Sicherheitsbedenken: Test zwischen Atletico und Juventus verlegt

Das für Sonntag geplante Testspiel zwischen Atletico Madrid und Juventus Turin im israelischen Tel Aviv ist aus Sicherheitsgründen nach Italien verlegt worden.

Generalprobe kurzfristig verlegt: Juventus-Stürmer Dusan Vlahovic.

Generalprobe kurzfristig verlegt: Juventus-Stürmer Dusan Vlahovic.

Getty Images

Wie die beiden Vereine am Samstag mitteilten, findet die Partie aufgrund der bewaffneten Auseinandersetzung zwischen Israel und der Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad PIJ nicht wie geplant statt.

Stattdessen treffen beide Teams zum letzten Härtetest vor dem jeweiligen Saisonstart auf dem Trainingsgelände der Turiner aufeinander. Am 15. August trifft Atletico auswärts auf den FC Getafe, während Juventus am selben Tag mit einem Heimspiel gegen Sassuolo Calcio in die italienische Meisterschaft startet.

Das Bloomfield-Stadion in Tel Aviv war am vergangenen Sonntag Austragungsort des französischen Supercups zwischen Meister Paris St. Germain und Pokalsieger FC Nantes, das PSG mit 4:0 für sich entschied.

Am Freitag verschärfte sich der Konflikt zwischen Israel und der militanten PIJ.

De Ligt: “Sané hat mir die meisten Probleme bereitet”

Amsterdam, Turin, München: Matthijs de Ligt (22) spricht im großen kicker-Interview über seinen bisherigen Weg, Leroy Sané und die Gründe für den Juve-Abschied.

Soll in Zukunft die Bayern-Defensive dirigieren: Matthijs de Ligt.

Soll in Zukunft die Bayern-Defensive dirigieren: Matthijs de Ligt.

IMAGO/MIS

Er überlegt ganz kurz und nennt dann zwei Namen, auf die jeder Fußballliebhaber wohl ohnehin gekommen wäre. “Cristiano Ronaldo und Lionel Messi sind natürlich Weltklasse”, sagt Matthjs de Ligt im kicker-Interview (Donnerstagsausgabe), bevor er nochmal ansetzt und grinst. “Der Gegenspieler, der mir bisher am meisten Probleme bereitet hat, war Leroy Sané in unserem Länderspiel gegen die deutsche Nationalmannschaft.”

Eins-gegen-eins habe er seinen heutigen Bayern-Kollegen über den ganzen Platz verteidigen müssen, “und er war einfach überall”. Als sich beide auf der USA-Reise der Münchner nun kennenlernten, “habe ich ihm das schon gesagt”.

De Ligt gewöhnt sich gerade an die neue Umgebung in der bayerischen Landeshauptstadt, versteht schon ein bisschen Deutsch und trainiert fleißig dafür, zeitnah in die Startelf von Trainer Julian Nagelsmann zu rücken, denn er ist sich sicher: “Der Spielstil des FC Bayern passt in meinen Augen zu mir, weil das Team offensiv ausgerichtet ist.”

Ich hatte bei Juve zwar noch zwei Jahre Vertrag, aber das Gefühl, dass es an der Zeit war für eine neue Herausforderung, ein neues Umfeld.

Matthijs de Ligt

In Turin, bei Juventus, sei er “ein kompletter Verteidiger” geworden, doch so richtig passte das in den vergangenen drei Spielzeiten nicht. “Ich hatte bei Juve zwar noch zwei Jahre Vertrag, aber das Gefühl, dass es an der Zeit war für eine neue Herausforderung, ein neues Umfeld.” Als sich im Juni die Bayern meldeten, “war ich sofort interessiert”.


Matthijs de Ligt, eingerahmt von den kicker-Reportern Mario Krischel (li.) und Georg Holzner.

Matthijs de Ligt, eingerahmt von den kicker-Reportern Mario Krischel (li.) und Georg Holzner.
kicker

“Ablösefrei oder nicht – Druck hast du immer”

Für zunächst 67 Millionen Euro lotste Hasan Salihamidzic de Ligt aus Italien los, eine Belastung sieht der nach wie vor erst 22-Jährige ob der Ablösesumme jedoch nicht: “Wenn du für Top-Klubs wie Bayern München spielst, hast du immer Druck. Ob du ablösefrei kommst oder nicht, das bleibt gleich. Für mich spielt es definitiv keine Rolle, weil ich von mir selbst immer so viel verlange, dass das schon Druck genug ist.”

Mario Krischel/Georg Holzner

Warum Cristiano Ronaldo kein Problem für die Kabine ist, warum das System im heutigen Fußball eigentlich eine untergeordnete Rolle spielt und warum es mit Bayern “sofort gefunkt” hat, lesen Sie im großen kicker-Interview mit Matthijs de Ligt – schon ab Mittwochabend als eMagazine erhältlich!

