Irrer Slalom in Wengen: Braathen überrascht alle – Schmid von 28 auf 14

Linus Straßer kassiert im vierten Slalom der Saison die dritte Nullnummer. Um seine Form sorgt er sich aber nicht. Lucas Braathen siegt nach einer grandiosen Aufholjagd, Alexander Schmid holt trotz der höchsten Startnummer von allen Premieren-Punkte.

Strahlender Sieger: Lucas Braathen.

Strahlender Sieger: Lucas Braathen.

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Linus Straßer hakte seinen Fauxpas zügig ab, Herren-Bundestrainer Christian Schwaiger wirkte hingegen zerknirscht. Eine Woche nach seinem dritten Platz in Adelboden hat der größte Slalom-Spezialist im deutschen Ski-Team wieder einen Rückschlag kassiert. Nach einem guten Start fädelte Straßer im zweiten Lauf des Weltcups in Wengen am Sonntag ein und schied aus. Es war schon die dritte Nullnummer des Münchners im vierten Saisonrennen in seiner Paradedisziplin. Und der unrühmliche Schlusspunkt eines aus deutscher Sicht wenig erfreulichen Wochenendes in der Schweiz.

Der Sieg im Torlauf ging sensationell an den Norweger Lucas Braathen, der zur Halbzeit noch auf Rang 29 gelegen hatte. Der Schweizer Daniel Yule als Zweiter und der Italiener Giuliano Razzoli als Dritter komplettierten das Überraschungspodest. Braathens Landsmann Henrik Kristoffersen, der nach dem ersten Lauf geführt hatte, steuerte auf eine neue Bestzeit zu – und schied wenige Tore vor dem Ziel noch aus.

Straßer macht sich keine Sorgen

“Das schmerzt extrem”, sagte Coach Schwaiger mit Blick auf Straßers Aus dem ZDF. “Ich habe oben gemerkt, dass ich gut reingekommen bin. Ich habe mich extrem sicher und wohlgefühlt, war immer in einer Position, in der ich Gas geben konnte – und habe dann leider eingefädelt”, sagte der Sportler vom TSV 1860 München selbst. Um seine Form sorgt er sich drei Wochen vor den Olympischen Spielen in China aber nicht. “Mir macht das Rennenfahren extrem Spaß im Moment”, sagte Straßer. Er freue sich auf die vor den Spielen (4. bis 20. Februar) noch anstehenden Slaloms in Kitzbühel und Schladming.

Schmid gelingt Coup

Riesentorlauf-Spezialist Alexander Schmid erreichte in Wengen indes trotz der höchsten Startnummer (67) aller Athleten als 28. den zweiten Lauf und holte schließlich als 14. seine ersten Weltcup-Punkte im Slalom. “Wahnsinn” nannte er seinen Überraschungscoup. David Ketterer, Anton Tremmel, Fabian Himmelsbach und Julian Rauchfuß verpassten das Finale.

Der Slalom im Ticker

“Es fehlt nicht mehr so viel”: Weidle 16. beim Super G in Zauchensee

Kira Weidle hat auch in ihrer Nebendisziplin Super G einen großen Schritt nach vorne gemacht.

Zufrieden in Zauchensee: Kira Weidle.

Zufrieden in Zauchensee: Kira Weidle.

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Beim Sieg der Italienerin Federica Brignone in Zauchensee fuhr Weidle einen Tag nach ihrem zweiten Platz bei der Abfahrt als 16. nur knapp an ihrem besten Ergebnis vorbei. Ihr Rückstand auf Brignone in einem extrem engen Rennen am Kälberloch betrug 0,82 Sekunden.

“Es geht auf jeden Fall in die richtige Richtung”, sagte die 25-Jährige. “Ich bin ein gutes Zehntel hinter dem zehnten Platz, es fehlt nicht mehr so viel”, meinte Weidle. Besser als 15. war sie bei einem Super-G im Weltcup noch nie, ein Top-10-Resultat verhinderte diesmal “ein bisschen Windpech”, wie sie erklärte.

