Löwen vor Trainingslager: Trio zurück – Goden kann gehen

Der TSV 1860 München startet am Freitag ins Trainingslager. Mit dabei ist ein wichtiges Trio, das zuletzt fehlte. Kevin Goden hingegen tritt die Reise nicht an.

Kevin Goden kann den TSV 1860 München verlassen.

Kevin Goden kann den TSV 1860 München verlassen.

IMAGO/Lackovic

Am Donnerstag ruht der Trainingsbetrieb bei 1860 München. Am Freitag dann starten die Löwen ins Trainingslager im österreichischen Windischgarsten östlich von Salzburg. Mit dabei: Das wichtige Leitungsträger-Trio, bestehend aus Kapitän Stefan Lex, Torschützenkönig Marcel Bär und Abwehrchef Jesper Verlaat. Alle drei Akteure hatte zuletzt krankheitsbedingt oder angeschlagen kürzertreten müssen.

Im Trainingslager spielt der Traditionsklub gegen den SV Ried (Freitag) und LASK (Mittwoch), beides österreichische Erstligisten, gegen die die jüngste Form beim 4:0 gegen den Karlsruher SC erneut unter Beweis gestellt werden soll.

Goden kann den Verein verlassen

Nicht mit dabei ist Kevin Goden. Der Rechtsverteidiger spielt bei Cheftrainer Michael Köllner keine Rolle mehr. “Wir planen auf dieser Position anders”, verriet der Trainer. Deshalb habe man auch Christopher Lannert verpflichtet. “Kevin und sein Berater wissen das seit der Sommerpause. Es wäre unfair, ihn jetzt mitzuschleppen.” Goden kam in der abgelaufenen Saison zu 23 Einsätzen, wurde meistens eingewechselt. Immerhin gelangen dem beim 1. FC Köln ausgebildeten Flügelverteidiger dabei drei Tore und eine Vorlage. Wohin es ihn nun zieht, ist noch unklar.

Nach dem Trainingslager geht es Schlag auf Schlag: Die Löwen testen gegen Borussia Mönchengladbach (10.7.) und Newcastle United (15.7.). Dann steht der stimmungsvolle Drittliga-Auftakt bei Dynamo Dresden (23.7.) an, ehe das Erstrunden-Match im DFB-Pokal gegen Borussia Dortmund (29.7.) wartet.

Neuer Co-Trainer für Köllner: Reisinger kehrt zu 1860 zurück

Der TSV 1860 München hat für die kommende Spielzeit einen neuen Co-Trainer gefunden. Mit Stefan Reisinger rückt ein Ex-Löwe mit über 300 absolvierten Pflichtspielen an Michael Köllners Seite.

In neuer Funktion im bekannten Dress aktiv: Co-Trainer Stefan Reisinger.

In neuer Funktion im bekannten Dress aktiv: Co-Trainer Stefan Reisinger.

IMAGO/Ulrich Wagner

Die ersten Schritte im Profigeschäft machte Reisinger einst als Spieler in Fürth. Nach zwei Jahren bei Wacker Burghausen, damals noch Zweitligist, ging der Stürmer in der Saison 2005/06 für die Löwen auf Torejagd. In 28 Spielen für die erste Mannschaft sprang dabei aber nur ein Treffer heraus. Deshalb trennten sich die Wege wieder recht schnell und den gebürtigen Landshuter zog es zurück zum Kleeblatt. Nach weiteren Stationen in Freiburg und Düsseldorf beendete er 2014 seine Karriere. Rückblickend kann der Angreifer auf 71 Tore in 305 Erst- und Zweitligapartien verweisen.

Zwei Jahre nach dem Ende der aktiven Karriere widmete sich Reisinger dem Trainerjob und sammelte erste Erfahrung in der U 19 der SpVgg Unterhaching. Über Elversberg zog es ihn dann zum KFC Uerdingen. Dort “bewies er als Co- und Interimstrainer in einer schweren Zeit, dass er Verantwortung übernehmen und wichtige Impulse in ein Team einbringen kann”, sagt Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel, der während Reisingers Engagement für die Giesinger an der Seitenlinie selbst als Co-Trainer aktiv war.

Für mich gilt es jetzt, voll anzugreifen.

