Christiansen nach Pokal-Blamage: “Von vorne bis hinten nicht geklappt”

Die SpVgg Greuther Fürth verabschiedet sich erneut nach nur einem Spiel aus dem DFB-Pokal. Gegen Oberligist Stuttgarter Kickers zeigte der Zweitligist eine enttäuschende Leistung. 

Große Enttäuschung auf der Waldau: Fürth flog erneut in der ersten Runde aus dem DFB-Pokal.

Große Enttäuschung auf der Waldau: Fürth flog erneut in der ersten Runde aus dem DFB-Pokal.

IMAGO/Zink

Die Kickers waren erstmals seit sieben Jahren im DFB-Pokal, verpassten vergangene Saison knapp den Aufstieg in die Regionalliga und spielten gegen den Bundesliga-Absteiger aus Fürth um Längen besser. Die Mittelfranken hingegen ließen einiges vermissen, besonders die Präsenz in den Zweikämpfen war – wie im Derby gegen Nürnberg (0:2) – kaum vorhanden. So war das 0:2 gegen die fünftklassigen Stuttgarter völlig verdient.  

Auch Kleeblatt-Trainer Marc Schneider erkannte das Problem als ein wiederkehrendes: “Wir sind enttäuscht, weil wir das nicht so auf den Platz gebracht haben, wie wir das sollten. Das Thema hatten wir schon.” Es sei in der Partie erneut darum gegangen, endlich in der Saison anzukommen, so der 42-Jährige. Nachdem Fürth in der Liga an den ersten zwei Spieltagen nur einen Punkt sammelte, gab es nun den nächsten Rückschlag. 

“Letztendlich war es zu wenig”

Mittelfeldmann Max Christiansen wählte noch deutlichere Worte als sein Trainer. Während Schneider seinem Team gutschrieb, “alles versucht” zu haben, sprach der gebürtige Flensburger davon, dass es “heute von vorne bis hinten nicht so geklappt hat”. Und damit lag er goldrichtig. In der Offensive waren die Franken harmlos und unkonzentriert. Selbst zwei 100-prozentige Chancen gingen nicht rein, und hinten fand die Defensive keinen Zugang und schaute häufig zu anstatt – wie die Heimmannschaft – um jeden Ball zu kämpfen.

“Letztendlich war es zu wenig”, resümierte Christiansen die Blamage passend und fuhr fort: “Jetzt geht es darum im nächsten Spiel zu zeigen, dass wir es anders können.” Nach dem Pokal-Aus empfängt die Spielvereinigung am Freitag um 18.30 Uhr (LIVE! bei kicker) den Karlsruher SC. Die Baden konnten nach zwei Niederlagen in der Liga zumindest mit einem 8:0 im Pokal etwas Frust ablassen. 

Auf der Gegenseite, bei den Siegern, war die Gefühlslage nach dem Pokal-Coup natürlich eine ganz andere. Coach Mustafa Ünal lobte seine Jungs, die das “von Anfang an super gemacht haben … und zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht haben”. Das setzte Kräfte frei, die das Stadion abholte. Ünal war überzeugt, dass die Power und Wucht im Stadion der Schlüssel zum Erfolg gewesen seien. Seiner Elf habe er nun bis Dienstag freigegeben, verriet der Stuttgarter Trainer zum Abschluss. 

Auslosung der 2. DFB-Pokal-Runde erst im September

Am Freitag beginnt die DFB-Pokal-Saison 2022/23 – doch erst mehr als fünf Wochen später werden die Paarungen der 2. Runde ausgelost.

Die nächste Auslosung im DFB-Pokal findet erst im September statt.

Die nächste Auslosung im DFB-Pokal findet erst im September statt.

Bongarts/Getty Images

Wie der DFB dem kicker bestätigte, findet die Auslosung der 2. Runde am Sonntag, 4. September, statt. Das ZDF, das in dieser Saison sein Pokal-Comeback feiert, überträgt live.