Alpinchef Wolfgang Maier sprach von einer “wirklich guten Vorstellung”, Weidle meinte: “Das ist was, worauf ich aufbauen kann. Ich konnte den Spirit aus der Abfahrt ganz gut mitnehmen.”

Die frühere Gesamtweltcupsiegerin Brignone siegte mit 0,04 Sekunden Vorsprung vor Corinne Suter aus der Schweiz. Dritte wurde Lokalmatadorin Ariane Rädler (+0,17), die erstmals in ihrer Karriere einen Podestplatz erreichte.

Das Rennen im Ticker

Lauberhorn-Abfahrt: Kriechmayr siegt dank Pizzaschnitte

Vincent Kriechmayr gewinnt den Abfahrtsklassiker in Wengen. Und das, obwohl allein sein Start für reichlich Wirbel sorgt. Die Deutschen Speed-Herren erleiden einen weiteren Rückschlag.

Abschwung nach einer ganz starken Schussfahrt: Vincent Kriechmayr.

Abschwung nach einer ganz starken Schussfahrt: Vincent Kriechmayr.

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Eine gewagte Pizzaschnitte hat Skirennfahrer Vincent Kriechmayr zum ersten Weltcup-Erfolg seit März verholfen. Gemeint ist in der Ski-Szene die V-förmige Haltung der Skier – Pizzaschnitte genannt – durch die der Österreicher beim Abfahrts-Weltcup in Wengen eine Kurve perfekt erwischte und so zu seinem umstrittenen Sieg raste. Der 30-Jährige gewann am Samstag mit 0,34 Sekunden Vorsprung vor dem Schweizer Beat Feuz. Dritter wurde der Italiener Dominik Paris (+0,44).

Kriechmayrs Start hatte aufgrund des ihm durch den Weltverband Fis zugesprochenen Sonderstartrechts für reichlich Wirbel gesorgt. Der Weltmeister hatte infolge eines positiven Corona-Tests die Abfahrtstrainings verpasst. Laut Reglement ist die Teilnahme an mindestens einem Training jedoch Pflicht für den Start in der Schussfahrt. Nachdem er durch eine Juryentscheidung Grünes Licht bekommen hatte, fuhr Kriechmayr deshalb am Freitagmorgen aus dem Starthaus. Nach wenigen Metern brach er die Fahrt ab.

“Es geht überhaupt nicht um den Vincent Kriechmayr, sondern um die Reglements, die da sind, damit jeder weiß, was er zu tun hat”, hatte der Alpindirektor des Schweizer Skiverbandes, Walter Reusser, dem ZDF gesagt. Der Zweitplatzierte Feuz gratulierte am Samstag mit einem Augenzwinkern: “Dafür, dass du kein Training gefahren bist, war das eine sehr gute Fahrt.”

Deutsche Herren verpassen die Top 15

Die deutschen Speed-Herren mussten nach ihrem Debakel am Vortag den nächsten Dämpfer hinnehmen und verpassten geschlossen die Top 15. Dominik Schwaiger fuhr als bester DSV-Athlet auf Rang 17. Zwei Positionen dahinter landete Romed Baumann. “Mir hat die hundertprozentige Überzeugung gefehlt. Umso weiter es nach unten gegangen ist, desto träger ist es geworden”, sagte Baumann im ZDF mit Blick auf die längste Abfahrt im Weltcup-Kalender.

Simon Jocher und Josef Ferstl kamen nicht über die Plätze 24 und 30 hinaus. Der WM-Zweite Andreas Sander hatte schon vor dem Rennen auf seine Formkrise reagiert und auf einen Start verzichtet. Am Sonntag steht in der Schweiz noch ein Slalom auf dem Programm.

Abfahrt: Weidle von Gut-Behrami ganz knapp geschlagen – Topfavoritin Goggia stürzt

Kira Weidle fehlten 0,10 Sekunden zum ersten Weltcup-Sieg, Lara Gut-Behrami heißt die Siegerin in Altenmarkt-Zauchensee.