Stefan Reisinger

Der ehemalige Stürmer freue sich “brutal” auf die kommende Aufgabe. “Ich bin hochmotiviert, bedanke mich für das Vertrauen, das mir die Verantwortlichen beim TSV 1860 München entgegenbringen. Für mich gilt es jetzt, voll anzugreifen.”

Der neunte Neue: 1860 verpflichtet Boyamba

1860 München rüstet weiter auf, mit Joseph Boyamba verstärken sich die Löwen im Angriff. Der 25-jährige Offensivspieler kommt ablösefrei vom Ligakonkurrenten Waldhof Mannheim.

Joseph Boyamba zeigt die Richtung an: Nach oben soll es gehen mit 1860.

Joseph Boyamba zeigt die Richtung an: Nach oben soll es gehen mit 1860.

IMAGO/foto2press

Der obligatorische Medizincheck steht zwar noch aus, aber auf der vereinseigenen Website zeigt sich Boyamba schon mit Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel und seinem neuen Trikot. Das “positive Gefühl” nach den Gesprächen mit den Verantwortlichen habe ihn überzeugt, dem “Projekt zuzustimmen”, wird der 25-Jährige zitiert.

Boyamba verabschiedet sich nach Vertragsende ablösefrei von Waldhof Mannheim, wo er die letzten beiden Spielzeiten unter Vertrag stand. Für die Kurpfälzer war der flexibel einsetzbare Offensivspieler in 68 Drittliga-Spielen aktiv, dabei erzielte er 17 Treffer und bereitete sechs weitere vor.

Gorenzel: “Vielseitig einsetzbar”

Über den schon neunten Neuzugang sagt Gorenzel: “Wir freuen uns, dass sich Joseph Boyamba für uns entschieden hat, da er auch aus der 2. Liga Angebote vorliegen hatte. Das spricht für die Strahlkraft von 1860 und unser ambitioniertes Konzept.” Von den Fähigkeiten Boyambas ist der Löwen-Manager überzeugt: “Er ist in der Offensive vielseitig einsetzbar, bringt große athletische und spielerische Fähigkeiten gepaart mit hohem Tempo mit, welche uns in der Offensive noch mehr Möglichkeiten verschaffen.”

Über die Vertragsmodalitäten wurde Stillschweigen vereinbart.

Köllner peilt mit 1860 den Aufstieg an – mit “hungrigen Spielern”

Mit “harter Arbeit” will Löwen-Coach Michael Köllner seinen runderneuerten Kader zum großen Saisonziel Aufstieg führen.

Löwen-Coach Michael Köllner ruft den Aufstieg als Ziel aus.

Löwen-Coach Michael Köllner ruft den Aufstieg als Ziel aus.

IMAGO/MIS

Die Münchner Löwen nahmen am heutigen Freitag die Saisonvorbereitung auf. Torschützenkönig Marcel Bär, der in der vergangenen Spielzeit 21 Treffer erzielte, fehlte erkrankt.

Dafür standen Chefcoach Köllner zahlreiche Neuzugänge zur Verfügung. Nach ihrem vierten Platz 2021/22 – zwei Punkte fehlten auf Rang drei – peilen die Sechziger mit neuen Hoffnungsträgern wie Abwehrspieler Jesper Verlaaat, Mittelfeldakteur Martin Kobylanski oder Angreifer Fynn Lakenmacher ein weiteres Mal die Rückkehr in die 2. Liga an.

Köllner: “In allen Bereichen optimieren”

“Wenn man sich die Kader- und Personalplanung anschaut, ist die Zielsetzung für uns, dass wir uns in allen Bereichen optimieren wollen”, sagte Köllner am Freitag. “Wir haben hungrige Spieler gesucht, belastbare Spieler. Wir haben Spieler verpflichtet, die am Ende zur DNA der Löwen passen.”

Mit dem bisherigen Kaderumbau ist Köllner vollauf zufrieden. Acht neue Akteure sind schon da, gleichzeitig gab es viele Abgänge. “Wir halten weiterhin Augen und Ohren offen”, sagte der Coach.

