Nationalkeeper Niederberger wechselt von Meister Berlin nach München

Der EHC Red Bull München will mit der Verpflichtung von Nationaltorhüter Mathias Niederberger seine titellose Zeit in der DEL beenden.

Torwart Mathias Niederberger verlässt Meister Berlin Richtung München.

Torwart Mathias Niederberger verlässt Meister Berlin Richtung München.

IMAGO/Passion2Press

Der 29-Jährige kommt von den Eisbären Berlin an die Isar, teilten die Münchner am Montag mit. Niederberger war bereits 2013 das erste Mal in die bayerische Hauptstadt gewechselt, verließ den Klub jedoch wenig später in die USA.

Der Kontakt sei seitdem “nie abgerissen, wir standen stets in einem freundlichen Austausch”, sagte Sportdirektor Christian Winkler. “Nachdem sich die Türe für eine Verpflichtung geöffnet hat, folgten hervorragende Gespräche mit dem Resultat, dass Mathias wieder nach München zurückkehrt.”

Red Bull München zählt seit Jahren zu den besten Mannschaften Europas und agiert mit einer nachhaltigen und langfristigen Strategie.

Der 53-fache Nationalspieler war eine der Schlüsselfiguren beim Finalsieg der Eisbären gegen München vergangene Woche. Immer wieder verhinderte er Gegentreffer mit starken Paraden und trug maßgeblich zum Sieg bei. Der Münchner Titel-Hattrick liegt mittlerweile vier Jahre zurück.

“Red Bull München zählt seit Jahren zu den besten Mannschaften Europas und agiert mit einer nachhaltigen und langfristigen Strategie”, sagte Niederberger. “Ich freue mich auf die Herausforderung, mit einem neuen Team in einer neuen Stadt erfolgreich zu sein.”

Haukeland im Gegenzug nach Berlin?

Im Gegenzug zum Niederberger-Transfer könnte der Münchner Henrik Haukeland in die Hauptstadt wechseln. Der norwegische Torhüter würde dort den Verlust von Niederberger abfedern.

“Vielleicht das beste Spiel” der “Berliner Mauer” Niederberger

Dank Mathias Niederberger fiel die Titel-Entscheidung in der Deutschen Eishockey Liga deutlich aus. Mit einem 5:0 wegen ihres überragenden Torhüters kürten sich die Eisbären Berlin beim EHC Red Bull München erneut zum Meister.

Der große Held der Eisbären und bald beim EHC? Mathias Niederberger.

Der große Held der Eisbären und bald beim EHC? Mathias Niederberger.

IMAGO/Passion2Press

Bei seiner Abschiedsvorstellung für Champion Eisbären Berlin zeigte Nationalkeeper Mathias Niederberger eine seiner spektakulärsten Leistungen. Ausgerechnet bei seinem wohl künftigen Arbeitgeber EHC Red Bull München war Niederberger beim grandiosen Berliner 5:0 (1:0, 3:0, 1:0) am Mittwochabend der Matchwinner im vierten Play-off-Finale. Nach dem neunten Titelgewinn des Rekordchampions der Deutschen Eishockey Liga stürmten die Berliner Feldspieler euphorisiert aufs Eis, warfen Helme und Schläger weg und stürmten auf Niederberger zu.

Aubins großes Lob für Niederberger

DEL-Finalserie 2022

“Das war vielleicht das beste Spiel, das ich jemals von ihm gesehen habe”, jubelte Eisbären-Meistercoach Serge Aubin bei MagentaSport und auch sein Münchner Kollege Don Jackson lobte anerkennend: “Er war der große Unterschied, keine Frage.” Der frühere Berliner Meistertrainer konnte sich trotzdem etwas freuen: In der kommenden Saison soll Niederberger für den EHC spielen. “Ich habe alles gegeben, was ich hatte”, sagte der Goalie.

Neben dem 29 Jahre alten Düsseldorfer im Berliner Tor waren gnadenlose Effizienz und routinierte Alt-Stars für den entscheidenden dritten Sieg in der Best-of-five-Serie verantwortlich. Um 22.09 Uhr jubelten die Eisbären im goldenen Konfettiregen in München mit dem Meisterpokal. Kurz zuvor war der bereits 37 Jahre alte Verteidiger Frank Hördler zum wertvollsten Spieler der DEL-Play-offs ausgezeichnet worden. Drei Treffer von Matthew White (9./37./60. Minute) und weitere Tore von Frans Nielsen (25.) und Marcel Noebels (26.) sorgten vorzeitig für den nötigen dritten Sieg in der Finalserie.

