Auch Baden-Württemberg lässt wieder mehr Zuschauer zu

Nachdem Bayern tags zuvor bekanntgegeben hatte, dass wieder bis zu 10.000 Zuschauer ins Stadion dürfen, legte Baden-Württemberg am Mittwoch nach.

Es wird wieder lebendiger: Stuttgart freut sich gegen Frankfurt auf 6000 Fans.

Es wird wieder lebendiger: Stuttgart freut sich gegen Frankfurt auf 6000 Fans.

imago images/MIS

Als zweites Bundesland hat Baden-Württemberg weitreichende Öffnungen für die Stadien und Hallen bekanntgegeben. Gemäß der Beschlüsse vom Mittwoch sind bei Großveranstaltungen mit der 2G-Plus-Regel künftig bis zu 6000 Zuschauer erlaubt. Bei Events mit 2G-Regelung ist die Zahl bei 3000 gedeckelt.

Generell dürfen die Arenen maximal zur Hälfte ausgelastet werden, dabei sind höchstens 10 Prozent Stehplätze zugelassen. Bislang waren in 2022 in Baden-Württemberg lediglich Sportveranstaltungen mit bis zu 500 Besuchern erlaubt.

“Wir sind über das Signal, dass wieder Zuschauer zugelassen werden, natürlich erst mal froh”, sagte der Vorstandschef vom VfB Stuttgart, Thomas Hitzlsperger, der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. “Was die starke Einschränkung der Kapazitäten betrifft, schließen wir uns den Statements der DFL und der Kollegen aus der Liga aus den letzten Tagen an”, sagte Hitzlsperger aber auch. Die DFL und mehrere Bundesliga-Klubs haben die Politik für den Verzicht auf eine weitere Öffnung der Fußballstadien für Besucher kritisiert.

Der stark abstiegsgefährdete VfB spielt sein nächstes Heimspiel am 5. Februar gegen Eintracht Frankfurt. Freiburg (in Köln) und Hoffenheim (in Mainz) sind am 21. Spieltag auswärts gefordert.

Am Dienstag beschloss bereits Bayern einen Sonderweg und kündigte die Zulassung von bis zu 10.000 Fans an. In Nordrhein-Westfalen sind derzeit nur 750 Zuschauer in Stadien erlaubt. Die Bund-Länder-Beratungen hatten am Montag keine einheitlichen neuen Regelungen ergeben.

Waldhof-Kapitän Seegert verlängert

Marcel Seegert (27) hat seinen ursprünglich im Sommer 2022 auslaufenden Vertrag bei Waldhof Mannheim vorzeitig verlängert. Bis wann das neue Arbeitspapier des Kapitäns gültig ist, teilte der Drittligist nicht mit.

Marcel Seegert wird weiterhin das Trikot des SVW tragen.

Marcel Seegert wird weiterhin das Trikot des SVW tragen.

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Eine “Identifikationsfigur des Mannheimer Fußballs”, so der SVW auf seiner Website, bleibt der Stadt und Waldhof weiterhin erhalten. Über 200 Spiele bestritt Innenverteidiger Seegert, gebürtiger Mannheimer, bereits für “seinen” Verein.

“Ich möchte mich bei Tim Schork und den Verantwortlichen für das entgegengebrachte Vertrauen bedanken”, wird Seegert zitiert: “Es bedeutet mir sehr viel, weiterhin im Carl-Benz-Stadion vor unseren Fans im Waldhof-Trikot auflaufen zu können. Das hier ist meine Heimat und ich bin jedes Mal unheimlich stolz, das Trikot mit der Raute überzustreifen, die Waldhof-Hymne beim Einlaufen zu hören und auf dem Feld meine 110 Prozent Einsatz zu geben. Jetzt gilt es, gemeinsam als Team weiter Spiel für Spiel unsere beste Leistung abzurufen, damit wir unsere Ziele erreichen können.”

