. Salah, que tuvo en su mano cerrar el encuentro muy pronto, disparó sin embargo muy mal desde los once metros, y Maignan, que no se lo esperaba, le sacó fácilmente el balón con las piernas.

A partir de ahí, los italianos se vinieron arriba, y, justo antes del descanso, dieron un golpe muy duro a los ‘reds’ en forma de dos goles en apenas dos minutos. Primero Rebic, con una gran definición, y más tarde Brahim, que aprovechó un balón suelto que había dejado Robertson al salvar un remate sobre la misma línea. En ese momento, Klopp apretó los dientes, consciente de que se le estaba escapando un partido de Champions en un parpadeo.

Pero en la reanudación, cuando parecía que el Milan podía dar la sorpresa en Anfield en su regreso a la Champions, Salah consiguió devolver la igualdad al marcador tan solo unos minutos antes de que Henderson, con una volea fantástica desde la frontal del área, pusiese el 3-2 definitivo que dejó los tres puntos en Inglaterra.

Cambios

Florenzi (61′, Alexis Saelemaekers), Giroud (61′, Rafael Leao), Mane (62′, Divock Origi), Curtis Jones (70′, Diogo Jota), Thiago (70′, Naby Keita), Sandro Tonali (70′, Bennacer), Daniel Maldini (82′, Ante Rebic), Oxlade-Chamberlain (83′, Salah), Milner (83′, Henderson)

Goles

1-0, 8′: Fikayo Tomori , 1-1, 41′: Ante Rebic, 1-2, 43′: Brahim Diaz, 2-2, 47′: Salah, 3-2, 68′: Henderson

Tarjetas

Arbitro: Szymon Marciniak
Arbitro VAR: Tomasz Kwiatkowski
Bennacer (12′,Amarilla) Brahim Diaz (60′,Amarilla) Milner (92′,Amarilla

Clasificación

Grupo B
PT

PJ

PG

PE

PP
1

3 1 1 0 0
2

1 1 0 1 0
3

1 1 0 1 0
4

0 1 0 0 1

Grupo B
PT

PJ

PG

PE

PP
1

3 1 1 0 0
2

1 1 0 1 0
3

1 1 0 1 0
4

0 1 0 0 1