“Wir wollen attackieren”

Es werde aber wieder eine schwierige Saison. Köllner erwartet einen “intensiven Wettstreit” von rund acht Vereinen um die zwei direkten Aufstiegsplätze und Relegationsrang drei. “Wir müssen die nächsten Wochen harte Arbeit leisten”, kündigte der Coach an. “Wir wollen einen hochintensiven Fußball spielen. Wir wollen attackieren”, sagte Köllner.

Feste Größen wie Daniel Wein und Marius Willsch sollen nach langwierigen Verletzungen bald wieder für die Sechziger auflaufen können. Führungsspieler bleiben Torhüter Marco Hiller, Kapitän Stefan Lex und natürlich auch Torjäger Bär.

Ihren ersten Test bestreiten die Münchner, die alle 11.860 Saisontickets innerhalb von vier Stunden verkauft haben, am Sonntag beim TSV Waldkirchen in Niederbayern.

Die Drittligasaison beginnt am 22. Juli mit dem Eröffnungsspiel. Der Spielplan soll Ende des Monats veröffentlicht werden.

Im DFB-Pokal empfangen die Löwen Borussia Dortmund

Erster Saison-Höhepunkt für den TSV 1860 ist das DFB-Pokal-Erstrundenspiel am 29. Juli gegen Borussia Dortmund, das live im ZDF (20.45 Uhr) übertragen wird.

1860: Köllner peilt den Aufstieg mit “hungrigen Spielern” an

Mit “harter Arbeit” will Löwen-Coach Michael Köllner seinen runderneuerten Kader zum großen Saisonziel Aufstieg führen.

Löwen-Coach Michael Köllner ruft den Aufstieg als Ziel aus.

Löwen-Coach Michael Köllner ruft den Aufstieg als Ziel aus.

IMAGO/MIS

Die Münchner Löwen nahmen am heutigen Freitag die Saisonvorbereitung auf. Torschützenkönig Marcel Bär, der in der vergangenen Spielzeit 21 Treffer erzielte, fehlte erkrankt.

Dafür standen Chefcoach Köllner zahlreiche Neuzugänge zur Verfügung. Nach ihrem vierten Platz 2021/22 – zwei Punkte fehlten auf Rang drei – peilen die Sechziger mit neuen Hoffnungsträgern wie Abwehrspieler Jesper Verlaaat, Mittelfeldakteur Martin Kobylanski oder Angreifer Fynn Lakenmacher ein weiteres Mal die Rückkehr in die 2. Liga an.

Köllner: “In allen Bereichen optimieren”

“Wenn man sich die Kader- und Personalplanung anschaut, ist die Zielsetzung für uns, dass wir uns in allen Bereichen optimieren wollen”, sagte Köllner am Freitag. “Wir haben hungrige Spieler gesucht, belastbare Spieler. Wir haben Spieler verpflichtet, die am Ende zur DNA der Löwen passen.”

Mit dem bisherigen Kaderumbau ist Köllner vollauf zufrieden. Acht neue Akteure sind schon da, gleichzeitig gab es viele Abgänge. “Wir halten weiterhin Augen und Ohren offen”, sagte der Coach.

“Wir wollen attackieren”

Es werde aber wieder eine schwierige Saison. Köllner erwartet einen “intensiven Wettstreit” von rund acht Vereinen um die zwei direkten Aufstiegsplätze und Relegationsrang drei. “Wir müssen die nächsten Wochen harte Arbeit leisten”, kündigte der Coach an. “Wir wollen einen hochintensiven Fußball spielen. Wir wollen attackieren”, sagte Köllner.

Feste Größen wie Daniel Wein und Marius Willsch sollen nach langwierigen Verletzungen bald wieder für die Sechziger auflaufen können. Führungsspieler bleiben Torhüter Marco Hiller, Kapitän Stefan Lex und natürlich auch Torjäger Bär.

Ihren ersten Test bestreiten die Münchner, die alle 11.860 Saisontickets innerhalb von vier Stunden verkauft haben, am Sonntag beim TSV Waldkirchen in Niederbayern.

Die Drittligasaison beginnt am 22. Juli mit dem Eröffnungsspiel. Der Spielplan soll Ende des Monats veröffentlicht werden.