Schork: “Eingeschlagener Weg zeigt in die richtige Richtung”

Tim Schork, Geschäftsführer Sport des SV Waldhof Mannheim, begründet die Vertragsverlängerung: “Wir sind sehr glücklich, dass wir den auslaufenden Vertrag mit Cello verlängern konnten. Er ist auf und neben dem Platz ein Führungsspieler und eine absolute Identifikationsfigur für unseren Verein. Gerade in dieser Saison hat er mit sehr guten und konstanten Leistungen überzeugt. Super, dass er als Kapitän vorangeht und den Jungs zeigt, dass der eingeschlagene Weg des SV Waldhof in die richtige Richtung zeigt.”

Mannheim ist nach 22 Spielen Vierter und hat lediglich zwei Zähler Rückstand auf Rivale Kaiserslautern (2., 39 Punkte) sowie Eintracht Braunschweig (3., 39 Punkte). Seegert kam in der laufenden Drittliga-Saison 18-mal zum Einsatz, erzielte dabei zwei Tore und legte ein weiteres auf (kicker-Notenschnitt 2,97).

DFB verurteilt Waldhof zu Geldstrafe von 24.900 Euro

Waldhof Mannheim muss 24.900 Euro Strafe an den Deutschen Fußball-Bund zahlen.

Waldhof Mannheim wird zur Kasse gebeten.

Waldhof Mannheim wird zur Kasse gebeten.

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Grund für die Strafe ist das Abbrennen von Pyrotechnik in der 2. Runde des DFB-Pokal-Spiels gegen Union Berlin (1:3 n.V.) vom 27. Oktober 2021.

Der Verein hat die Geldstrafe bereits akzeptiert. Zu den Vorfällen kam es vor und während des Spiels.

Erst am Mittwoch war Drittliga-Rivale 1. FC Magdeburg wegen mehrerer Fan-Vergehen zu einer hohen Geldstrafe verurteilt worden.

“Extrem schmerzhaft”: Glöckner hadert mit “sehr wildem” Spiel

Das erste Pflichtspiel des Jahres verlor Waldhof Mannheim spät wie unglücklich gegen die Dortmunder U 23. SVW-Coach Patrick Glöckner unterstrich mehrfach die schwache Chancenverwertung seiner Elf.

Verlor mit seinem Team den Jahresauftakt unglücklich: Patrick Glöckner.

Verlor mit seinem Team den Jahresauftakt unglücklich: Patrick Glöckner.

imago images/foto2press

Dabei lief der Jahresauftakt im Carl-Benz-Stadion vor 500 Zuschauern für die Kurpfälzer ideal an. Schon nach acht Minuten brachte Schnatterer die Mannheimer nach einem frühen Ballgewinn in Führung. “Wir wollten”, erklärte Glöckner nach dem Spiel am Mikrofon von “MagentaSport”, “den Spielfluss schnell unterbinden und entsprechend frühe Ballgewinne haben, weil wir wissen, dass sie verspielt sind, und wir mit einem guten Pressing in diese Situationen kommen, wie die zum 1:0.”

“Das hat uns den Fluss aus dem Spiel genommen”

Sein Team setzte das Offensivfeuerwerk munter fort, nur haperte es an der Chancenverwertung. Dominik Martinovic konnte einen gegnerischen Torwartfehler ebenso wenig nutzen wie Joseph Boyamba eine Chance aus nächster Nähe. “Wir hatten im Großen und Ganzen sehr gute Tormöglichkeiten”, resümierte Glöckner: “Vor der Halbzeit zwei große Einschussmöglichkeiten, nach der Halbzeit zwei, plus den Elfmeter.”