Kira Weidle

Kira Weidle

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Skirennfahrerin Kira Weidle ist nach zuletzt ernüchternden Resultaten beim Abfahrts-Weltcup in Zauchensee der lang ersehnte Befreiungsschlag gelungen. Die 25 Jahre alte Starnbergerin musste sich am Samstag lediglich Weltmeisterin Lara Gut-Behrami aus der Schweiz geschlagen geben. “Es hat richtig Spaß gemacht. Das ist bei mir auch der Schlüssel zum Erfolg. Endlich zurück auf dem Podest”, sagte Weidle, die erstmals in ihrer Karriere Platz zwei in einem Weltcup erreichte.

Lediglich eine Zehntelsekunde trennte die Abfahrts-Spezialistin von Gut-Behrami, die sich nach ihrer etwa vierwöchigen Corona-Zwangspause eindrucksvoll zurückmeldete. Dritte wurde Ramona Siebenhofer aus Österreich (+0,44).

Das Zehntel ärgert mich jetzt schon ein bisschen, aber über einen zweiten Platz darf man nicht meckern

Kira Weidle

“Das Zehntel ärgert mich jetzt schon ein bisschen, aber über einen zweiten Platz darf man nicht meckern. Das bedeutet mit sehr viel derzeit”, sagte Weidle mit Blick auf ihren holprigen Saisonstart. Die Plätze zehn und sieben in Lake Louise sowie Rang 39 in Val d’Isere waren “nicht die erhofften Ergebnisse”, gestand die gebürtige Stuttgarterin rückblickend. Frust und Enttäuschung waren groß.

“Es ist einhundertprozentig ein Kopfthema”, erklärte Weidle zuletzt und nahm professionelle Hilfe in Anspruch. Ein Mentaltrainer sollte helfen, mit den eigenen Erwartungen sowie dem Druck von außen besser umzugehen. Der Erfolg in Zauchensee gibt ihr nun recht. “Ich glaube, dass sich das jetzt in eine gute Richtung entwickelt, obwohl man das nicht überbewerten sollte. Am Ende des Tages muss sie gut skifahren”, sagte Damen-Bundestrainer Jürgen Graller.

Goggia fliegt in die Fangnetze

Am Samstag profitierte Weidle auch von dem Ausscheiden der großen Favoritin Sofia Goggia, die zwischenzeitlich rund vier Zehntel in Führung gelegen hatte. Die Italienerin und Gold-Favoritin in Peking, die bislang alle drei Abfahrten in dieser Saison souverän gewonnen hatte, krachte nach einem Fahrfehler ins Fangnetz. Sie schien sich zunächst nicht ernsthaft verletzt zu haben.

Für den Deutschen Skiverband (DSV) war Weidles zweiter Platz das bislang beste Ergebnis in diesem Olympia-Winter. Das Warten auf den ersten Damen-Sieg seit Viktoria Rebensburgs Triumph 2020 in Garmisch-Partenkirchen geht allerdings weiter. An diesem Sonntag steht noch ein Super-G in Zauchensee auf dem Programm. Hier zählt Weidle nicht zu den Favoritinnen.

Lauberhorn-Klassiker: Kilde schlägt Odermatt und Feuz – Herbe Schlappe für den DSV

Norwegens Ski-Ass Aleksander Aamodt Kilde gewinnt die erste der zwei Abfahrten in Wengen. Der Schweizer Marco Odermatt wird Zweiter, die deutschen Herren kassieren einen gewaltigen Dämpfer. Für Aufsehen sorgt das Sonderstartrecht des Weltmeisters Vincent Kriechmayr.

Schnellster auf der Lauberhornstrecke: Aleksander Aamodt Kilde.

Schnellster auf der Lauberhornstrecke: Aleksander Aamodt Kilde.

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Das Dauerduell der Skirennfahrer Aleksander Aamodt Kilde und Marco Odermatt schaukelt sich gut drei Wochen vor den Olympischen Winterspielen in Peking immer weiter hoch. Der Norweger Kilde gewann am Freitag die erste der zwei Abfahrten in Wengen und feierte seinen fünften Saisonsieg, sein Schweizer Rivale Odermatt wurde mit 0,19 Sekunden Rückstand Zweiter. Auf Platz drei landete Odermatts Landsmann Beat Feuz (+0,30). Die deutschen Speed-Herren erlebten ein Debakel und verpassten geschlossen die Top 20.