Auch wegen der WM: Pogba verzichtet auf Knie-Operation

Juventus kann vorerst nicht auf den als Heilsbringer zurückgeholten Paul Pogba setzen. Eine zunächst im Raum stehende Operation am Knie, die eine lange Ausfallzeit nach sich gezogen hätte, findet jedoch auch nicht statt.

Hat seine Juve-Rückkehr und die Winter-WM in Katar fest im Visier: Star-Spieler Paul Pogba.

Hat seine Juve-Rückkehr und die Winter-WM in Katar fest im Visier: Star-Spieler Paul Pogba.

picture alliance / IPP

Nach der gefeierten Rückkehr von Paul Pogba zu Juventus sind zuletzt Sorgenfalten entstanden, eine Meniskusverletzung im Knie zwingt den französischen Weltmeister von 2018 schließlich zu einer wochenlangen Pause. Seine Rückkehr auf den Platz muss verschoben werden, den Auftakt der neuen Serie-A-Saison etwa mit dem Heimspiel gegen Sassuolo Calcio am 15. August (20.45 Uhr) verpasst er.

Klar ist zudem bis jetzt nicht gewesen, ob eine Operation beim von Manchester United gekommenen Techniker notwendig sein würde. Eine OP, die die Ausfallzeit noch weiter verlängert hätte – die Rede ist von zwei oder mehr Monaten gewesen.

Ein Eingriff im Knie wird nun aber nicht vorgenommen, wie es seit Dienstagabend aus Italien etwa von der “Gazzetta dello Sport” heißt. Pogba habe sich in Abstimmung mit den Ärzten von Juventus als auch mit denen der französischen Nationalmannschaft abgestimmt und sich gegen eine Operation entschieden. Stattdessen wird eine alternative Behandlung bevorzugt – mit Reha im Fitnessstudio sowie Wassergymnastik im Schwimmbecken. Anschließend soll leichtes Training ohne Vollkontakt absolviert werden, um alles abzuchecken.

Hintergrund dieser Entscheidung ist neben dem Wunsch, schnellstmöglich wieder für die Alte Dame aufzulaufen – der bis 2026 gebundene Franzose hat schon zwischen 2012 und 2016 als Publikumsliebling erfolgreich für die Bianconeri gespielt – auch die WM. Das im Winter steigende Turnier will Pogba als amtierender Titelträger mit Frankreich auf keinen Fall verpassen.

“Dann schafft ihr es vielleicht”: Cristiano Ronaldo schimpft über die englische Presse

Cristiano Ronaldo hat sich dieser Tage offenbar sehr über diverse Geschichten in den englischen Gazetten geärgert – und das kurzzeitig auf Instagram herausgeblasen. Inzwischen hat der 37-Jährige den Beitrag schon wieder gelöscht. Das Ganze erinnert zudem an letztes Jahr.

Wo geht es für Cristiano Ronaldo in dieser Saison weiter?

Wo geht es für Cristiano Ronaldo in dieser Saison weiter?

IMAGO/PA Images

Was macht Cristiano Ronaldo in der neuen Saison? Spielt der portugiesische Torgarant weiter für Manchester United und damit Europa League oder geht es zu einem anderen Klub nur ein Jahr nach seiner Red-Devils-Rückkehr? Diese Fragen kreisen seit Wochen rund um den 37-jährigen Stürmer, der laut Medienberichten im Herbst seiner Karriere weiter Königsklasse spielen und deswegen wechseln wolle.

Klar ist laut Vorstandsboss Oliver Kahn schon mal: Zum FC Bayern München wird CR7 in diesem Sommer nicht kommen. Die Absage ist erteilt.

Doch was will der Europameister von 2016 wirklich? Das kann im Grunde nur er selbst beantworten, was bislang noch nicht erfolgt ist. So wird es weiterhin Gerüchte geben, zumal Cristiano Ronaldo jüngst nicht an der Saisonvorbereitungstour von ManUnited durch Thailand und Australien teilgenommen hat und erst Anfang der Woche nach Manchester zurückgekehrt ist – offiziell “wegen familiärer Gründe”.

Der neue Trainer Erik ten Hag hat den kopfballstarken Angreifer außerdem zuletzt für ein Testspiel in Oslo gegen Atletico Madrid nicht in sein Aufgebot genommen, zwischenzeitlich aber betont, dass der von Ajax Amsterdam gekommene Coach durchaus mit CR7 plane.

CR7: “Aufmerksamkeit der Menschen nur mit Lügen”

Was Cristiano Ronaldo derweil selbst geplant hat? Eine Breitseite gegen die englische Presse. Der erst vergangenes Jahr von Juventus nach Manchester zurückgekehrte Profi hat seinen Ärger über die vielen Meldungen auf der Insel rund um seine Person in einem Kommentar auf einer Ronaldo-Fanseite bei Instagram Luft gemacht. Wenig später ist der Beitrag von ihm allerdings schon nicht mehr zu finden gewesen.