Die Partie entglitt den Hausherren in der Folge etwas und wurde “sehr wild und rasant”, so der Coach. “Auf beiden Seiten gab es das ein oder andere Foulspiel zu viel, das hat uns dann so ein bisschen den Fluss aus dem Spiel genommen.” Der Elfmeter nach 80 Minuten – Martinovic scheiterte am exzellent parierenden Stefan Drljaca – war schon der zweite Nackenschlag für Waldhof. Sieben Minuten  zuvor sorgte Dortmunds Joker Ole Pohlmann mit dem Ausgleich für Ernüchterung im Carl-Benz-Stadion. Doch damit nicht genug: In der letzten regulären Spielminute feuerte Immanuel Pherai einen absolut auszeichnungswürdigen Sonntagsschuss aus über 30 Metern ab und brachte die Mannheimer damit gänzlich um ihren Lohn.

Wenn du dann nicht in der Lage bist, den Punch zu setzen, dann bleibt der Gegner am Leben.

Patrick Glöckner

“Es ist ja das, was wir in der Vorrunde auch schon häufiger angesprochen haben”, ärgerte sich Glöckner. “Wir müssen einfach früher den Deckel draufmachen. Dann lohnt sich das Investment auch. Wir erspielen uns Großchancen, aber wenn du dann nicht in der Lage bist, den Punch zu setzen, dann bleibt der Gegner am Leben”. Die Zweitvertretung des BVB setzte sogar noch einen drauf und bekam in der Nachspielzeit einen Elfmeter zugesprochen, den Tobias Raschl sicher zum 3:1-Endstand verwandelte.

“Es ist richtig scheiße”

Glöckner haderte hinsichtlich der Chancenverwertung: “Das Spiel darfst du niemals verlieren. Es ist extrem schmerzhaft”. Dem schloss sich auch Mittelfeldmann Fridolin Wagner an, trat nach Schlusspfiff niedergeschlagen ans Mikrofon und offenbarte: “Es tut gerade weh, es ist richtig scheiße. Es ist halt total bitter, aber da müssen wir jetzt die Wut mitnehmen und in Energie umwandeln.”

Die hat Mannheim im engen Aufstiegsrennen bitter nötig – noch dazu, nachdem Kaiserslautern durch das souveräne 4:0 gegen Meppen vorbeizog. Waldhof hat derzeit jeweils zwei Punkte Rückstand auf die Roten Teufel sowie die Absteiger Braunschweig und Osnabrück, die alle mit 36 Zählern auf den Rängen zwei bis vier rangieren. Als nächstes folgen machbare Duelle gegen die Kellerkinder Würzburg (Samstag, 14 Uhr) und Viktoria Köln (nächsten Dienstag, 19 Uhr).

Wer macht das Aufstiegsrennen? Magdeburg, Lautern und Co. im Check

Nur drei Punkte liegen zwischen Platz 2 und 6. Spannender könnte die Ausgangslage vor dem Start in der 3. Liga kaum sein – auch wenn sich Magdeburg an der Spitze schon absetzen konnte. Doch bleibt der FCM die unangefochtene Nummer 1, hält sich Überraschungsteam Meppen in der Spitzengruppe oder haben am Ende gar drei Klubs aus dem Südwesten die Nase vorne? Fragen über Fragen, auf die es erst im Mai endgültige Antworten gibt.

Im Aufstiegsrennen: Michael Schiele, Matheo Raab und Baris Atik.

Im Aufstiegsrennen: Michael Schiele, Matheo Raab und Baris Atik.

Platz 1: 1. FC Magdeburg (44 Punkte)

Allein auf weiter Flur dreht der Spitzenreiter seine Kreise, doch nicht nur die acht Punkte Vorsprung machen Magdeburg zum großen Titelfavoriten der Liga. Neun der letzten zehn Spiele hat der FCM gewonnen, zuletzt vor den Weihnachtstagen auf beeindruckend souveräne Weise gegen Waldhof (3:0).

Mit Abwehrchef Alexander Bittroff und Top-Scorer Baris Atik (10 Tore/9 Vorlagen) hat die Elf von Christian Titz die auf ihrer Position überragenden Spieler der Liga im Kader und besticht zusätzlich durch das Kollektiv. Der Trainer hat das Team binnen einen Jahres vom Abstiegsaspiranten zur dominierenden Elf der Liga geformt. Setzt sich dieser Trend fort, geht die Meisterschaft in der 3. Liga nur über die Elbstädter. Los geht es am Samstag beim SC Freiburg II (14 Uhr, LIVE! bei kicker).