Gleichauf mit DEG, Haien und Adlern

Die Eisbären zogen mit dem neunten Titel an den je achtfachen Meistern Düsseldorf, Köln und Mannheim vorbei, die ihre Titel allesamt oder teilweise noch in der früheren Bundesliga sammelten. Die Berliner bestätigten damit den Titel aus dem vergangenen Jahr, der noch unter anderen Bedingungen erspielt wurde. Bei noch strengeren Corona-Regelungen hatte die vergangene Saison ganz ohne Zuschauer stattgefunden. In den Play-offs waren vor Jahresfrist zudem nur zwei Siege zum Weiterkommen oder zum Titelgewinn notwendig.

Inzwischen sind längst wieder Fans in den Hallen zugelassen und die 5533 Zuschauer in der ausverkauften kleinen Münchner Olympiahalle sorgten für einen stimmungsvolleren Meister-Rahmen als 2021. Dabei war das Publikum schnell konsterniert angesichts des abgeklärten und selbstbewussten Eisbären. Auch FC-Bayern-Coach Julian Nagelsmann im Publikum brachte dem EHC kein Glück.

Knackpunkt: Frühes Schütz-Tor zählt nicht

Die Hausherren begannen druckvoll, verkrampften aber zu schnell angesichts des Drucks, unbedingt siegen zu müssen. Der frühe Knackpunkt im Spiel war die neunte Minute: Ein EHC-Treffer von Justin Schütz wurde korrekterweise wegen einer Behinderung Niederbergers nicht anerkannt. Kurz darauf schlugen die Berliner zu. Einen Traumpass des in den Play-offs starken Routiniers und Finals-MVP Frank Hördler (Aubin: “Er ist eine Legende”) verwertete White abgeklärt. Dies zeigte Wirkung. Bei den Eisbären wuchs aber das Selbstbewusstsein. Im Mittelabschnitt sorgte dann ein eiskalter Doppelschlag der Eisbären für die Vorentscheidung.

Das schnelle Ende freut den Bundestrainer

Zunächst traf der inzwischen 38 Jahre alte langjährige dänische NHL-Star Nielsen bereits zum dritten Mal in der Finalserie. Nur 51 Sekunden später erhöhte Nationalstürmer Noebels. Spätestens nach einer erneuten Glanztat Niederbergers in der 35. Minute gegen Ben Street schien klar: Der EHC muss weiter auf den vierten Titelgewinn warten. Erneut White per abgefälschtem Schuss und einem Treffer ins leere Netz in der Schlussminute machte den Berliner Finalsieg schon nach vier von fünf möglichen Spielen perfekt. Das dürfte auch Bundestrainer Toni Söderholm gefreut haben: Von den beiden Finalteams könnte noch gut ein halbes Dutzend Spieler in der kommenden Woche zum Kader für die Weltmeisterschaft in Finnland (13. bis 29. Mai) stoßen.

Nächster knapper Sieg: Eisbären trotzen Rückschlägen und erkämpfen sich den Matchball

Die Eisbären Berlin sind nur noch einen Sieg von der Titelverteidigung in der DEL entfernt. Im dritten Spiel der packenden Best-of-Five-Serie bezwangen sie den EHC Red Bull München mit 2:1.

Wieder jubelten die Eisbären - hier Marco Bassler nach dem 1:0 durch Zachary Boychuk.

Wieder jubelten die Eisbären – hier Marco Bassler nach dem 1:0 durch Zachary Boychuk.

IMAGO/Eibner

In der eng getakteten Finalserie haben die Eisbären Berlin die Belastungsprobe gegen den EHC Red Bull München erneut gemeistert und sind nur noch einen Sieg vom Silberpokal entfernt. Mit dem knappen 2:1 (1:1, 1:0, 0:0) feierte der Vorjahreschampion am Montagabend den zweiten von drei notwendigen Erfolgen zum Titelgewinn. Am Mittwoch (19.30 Uhr) können die Berliner in München die Titelverteidigung und neunte Meisterschaft in der DEL perfekt machen. Die Münchner müssen nun zweimal nacheinander gewinnen, um die Eisbären noch zu entthronen.

