Mainz-Vorstand Lehmann wird abberufen

Der Aufsichtsrat des 1. FSV Mainz 05 hat Vorstand Dr. Jan Lehmann von seinem Posten freigestellt. Zwischen dem Aufsichtsgremium und Lehmann gab es zuletzt unterschiedliche Auffassungen. Seine Aufgaben übernehmen die verbliebenden Vorstände.

Nicht mehr im Amt: Dr. Jan Lehmann wurde als Vorstand der Mainzer abberufen.

Nicht mehr im Amt: Dr. Jan Lehmann wurde als Vorstand der Mainzer abberufen.

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Das teilte der Verein am Montagmittag mit. Lehmann war seit Februar 2018 kaufmännischer Vorstand des Bundesligisten und wird nun  von seinen Aufgaben entbunden. Man einigte sich auf ein Vertragsende zum 30. November. Ursprünglich wäre der Vertrag am 30. Juni 2024 ausgelaufen.

Dr. Volker Baas, Aufsichtsratschef der Mainzer, ließ mitteilen: “Wir bedanken uns bei Jan Lehmann für seinen Einsatz bei Mainz 05. Er hat in einer schwierigen Phase des Umbruchs eine wichtige Führungsrolle übernommen, mit seiner Arbeit das wirtschaftliche Fundament des Vereins gestärkt und in vielen Bereichen die operativen Prozesse modernisiert. Jedoch haben wir im Aufsichtsrat seit einiger Zeit wahrgenommen und in vielen Gesprächen festgestellt, dass es im Verein unterschiedliche und teilweise nicht miteinander vereinbare Ansichten darüber gab, wie Mainz 05 in der Zukunft entwickelt werden soll und an welcher Stelle dabei Schwerpunkte gesetzt werden sollen. Diese Entscheidung bietet die Möglichkeit der neuen Fokussierung. Zugleich können wir auf diesem Weg viereinhalb erfolgreiche gemeinsame Jahre mit großem gegenseitigem Respekt abschließen.”

Heidel und Hofmann übernehmen

Lehmann wiederum bedankte sich für die “konstruktive Zusammenarbeit”. Seine Aufgaben übernehmen nun die beiden verbliebenen Vorstände Stefan Hofmann und Christian Heidel.

Seit Heidels Rückkehr nach Mainz im Winter 2020/21 gab es immer wieder unterschiedliche Auffassungen zwischen den beiden Entscheidern über die Ausrichtung des Vereins.

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Svensson und “das Glück zum richtigen Zeitpunkt”

Beim 2:1 von Mainz 05 in Bochum war wahrlich nicht alles Gold, was glänzte. Immerhin stimmte die Abwehrleistung. Auch dank Neuzugang Maxim Leitsch.

Er war mit dem Mainzer Auftritt nicht vollends zufrieden: FSV-Coach Bo Svensson.

Er war mit dem Mainzer Auftritt nicht vollends zufrieden: FSV-Coach Bo Svensson.

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“Wir haben mit einem Lucky Punch die Entscheidung erzielt”, analysierte Mainz-Trainer Bo Svensson den 2:1-Erfolg beim VfL Bochum, wo der Siegtreffer nach einer Ecke fiel. In der zweiten Hälfte sei sein Team viel zu passiv gewesen. Man müsse sich steigern, “so werden wir auf Dauer keinen Erfolg haben”, meinte Svensson. Aus der Sicht des Trainers unterscheidet den Auswärtsdreier vor allem eines von den vielen Frustmomenten 2021/22 in fremden Stadien: “Wir hatten das Glück zum richtigen Zeitpunkt.”

Damit spielt er auch auf die Entscheidungen von Schiedsrichter Felix Zwayer an, der gleich zweimal zugunsten von Mainz entschied, als FSV-Spieler den Ball im Strafraum mit der Hand berührten. Während es in der 8. Minute noch relativ einfach war, weil das Spielgerät aus ganz kurzer Distanz von Alexander Hacks Bein an Stefan Bells Arm geprallt ist und Bell den Arm auch noch reflexartig wegzog, benötigte Zwayer in der 19. Minute den Kölner Keller und die TV-Bilder, um zu einem Ergebnis zu kommen. Am Monitor sah der Unparteiische schließlich, dass das Spielgerät von Leitschs Brust an dessen Arm prallte, weshalb Zwayer die Partie mit Eckball fortsetzen ließ.