Platz 2: Eintracht Braunschweig (36 Punkte)

Das 1:1 gegen den FCK zum Jahresabschluss hat einmal mehr gezeigt, dass nur Nuancen zwischen den Spitzenteams den Unterschied machen. Damit nicht die Pandemie am Ende ausschlaggebend wirkt, will die Eintracht personell nachlegen. Zwei, drei Spieler will Sportchef Peter Vollmann noch verpflichten. Man darf gespannt sein. Mit Jan-Hendrik Marx (aus Ingolstadt) hat sich das Team in der Defensive bereits verstärkt.

Bemerkenswert schnell ist es Trainer Michael Schiele in den vergangenen Monaten gelungen, eine Einheit zu bilden. Viele Klubs taten sich in den letzten Jahren nach dem Abstieg aus der 2. Liga sehr schwer, nicht so Braunschweig. Der Coach weiß aus seiner Erfahrung mit Würzburg (2019/20), auf was es am Ende ankommt. Mit den Löwen wird auch in der Rückrunde zu rechnen sein. Zum Auftakt geht die Reise am Sonntag (14 Uhr) zu Viktoria Berlin.

Platz 3: SV Meppen (36 Punkte)

Sportlich letztes Jahr eigentlich abgestiegen, bewahrte nur der Lizenzentzug des KFC Uerdingen die Meppener vor dem Gang in die Regionalliga. Die unverhoffte Chance packen die Emsländer am Schopf und bewegen sich auf den Spuren von Darmstadt 98 (201/14) und dem SC Paderborn (2017/18), denen nach der gleichen Ausgangslage der Aufstieg in die 2. Liga gelang.

Auf dem Papier scheint der SVM der erste Aspirant zu sein, der sich aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet. Trainer Rico Schmidt muss es schaffen, die Dynamik der Vorrunde aufrecht zu erhalten, um das Maximale rauszuholen. Mit Mike-Steven Bähre kam ein alter Bekannter zurück. Der Start hat es gleich in sich. Zum einen, weil der erkrankte Drittliga-Top-Torjäger Luka Tankulic (11 Tore) auszufallen droht, zum anderen, weil es zum Auftakt auf dem Betzenberg am Samstag (14 Uhr) gegen den form- und heimstarken FCK geht. Schon drei Wochen später wartet mit Mannheim der nächste echte Härtetest.

Platz 4: Waldhof Mannheim (34 Punkte)

Waldhof hat die Nase aktuell vorne, zumindest im engen Rennen der drei Südwestklubs. Vom Nebenschauplatz rund um die Freistellung von Sportchef Jochen Kientz hat sich das Team im letzten Halbjahr nicht aus der Ruhe bringen lassen. Dessen Nachfolger Tim Schork war nach seiner Beförderung vom Kaderplaner gleich aktiv: Mit Justin Butler (Leihe aus Ingolstadt) und Pascal Sohm (aus Dresden) erhöhen zwei Winterneuzugänge Konkurrenz und Qualität im Angriff.

Das vermeintlich leichte Auftaktprogramm gegen Dortmund am Montagabend (19 Uhr), dann in Würzburg und gegen Köln bietet dem Waldhof die Chance auf einen guten Start. Viel hängt auch in der Rückrunde davon ab, ob Leistungsträger wie Dominik Martinovic (10 Tore/5 Vorlagen) und Kapitän Marcel Seegert in der Defensive ihr Leistungsniveau bestätigen.

Platz 5: 1. FC Saarbrücken (34 Punkte)

Auswärts hat Saarbrücken im Schnitt (1,77) bisher mehr Punkte geholt als zu Hause (1,63). Diese Stärke müssen sich die Saarländer gleich zu Nutze machen. In Osnabrück geht es am Samstag (14 Uhr) los, in Duisburg die Woche darauf weiter – und Ende Januar wartet auch noch das Gastspiel in Magdeburg. Der FCS darf sich keinen Winterschlaf erlauben, will er seinen Platz behaupten.