“Hut ab an die Mannschaft”, lobte Berlins Kapitän Frank Hördler bei “MagentaSport”. Angesichts des vierten Spiels der Eisbären in fünf Tagen wirkte der Verteidiger erleichtert über den spielfreien Dienstag. “Wir haben gut gestanden, alle haben sehr hart gearbeitet”, urteilte Hördler über die Defensivleistung.

Im dritten Finalspiel binnen vier Tagen brachte Zachary Boychuk die Eisbären in Führung (5.). Zachary Redmond (7.) glich für die Münchner in der schwungvollen Anfangsphase schnell aus. Im Mitteldrittel entschied Berlins Stürmer Dominik Bokk (39.) die bis zum Schluss spannende und umkämpfte Partie.

Erst am Sonntag hatten die Eisbären mit dem 3:2-Erfolg in der zweiten Verlängerung in München den Serienausgleich geschafft. Im ersten Final-Aufeinandertreffen hatten die Münchner ein 0:3 in Berlin gedreht und 4:3 gewonnen. Wer dreimal siegt, ist Meister. Sollte ein fünftes Spiel notwendig wären, sind die Berliner am Donnerstag Gastgeber.

Auch Bobic in der Arena – Eisbären trotzen personellen Rückschlägen

Am Tag nach dem zweiten Finalduell über 84 Minuten boten beide Teams den 14.200 Zuschauern – darunter Hertha-Geschäftsführer Fredi Bobic – im ersten Abschnitt ein rasantes und offensiv geführtes Spiel. Nach nur 16 Sekunden traf Eisbären-Stürmer Boychuk den Pfosten. Früh nutzte der Kanadier in der ersten Berliner Überzahlsituation eine Nachlässigkeit der Gäste konsequent: Beim Befreiungsversuch von EHC-Verteidiger Konrad Abeltshauser landete der Puck vom Schlittschuh von Kevin Clark bei Boychuk.

Gut zwei Minuten später fiel aber schon der Ausgleich: Benjamin Street leistete die Vorarbeit für das 1:1 von Redmond, DEL-Verteidiger des Jahres. Dass Play-off-Topscorer Blaine Byron nicht zum Aufgebot zählte, war für die Eisbären ein schmerzhafter Verlust. Dass dann auch noch Boychuk Ende des zweiten Drittels nach einem Check von Trevor Parkes in die Kabine musste, bedeutete einen weiteren personellen Rückschlag.

Die Belastung der vergangenen Tage war den Finalisten im zweiten Abschnitt anzumerken. Das Spiel verlor an Geschwindigkeit, die Fehler nahmen zu. Ein wenig überraschend fiel die erneute Führung für Berlin: Verteidiger Kai Wissmann bewahrte Ruhe und Übersicht. Bokk fälschte den Schuss entscheidend ab. Im Schlussabschnitts blieb es angesichts des knappen Vorsprungs spannend. Die Eisbären aber verteidigten geschickt.

Nielsen entscheidet in der zweiten Overtime! Eisbären gelingt der Ausgleich

Die Eisbären Berlin schafften am Sonntag in München in Spiel zwei der Finalserie um die deutsche Eishockey-Meisterschaft dank eines Treffers in der zweiten Overtime den Serienausgleich.

Berliner Jubel um und mit Leo Pföderl (re.).

Berliner Jubel um und mit Leo Pföderl (re.).

IMAGO/Eibner

Die Eisbären Berlin haben in der hitzigen Finalserie um ausgeglichen. Der Vorjahressieger gewann am Sonntag das zweite packende Playoff-Duell nach zweimaliger Overtime mit 3:2 und kann am morgigen Montag (19.30 Uhr) in eigener Halle erstmals in der Serie in Führung gehen.

Trevor Parkes brachte die Münchner in der 13. Minute in Führung. Nur 35 Sekunden danach erzielte Leo Pföderl im Fallen den Ausgleich. In der mit 5.533 Fans ausverkauften Arena rettete erneut Parkes (58.) den EHC nach einem Treffer von Frans Nielsen (41.) in die doppelte Verlängerung. In der leidenschaftlichen Partie war dann wieder der dänische Ex-NHL-Spieler Nielsen (84.) der Matchwinner.