Gehalt hat der Kommentar aber gehabt. “Es ist unmöglich, dass ein Tag vergeht, an dem man nicht über mich redet”, so CR7. “Sonst verdient die Presse ja kein Geld. Sie wissen, dass sie die Aufmerksamkeit der Menschen nur mit Lügen bekommen können. Macht nur weiter so, dann schafft ihr es vielleicht, irgendwann mit einer Nachricht richtig zu liegen.” Was der Athlet aber genau gemeint hat – ob einzelne oder viele veröffentlichte Geschichten und Gerüchten der englischen Medien -, ist nicht zu erkennen gewesen. Pikanterweise hat Cristiano Ronaldo den Kommentar unter einem Beitrag veröffentlicht, in dem es geheißen hat, dass ManUnited seinen Superstar nicht gehen lässt.

Mit seinem Text erinnert der Torjäger ans letzte Jahr, als er sich ebenfalls über Presseberichte, die einen Wechsel weg von Juve andeuteten, aufregte – nur um wenig später eben an seine alte Wirkungsstätte Manchester United zu wechseln. Kommt es nun erneut so?

Dembelé stiehlt Lewandowski die Show – Kean bestraft Barça zweimal eiskalt

Der FC Barcelona und Juventus Turin haben sich im Rahmen ihrer US-Reise im texanischen Dallas mit 2:2 getrennt. Besonders Dembelé stahl dabei Lewandowski die Show, auf der Gegenseite gab Kean zweimal den Spielverderber.

Er besorgte beide Tore gegen Juventus: Ousmane Dembelé.

Er besorgte beide Tore gegen Juventus: Ousmane Dembelé.

imago images

Beim ganz in Gold gekleideten FC Barcelona baute Coach Xavi diesmal in seiner offensiven Dreierreihe auf gleich drei ehemalige Dortmunder: An der Seite von Neuzugang Lewandowski stürmten Aubameyang auf links und Dembelé auf rechts. Juventus, das unter anderem mit Neuzugang di Maria und Ex-Gladbacher Zakaria begann, ging es deutlich defensiver an.

Weil Barça – wie schon jüngst beim gewonnenen Clasico – hoch presste, stellten sich schnell erste Chancen ein. Die erste gehörte Lewandowski, der aus zentraler Position vor dem Strafraum über das Tor schlenzte (7.). Kurz darauf produzierten die Bianconeri den nächsten Fehler, doch Aubameyang jagte die Kugel mit einem strammen Schuss knapp links vorbei (11.).

Für das erste große Highlight sorgte dann Dembelé, der in Minute 34 auf der rechten Seite zu einem unnachahmlichen Dribbling ansetzte, drei Gegenspieler stehen ließ, noch einmal einen Haken schlug und den Ball mit rechts flach ins lange Eck drosch. Juve zeigte sich allerdings unbeeindruckt – und antwortete mit einem fantastisch vorgetragenen Angriff. Die Italiener ließen Ball und Gegner laufen, Cuadrado gab von links flach in die Mitte, wo Stoßstürmer Kean nur noch einzuschieben brauchte (39.).

Er muss konstanter werden, muss mehr Tore schießen und mehr Vorlagen geben.

Xavi über Dembelé

Lange hielt der Ausgleich allerdings nicht, denn auf der Gegenseite setzte Dembelé schon wieder zum Tänzchen an und knallte den Ball mit links ins linke untere Eck zur erneuten Führung (40.). Nach seinen beiden Toren deutete der Franzose bei seinem Jubel an, seine Gegner “in den Schlaf” versetzt zu haben. Neuzugang Kessié, natürlich nach genialem Anspiel von Dembelé, hätte noch vor der Pause erhöhen können, scheiterte jedoch aus aussichtsreicher Position von Szczesny (44.).

Mit dem Seitenwechsel brachte Xavi unter anderem Ansu Fati für Aubameyang und Raphinha für den überragenden Dembelé. Doch es war Juventus, das erneut eiskalt zuschlug. Die unsortierte Defensive Barcelonas, bei dem Joker de Jong erneut in der Innenverteidigung auflaufen musste, wurde überrumpelt – im Stile eines Torjägers stellte Kean auf 2:2 (52.).

Raphinha und Ansu Fati treffen das Lattenkreuz

Lewandowski, der kurz darauf durch Depay ersetzt wurde, hätte die Verhältnisse wieder geraderücken können, köpfte in Minute 58 aber über das Tor. Deutlich gefährlicher war da schon der Freistoß von Raphinha, in den anderen Vorbereitungsspielen bereits einer der großen Gewinner: Der Brasilianer zog den ruhenden Ball aus halbrechter Position mit seinem starken Linken wuchtig ans Lattenkreuz (68.). Nur wenige Sekunden später traf auch Ansu Fati an die gleiche Stelle des Lattenkreuzes.