Für mich war es auf keinen Fall ein Elfmeter.

Maxim Leitsch

“Ich war überrascht, dass ich angeköpft wurde und habe den Ball erst gegen die Brust und dann gegen die Hand bekommen. Für mich war es auf keinen Fall ein Elfmeter”, rekapitulierte Leitsch. Eine Laune des Schicksals wollte es, dass er nach 14 Jahren in Bochum gleich am 1. Spieltag mit seinem neuen Klub an alter Wirkungsstätte gastierte.

“Ich habe die Mitspieler darauf vorbereitet, was sie erwartet. Die meisten haben ja auch schon in Bochum gespielt und wussten, dass es ein schweres Auswärtsspiel wird”, sagte Leitsch. Im zweiten Durchgang habe der FSV tiefer gestanden als gewollt. “Das war so nicht beabsichtigt, aber wir haben keinen Zugriff bekommen. Dafür haben wir dann defensiv wenig zugelassen”, resümierte Leitsch, der in der Dreierkette mit Hack und Bell eine souveräne Leistung bot.

Michael Ebert

Schmidt bestätigt: Burkardt fehlt Mainz mindestens noch gegen Union

Mainz 05 hat zum Bundesliga-Auftakt gewonnen, Stürmer Jonathan Burkardt fehlte gegen Bochum verletzt. Dies wird wohl auch kommende Woche noch so sein – und ” es wird sicher eine Geschichte von 10 oder 14 Tagen.”

Wird Mainz 05 verletzt vorerst fehlen: Jonathan Burkardt.

Wird Mainz 05 verletzt vorerst fehlen: Jonathan Burkardt.

IMAGO/Rene Schulz

Jonathan Burkardt erlebte im Gegensatz zu seinen Mainzer Kollegen kein Wochenende nach Maß: Der Stürmer verletzte sich im Abschlusstraining am Freitag und konnte daher beim 2:1 der Rheinhessen über Bochum gar nicht erst mitwirken. Bei “Sky” erklärte Sportdirektor Martin Schwarz, wie es um den 22-Jährigen steht.

Schmidt “muss hoffen”

“Wir müssen hoffen, dass es vielleicht in zwei Wochen wieder geht”, eröffnete Schmidt. Einen Einsatz des Angreifers gegen Union Berlin nächste Woche Sonntag (15.30 Uhr) schloss der ehemalige Trainer aber aus. “Es sieht nach einem Muskelfaserriss oder einer Zerrung aus. Er wird sicherlich für Union auch noch ausfallen, so viel kann man schon mal sagen.”

Mainz muss damit auf einen wichtigen Eckpfeiler im Team verzichten, “es wird sicher eine Geschichte von 10 oder 14 Tagen”, so Schmidt, der sich Schlimmeres natürlich nicht wünscht, auch wenn es nicht auszuschließen sei. Burkardt habe sich bei einem Schuss am hinteren Oberschenkel oder Gesäßmuskel verletzt, so Schmidt. “Das ist natürlich ein Schock, wenn ein Spieler wie Jonny Burkardt im Abschlusstraining vom Platz geht.”

Zum Auftakt-Sieg äußerte sich Schmidt auch noch: Er meinte, “übers ganze Spiel die besseren Chancen” gehabt und daher verdient gewonnen zu haben. Trotz des erst späten Siegtreffers von Doppelpacker Karim Onisiwo gegen Bochum. Trainer Bo Svensson sprach nach dem “erwartet schweren Spiel” von etwas Glück dank des Lucky Punchs.

Leitsch-Neustart mit Mainz an alter Wirkungsstätte

Nach 14 Jahren beim VfL Bochum trägt Maxim Leitsch jetzt das Trikot von Mainz 05. Beim FSV ist er zum Bundesligastart in der Innenverteidigung gesetzt und findet immer besser rein.

In der Mainzer Innenverteidigung ist Leitsch gesetzt.

In der Mainzer Innenverteidigung ist Leitsch gesetzt.

IMAGO/Jan Huebner

Ein gewisses Restrisiko bestand, als Leitsch am 20. Mai einen Vierjahresvertrag in Mainz unterschrieb. Doch knapp zwei Monate später war der Wechsel von Moussa Niakhaté zu Nottingham Forest perfekt und für Leitsch der Weg damit frei. Nun ist der 24-Jährige auf der Position des linken Innenverteidigers gesetzt.