Faustkampf zwischen Hager und Wiederer

Eine wilde Schlägerei zwischen dem Münchner Patrick Hager und dem schließlich blutenden Manuel Wiederer war zwischenzeitlich ein Aufreger in der Schlussphase des dritten Drittels gewesen.

Die Münchner hatten die erste Partie in der Serie “Best-of-Five” am Freitagabend trotz eines zwischenzeitlichen 0:3 noch mit 4:3 für sich entschieden. Wer zuerst drei Spiele gewinnt, ist Meister. Das vierte Finale am Mittwoch (19.30 Uhr) wird wieder in der bayerischen Landeshauptstadt ausgetragen. Ein mögliches  fünftes und entscheidendes Spiel würde am Donnerstag (19.30 Uhr) wieder in Berlin stattfinden.

Eisbären-Coach Aubin nimmt seine Spieler in Schutz: “Keine Roboter”

Im ersten Finalspiel der DEL gegen München geht der Titelverteidiger aus Berlin nach einer 3:0-Führung noch als Verlierer vom Eis. Ihr strapaziöses Pensum lassen die Eisbären aber nicht als Entschuldigung gelten. Zeit zur Aufarbeitung gibt es ohnehin kaum.

Berliner Frust: München dreht das erste Finalspiel.

Berliner Frust: München dreht das erste Finalspiel.

picture alliance/dpa

Serge Aubin ließ Milde walten. “Man muss den Fuß auf dem Gaspedal behalten, aber wir haben etwas nachgelassen. Das Momentum ist zu den Münchenern gewechselt, und es war schwer, es wieder zurückzuholen”, sagte der Trainer der Eisbären Berlin nach dem 3:4 im ersten Play-off-Finale gegen den EHC Red Bull München. Trotz der Enttäuschung nahm der Kanadier sein Team in Schutz: “Das ist Eishockey. Die Spieler sind menschliche Wesen, keine Roboter.”

Die Eisbären verpassten es am Freitagabend, für einen perfekten Start ins Finale der DEL zu sorgen. Der Titelverteidiger verspielte einen Drei-Tore-Vorsprung. Mit Blick auf das zweite Spiel der Best-of-Five-Serie am Sonntag in München (15.15 Uhr) hofft der Eisbären-Coach nun auf Lerneffekte aus der Auftaktniederlage. “Wir werden das Spiel analysieren, die Fehler beheben und weitermachen”, sagte er.

Vierminütige Zeitstrafe leitet die Wende ein

Dass die Berliner am Freitag die zweite Begegnung innerhalb von 24 Stunden bestreiten mussten, nachdem sie sich erst am Vorabend mit einem Sieg im fünften Halbfinale gegen die Adler Mannheim für die Endrunde qualifiziert hatten, mochte Aubin nicht als Entschuldigung gelten lassen. Entscheidend für die Wende zugunsten der Münchener war für ihn vielmehr eine vierminütige Zeitstrafe gegen Angreifer Kevin Clark beim Stand von 3:0 im zweiten Drittel.

Im folgenden Powerplay der Münchener wurde der Spielfluss unter anderem durch zwei lange Videobeweise immer wieder gestört, schließlich erzielten die Gäste ihren richtungsweisenden ersten Treffer. “Durch die ganzen Unterbrechungen haben wir etwas den Fokus auf das Spiel verloren”, sagte der Kanadier.

Jackson: “Es war schon verrückt, ich bin immer noch geschockt”

Auch Nationalspieler Jonas Müller sah keine körperlichen Gründe für die Niederlage gegen die Münchener, die ihr voriges Spiel bereits am Sonntag bestritten hatten und ausgeruht nach Berlin angereist waren. “Ich glaube, dass alle fit waren. Wir waren von Anfang an bereit, Gas zu geben, und haben dann auch die Tore gemacht”, betonte der 26 Jahre alte Verteidiger. “Es war nur eine kurze Phase, in der wir wirklich unkonzentriert waren. Da haben wir die Pucks zu leicht verloren und nicht aus dem eigenen Drittel herausgebracht. Daran hat es gelegen.”