Barcelona drängte auf den Sieg, hatte bis zum Schluss aber auch nicht mehr das Glück auf seiner Seite. Xavi, der sich speziell mit dem zweiten Durchgang zufrieden zeigte, lobte Dembelé als “speziellen, besonderen Spieler”, forderte aber auch: “Er muss konstanter werden, muss mehr Tore schießen und mehr Vorlagen geben. Das hat er in der letzten Saison bereits angedeutet.” Seit seiner, Xavis, Ankunft in Barcelona habe er Dembelé immer glücklich und in die Mannschaft integriert gesehen, weswegen er auf einer Vertragsverlängerung mit dem Franzosen bestand.

Tore und Karten

Tore und Karten

FC Barcelona

Alex Collado (78. )

Juventus Turin

di Maria (74. ), Barbieri (85. )


FC Barcelona

Barcelona


FC Barcelona

Barcelona

Aufstellung

Einwechslungen

Reservebank

Tenas (Tor)

Trainer:

Hernandez i Creus


Juventus Turin

Juventus


Juventus Turin

Juventus

Aufstellung

Einwechslungen

Reservebank

Trainer:

Zum noch torlosen Lewandowski sagte Xavi: “Wir müssen ihn noch öfter suchen. Gerade in Pressingsituationen kann er für Entlastung sorgen, das muss unser Ziel sein.”

Pogba muss wochenlang pausieren

Juventus Turin muss in den kommenden Wochen auf seinen Neuzugang Paul Pogba verzichten.

Nach der Rückkehr ausgebremst: Paul Pogba.

Nach der Rückkehr ausgebremst: Paul Pogba.

IMAGO/LaPresse

Wie der italienische Rekordmeister selbst mitteilte, leidet der 29 Jahre alte Franzose an einer Meniskusverletzung im Knie, die weiter untersucht werde.

Einem Bericht der “Gazzetta dello Sport” zufolge muss Pogba “sehr wahrscheinlich” operiert werden und fällt mindestens zwei Monate aus. Der Nationalspieler war in diesem Sommer von Manchester United zurück nach Turin gewechselt, wo er bereits von 2012 bis 2016 gespielt hatte. Sein Vertrag ist bis 2026 gültig.

Juve startet am 15. August mit einem Heimspiel gegen Sassuolo Calcio in die neue Serie-A-Saison. In der Nacht zum Mittwoch (2.30 Uhr) testen die Bianconeri gegen den FC Barcelona um Robert Lewandowski.

Champions-League-Gruppenphase 2022/23: Auslosung, Töpfe, Termine

Erstmals treten 2022/23 fünf Bundesligisten in der Champions-League-Gruppenphase an. Wann wird gelost? Wie sehen die Töpfe aus? Die wichtigsten Infos auf einen Blick.

Wer gewinnt 2023 die Champions League? Wie immer haben 32 Klubs die Chance dazu.

Wer gewinnt 2023 die Champions League? Wie immer haben 32 Klubs die Chance dazu.

IMAGO/Pressinphoto

Wann und wo findet die Auslosung der Champions-League-Gruppenphase 2022/23 statt?

Am 25. August (18 Uhr, LIVE!-Ticker bei kicker) lost die UEFA in Istanbul die Besetzung der acht Champions-League-Gruppen für die Saison 2022/23 aus.

Welche 32 Mannschaften sind für die Champions-League-Gruppenphase qualifiziert?

26 Teilnehmer stehen bereits fest, darunter erstmals überhaupt gleich fünf Bundesligisten: Zu Meister FC Bayern, Vizemeister Borussia Dortmund, dem Tabellendritten Bayer 04 Leverkusen und dem Vierten RB Leipzig kommt noch Eintracht Frankfurt als amtierender Europa-League-Sieger. Die sechs restlichen Teams werden erst am 23. und 24. August in den Champions-League-Play-offs ermittelt.

Wie läuft die Auslosung der Champions-League-Gruppenphase ab?

Die 32 Teams werden vier Lostöpfen zugeordnet. Topf 1 enthält wie gewohnt den Titelverteidiger, den Gewinner der Europa League sowie die Meister der sechs nach UEFA-Ranking bestplatzierten Nationen. Die restlichen Töpfe werden ausschließlich absteigend nach dem UEFA-Ranking besetzt. Jede der acht Gruppen enthält am Ende ein Team aus jedem der vier Töpfe.

Wie sehen 2022/23 die Töpfe für die Auslosung der Champions-League-Gruppenphase aus?