Im DFB-Pokal empfangen die Löwen Borussia Dortmund

Erster Saison-Höhepunkt für den TSV 1860 ist das DFB-Pokal-Erstrundenspiel am 29. Juli gegen Borussia Dortmund, das live im ZDF (20.45 Uhr) übertragen wird.

Köllner bleibt unter einer Bedingung ganz sicher Sechzig-Trainer

1860 München hat das Minimalziel erreicht und die Qualifikation für den DFB-Pokal am letzten Spieltag klargemacht. Trainer Michael Köllner philosophierte bereits über die kommende Saison – auch Torschützenkönig Marcel Bär kam zur Sprache.

Bleibt er ein Münchner Löwe? Coach Michael Köllner.

Bleibt er ein Münchner Löwe? Coach Michael Köllner.

IMAGO/Ulrich Wagner

Gerade erst war die Saison erfolgreich abgeschlossen, mit 6:3 hatte 1860 München im Heimspiel an der Grünwalder Straße Dortmund II besiegt. Bei MagentaSport blickte Coach Michael Köllner aber schon voraus. “Wir brauchen ein starkes 1860 München und es gibt Gespräche”, entgegnete der Oberpfälzer auf Nachfrage zum Kader. Im Gegensatz zu Geschäftsführer Günter Gorenzel, der “keine Zweifel an der Personalie” Köllner habe, ließ der 52-Jährige sich zunächst aber nicht so recht in die Karten schauen.

Gorenzel hat “keine Zweifel” an Köllners Verbleib

Köllner erzählte stattdessen von seiner Halbzeitansprache, in der er seine Spieler daran erinnerte, nicht so “disziplinlos” wie in Hälfte eins zu agieren, schließlich mussten die Giesinger trotz einer 2:0-Führung mit einem 2:2 in die Kabine. Der Trainer aber ahnte, “dass wir das noch hinkriegen. Das zeigt den Charakter der Mannschaft und, dass wir das unbedingt wollten.” Zwischen Team und Coach passt es also.

Ich bin froh, dass ich von denen erst einmal keinen sehe.

Marcel Bär mit einem Schmunzeln im Gesicht über die Kollegen

Grund für den klaren Erfolg im Neun-Tore-Spektakel war derweil Marcel Bär, der an fünf der sechs Tore beteiligt war und sich auch die Torjägerkanone des kicker sicherte. “Das ist für mich persönlich etwas ganz Großes”, sagte der Angreifer, der die Qualifikation zum DFB-Pokal als insgesamt wertvoller betrachtete und sich bei seiner Familie und dem Team bedankte, doch schmunzelnd über die Kollegen hinzufügte: “Ich bin froh, dass ich von denen erst einmal keinen sehe.”

Köllner hat hellseherische Fähigkeiten – auch bezüglich des Personals?

Bleiben wird Bär aber, darin waren sich Gorenzel, Köllner und er sicher. “Ich habe von Anfang an Vertrauen bekommen und mir war es extrem wichtig, dieses zurückzugeben und Vollgas zu geben. In der Rückserie hat es mit den Jungs mega Bock gemacht”, stellte Bär klar. Sein Trainer offenbarte zudem, lange um den Torjäger gekämpft zu haben. “Ich wusste, er hat eine gewisse Qualität, und mit Training bringt man ihn voran. Und: Ich habe im Dezember schon gesagt, der schießt über 20 Tore – am Ende schießt er über 20 Tore.”

An der Zahl waren es am Ende 21 Treffer. Bär wird, so scheint es, auch nächste Spielzeit dem Verein angehören. Bei anderen Personalien “sind die Würfel aber noch nicht gefallen”, erklärte  Gorenzel, der sich zusätzlich zu den Einnahmen im DFB-Pokal über und für die “immer abliefernden” Fans freute.

Damit diese 2022/23 weiterhin denselben Trainer bejubeln dürfen, muss laut diesem aber noch einiges passieren. “Sollte es am Ende so kommen, dass wir nächstes Jahr ein starkes 1860 München haben, dann sicherlich auch mit Michael Köllner”, meinte der Coach, stellte in diesem Zusammenhang aber auch fest: “Ich habe noch keinen Wechsel offiziell vermeldet bekommen. Es wird nur gemutmaßt, wer kommt. Daher warten wir mal ab, was nächstes Jahr an der Grünwalder Straße ist und dann schauen wir weiter.” Immerhin sagte er dies mit einem Lächeln im Gesicht.