Die Elf von Uwe Koschinat überzeugte mit mannschaftlicher Geschlossenheit und konnte so auch den Verlust von Leistungsträger Nicklas Shipnoski im Sommer zumindest besser verkraften. Dass die Derbys gegen Mannheim (0:1) und Lautern (0:2) im Herbst gleich beide verloren gingen, drückte aber die Stimmung. Das sollte sich in der Rückrunde gegen die beiden direkten Konkurrenten nicht wiederholen. Die bevorstehende Rückkehr des lange verletzten Steven Zellner dürfte der Defensive zugutekommen.

Platz 6: 1. FC Kaiserslautern (33 Punkte)

Bekanntermaßen soll der Sturm ja Spiele und die Abwehr Meisterschaften gewinnen. Bewahrheitet sich diese Fußballweisheit, können die Roten Teufel allmählich für die 2. Liga planen. Die Defensive um den überragenden Keeper Matheo Raab und die meist favorisierte Dreierkette um Senkrechtstarter Boris Tomiak war in der Hinrunde mit lediglich zwölf Gegentreffern aus 19 Spielen das Prunkstück des Traditionsvereins. Nur vier Mannschaften seit Gründung der 3. Liga 2008 kassierten in diesem Zeitraum noch weniger Tore – alle holten am Ende die Meisterschaft.

Nach dem Fehlstart haben sich die Pfälzer in einen Rausch gespielt und mit einer Siegesserie massiv Selbstvertrauen gesammelt. 27 Punkte sammelte der FCK seit dem 8. Spieltag: der Topwert der Liga. Ein kleines Manko gibt es aber in der Offensive. Dort sind die Alternativen zum Stammpersonal, insbesondere was Stoßstürmer Daniel Hanslik angeht, nicht gleichwertig. Lautern muss auch in der Rückrunde über das Kollektiv kommen. Sofern nicht noch auf dem Transfermarkt zugeschlagen wird…

Moritz Kreilinger

Unterschrift zu später Stunde: Sohm spielt jetzt in Mannheim

Pascal Sohm verlässt Zweitligist Dynamo Dresden und wechselt mit sofortiger Wirkung zum SV Waldhof Mannheim in die 3. Liga. Der 30-jährige Offensivspieler verspricht sich dadurch mehr Einsatzzeiten.

Trainiert am Donnerstag erstmals in Mannheim: Pascal Sohm.

Trainiert am Donnerstag erstmals in Mannheim: Pascal Sohm.

imago images/Dennis Hetzschold

Am Mittwochnachmittag hat sich Pascal Sohm persönlich von seinen bisherigen Teamkollegen verabschiedet. Am späten Abend um circa 23 Uhr unterschrieb er seinen neuen Vertrag beim SV Waldhof Mannheim. Am Donnerstagvormittag absolviert der gebürtige Künzelsauer seine erste Trainingseinheit mit seinen neuen Kollegen.

“Er ist mit dem Wunsch nach einem Vereinswechsel an uns herangetreten, auch weil er sich davon zukünftig mehr Einsatzzeiten verspricht”, erklärte Ralf Becker, Geschäftsführer Sport der SG Dynamo Dresden. Sohm kam in der laufenden Zweitliga-Saison nur zu acht Kurzeinsätzen. In der vorherigen Saison war ihm mit Dresden der direkte Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga gelungen. Sohm bestritt in seiner Karriere bislang 193 Drittligaspiele und erzielte dabei 35 Treffer und legte deren 22 auf.