Topf 1: Real Madrid, Eintracht Frankfurt, Manchester City, AC Mailand, FC Bayern, Paris St. Germain, FC Porto, Ajax Amsterdam

Topf 2: FC Liverpool, FC Chelsea, FC Barcelona, Juventus, Atletico Madrid, FC Sevilla, RB Leipzig, Tottenham Hotspur

Topf 3: Borussia Dortmund, RB Salzburg, Schachtar Donezk, Inter Mailand, SSC Neapel, Sporting Lissabon, Bayer Leverkusen (dazu ein Team je nach Ausgang der Qualifikation)

Topf 4: Club Brügge, Celtic (dazu sechs Teams je nach Ausgang der Qualifikation)

Qualifiziert, aber Topf-Zugehörigkeit noch unklar: Olympique Marseille

Welche Einschränkungen gibt es in der Champions-League-Gruppenphase?

Klubs aus dem demselben Verband können wie immer in der Gruppenphase noch nicht aufeinandertreffen. Außerdem bildet die UEFA bei Verbänden mit mehreren qualifizierten Klubs “Pärchen”, die so platziert werden, dass sie ihre Gruppenspiele nicht am selben Abend austragen. In Deutschland dürften etwa Bayern und der BVB ein solches Team bilden. Weitere Einschränkungen will die UEFA vor der Auslosung bekanntgeben.

Was sind die wichtigsten Termine der Champions-League-Gruppenphase 2022/23?

Wegen der Winter-WM in Katar wird die Gruppenhase in diesem Jahr bereits Anfang November abgeschlossen sein:

1. Spieltag: 6./7. September
2. Spieltag: 13./14. September
3. Spieltag: 4./5. Oktober
4. Spieltag: 11./12. Oktober
5. Spieltag: 25./26. Oktober
6. Spieltag: 1./2. November

Wann wird das Champions-League-Achtelfinale ausgelost?

Auch das erledigt die UEFA noch vor dem WM-Start. Bereits am 7. November werden die acht Paarungen gezogen. Qualifiziert sind die beiden jeweils erstplatzierten Teams jeder Gruppe. Die Gruppendritten dürfen in der Europa League weiterspielen.

Wann und wo findet das Champions-League-Finale 2023 statt?

Am 10. Juni 2023 soll der Henkelpott im Istanbuler Atatürk-Olympiastadion vergeben werden. Allerdings wurden die jüngsten drei Endspiele allesamt nicht am ursprünglich vorgesehenen Finalort ausgetragen. 2020 und 2021 war Istanbul jeweils wegen der Corona-Pandemie das Finale entzogen worden, 2022 St. Petersburg wegen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine. Nun soll es mit Istanbul klappen. 2024 ist das Finale in Wembley, 2025 dann in München vorgesehen.

Elf Fakten zu de Ligt: Rekorde, Spitzname und eine Umschulung mit 15

Mit Matthijs de Ligt bekommt der FC Bayern einen Abwehrchef, der schon Rekorde brach – sich in neuen Mannschaften aber nicht immer auf Anhieb zurechtfand.

Matthijs de Ligt - hier nach seinem EM-Platzverweis, in Zivil, als B-Jugendspieler bei Ajax und im Juve-Dress (v.li.).

Matthijs de Ligt – hier nach seinem EM-Platzverweis, in Zivil, als B-Jugendspieler bei Ajax und im Juve-Dress (v.li.).

imago images (4)

Gegen die Bayern hat de Ligt noch nie verloren – aber auch noch nie gewonnen. Die einzigen Begegnungen mit seinem neuen Arbeitgeber erlebte er in der Champions-League-Gruppenphase 2018/19, als es in München ein 1:1 und in Amsterdam ein 3:3 gab. De Ligt (kicker-Noten 2 und 3,5) lief jeweils als Kapitän auf.

De Ligts Berater kannten die Bayern gut. Wie auch Ryan Gravenberch und Noussair Mazraoui, die beiden Neuzugänge aus Amsterdam, wird der neue Abwehrchef der Bayern von “One” vertreten, der Berateragentur des verstorbenen Mino Raiola.

De Ligts Europapokalrekord hält bislang

De Ligts Start bei Juventus verlief durchwachsen. “Als ich das erste Mal in die Umkleidekabine ging, war ich wie ein Kind in einem Süßwarenladen! Da ist Buffon, da ist Ronaldo – erst nach zwei Monaten hatte ich das Gefühl, dass ich mehr ich selbst sein könnte”, schwärmte er damals. Gleichzeitig verursachte der 75-Millionen-Euro-Neuzugang in seinen ersten Spielen für Juve immer wieder Gegentore und Elfmeter – nicht zuletzt mit Handspielen: “Als hätte ich einen Magnet im Arm.”