“Maxim ist schon weit. Er ist sehr lernwillig, fragt auch bei den Mitspielern nach. Er ist ein intelligenter Junge, der es dann auch umsetzt. Wenn ich sehe, wie er in Aue gespielt hat, ist er über die gesamte Spielzeit nur besser geworden. Das Verständnis, was seine Aufgaben mit ohne Ball sind, wird immer besser. Die Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen, das war aber auch nicht zu erwarten nach so kurzer Zeit”, sagt Trainer Bo Svensson.

Bundesliga, 1. Spieltag

Premiere gleich ein Highlight

Leitsch selbst hatte es irgendwie geahnt, dass ihn gleich das erste Bundesligaspiel im neuen Trikot zu seinem alten Verein führen könnte. “Ich werde die Gästekabine schon finden”, scherzt er vor dem Auftritt im Ruhrstadion (Samstag, 15.30 Uhr, LIVE! bei kicker). Auf der Tribüne wird eine zweistellige Zahl von Familienangehörigen und Freunden sitzen, die eigentlich eher dem VfL zuzurechnen sind, “aber diesmal einfach Leitsch-Fans sind”, wie die Mainzer Nummer 5 erwartet.

Mit seinen Nebenleuten Alexander Hack und Stefan Bell kommt Leitsch für die Kürze der Zeit ganz gut zurecht. “Moussa hatte am Ende 45, 50 Spiele dieser Konstellation, da kennt man die Abläufe natürlich besser. Inklusive der Vorbereitung hat Maxim vielleicht jetzt die Erfahrung aus drei Spielen. Er ist auf einem guten Weg und hat die richtige Methode gefunden, wie man damit umgehen muss. Es wird nicht 50 Spiele dauern, bis er ein ganz hohes Level erreicht”, betont Svensson.

Ich denke, dass ich langsam reinkomme, aber man merkt schon, dass es auch seine Zeit braucht.

Maxim Leitsch

Für Leitsch sind nicht nur die Nebenleute neu, sondern auch die Grundordnung. Nachdem er in Bochum nur in einer Viererkette gespielt hat, muss er sich jetzt in Mainz an die Dreier-/Fünferkette gewöhnen. “Ich denke, dass ich langsam reinkomme, aber man merkt schon, dass es auch seine Zeit braucht”, sagt er. Die 05-Verteidiger pflegen einen engen Austausch, wegen der Lautstärke auf dem Platz gehen manche Kommandos jedoch unter. “Dann besprechen wir es in der Halbzeit oder nach dem Spiel, damit man fürs nächste Mal Bescheid weiß”, erzählt Leitsch.

Am Samstag muss sich zeigen, ob das für einen Erfolg im Ruhrstadion, wo Mainz 2021/22 in der Liga 0:2 verlor und im DFB-Pokalachtelfinale mit 1:3 ausschied, genügt. “Bochum war letztes Jahr sehr heimstark”, warnt Leitsch, deswegen werde es “ein sehr schwieriges erstes Spiel.”

Michael Ebert

Mainz-Kapitän Widmer fordert: “Der erste oder zweite Schuss muss sitzen”

In einem waren sich alle einig: Mainz 05 hätte das Pokalspiel in Aue früher für sich entscheiden müssen. FSV-Kapitän Silvan Widmer sagt, welche Konsequenzen sich daraus für den Bundesligastart ergeben.

Der neue Mainzer Kapitän Silvan Widmer in Jubelpose.

Der neue Mainzer Kapitän Silvan Widmer in Jubelpose.

IMAGO/Kruczynski

0:2 in der Liga und 1:3 im DFB-Pokal-Achtelfinale, gleich zweimal verlor Mainz in der vergangenen Saison beim VfL Bochum. Am Samstag gastiert der FSV erneut dort (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker). “Wir wollen die beiden Niederlagen vergessen machen”, sagt Widmer. “In Bochum werden wir uns nicht wieder zehn Chancen herausspielen, der erste oder zweite Schuss muss sitzen”, meint der 29-jährige Kapitän.