Münchens Trainer Don Jackson zeigte sich hingegen nach der erfolgreichen Aufholjagd seines Teams überglücklich. “Ich bin stolz auf meine Spieler. Das war ein bemerkenswertes Comeback. Es war schon ein bisschen verrückt, ich bin immer noch etwas geschockt”, sagte er. Der 65 Jahre alte US-Amerikaner bemühte sich aber auch, die Euphorie zu dämpfen: “Es war nur ein Sieg von drei nötigen. Den nehmen wir mit, denken aber weiterhin nur von Spiel zu Spiel.”

Vor Entscheidungsspiel: Eisbären kritisieren Finalansetzungen

Die Eisbären Berlin haben vor dem entscheidenden Spiel fünf im Halbfinale gegen die Adler Mannheim den von der DEL angesetzten Spielplan für die Finalserie kritisiert.

Im Falle eines Sieges am Donnerstag gegen Mannheim müssten die Eisbären schon am Freitag in Finalspiel eins gegen München ran.

Im Falle eines Sieges am Donnerstag gegen Mannheim müssten die Eisbären schon am Freitag in Finalspiel eins gegen München ran.

imago/Mario Stiehl

“Sollten wir tatsächlich das Finale erreichen, ist diese notwendig gewordene Ansetzung extrem unglücklich”, sagte Geschäftsführer Thomas Bothstede. “Natürlich wünsche ich mir, dass wir das Finale erreichen, allerdings würde dieser Spielplan einer Finalserie der beiden Top Teams nach der Hauptrunde nicht gerecht werden”, sagte er.

Nachdem das Team von Trainer Serge Aubin am Donnerstag (19.30 Uhr) das entscheidende Halbfinal-Spiel gegen die Adler Mannheim absolviert, stünde im Falle eines Sieges bereits einen Tag darauf zur gleichen Zeit die erste Partie gegen den bereits für die Endrunde qualifizierten EHC Red Bull München statt. Auch die Partien zwei und drei sowie vier und fünf der Finalserie würden an aufeinanderfolgenden Tagen ausgetragen werden. Nach Angaben der DEL wurden die Termine für die Spiele “mit allen Clubs vorab abgestimmt, um weitere “Back-to-back”-Spiele zu vermeiden”.

Bothstede sagte, dass die Berliner aufgrund bereits vor langer Zeit terminierter Events in der Heimspielarena am Ostbahnhof nicht an den eigentlich zuvor vorgesehenen Finalterminen spielen könnten. “Der DEL war dies bewusst, als die Hauptrunde um eine Woche verlängert wurde. Wir hatten die Liga im Vorfeld mehrfach auf dieses riesige Problem aufmerksam gemacht”, sagte Bothstede, der zudem auf das Entgegenkommen der Münchner hinwies.

München schon im Finale – Mannheim verkürzt dank Dawes' Hattrick

Der EHC Red Bull München steht im Play-off-Finale der DEL. In der Serie zwischen den Eisbären Berlin und den Adler Mannheim ist die Entscheidung dagegen vertagt worden.

Durch das 2:0 am Sonntag gegen die Grizzlys Wolfsburg entschied das Team von Trainer Don Jackson die Best-of-five-Serie klar mit 3:0 für sich. Der Gegner steht noch nicht fest. Denn die Adler Mannheim gewannen mit 5:3 bei den Eisbären Berlin und verkürzten in der Serie auf 1:2.

Mit einem Doppelschlag innerhalb von 14 Sekunden in der sechsten Spielminute führten die Münchner vor 5.371 Zuschauern durch Treffer von Nationalspieler Yasin Ehliz und Austin Ortega mit 2:0. Wolfsburg versuchte danach wieder ins Spiel zu kommen, scheiterte aber in der defensiv geprägte Partie mit allen 17 Schüssen an Münchens Keeper Henrik Haukeland. In den Schlussminuten verpassten die Gäste zudem mit zwei Akteuren mehr auf dem Eis mehrfach den Anschlusstreffer.

Dawes’ Hattrick lässt die Adler jubeln

In der Serie zwischen den Eisbären Berlin und den Adler Mannheim ist die Entscheidung vertagt worden. Durch den Auswärtssieg findet am Dienstag (19.30 Uhr) Spiel vier in Mannheim statt.

Ein Dreierpack von Nigel Dawes (31., 51., 60.) sowie Tore von Markus Hännikäinen (4.) und Nicolas Krämmer (47.) sorgten für den ersten Adler-Erfolg der Serie. Frans Nielsen (7.), Blaine Byron (58.) und Johan Södergran (60.) waren für den Titelverteidiger erfolgreich.