“Ein schönes Gefühl”, sagte Kilde, der im Super-G tags zuvor Zweiter geworden war – hinter Odermatt. Der Eidgenosse hat in diesem Winter sogar schon sechs Mal gewonnen. Gemeinsam sind der im Gesamtweltcup führende Odermatt und sein Verfolger Kilde die prägenden Figuren dieser Saison. Bei den Spielen in China (4. bis 20. Februar) zählen sie zu den absoluten Topfavoriten auf die Medaillen.

Bei Sander ist weiter der Wurm drin

Ob auch die Deutschen dort dann um die vorderen Plätze mitfahren können, wird sich zeigen. Nach ihren teils starken Auftritten im Super-G am Donnerstag kassierten sie diesmal wieder einen herben Dämpfer. Romed Baumann und Josef Ferstl, die tags zuvor als Vierter und Sechster überzeugt hatten, fuhren auf die Plätze 27 und 33. Dominik Schwaiger, Simon Jocher und Andreas Sander belegten die Ränge 24, 38 und 41. Besonders bei Sander, dem WM-Zweiten, ist der Wurm drin. Sein bislang bestes Abfahrtsergebnis in diesem Winter war der elfte Platz in Gröden kurz vor Weihnachten. “Es passt gar nichts zusammen”, sagte Sander im ZDF. “Es ist sehr enttäuschend momentan.”

Es passt gar nichts zusammen. Es ist sehr enttäuschend momentan.

Andreas Sander

Für Aufsehen sorgte das Sonderstartrecht, das Weltmeister Vincent Kriechmayr vom Weltverband Fis bekam. Der Österreicher hatte infolge eines positiven Corona-Tests aus der Vorwoche die Abfahrtstrainings am Dienstag und Mittwoch verpasst. Laut Reglement ist die Teilnahme an mindestens einem Training jedoch Pflicht für den Start in der Schussfahrt. Nachdem er durch eine Juryentscheidung Grünes Licht bekommen hatte, fuhr Kriechmayr deshalb am Freitagmorgen aus dem Starthaus. Nach wenigen Metern brach er die Fahrt ab und ging zur normalen Streckenbesichtigung über. Im Rennen wurde der 30-Jährige dann Zwölfter. Am Samstag steht noch eine zweite, längere Abfahrt an.

Das Rennen im Ticker

Super G am Lauberhorn: Baumann knapp am Stockerl vorbei, Ferstl im Aufwärtstrend

Skirennfahrer Romed Baumann verpasst beim Super G in Wengen nur um einen Wimpernschlag das Podium. Auch Josef Ferstl rast in die Top Ten. Die Zuversicht im deutschen Speed-Team wächst mit Blick auf Olympia wieder. Der Schweizer Marco Odermatt brilliert erneut.

Raste knapp am Podest vorbei: Romed Baumann.

Raste knapp am Podest vorbei: Romed Baumann.

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Endlich war Romed Baumann mal wieder ganz nah dran an den Topfahrern. Der Routinier im alpinen deutschen Ski-Team hat beim Super G in Wengen nur um Haaresbreite das Podest verpasst. Der Vizeweltmeister fuhr am Donnerstag mit drei Hundertstelsekunden Rückstand auf den drittplatzierten Olympiasieger Matthias Mayer aus Österreich auf Rang vier. Schnellster war erneut der überragende Schweizer Marco Odermatt, der schon seinen sechsten Saisonsieg feierte und seine Führung im Gesamtklassement ausbaute. Zweiter wurde sein schärfster Rivale, der Norweger Aleksander Aamodt Kilde.

“Das war heute wieder richtig was fürs Selbstvertrauen”, sagte Baumann nach seinem bislang besten Weltcup-Ergebnis in dieser Saison. Gerade im Super G, in dem er in diesem Winter zuvor nur einmal die Top 20 erreicht hatte und zum Auftakt in Beaver Creek (USA) sogar zweimal ausgefallen war, durfte der 35-Jährige die famose Fahrt am legendären Lauberhorn nun als Befreiungsschlag werten. “Richtig cool” sei das Rennen gewesen, das in Bormio zum Jahreswechsel dem Wetter zum Opfer gefallen war und nun nachgeholt wurde. Den “Drive” will Baumann jetzt auch in die Abfahrten in Wengen am Freitag und Samstag mitnehmen.

