Kein Platz für Pokalheld Zingerle – Huth hütet Paderborner Tor

Ausgerechnet für den Pokalhelden der 2. Runde ist im Achtelfinale kein Platz mehr: Gegen Stuttgart wird Jannik Huth das Paderborner Tor hüten. Auf anderen Positionen kündigte SCP-Coach Lukas Kwasniok Änderungen an.

Vom Pokalhelden zum Tribünenhocker: Paderborns Leopold Zingerle ist gegen Stuttgart zum Zuschauen verurteilt.

Vom Pokalhelden zum Tribünenhocker: Paderborns Leopold Zingerle ist gegen Stuttgart zum Zuschauen verurteilt.

picture alliance/dpa

Es war ein dramatisches Spiel in der 2. Runde: Mitte Oktober 2022 lieferten sich der SC Paderborn und Werder Bremen einen packenden Pokalfight, der auch nach 120 Minuten keinen Sieger fand, so dass das Elfmeterschießen die Entscheidung bringen musste. Zum Helden wurde SCP-Keeper Leopold Zingerle, der den letzten Bremer Elfmeter von Leonardo Bittencourt parierte und so das Tor zum Achtelfinale aufstieß. Richmond Tachie behielt anschließend die Nerven und traf zum 5:4 (2:2, 2:2, 2:0)-Sieg für den Zweitligisten.

Doch für Zingerle wird am Dienstagabend zum Auftakt des Achtelfinals gegen den VfB Stuttgart (18 Uhr, LIVE! bei kicker) kein Platz sein: “Im Tor wird es keinen Wechsel geben, Jannik Huth steht zwischen den Pfosten”, macht SCP-Coach Kwasniok auf der Pressekonferenz klar. Der 28-jährige Huth ist die Nummer eins der Paderborner und mit einer kicker-Durchschnittsnote von 2,93 hinter Kapitän Ron Schallenberg der notenbeste Spieler des SCP. Ganz bitter: Zingerle wird gegen die Schwaben nicht einmal auf der Bank Platz sitzen,  denn auch Winterneuzugang Pelle Boevink ist in der Hierarchie an ihm vorbeigezogen.

Auf anderen Positionen kündigte Kwasniok aber Veränderungen gegenüber dem Ligabetrieb an: “Es wird eine Rotation geben, ich werde einige Spieler streichen müssen”, sagte er: “Aber ich weiß noch nicht wen.” Als mögliche Startelf-Kandidaten nannte er unter anderem Uwe Hünemeier und Maximilian Rohr, die beide beim 1:0-Sieg beim Karlsruher SC eingewechselt worden waren, sowie Marvin Pieringer, der bei den Badenern eine Sperre abzusitzen hatte. Ein Fragezeichen steht weiterhin hinter Felix Platte, dessen Rücken zwickt.

Egal mit welchem Personal – gegen den VfB Stuttgart sind die Paderborner erneut Außenseiter. Sein Team sieht Kwasniok aber bereit “für eine weitere magische Nacht”. Wobei er die Schwaben nicht alleine am aktuellen Tabellenrang messen will. “Der VfB hat eigentlich ganz andere  Möglichkeiten und gehört nicht in den Abstiegskampf, sondern in den Kampf um die europäischen Plätze”, sagte Kwasniok.