Dank Haukeland und Doppelschlag: München macht “Sweep” perfekt

Der EHC Red Bull München steht im Play-off-Finale der DEL. Durch das 2:0 gegen die Grizzlys Wolfsburg entschied das Team von Trainer Don Jackson die Best-of-five-Serie klar mit 3:0 für sich.

Nicht zu überwinden: Münchens Keeper Henrik Haukeland (re.).

Nicht zu überwinden: Münchens Keeper Henrik Haukeland (re.).

IMAGO/kolbert-press

Mit einem Doppelschlag innerhalb von 14 Sekunden führten die Gastgeber vor 5.371 Zuschauern durch Treffer von Nationalspieler Yasin Ehliz und Austin Ortega binnen gerade einmal 14 Sekunden in der sechsten Spielminute mit 2:0.

Wolfsburg versuchte danach wieder ins Spiel zu kommen, scheiterte in der defensiv geprägten Partie aber mit allen 17 Schussversuchen an Münchens Torhüter Henrik Haukeland. In den Schlussminuten verpassten die Niedersachsen zudem mit zwei Akteuren mehr auf dem Eis mehrfach den Anschlusstreffer.

Das erste von fünf möglichen Finalspielen gegen den Sieger der Partie Eisbären Berlin gegen Adler Mannheim findet für den dreifachen Meister am 30. April statt.

Halbfinal-Auftakt: Overtime-Sieg für Berlin – München siegt deutlich

Am Abend starteten die Halbfinals der DEL Play-offs zwischen den vier besten Teams der regulären Saison. Während München den Heimvorteil gegen Wolfsburg deutlich nutzte, setzte sich auch Berlin in einer packenden Overtime gegen Mannheim durch.

In Berlin (Foto) und München starteten die DEL-Halbfinals am Mittwoch.

In Berlin (Foto) und München starteten die DEL-Halbfinals am Mittwoch.

IMAGO/Eibner

Titelverteidiger Eisbären Berlin und Red Bull München haben zum Halbfinal-Auftakt in den Play-offs der Deutschen Eishockey Liga (DEL) vorgelegt. Die Eisbären bezwangen die Adler Mannheim 4:3 (2:1, 1:1, 0:1, 1:0) nach Verlängerung und feierten ebenso den ersten Sieg wie München, das Vizemeister Grizzlys Wolfsburg beim 5:1 (2:0, 2:0, 1:1) keine Chance ließ. Drei Erfolge sind nötig, um ins Finale einzuziehen.

Wiederer hat in der Overtime das letzte Wort

In Berlin ließ Manuel Wiederer (72.) die Eisbären mit seinem Tor in der Verlängerung jubeln. Der Meister hatte einen Traumstart erwischt und durch Treffer von Giovanni Fiore (8.) und Jonas Müller (12.) in Führung gelegen. Der frühere NHL-Profi Andrew Desjardins (18.) und Jason Bast (23.) sorgten für den Ausgleich. Die Eisbären konterten durch Yannick Veilleux (34.), Tim Wohlgemuth (47.) brachte Mannheim in die Overtime.

“Das war ein typisches Play-off-Spiel, alles war drin. Mannheim ist ein starkes Team, die Serie wird weiter sehr eng bleiben. Wir mussten hart arbeiten”, sagte Berlins Blaine Byron bei MagentaSport. Mannheims Matthias Plachta meinte: “Am Anfang hat die Intensität gefehlt, die ersten zehn Minuten waren nicht gut, auch wenn wir nochmal zurückgekommen sind.”

Dominanter Münchner Heimsieg

München setzte mit einem dominanten ersten Auftritt und dank des sehr starken Patrick Hager gleich zu Beginn der Serie ein Ausrufezeichen. Der olympische Silbermedaillengewinner von Pyeongchang traf doppelt (13., 23.) und legte das 4:0 durch Konrad Abeltshauser (36.) auf. Zudem waren Ben Street (17.) und Ben Smith (42.) erfolgreich.

Am Freitag (19.30 Uhr/MagentaSport) stehen die zweiten Duelle an. Mannheim und Wolfsburg haben dann jeweils Heimspiele. Die Eisbären und München hatten die reguläre Saison auf den ersten beiden Plätzen beendet.