Der Januar war schon immer ein guter Monat von mir. Nehmen wir heuer den Februar auch noch mit.

Josef Ferstl

Teamkollege Ferstl war mit seinem sechsten Platz ebenfalls “sehr zufrieden”. Er habe “nichts im Kopf gehabt” und sei “voll auf Angriff gefahren”, erklärte der 33-Jährige im ZDF. “Ich glaube, es ist die richtige Zeit jetzt, einen Aufwärtstrend zu bekommen. Der Januar war schon immer ein guter Monat von mir”, sagte Ferstl und scherzte mit Blick auf die nahenden Olympischen Spiele in China (4. bis 20. Februar): “Nehmen wir heuer den Februar auch noch mit.” Andreas Sander landete indes nur auf Rang 33. Die übrigen deutschen Starter, Simon Jocher und Dominik Schwaiger, belegten die Plätze 23 und 39.

Nicht zu schlagen war einmal mehr der 24 Jahre junge Odermatt – auch nicht von Kilde, der die vorangegangenen beiden Super-G-Rennen in Gröden und Bormio gewonnen hatte. “Es ist cool, dieses Battle”, sagte Odermatt, der im Gesamtweltcup allerdings schon sehr weit vor Kilde liegt. “Ich bin in einem super Flow.” Auch bei den Spielen in Peking sei sicher “viel möglich”. Vielleicht gilt das auch wieder für die deutschen Speed-Herren um den zuletzt kriselnden WM-Zweiten Baumann.

Das Rennen im Ticker

Nachtslalom in Schladming: Shiffrin fängt Vlhova und Dürr noch ab

Mit einem starken 2. Durchgang hat sich Mikaela Shiffrin beim Nachtslalom in Schladming noch Platz eins geholt und einen neuen Rekord aufgestellt. Weder die in diesem Winter dominierende Petra Vlhova noch DSV-Ass Lena Dürr konnten den Sieg der US-Amerikanerin verhindern. Die Kristallkugel ist bereits vergeben – so früh wie noch nie.

Jubeln über Platz eins bis drei: Mikaela Shiffrin, Petra Vlhova und DSV-Ass Lena Dürr (v.li.).

Jubeln über Platz eins bis drei: Mikaela Shiffrin, Petra Vlhova und DSV-Ass Lena Dürr (v.li.).

picture alliance / EXPA / APA / picturedesk.com

Wieder Dritte: Dürr erneut stark unterwegs

Dürr hat beim letzten Slalom vor den Olympischen Spielen in Peking ihre Topform bestätigt. Die 30-Jährige vom SV Germering raste in Schladming auf Rang drei und damit schon zum dritten Mal in dieser Saison auf das Podest. Bereits in Levi war sie zweimal Dritte geworden. Dazu kommen in diesem Winter noch ein fünfter Platz in Killington und der vierte am vergangenen Wochenende in Kranjska Gora.

Dürr nährt damit die Hoffnungen auf eine Medaille in Peking. “Daran denke ich gerade gar nicht. Aber es ist in Reichweite und realistischer als vor vier Jahren”, sagte sie: “Skifahren macht mir gerade einfach Spaß.”

Rekord für Shiffrin

Der Sieg auf der Planai ging an die amerikanische Ausnahmefahrerin Mikaela Shiffrin, die nach dem ersten Durchgang noch auf Rang fünf gelegen hatte. Für Shiffrin war es bereits der 73. Weltcup-Erfolg und der 47. im Slalom – mehr schaffte in einer Einzeldisziplin niemand. Bislang hatte sich Shiffrin den Rekord mit dem zweimaligen Olympiasieger Ingemar Stenmark (Schweden) geteilt, der 46-mal den Riesenslalom gewann.

Vlhova sichert sich die kleine Kristallkugel

Zweite wurde die slowakische Gesamtweltcupsiegerin Petra Vlhova, die sich damit bereits vorzeitig und so früh wie noch nie in der Geschichte die kleine Kristallkugel im Torlauf sicherte.