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Beim 3:0-DFB-Pokalsieg am vergangenen Sonntag bei Erzgebirge Aue gab Mainz 26 Torschüsse ab und ließ nur fünf des Gegners zu, doch die Chancenverwertung war suboptimal. Jonathan Burkardt und Karim Onisiwo ließen gute Möglichkeiten aus. Erst durch ein Abstaubertor von Dominik Kohr, dem ein abgefälschter Ball von Onisiwo vor die Füße fiel, brachte die Führung. Die Joker Delano Burgzorg und Marcus Ingvartsen per Elfmeter trafen zum Endstand. “Bochum und Union sind eine andere Nummer”, sagte Trainer Bo Svensson im Hinblick auf die Defensivleistung, auch wenn der FSV in der Vorbereitung nur zwei Gegentore kassierte.

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Zum Abschluss der ersten Serie biegt “kicker History” ins 21. Jahrhundert ab, in dem der FC St. Pauli sein Jahrhundertspiel womöglich schon ziemlich zeitig spielte. Und einen wahren Verkaufsschlager auf den Markt brachte. Eine noch mal deutlich spektakulärere Saison legte Bayer 04 Leverkusen hin, wie sich Jens Nowotny erinnert. Doch das Ende einer außergewöhnlichen Spielzeit war bittersüß – von einem solchen kann auch Jürgen Kohler berichten.

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In Aue führte Widmer erstmals die Mannschaft in seiner Rolle als neuer 05-Kapitän aufs Feld. Große Verhaltensänderungen sind dabei aus Sicht des Schweizer Nationalspielers nicht gefragt: “Ich wurde ja ausgewählt, so wie ich bin und nicht, weil ich mich ändern muss. Ich zieh’ mein Ding weiter durch. Ich trage jetzt die Binde, sonst ändert sich für mich persönlich nicht viel. Außer, dass es natürlich eine große Ehre ist.”

Bei Tauer war das Risiko zu groß

Während das FSV-Team in Aue antrat, saß Niklas Tauer bei der Pokalpartie Schott Mainz gegen Hannover 96 (0:3) im Bruchwegstadion auf der Tribüne. “Der Muskel war zugegangen. Wir wollten kein Risiko eingehen”, begründete Svensson den Verzicht auf den Defensivmann. Der Ausfall dokumentiert, wie dünn der Kader ist, die 05er hatten keinen Innenverteidiger auf der Bank.

Michael Ebert

Svensson ist von Fulgini sehr angetan

Zwei sind gesetzt, doch wer spielt daneben: Lee, Fulgini oder Barkok? Im Mittelfeld von Mainz 05 ist der Konkurrenzkampf vor dem Bundesligastart groß.

Ein Trainer und sein Stammspieler? Bo Svensson mit Angelo Fulgini (li.).

Ein Trainer und sein Stammspieler? Bo Svensson mit Angelo Fulgini (li.).

IMAGO/Martin Hoffmann

An Dominik Kohr und Anton Stach führt auch in dieser Saison kein Weg vorbei. Der 28 Jahre alte Kohr ist als Abräumer vor der Abwehr der Leitwolf in der Mannschaft von Bo Svensson und aus Trainersicht nahezu unverzichtbar. Ähnliches gilt für Nationalspieler Stach, der von der Sechser- über die Achterposition bis zu einer offensiven Rolle universell einsetzbar ist.

Um die dritte Stelle im Mainzer Mittelfeld bewirbt sich ein Trio: Jae-Sung Lee, Angelo Fulgini und Aymen Barkok. Lee durfte beim 3:0 in Aue von Anfang an ran, stieß bei Ballbesitz auf die Höhe von Stach vor und ließ sich immer neben Kohr zurückfallen, wenn der Gegner den Ball hatte. Diese laufintensive Rolle hielt der 29 Jahre alte Nationalspieler rund eine Stunde durch.

Danach brachte Svensson Flügelstürmer Delano Burgzorg, dem kurze Zeit später das erlösende 2:0 gelang. “Es geht darum, auf dem Platz die richtige Mischung zu finden für die Aufgabe, die uns der Gegner stellt”, begründete Svensson seine Personalauswahl. Nach zwei Knieverletzungen in der vergangenen Saison legte Lee in der Vorbereitung immer mehr zu und war nun im DFB-Pokal erste Wahl.