Im Trikot des SV Waldhof sollen weitere hinzukommen. Sohm wird ab sofort mit der Rückennummer 10 auflaufen. “Mit Physis, Torgefährlichkeit aber auch Cleverness bringt er Komponenten in unser Spiel, die unsere Offensive noch variabler machen werden”, ist sich Mannheims Geschäftsführer Sport Tim Schork sicher und meint: “In Bezug auf Leistung, Charakter und Verfügbarkeit ist er die bestmögliche Lösung für uns. Deshalb sind wir hartnäckig drangeblieben und freuen uns, dass der Transfer jetzt geklappt hat.”

Sohm: “Hier wird ein attraktiver und erfolgreicher Fußball gespielt”

Sohm selbst freut sich auf die neue Herausforderung: “Hier wird ein attraktiver und erfolgreicher Fußball gespielt, zu dem ich nun meinen Teil beitragen möchte. Die Gespräche mit Tim Schork und Patrick Glöckner haben mich davon überzeugt, den Schritt zum SV Waldhof zu gehen.” Zu seinem ersten Einsatz könnte er im Heimspiel gegen Borussia Dortmund II am Montagabend (19 Uhr, LIVE! bei kicker) kommen.

Waldhof befördert Schork zum Geschäftsführer Sport

Waldhof Mannheim hat sich bei der Besetzung der Stelle des sportlichen Leiters für eine interne Lösung entschieden. Tim Schork, der diese Aufgaben in den letzten Wochen bereits übernahm, tritt den Posten an.

Neuer Sportchef in Mannheim: Tim Schork (li.), hier als Co-Trainer des SV Sandhausen II im Jahr 2016.

Neuer Sportchef in Mannheim: Tim Schork (li.), hier als Co-Trainer des SV Sandhausen II im Jahr 2016.

imago/Eibner

Schork ist seit 2019 im Scouting-Bereich für Mannheim aktiv und arbeitete zuletzt als Kaderplaner. Am Sonntag gab der SVW bekannt, den 31-Jährigen zum Geschäftsführer Sport befördert zu haben. Seit der Freistellung von Jochen Kientz Ende Oktober war diese Stelle vakant.

“Absolute Wunschbesetzung”

“Wir sind sehr glücklich, dass wir mit Tim Schork die Position des Geschäftsführers Sport qualitativ hochwertig besetzten konnten”, wird Mannheims Geschäftsführer Markus Kompp auf der Vereinswebsite zitiert. “In den vergangenen Monaten war der Austausch mit Tim sehr intensiv. Seine Arbeit zeichnet sich durch eine hohe Fachkompetenz aus, die in der für ihn vorgesehenen Position von sehr hoher Bedeutung ist. Auch im zwischenmenschlichen Bereich haben wir mit Tim unsere absolute Wunschbesetzung für die Position gefunden.”

Schork selbst sagt: “Mit der Übernahme der Aufgaben der sportlichen Leitung in den vergangenen Wochen habe ich mir bereits einen guten Einblick in die kommenden Herausforderungen verschafft. Ich spüre das uneingeschränkte Vertrauen der Vereinsführung, sodass ich mich zu diesem Schritt entschlossen habe. Gemeinsam mit der Unterstützung des gesamten Vereins möchte ich dabei helfen, die Ziele des SV Waldhof zu erreichen. Dabei richte ich meinen Blick nicht nur auf die Kaderplanung der ersten Mannschaft, sondern auf die gesamte sportliche Ausrichtung unseres Vereins.”

Entlastung für Martinovic? Mannheim verpflichtet Butler bis Saisonende

Der SV Waldhof Mannheim hat sich per Leihe die Dienste von Justin Butler gesichert. Der 20-jährige Angreifer sammelte bereits Erfahrung in Liga zwei und drei und soll diese beim Waldhof weiter ausbauen.

Wechselt auf Leihbasis zum SV Waldhof Mannheim: Ingolstadts Justin Butler.

Wechselt auf Leihbasis zum SV Waldhof Mannheim: Ingolstadts Justin Butler.

imago images/Stefan Bösl

Butler war mit den Schanzern vergangene Saison in die 2. Bundesliga aufgestiegen, kam in der Hinrunde dieses Spieljahr aber kaum zum Zug. Nach einem Mittelfußbruch, an dem der Stürmer bis September laborierte, kam er zu fünf Kurzeinsätzen in der Liga. Nun sollen es beim Waldhof einige mehr werden.