Die deutsche Nachwuchshoffnung Emma Aicher lag nach dem ersten Lauf aussichtsreich auf Rang zehn, schied dann aber aus. Das Rennen war coronabedingt von Flachau nach Schladming verlegt worden.

Der Nachtslalom von Schladming im Ticker …

Nachtslalom in Schladming: Dürr bei Shiffrins Rekordfahrt erneut Dritte

Mit einem starken 2. Durchgang hat sich Mikaela Shiffrin beim Nachtslalom in Schladming noch Platz eins geholt und einen neuen Rekord aufgestellt. Weder die in diesem Winter dominierende Petra Vlhova noch DSV-Ass Lena Dürr konnten den Sieg der US-Amerikanerin verhindern. Die Kristallkugel ist bereits vergeben – so früh wie noch nie.

Jubeln über Platz eins bis drei: Mikaela Shiffrin, Petra Vlhova und DSV-Ass Lena Dürr (v.li.).

Jubeln über Platz eins bis drei: Mikaela Shiffrin, Petra Vlhova und DSV-Ass Lena Dürr (v.li.).

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Wieder Dritte: Dürr erneut stark unterwegs

Dürr hat beim letzten Slalom vor den Olympischen Spielen in Peking ihre Topform bestätigt. Die 30-Jährige vom SV Germering raste in Schladming auf Rang drei und damit schon zum dritten Mal in dieser Saison auf das Podest. Bereits in Levi war sie zweimal Dritte geworden. Dazu kommen in diesem Winter noch ein fünfter Platz in Killington und der vierte am vergangenen Wochenende in Kranjska Gora.

Dürr nährt damit die Hoffnungen auf eine Medaille in Peking. “Daran denke ich gerade gar nicht. Aber es ist in Reichweite und realistischer als vor vier Jahren”, sagte sie: “Skifahren macht mir gerade einfach Spaß.”

Rekord für Shiffrin

Der Sieg auf der Planai ging an die amerikanische Ausnahmefahrerin Mikaela Shiffrin, die nach dem ersten Durchgang noch auf Rang fünf gelegen hatte. Für Shiffrin war es bereits der 73. Weltcup-Erfolg und der 47. im Slalom – mehr schaffte in einer Einzeldisziplin niemand. Bislang hatte sich Shiffrin den Rekord mit dem zweimaligen Olympiasieger Ingemar Stenmark (Schweden) geteilt, der 46-mal den Riesenslalom gewann.

Vlhova sichert sich die kleine Kristallkugel

Zweite wurde die slowakische Gesamtweltcupsiegerin Petra Vlhova, die sich damit bereits vorzeitig und so früh wie noch nie in der Geschichte die kleine Kristallkugel im Torlauf sicherte.

Die deutsche Nachwuchshoffnung Emma Aicher lag nach dem ersten Lauf aussichtsreich auf Rang zehn, schied dann aber aus. Das Rennen war coronabedingt von Flachau nach Schladming verlegt worden.

Der Nachtslalom von Schladming im Ticker …

Comeback im Schnee: Dreßen zurück auf Skiern

Gute Nachrichten von Thomas Dreßen: Der Skirennfahrer hat erstmals seit seiner Operation im Februar vergangenen Jahres wieder auf Alpin-Skiern gestanden.

Zurück auf Schnee: Thomas Dreßen.

Zurück auf Schnee: Thomas Dreßen.

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“Es ist gut, wieder da zu sein, wo ich hingehöre”, schrieb der 28-Jährige am Montag auf Instagram. Dazu postete Deutschlands erfolgreichster Abfahrer ein Bild, das ihn auf einer Piste in Sölden zeigt. “Die ersten Schwünge haben sich gut angefühlt und ich bin froh, wieder Schnee unter den Füßen zu haben”, berichtete der Kitzbühel-Sieger von 2018.