Lesen Sie auch: Löwen-Stürmer Bär erhält kicker-Torjägerkanone

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1860 München hat das Minimalziel erreicht und die Qualifikation für den DFB-Pokal am letzten Spieltag klargemacht. Trainer Michael Köllner philosophierte bereits über die kommende Saison – auch Torschützenkönig Marcel Bär kam zur Sprache.

Bleibt er ein Münchner Löwe? Coach Michael Köllner.

Bleibt er ein Münchner Löwe? Coach Michael Köllner.

IMAGO/Ulrich Wagner

Gerade erst war die Saison erfolgreich abgeschlossen, mit 6:3 hatte 1860 München im Heimspiel an der Grünwalder Straße Dortmund II besiegt. Bei MagentaSport blickte Coach Michael Köllner aber schon voraus. “Wir brauchen ein starkes 1860 München und es gibt Gespräche”, entgegnete der Oberpfälzer auf Nachfrage zum Kader. Im Gegensatz zu Geschäftsführer Günter Gorenzel, der “keine Zweifel an der Personalie” Köllner habe, ließ der 52-Jährige sich zunächst aber nicht so recht in die Karten schauen.

Gorenzel hat “keine Zweifel” an Köllners Verbleib

Köllner erzählte stattdessen von seiner Halbzeitansprache, in der er seine Spieler daran erinnerte, nicht so “disziplinlos” wie in Hälfte eins zu agieren, schließlich mussten die Giesinger trotz einer 2:0-Führung mit einem 2:2 in die Kabine. Der Trainer aber ahnte, “dass wir das noch hinkriegen. Das zeigt den Charakter der Mannschaft und, dass wir das unbedingt wollten.” Zwischen Team und Coach passt es also.

Ich bin froh, dass ich von denen erst einmal keinen sehe.

Marcel Bär mit einem Schmunzeln im Gesicht über die Kollegen

Grund für den klaren Erfolg im Neun-Tore-Spektakel war derweil Marcel Bär, der an fünf der sechs Tore beteiligt war und sich auch die Torjägerkanone des kicker sicherte. “Das ist für mich persönlich etwas ganz Großes”, sagte der Angreifer, der die Qualifikation zum DFB-Pokal als insgesamt wertvoller betrachtete und sich bei seiner Familie und dem Team bedankte, doch schmunzelnd über die Kollegen hinzufügte: “Ich bin froh, dass ich von denen erst einmal keinen sehe.”

Köllner hat hellseherische Fähigkeiten – auch bezüglich des Personals?

Bleiben wird Bär aber, darin waren sich Gorenzel, Köllner und er sicher. “Ich habe von Anfang an Vertrauen bekommen und mir war es extrem wichtig, dieses zurückzugeben und Vollgas zu geben. In der Rückserie hat es mit den Jungs mega Bock gemacht”, stellte Bär klar. Sein Trainer offenbarte zudem, lange um den Torjäger gekämpft zu haben. “Ich wusste, er hat eine gewisse Qualität, und mit Training bringt man ihn voran. Und: Ich habe im Dezember schon gesagt, der schießt über 20 Tore – am Ende schießt er über 20 Tore.”

An der Zahl waren es am Ende 21 Treffer. Bär wird, so scheint es, auch nächste Spielzeit dem Verein angehören. Bei anderen Personalien “sind die Würfel aber noch nicht gefallen”, erklärte  Gorenzel, der sich zusätzlich zu den Einnahmen im DFB-Pokal über und für die “immer abliefernden” Fans freute.

Damit diese 2022/23 weiterhin denselben Trainer bejubeln dürfen, muss laut diesem aber noch einiges passieren. “Sollte es am Ende so kommen, dass wir nächstes Jahr ein starkes 1860 München haben, dann sicherlich auch mit Michael Köllner”, meinte der Coach, stellte in diesem Zusammenhang aber auch fest: “Ich habe noch keinen Wechsel offiziell vermeldet bekommen. Es wird nur gemutmaßt, wer kommt. Daher warten wir mal ab, was nächstes Jahr an der Grünwalder Straße ist und dann schauen wir weiter.” Immerhin sagte er dies mit einem Lächeln im Gesicht.