De Ligt bekam in der Ajax-Jugend einen gemeinen Spitznamen. Nachdem Ajax den damals fast Zehnjährigen 2009 vom FC Abcoude – einem Klub im Süden von Amsterdam – verpflichtet hatte, wurde er erstmal zum Ernährungsberater geschickt worden, verriet de Ligt später: “Ich muss von Natur aus mehr auf meinen Körper und meine Ernährung achten als andere.” Bei Ajax nannten sie ihn “Dikkie” – was genau das bedeutet, wonach es klingt.

De Ligt hält immer noch einen Europapokal-Rekord. Als er 2017 im Europa-League-Finale gegen Manchester United (0:2) auflief, wurde er mit 17 Jahren und 285 Tagen zum jüngsten Teilnehmer eines Europapokal-Endspiels. Bis heute war keiner jünger.

Im Oranje-Dress lief es nicht immer glücklich

2019 wies de Ligt Jadon Sancho in die Schranken. Bei der damals erst zum zweiten Mal vergebenen Kopa-Trophäe für den besten Spieler unter 21 Jahren landete der Niederländer vor dem damaligen Dortmunder und dem drittplatzierten Joao Felix. Als Titelträger folgte er auf Kylian Mbappé. 2018 hatte de Ligt bereits den Golden-Boy-Award gewonnen.

De Ligt ist der jüngste Kapitän der Ajax-Geschichte. Die Bayern wollten einen Führungsspieler in der Abwehr – und sie bekommen wohl einen. In Amsterdam trug de Ligt schon mit 19 Jahren die Verantwortung. “Er ist der geborene Anführer”, sagte mal Frank de Boer – stellvertretend für viele andere.

Auch für die Niederlande legte de Ligt einen Fehlstart hin. Zwar war er im WM-Qualifikationsspiel in Bulgarien im März 2017 jüngster Debütant der Elftal seit 1931, startete aber gleich mit einem Patzer vor dem ersten Gegentor und einer 0:2-Niederlage. Zur Pause wurde er ausgewechselt. Inzwischen ist er erfahrener – damals hatte er erst zwei Startelfeinsätze für Ajax in der Eredivisie vorzuweisen.

Ich war offensiver Mittelfeldspieler, bis ich 15 war.

Matthijs de Ligt

Auch de Ligts bislang einziges Turnier mit Oranje endete unglücklich. Im EM-Achtelfinale 2021 gegen Tschechien stolperte er beim Stand von 0:0 als letzter Mann, nahm die Hand zur Hilfe und sah nach VAR-Eingriff Rot – Tschechien bezwang die Niederlande in Überzahl mit 2:0.

De Ligt wurde erst mit 15 zum Abwehrspieler umgeschult. Dass der Innenverteidiger über seine Kernkompetenzen hinaus Qualitäten hat – etwa bei der Spieleröffnung und vor dem gegnerischen Tor -, hat auch damit zu tun, dass er als Jugendlicher weiter vorne spielte. “Ich war offensiver Mittelfeldspieler, bis ich 15 war”, sagte de Ligt 2020 in einem UEFA-Interview. “Plötzlich wurde mir gesagt, für meine Karriere sei es besser, nach hinten zu rücken.”

De Ligt kennt sich mit hochstehenden Abwehrreihen aus. Zwar lernte er bei Juve auch die italienische Abwehrkunst kennen (von Giorgio Chiellini und Leonardo Bonucci höchstpersönlich) – bei Ajax spielte er aber regelmäßig in defensiv riskanteren Formationen. “Ich habe keine Angst, Eins-gegen-eins zu spielen oder hoch im Feld zu verteidigen”, sagt er, “das habe ich in der Ajax-Schule gelernt.”

“Das hat den Unterschied gemacht”: Dybala unterschreibt bei der Roma

Der nächste Klub von Paulo Dybala ist bekannt: Den argentinischen Angreifer zieht es zur AS Rom und zu José Mourinho – und er macht dafür Abstriche.

Möchte künftig auch in Rom jubeln: Paulo Dybala.

Möchte künftig auch in Rom jubeln: Paulo Dybala.

IMAGO/Gribaudi/ImagePhoto

Gleich mehrere internationale Top-Klubs hatten um Dybala gebuhlt, lange Zeit schien Inter Mailand der wahrscheinlichste Abnehmer zu sein. Nun ist klar: Der feine Techniker bleibt nach seinem ablösefreien Abschied von Juventus Turin auch in Italien – schließt sich aber der AS Rom an. “Paulos Entscheidung, unserem Projekt beizutreten, ist ein Beweis für die Glaubwürdigkeit des Klubs und ein Zeichen für die harte Arbeit, die wir alle zusammen leisten, um die Roma voranzubringen”, wird Tiago Pinto, Sportdirektor der AS, in der Pressemitteilung zitiert.