Dreßen hatte sich nach der WM in Cortina d’Ampezzo einer Operation am vorgeschädigten rechten Knie unterzogen, bei der ihm freie Knorpelstücke entfernt und der Knorpel geglättet wurde. Nachdem der Oberbayer bereits den Speed-Auftakt Ende November verpasst hatte, gab er im Dezember auch den Verzicht auf eine Olympia-Teilnahme bekannt. Damals hatte er ein Comeback Anfang März in Kvitfjell in den Raum gestellt.

Spektakel in Adelboden: Strolz triumphiert – Strasser löst Ticket und wird Dritter

Johannes Strolz aus Österreich hat das Slalom-Spektakel von Adelboden gewonnen. Linus Strasser fuhr im zweiten Durchgang furios und katapultierte sich auf Rang drei.

Podiumsplatz in Adelboden: Linus Strasser.

Podiumsplatz in Adelboden: Linus Strasser.

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Linus Straßer ist beim Slalom-Weltcup in Adelboden erneut aufs Podest gerast. Nach seinem zweiten Platz im Vorjahr kämpfte sich der Münchner am Sonntag dank eines starken zweiten Laufs von Rang 14 auf Platz drei vor und sicherte sich so das Ticket für die Olympischen Spiele im Februar in Peking.

“Es sind wahnsinnig schwierige Bedingungen und ich habe es geschafft, keine Riesen-Fehler zu machen”, kommentierte der Techniker in der ARD sein bestes Saisonergebnis. Zuletzt war Straßer im Weltcup deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben und hatte die Top 10 jeweils verpasst.

Strasser-Kumpel Strolz rast nach vorn

Der Sieg ging überraschend an den Österreicher Johannes Strolz, der seinen ersten Weltcup-Sieg feierte. Strasser und Strolz gingen einst zwei Jahre lang gemeinsam aufs Internat, der Münchner freute sich entsprechend für seinen Ski-Kollegen. Zweiter wurde dessen Landsmann Manuel Feller mit einem Rückstand von 0,17 Sekunden. Der nach dem ersten Durchgang gemeinsam mit Feller führende Fabio Gstrein schied im Finallauf aus.

David Ketterer erreichte mit Rang 23 das zweitbeste Weltcup-Ergebnis seiner Karriere. Anton Tremmel, Julian Rauchfuss und Fabian Himmelsbach hatten den Finallauf verpasst.

Gesamtwertung Slalom nach 3 von 10 Wettbewerben

1. Sebastian Foss-Solevaag (Norwegen) 140 Pkt.; Kristoffer Jakobsen (Schweden) 140; 3. Clement Noel (Frankreich) 100; Johannes Strolz (Österreich) 100; 5. Giuliano Razzoli (Italien) 94; 6. Filip Zubcic (Kroatien) 91; 7. Alex Vinatzer (Italien) 86; 8. Daniel Yule (Schweiz) 82; 9. Alexis Pinturault (Frankreich) 80; Loic Meillard (Schweiz) 80; Manuel Feller (Österreich) 80; … 14. Linus Strasser (München) 60

Weltcup-Gesamtwertung nach 17 von 36 Wettbewerben

1. Marco Odermatt (Schweiz) 845 Pkt.; 2. Aleksander Aamodt Kilde (Norwegen) 469; 3. Matthias Mayer (Österreich) 447; 4. Alexis Pinturault (Frankreich) 382; 5. Vincent Kriechmayr (Österreich) 373; 6. Henrik Kristoffersen (Norwegen) 349; 7. Manuel Feller (Österreich) 341; 8. Beat Feuz (Schweiz) 300; 9. Dominik Paris (Italien) 281; 10. Loic Meillard (Schweiz) 220; … 23. Andreas Sander (Ennepetal) 150; 29. Alexander Schmid (Fischen im Allgäu) 130; 42. Josef Ferstl (Hammer) 100; 50. Romed Baumann (Kiefersfelden) 86; 52. Linus Strasser (München) 82; 57. Dominik Schwaiger (Schönau am Königssee) 78; 66. Simon Jocher (Garmisch-Partenkirchen) 61; 71. Julian Rauchfuss (Mindelheim) 55; 105. Stefan Luitz (Bolsterlang) 14; 124. David Ketterer (Villingen-Schwenningen) 8

Das Rennen im Ticker