“Sein Gesamtpaket bereichert unsere Offensive”

Mit Butler “bekommen wir eine weitere Option für unser Offensivspiel”, wird Mannheims Kaderplaner Tim Schork auf der Vereinswebsite zitiert. “Sein Gesamtpaket, bestehend aus Größe, Physis und Geschwindigkeit, bereichert unsere Offensive und gibt uns die Möglichkeit, noch variabler zu agieren”. Der derzeitige Tabellenvierte der 3. Liga ist seit dem heutigen Sonntag auf dem Weg ins Trainingslager in Belek – bereits mit Butler. Der 20-Jährige wolle pünktlich zum Trainingslager zur Mannschaft stoßen, um schnellstmöglich auf dem Platz helfen zu können.

Der gebürtige Augsburger wurde ausgebildet in den Jugenden des FC Augsburg und des FC Bayern, ehe er in die U 19 des FC Ingolstadt wechselte. Dort absolvierte er 15 Partien in der A-Junioren-Bundesliga (fünf Tore) und insgesamt 16 Drittligaspiele (ein Tor).

“Hängende Spitze oder Stoßstürmer”: Waldhof sucht Verstärkung für die Offensive

Im Kampf um den Aufstieg in die 2. Bundesliga will sich der SV Waldhof in der Winter-Transferperiode noch einmal verstärken.

Der Waldhof will sich weiter wappnen: Trainer Patrick Glöckner.

Der Waldhof will sich weiter wappnen: Trainer Patrick Glöckner.

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“Wir schauen generell für die Offensive, weil wir auf beiden Außenpositionen und vorne in der Spitze noch flexibler sein wollen”, sagte Trainer Patrick Glöckner im Interview der “Rhein-Neckar-Zeitung” (Montag). “Es wäre wichtig, von der Bank noch mehr Optionen zu haben. Das kann eine hängende Spitze oder ein Stoßstürmer sein, eben je nachdem, was auf dem Markt ist.”

Die Kurpfälzer belegen aktuell im Drittliga-Klassement Rang vier – mit zwei Punkten Rückstand auf den Zweiten Eintracht Braunschweig und den Dritten SV Meppen.

“Erwartungen erfüllt und teilweise übertroffen”

“Ich denke, dass wir alle Erwartungen erfüllt und teilweise übertroffen haben”, lautet Glöckners Einschätzung. 34 Punkte und Platz vier seien eine Ausgangslage, die “sehr gut für uns ist”, so der Trainer weiter, der auch die Spielweise seiner Mannschaft herausstreicht: “Die Art und Weise, wie wir den Fußball umsetzen, macht schon Spaß. Das schaut man sich gerne an und es ist effektiv.”

Dennoch müsse man mit Blick auf die Stärke der Konkurrenz im Aufstiegskampf darauf achten, “weiterhin in jedem Spiel unsere Leistung zu bringen und darauf hoffen, dass wir in der Rückrunde im Hinblick auf Verletzungen ähnlich gut durchkommen.”

Für den SV Waldhof geht es nach der kurzen Winterpause am Montag, dem 17. Januar, mit einem Heimspiel im Carl-Benz-Stadion gegen den Aufsteiger und Ligasiebten Borussia Dortmund II weiter. Das Hinrunden-Spiel endete Ende Juli 1:1.

Der Winterfahrplan der Drittligisten

Gerade mal sieben der 20 Drittliga-Mannschaften reisen in der kurzen Winterpause in ein Trainingslager – gleich vier von ihnen fliegen am 2. Januar nach Belek in die Türkei. Ein Dutzend Teams bleibt zu Hause, Havelse überlegt noch.

Spitzenreiter 1. FC Magdeburg wird im Winter in die Sonne fliegen.

Spitzenreiter 1. FC Magdeburg wird im Winter in die Sonne fliegen.

