Meppens Kapitän Leugers beendet seine Karriere

Wie der SV Meppen am Donnerstag mitteilte, wird Kapitän Thilo Leugers zum Saisonende verletzungsbedingt seine Karriere beenden müssen.

Beendet seine aktive Karriere nach dieser Spielzeit: Meppens Kapitän Thilo Leugers.

Beendet seine aktive Karriere nach dieser Spielzeit: Meppens Kapitän Thilo Leugers.

imago images/Werner Scholz

Damit verlässt den Drittligisten ein langjähriger Stammspieler. 2016 aus der dritten spanischen Liga ins Emsland gewechselt, absolvierte Leugers 122 Spiele für den SVM, in denen er elf Treffer erzielen konnte. Seit der Spielzeit 2019/20 trug der Mittelfeld-Stratege die Binde der Meppener.

Zukunft außerhalb des Platzes möglich

Grund für das Karriereende des 31-Jährigens sei anhaltendes Verletzungspech. “Leider hat er viel Pech gehabt mit seinen schweren Verletzungen im Verlauf seiner Karriere”, so Sportvorstand Heiner Beckmann. Diese wiederholten Ausfälle hätten es schwierig gemacht, “wieder reinzukommen”. Zuletzt hatte Leugers sich in der Saisonvorbereitung einen Kreuzbandriss zugezogen.

Seine Zeit im Emsland könnte laut Beckmann aber dennoch weitergehen: “Eine zukünftige Einbindung in den Verein steht ihm immer offen”.

Bünning über Eigentor: “Das darf mir nicht passieren, so lustig das auch ist”

Lars Bünning stand beim Montagsspiel zwischen Viktoria Köln und dem SV Meppen im Fokus. Erst erzielte der Verteidiger das Führungstor für die Gäste – dann unterlief ihm ein Eigentor, das er selbstkritisch einordnete.

Lars Bünning traf gegen Köln ins gegnerische und ins eigene Netz.

Lars Bünning traf gegen Köln ins gegnerische und ins eigene Netz.

imago images/Werner Scholz

Beide Treffer, die Bünning am Montagabend erzielte, waren ein Hingucker. Erst erzielte der bei einem Standard aufgerückte 24-jährige Verteidiger gekonnt und artistisch das 1:0 aus kurzer Distanz für den SV Meppen. Wenige Minuten nach Wiederanpfiff traf er mit einem tief angesetzten Kopfball – diesmal allerdings in den eigenen Kasten. “Ein Fauxpas, der mir nicht passieren darf, so lustig das auch ist”, ordnete der Defensivmann die Szene nach dem Spiel selbstkritisch bei “MagentaSport” ein. “Ich wollte grundsätzlich den Ball abtropfen lassen und hab dann gesehen, dass ‘Harsi’ (Torhüter Harsman, Anm. d. Red.) auf meiner Höhe steht.” Wenige Momente später lag der Ball im langen Eck. “Das ist sehr, sehr bitter.”

3. Liga, 35. Spieltag

Die Zerknirschung war Bünning auch nach dem Spiel noch anzumerken (“Ich habe heute meiner Mannschaft zwei Punkte gekostet”), etwas trösten konnte sich der SVM-Abwehrspieler aber immerhin mit der Tatsache, dass der 1:1-Endstand gleichbedeutend mit dem nun auch rechnerisch besiegelten Klassenerhalt der Emsländer war. Zwar sei es gut, das Thema nun endgültig abzuhaken. Angesichts der formidablen Hinrunde, die Meppen gespielt hatte (Platz 5) und der ein ziemlicher Absturz folgte (Letzter in der Rückrundentabelle), fiel die Freude allerdings verhalten aus.

Es war ja nicht alles Matchglück. Ich tue mich schwer zu sagen, dass wir da über unserem Niveau gespielt haben.

Lars Bünning über die Hinrunde des SV Meppen

“Es ärgert uns als Mannschaft tierisch, dass wir an den Spitzenplätzen nicht dranbleiben konnten”, so Bünning, der die Hinrunde keineswegs als eine Art positiven Ausrutscher nach oben abtun wollte. “Es war ja nicht alles Matchglück. Ich tue mich schwer zu sagen, dass wir da über unserem Niveau gespielt haben.”

Cheftrainer Rico Schmitt bewertete das 1:1 in Köln insofern auch als Schritt nach vorne. “Jetzt haben wir erstmalig seit vielen vielen Wochen wieder auswärts einen Punkt geholt. Das tut auch gut. Das Remis geht unter dem Strich in Ordnung”, so Schmitt. Zwar habe sein Team kurz nach dem Seitenwechsel “ein ganz blödes Tor bekommen”, aber “trotzdem habe ich eine Mannschaft gesehen, die daran arbeitet, sich aus diesem Tal der Tränen zu befreien”.

SV Meppen trennt sich von Guder

Der SV Meppen teilte am Dienstag mit, dass der auslaufende Vertrag mit René Guder nicht verlängert wird – wohin es den Rechtsaußen zieht, ist noch nicht klar. 

René Guder (l.) verlässt den SV Meppen im Sommer nach dreieinhalb Jahren.

René Guder (l.) verlässt den SV Meppen im Sommer nach dreieinhalb Jahren.

imago images/Eibner

Der SV Meppen und Rechtsaußen René Guder gehen ab Sommer getrennte Wege – die Emsländer lassen den Vertrag mit dem 27-Jährigen zum Saisonende auslaufen. Das kommt durchaus überraschend, da er im Team von Trainer Rico Schmitt gesetzt ist und in dieser Spielzeit in 27 Ligapartien (zwei Tore, kicker-Notenschnitt 3,48) auf dem Platz stand. Die Trennung sei laut Guder nach “einem gemeinsamen Gespräch” beschlossen worden: “Wir bedanken uns ausdrücklich bei René für sein großes Engagement und seinen Einsatz in den letzten Jahren. Privat wie sportlich wünschen wir ihm für die Zukunft nur das Beste”, so Meppens Sportvorstand Heiner Beckmann in einer Vereinsmitteilung. 

Guder fehlte zuletzt aufgrund einer Rotsperre

Aktuelle SVM-Spiele

Damit wird der Offensivspieler den SVM im Sommer nach dreieinhalb Jahren ablösefrei verlassen – wohin es den gebürtigen Hamburger zieht, steht bislang noch nicht fest. Guder fehlte dem Drittligisten in den vergangenen drei Ligaspielen aufgrund seiner Roten Karte aus dem Duisburg-Spiel. Am Montag gegen Viktoria Köln könnte er somit erstmalig nach über einem Monat sein Comeback feiern.

Insgesamt bestritt der Außenspieler seit seinem Wechsel im Januar 2019 112 Drittligaspiel für die Emsländer (12 Tore). Vor seiner Station in Meppen war er in der dritten Liga für Wehen Wiesbaden (2018/19) und Holstein Kiel (2014 – 2016) aktiv.