Wie der Hauptstadtklub mitteilte, hat Dybala beim amtierenden Europa-Conference-League-Sieger einen Dreijahresvertrag unterschrieben. Laut übereinstimmenden Medienberichten zahlt die Roma dem 28-Jährigen knapp sechs Millionen Euro Gehalt pro Jahr – weniger als seine ursprünglichen Forderungen.

Wie sehr sie mich wollten, hat den Unterschied gemacht.

Paulo Dybala

Dybala entschied sich für die Roma laut eigener Aussage aufgrund der “Geschwindigkeit und Entschlossenheit”, die der Klub gezeigt habe: “Wie sehr sie mich wollten, hat den Unterschied gemacht”, erklärt der Neuzugang, der zukünftig mit der Nummer 21 aufläuft – die gleiche Nummer, die er auch im Nationaltrikot trägt. Besonders freut er sich auf die Atmosphäre im Stadio Olimpico: “Als Gegner habe ich immer die Atmosphäre der Roma-Fans bewundert – ich kann es jetzt kaum erwarten, sie zu begrüßen, während ich dieses Trikot trage.”

Bei Ex-Klub Juventus, wo der argentinische Nationalspieler sieben Jahre lang spielte, hatten sich beide Parteien im Oktober 2021 grundsätzlich auf eine Vertragsverlängerung mit einem Jahressalär von acht Millionen Euro plus Boni geeinigt. Letztlich platzte der Deal jedoch und Dybala verließ die Alte Dame im Sommer ablösefrei.

Ersatz für Zaniolo?

Bei der Roma trifft der Linksfuß nun auf Trainer José Mourinho und ein ehrgeiziges Projekt. Es sei für ihn ein Privileg, mit dem Portugiesen zusammenzuarbeiten, so Dybala. Für den in der Offensive flexibel einsetzbaren Nationalspieler dürfte wohl der Platz hinter der Sturmspitze Tammy Abraham in Frage kommen. Eine Position, die einerseits durch den Wechsel von Henrikh Mkhitaryan zu Inter frei geworden ist, andererseits aber noch von Nicolo Zaniolo bekleidet wird.

Laut italienischen Medienberichtet steht der großgewachsene Offensivspieler, der wie Dybala gerne im rechten offensiven Halbfeld wirbelt, vor dem Absprung. Ausgerechnet Juventus möchte den 23-jährigen Italiener verpflichten. Ein Kreis könnte sich damit also schließen. 

Zehn Geschichten: Darum lohnt sich ein Blick auf Inter vs. Juventus

Wenn sich Inter Mailand und Juventus Turin an diesem Mittwochabend (21 Uhr, LIVE! bei kicker) im Finale der Coppa Italia gegenüberstehen, dann steht neben dem Titel auch Prestige auf dem Spiel. Und dazu individuelle Dinge.

Jubeltraube: Verteidigt Juventus beim Klassiker gegen Inter den Titel in der Coppa Italia?

Jubeltraube: Verteidigt Juventus beim Klassiker gegen Inter den Titel in der Coppa Italia?

picture alliance / AA

1. Der Klassiker: Inter und Juventus sind die beiden erfolgreichsten italienischen Klubs der Geschichte – und folglich seit langer, langer Zeit Rivalen. Seit den 60er Jahren hat sich der heute bekannte Zusatz “Derby d’Italia” etabliert, zumal sich die Mailänder und Turiner insgesamt schon weit über 200-mal in Pflichtspielen duelliert haben. Allein in der Serie A sind es 178 Partien (85 Juve-Siege, 45 Remis, 48 Inter-Erfolge).

2. Titelsammler: Die Alte Dame hat gegenüber den Nerazzurri aber deutlich mehr Titel gewonnen. Sind es in der Serie A schon ganze 36 Scudetti (Inter hat 19), gibt es an diesem Abend die Chance der Coppa-Titelverteidigung – und damit die Chance auf Erfolg Nummer 15. Für die Mailänder stehen im Pokal bis dato “nur” sieben Triumphe zu Buche, damit liegt der Traditionsklub auf Rang drei hinter der Roma (9).

3. Die Dirigenten: Auch in Sachen Trainer haben die Turiner statistisch die Nase vorn. Massimiliano Allegri hat mit Juventus schon fünf Scudetti sowie vier Pokalsiege gesammelt und zweimal das Champions-League-Finale erreicht (gegen Barcelona und Real verloren). Für Gegenüber Simone Inzaghi, der vor dieser Saison als Nachfolger von Antonio Conte zu Inter gekommen ist, steht mit Ex-Klub Lazio dagegen ein Coppa-Sieg zu Buche (2018/19).