Grund für den späten Termin ist die neue Strukturierung der 1. Runde: Ab dieser Saison steigt der DFL-Supercup am Wochenende der 1. DFB-Pokal-Runde. Die Teilnehmer – in diesem Jahr Meister FC Bayern und DFB-Pokal-Sieger RB Leipzig – tragen ihre Erstrundenspiele deswegen erst zu einem späteren Zeitpunkt aus und sorgen für eine entsprechende Verschiebung der Zweitrunden-Auslosung.

Leipzig gastiert erst am Dienstag, 30. August (20.45 Uhr), beim Regionalligisten FC Teutonia Ottensen, der FC Bayern 24 Stunden später beim Drittligisten Viktoria Köln. Alle anderen Erstrundenpartien finden zwischen dem 29. Juli und 1. August statt.

Die 2. DFB-Pokal-Runde geht dann am 18. und 19. Oktober 2022 über die Bühne.

Saison 1971/72: Finale und Skandale

25. Juli 202254:53 Minuten

Saison 1971/72: Finale und Skandale

Bundesliga-Finale am letzten Spieltag! Der Erste gegen den Zweiten. Die Bayern gegen Schalke. Und das alles beim ersten Bundesliga-Spiel im Münchner Olympiastadion. Die dritte Folge “kicker History” nimmt Euch mit in die Saison 1971/72. Den spektakulären Zweikampf um die Meisterschaft beleuchten die beiden Schalke-Legenden Klaus Fischer und Erwin Kremers sowie der damalige Bayern-Profi Rainer Zobel. Außerdem geht es um den großen Bundesliga-Skandal, den Büchsenwurf vom Bökelberg – und bitterböse Beschwerdebriefe wegen langer Haare.

Saison 1963/64: Anpfiff für die Bundesliga

18.07.2022

Saison 1991/92: Ost-Teams, Spannung, Bayern-Krise

11.07.2022

Trailer: kicker History

24.06.2022

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DFB-Pokal-Teilnehmer erhalten 2022/23 so viel Geld wie nie

Der DFB-Pokal ist 2022/23 finanziell so attraktiv wie noch nie. Zwei Tage vor dem Auftakt der 1. Runde vermeldete der DFB einen neuen Ausschüttungsrekord.

Am Freitag beginnt die Jagd auf den DFB-Pokal aufs Neue.

Am Freitag beginnt die Jagd auf den DFB-Pokal aufs Neue.

IMAGO/motivio

Jeder der 64 Teilnehmer wird in der 1. Runde demnach 209.247 Euro aus den Vermarktungserlösen erhalten, die sich aus den TV-Einnahmen und jenen durch die sechs Exklusivpartnerschaften zusammensetzen.

Das sei eine Steigerung von über 30.000 Euro pro Klub verglichen mit der letzten Saison vor der Corona-Pandemie, während der der DFB zunächst nur 80 Prozent der vertraglich vorgesehenen Einnahmen aus der Zentralvermarktung verteilt hatte.

“Tradition, alle Teilnehmer gleich zu entlohnen”

Der DFB-Pokal-Sieger 2022/23 erhält 4.320.000 Euro, der unterlegene Finalist 2.880.000 Euro. Bis zum Halbfinale ist die jeweils ausgeschüttete Gesamtsumme gleich hoch, wird also in gleichen Anteilen auf alle Runden-Teilnehmer verteilt.

“Wir freuen uns sehr, dass wir in dieser Saison den Anteil für die Vereine deutlich steigern konnten”, sagt DFB-Vizepräsident Peter Frymuth. “Die Tradition, alle Teilnehmer gleich zu entlohnen, zeigt vor allem in diesem Wettbewerb die Einheit des deutschen Fußballs und ist Ausdruck der Solidarität zwischen Amateuren und Profis.”

Folgende Beiträge wird der DFB “vorbehaltlich unerwarteter Kürzungen der Sponsoring- und Vermarktungserlöse” ausschütten:

1. Hauptrunde: 209.247 Euro
2. Hauptrunde: 418.494 Euro
Achtelfinale: 836.988 Euro
Viertelfinale: 1.673.975 Euro
Halbfinale: 3.347.950 Euro
Verlierer Finale: 2.880.000 Euro
Sieger Finale: 4.320.000 Euro