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1860 München hat das Minimalziel erreicht und die Qualifikation für den DFB-Pokal am letzten Spieltag klargemacht. Trainer Michael Köllner philosophierte bereits über die kommende Saison – auch Torschützenkönig Marcel Bär kam zur Sprache.

Bleibt er ein Münchner Löwe? Coach Michael Köllner.

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IMAGO/Ulrich Wagner

Gerade erst war die Saison erfolgreich abgeschlossen, mit 6:3 hatte 1860 München im Heimspiel an der Grünwalder Straße Dortmund II besiegt. Bei MagentaSport blickte Coach Michael Köllner aber schon voraus. “Wir brauchen ein starkes 1860 München und es gibt Gespräche”, entgegnete der Oberpfälzer auf Nachfrage zum Kader. Im Gegensatz zu Geschäftsführer Günter Gorenzel, der “keine Zweifel an der Personalie” Köllner habe, ließ der 52-Jährige sich zunächst aber nicht so recht in die Karten schauen.

Gorenzel hat “keine Zweifel” an Köllners Verbleib

Köllner erzählte stattdessen von seiner Halbzeitansprache, in der er seine Spieler daran erinnerte, nicht so “disziplinlos” wie in Hälfte eins zu agieren, schließlich mussten die Giesinger trotz einer 2:0-Führung mit einem 2:2 in die Kabine. Der Trainer aber ahnte, “dass wir das noch hinkriegen. Das zeigt den Charakter der Mannschaft und, dass wir das unbedingt wollten.” Zwischen Team und Coach passt es also.

Ich bin froh, dass ich von denen erst einmal keinen sehe.

Marcel Bär mit einem Schmunzeln im Gesicht über die Kollegen

Grund für den klaren Erfolg im Neun-Tore-Spektakel war derweil Marcel Bär, der an fünf der sechs Tore beteiligt war und sich auch die Torjägerkanone des kicker sicherte. “Das ist für mich persönlich etwas ganz Großes”, sagte der Angreifer, der die Qualifikation zum DFB-Pokal als insgesamt wertvoller betrachtete und sich bei seiner Familie und dem Team bedankte, doch schmunzelnd über die Kollegen hinzufügte: “Ich bin froh, dass ich von denen erst einmal keinen sehe.”

Köllner hat hellseherische Fähigkeiten – auch bezüglich des Personals?

Bleiben wird Bär aber, darin waren sich Gorenzel, Köllner und er sicher. “Ich habe von Anfang an Vertrauen bekommen und mir war es extrem wichtig, dieses zurückzugeben und Vollgas zu geben. In der Rückserie hat es mit den Jungs mega Bock gemacht”, stellte Bär klar. Sein Trainer offenbarte zudem, lange um den Torjäger gekämpft zu haben. “Ich wusste, er hat eine gewisse Qualität, und mit Training bringt man ihn voran. Und: Ich habe im Dezember schon gesagt, der schießt über 20 Tore – am Ende schießt er über 20 Tore.”

An der Zahl waren es am Ende 21 Treffer. Bär wird, so scheint es, auch nächste Spielzeit dem Verein angehören. Bei anderen Personalien “sind die Würfel aber noch nicht gefallen”, erklärte  Gorenzel, der sich zusätzlich zu den Einnahmen im DFB-Pokal über und für die “immer abliefernden” Fans freute.

Damit diese 2022/23 weiterhin denselben Trainer bejubeln dürfen, muss laut diesem aber noch einiges passieren. “Sollte es am Ende so kommen, dass wir nächstes Jahr ein starkes 1860 München haben, dann sicherlich auch mit Michael Köllner”, meinte der Coach, stellte in diesem Zusammenhang aber auch fest: “Ich habe noch keinen Wechsel offiziell vermeldet bekommen. Es wird nur gemutmaßt, wer kommt. Daher warten wir mal ab, was nächstes Jahr an der Grünwalder Straße ist und dann schauen wir weiter.” Immerhin sagte er dies mit einem Lächeln im Gesicht.