4. Fragezeichen: Die Juve-Mannschaft hat in dieser Spielzeit viele Täler durchlaufen müssen (schwacher Serie-A-Start, verfrühtes CL-Aus). Immerhin ist zuletzt die erneute Qualifikation für die Königsklasse – das absolute Mindestziel – gelungen. Allegri befindet sich mit seinem Team inmitten eines Umbruchs, der mit dem Abgang von Cristiano Ronaldo kurz nach Saisonstart endgültig begonnen hat. Der Trainer dazu: “Es ist doch klar, dass es schwierig war, als Ronaldo nur drei Tage vor Ende des Sommertransferfensters gegangen ist. Federico Chiesa haben wir dann auch noch verloren (Kreuzband; Anm. d. Red.). Wir haben uns vielen Problemen stellen müssen. Wir haben mit der Champions-League-Qualifikation aber ein wichtiges Ziel erreicht und versuchen nun einfach weiter, uns zu verbessern.”

5. Abschied I: Eines der Juve-Probleme ist auch wieder einmal Paulo Dybala (28) gewesen. Der 2015 aus Palermo gekommene Argentinier, über dessen fußballerische Qualitäten es keine Zweifel gibt (u.a. zehn Serie-A-Tore, fünf Vorlagen in dieser Saison), hat einmal mehr oft verletzt oder angeschlagen gefehlt. Das hat nach langen Diskussionen am Ende nicht zu einer Vertragsverlängerung geführt. So hat “La Joya” nach fünf errungenen Meisterschaften und vier Pokalsiegen mit diesem Coppa-Finale nur noch diese letzte Chance auf einen Titel mit Juve.


Paulo Dybala

Zwei Geschichten und eine Gewissheit: Der spielerisch starke und oft verletzte Paulo Dybala verlässt die Juve.

6. Offenes Ziel: Apropos! Wohin es Dybala in der neuen Saison ziehen wird, ist noch gänzlich offen. Einer der großen Interessenten soll aber Inter, also der heutige Gegner, sein. Sollte es wirklich dazu kommen, könnte der Argentinier seinem baldigen Arbeitgeber im Stadio Olimpico mit einer an diesem Abend starken Leistung gehörig in die Suppe spucken.

7. Abschied II: Gibt es darüber hinaus noch ein weiteres Juve-Ciao? Der seit 2004 für die Alte Dame auflaufende Giorgio Chiellini, der zuletzt schon sein Karriereende in der Nationalmannschaft offiziell gemacht hat, will sich in den nächsten Tagen äußern. Und es könnte laut italienischen Medien durchaus sein, dass der 37-jährige Routinier und Europameister von 2021 einen Schlussstrich unter seine erfolgreiche Juve-Zeit (u.a. neun Scudetti) ziehen wird.

8. Der DFB-Legionär: Auch aus deutscher Sicht lohnt sich ein Blick auf dieses Pokalfinale zwischen diesen beiden Giganten des italienischen Fußballs. Der im Winter von Atalanta Bergamo zum FC Internazionale gestoßene DFB-Nationalspieler Robin Gosens, der wegen einer Oberschenkelverletzung mit einem Handicap zum Team gekommen ist und seither Jokereinsätze ansammelt (sechs Serie-A-Einwechslungen), kann nun seinen ersten großen Titel seiner steilen Profikarriere eintüten.

9. Die Kampfansage: Nach zwischenzeitlich neun Meisterschaften in Serie hat Inter dem großen Konkurrenten aus Turin zuletzt den Rang abgelaufen. In der Serie A können die Nerazzurri einerseits nach dem Scudetto 2021 den Titel in diesem Jahr direkt verteidigen (Duell mit Milan) – und in der Coppa eben den Rivalen beim direkten Vergleich entthronen. Sportchef Beppe Marotta, früher viele Jahre für Juventus im Management tätig, führt dazu gegenüber “Sky Sport Italia” aus: “Die Spieler haben das Ziel klar vor Augen und sind besonders motiviert. Sie und wir wollen den Fans ein ganz besonders Geschenk mit einem Sieg über Juve machen.”

10. Die Stars: Auch ohne ein Fanherz für den italienischen Fußball lohnt ein Blick auf dieses Spiel an diesem Mittwochabend (21 Uhr, LIVE! bei kicker im Ticker und im Stream bei DAZN). Es treffen zwei taktisch hervorragend trainierte Mannschaften aufeinander, die sich seit vielen Jahrzehnten intensive Duelle liefern und auch in diesem Jahr reihenweise Top-Spieler auffahren. Während bei Inter etwa Akteure wie Milan Skriniar, Stefan de Vrij, Nicolo Barella, Hakan Calhanoglu, Lautaro Martinez oder Routinier Edin Dzeko auflaufen, schicken sich die Bianconeri etwa mit Alex Sandro, Juan Cuadrado, Top-Wintereinkauf Dusan Vlahovic und eben auch Paulo Dybala Richtung Titel an.