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1. FC Magdeburg

Trainingsstart: 2. Januar
Trainingslager: 2. bis 9. Januar in Belek/Türkei
Testspiele: 8. Januar gegen SV Waldhof (in Belek), weitere Testspiele in Planung

Eintracht Braunschweig

Trainingsstart: 3. Januar
Trainingslager: nein
Testspiele: in Planung

SV Meppen

Trainingsstart: 4. Januar
Trainingslager: nein
Testspiele: 6. Januar beim FC Groningen/NL (14 Uhr), 8. Januar bei RW Essen (16 Uhr), 11. Januar bei RW Ahlen (15 Uhr)

SV Waldhof

Trainingsstart: 2. Januar
Trainingslager: 2. bis 9. Januar in Belek/Türkei
Testspiele: 8. Januar gegen den 1. FC Magdeburg (in Belek), weitere Testspiele in Planung

1. FC Saarbrücken

Trainingsstart: 3. Januar
Trainingslager: nein
Testspiele: nein

1. FC Kaiserslautern

Trainingsstart: 3. Januar
Trainingslager: nein
Testspiele: nein

Borussia Dortmund II

Trainingsstart: 5. Januar
Trainingslager: nein
Testspiele: 7. Januar bei Go Ahead Eagles Deventer/NL (14 Uhr)

SV Wehen Wiesbaden

Trainingsstart: 2. Januar
Trainingslager: 2. bis 9. Januar in Oliva Nova/Spanien
Testspiele: 7. Januar gegen KV Mechelen/B (14 Uhr, in Oliva Nova)

VfL Osnabrück

Trainingsstart: 2. Januar
Trainingslager: nein
Testspiele: 6. Januar beim SV Rödinghausen (14 Uhr), 8. Januar bei Holstein Kiel (13 Uhr)

1860 München

Trainingsstart: 2. Januar
Trainingslager: 2. bis 8. Januar in Belek/Türkei
Testspiele: noch in Planung

SC Freiburg II

Trainingsstart: 3. Januar
Trainingslager: 3. bis 9. Januar in Estepona/Spanien
Testspiele: 8. Januar gegen Fortuna Düsseldorf (13 Uhr, in Estepona)

FSV Zwickau

Trainingsstart: 2. Januar
Trainingslager: nein
Testspiele: 7. Januar beim FC Carl Zeiss Jena (14 Uhr), 9. Januar gegen den Chemnitzer FC (13 Uhr)

Hallescher FC

Trainingsstart: 2. Januar
Trainingslager: nein
Testspiele: 8. Januar beim 1. FC Nürnberg (13.30 Uhr)

Viktoria Köln

Trainingsstart: 2. Januar
Trainingslager: nein
Testspiele: 8. Januar bei Borussia Mönchengladbach (13.30 Uhr)

Türkgücü München

Trainingsstart: 2. Januar
Trainingslager: 2. bis 11. Januar in Belek/Türkei
Testspiele: in Planung

SC Verl

Trainingsstart: 30. Dezember
Trainingslager: nein
Testspiele: 6. Januar beim SC Wiedenbrück (18 Uhr), 8. Januar gegen den SC Paderborn (14 Uhr, in Verl)

MSV Duisburg

Trainingsstart: 2. Januar
Trainingslager: nein
Testspiele: 7. Januar bei Fortuna Köln (14 Uhr), 8. Januar gegen Preußen Münster (14 Uhr)

Viktoria Berlin

Trainingsstart: 3. Januar
Trainingslager: geplant in Wesendorf (Niedersachsen), Termin und Dauer stehen noch nicht fest
Testspiele: Spiele gegen TeBe Berlin sowie gegen ein weiteres Team sind in Planung

Würzburger Kickers

Trainingsstart: 3. Januar
Trainingslager: nein
Testspiele: 6. Januar beim FC Ingolstadt

TSV Havelse

Trainingsstart: 2. Januar
Trainingslager: in Planung
Testspiele: in Planung