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3. Liga stellt Torrekord zum Saisonabschluss auf

Am letzten Spieltag ging es nochmal torreich in der 3. Liga zu: Gemessen an der Quote war es sogar der Spieltag mit den meisten Treffern seit Gründung.

1860 München und Borussia Dortmund II trennten sich 6:3.

1860 München und Borussia Dortmund II trennten sich 6:3.

IMAGO/Ulrich Wagner

2008 wurde die eingleisige 3. Liga ins Leben gerufen, immer wieder ging es torreich zu. Der 38. Spieltag der Saison 2021/22 toppte allerdings nochmal die bisherige Bestmarke vom 6. Spieltag der Saison 2019/20 – legt man den Durchschnitt zu Grunde. Da fielen bei den neun Partien am Samstag 4,78 Tore im Schnitt. Besonders die Schützenfestivals in München (6:3 gegen Dortmund), Mannheim (7:0 gegen Havelse), Zwickau (7:0 gegen Würzburg) und Berlin (3:4 gegen Meppen) trieben den Schnitt in die Höhe.

Allerdings: Geht es nach den absoluten Zahlen, muss sich der Saisonabschluss 2022 doch auf Rang zwei einreihen (43). Denn da bleibt der 6. Spieltag 2019/20 vorne (47). Allerdings fanden damals zehn Partien statt, diesmal waren es aufgrund des Rückzugs von Türkgücü München, das am letzten Spieltag beim 1. FC Kaiserslautern angetreten wäre, nur neun Spiele.

Übrigens: Mit dem 12. Spieltag befindet sich ein weiterer unter den Top-Drei der torreichsten Runden – sogar das annullierte Türkgücü-Spiel rausgerechnet.

Frederik Paulus

Die elf torreichsten Drittliga-Spieltage

Tore Spiele Saison Spieltag Tore/Spiel

47 10 2019/20 6 4,7

43 9 2021/22 38 4,78

41 9 2021/22 12 4,56

41 10 2009/10 11 4,1

40 10 2011/12 20 4

39 10 2019/20 14 3,9

39 10 2019/20 8 3,9

39 10 2009/10 38 3,9

39 10 2010/11 6 3,9

38 10 2009/10 34 3,8

38 10 2016/17 11 3,8

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Am letzten Spieltag ging es nochmal torreich in der 3. Liga zu: Gemessen an der Quote war es sogar der Spieltag mit den meisten Treffern seit Gründung.

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IMAGO/Ulrich Wagner

2008 wurde die eingleisige 3. Liga ins Leben gerufen, immer wieder ging es torreich zu. Der 38. Spieltag der Saison 2021/22 toppte allerdings nochmal die bisherige Bestmarke vom 6. Spieltag der Saison 2019/20 – legt man den Durchschnitt zu Grunde. Da fielen bei den neun Partien am Samstag 4,78 Tore im Schnitt. Besonders die Schützenfestivals in München (6:3 gegen Dortmund), Mannheim (7:0 gegen Havelse), Zwickau (7:0 gegen Würzburg) und Berlin (3:4 gegen Meppen) trieben den Schnitt in die Höhe.

Allerdings: Geht es nach den absoluten Zahlen, muss sich der Saisonabschluss 2022 doch auf Rang zwei einreihen (43). Denn da bleibt der 6. Spieltag 2019/20 vorne (47). Allerdings fanden damals zehn Partien statt, diesmal waren es aufgrund des Rückzugs von Türkgücü München, das am letzten Spieltag beim 1. FC Kaiserslautern angetreten wäre, nur neun Spiele.

Übrigens: Mit dem 12. Spieltag befindet sich ein weiterer unter den Top-Drei der torreichsten Runden – sogar das annullierte Türkgücü-Spiel rausgerechnet.

Frederik Paulus

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Tore Spiele Saison Spieltag Tore/Spiel

47 10 2019/20 6 4,7

43 9 2021/22 38 4,78

41 9 2021/22 12 4,56

41 10 2009/10 11 4,1

40 10 2011/12 20 4

39 10 2019/20 14 3,9

39 10 2019/20 8 3,9

39 10 2009/10 38 3,9

39 10 2010/11 6 3,9

38 10 2009/10 34 3,8

38 10 2016/17 11 3,8