Svensson gerät ins Schwärmen

Angelo Fulgini und Aymen Barkok mussten sich mit der Rolle als Einwechselspieler begnügen, kamen in der 76. beziehungsweise 81. Minute aufs Feld. Vor allem vom Franzosen Fulgini zeigt sich Svensson angetan: “Er braucht nicht mehr lange, um richtig integriert zu sein. Ich habe große Fortschritte bei Angelo gesehen. Wenn man die Aktionen von ihm sieht, sowohl gegen den Ball als auch mit dem Ball, blüht er immer mehr auf, sowohl von der Persönlichkeit her als auch von der Spielweise.”

Das hört sich nach einer engen Entscheidung bei der Frage an, wer beim Mainzer Bundesligastart in Bochum (Samstag, 15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) die Position neben Kohr und Stach einnehmen wird …

Michael Ebert

Mainz-Routinier Bell: “Da geht schon noch mehr”

Mit einem souveränen 3:0 löste Mainz 05 die Pokal-Aufgabe in Aue. Licht und Schatten gab es vor allem im Angriff und auch bei der Konterabsicherung besteht Nachholbedarf.

Zieht nach dem Pflichtspielauftakt ein gemischtes Fazit: Stefan Bell.

Zieht nach dem Pflichtspielauftakt ein gemischtes Fazit: Stefan Bell.

IMAGO/Kruczynski

“Das war hochverdient. Wir haben dem Spiel von Anfang unseren Stempel aufgedrückt. Leider haben wir am Anfang nicht getroffen. Das 1:0 war dann der Dosenöffner. Nach der Pause haben wir mit dem 2:0 den Deckel drauf gemacht”, bilanzierte Sportdirektor Martin Schmidt.

1. DFB-Pokal-Runde

“In der Liga werden wir nicht so viele Möglichkeiten bekommen, da müssen wir die Tore dann früher machen”, legte Kapitän Silvan Widmer den Finger in die Wunde. 26:5 Torschüsse zugunsten von Mainz weist die Statistik aus, doch Jonny Burkardt und der umtriebige Karim Onisiwo, der immerhin als Vorbereiter in Erscheinung trat, scheiterten bei sehr guten Möglichkeiten. Das 2:0 durch Joker Delano Burgzorg gelang erst in der 70. Minute.

Es ist ganz deutlich, dass wir in der Offensive in dieser Saison mehr Optionen haben.

Bo Svensson

“Die Stürmer, die von der Bank kamen, haben genau dort eingehakt, wo die anderen aufgehört hatten und dann die Chancen genutzt. Burgzorg war durch seine Läufe in die Schnittstellen fast nicht zu verteidigen. Auch Marcus Ingvartsen und Angelo Fulgini haben gut ins Spiel gefunden. Wir sind in der Offensive sicherlich variabler geworden und breiter aufgestellt”, stellte Schmidt zufrieden fest. “Neben der Chancenverwertung müssen wir auch in der Konterabsicherung noch besser werden. Aber wir haben dennoch souverän gespielt, ohne Zittern, ohne Verlängerung, das war auch schon anders”, sagte Stefan Bell, der beim bisher letzten Mainzer Erstrunden-Aus vor drei Jahren beim 1. FC Kaiserslautern (0:2) eine schweren Knöchelverletzung davongetragen hatte.

“Es ist ganz deutlich, dass wir in der Offensive in dieser Saison mehr Optionen haben. Genau das wollen wir, dadurch können wir das Spiel verändern. Burgzorg und Ingvartsen haben noch einmal viel Energie und Qualität reingebracht und das Spiel damit entschieden”, notierte Trainer Bo Svensson.

Gemischtes Fazit von Bell

Bells Fazit fiel gemischt aus. “Ich habe das Gefühl, dass viele Sachen von den Basics da sind, dazu zwei Punkte, an denen wir arbeiten müssen”, sagte er in Hinblick auf die Chancenverwertung und Konterabsicherung und ergänzte: “Das nehmen wir mit als klaren Auftrag, da geht schon noch mehr.” 

Michael Ebert

Widmer: “Wenn ich mich an einem Ort wohlfühle, will ich auch vorangehen”

Der Schweizer Nationalspieler Silvan Widmer ist der neue Kapitän von Mainz 05. Im Interview spricht er über Verantwortung, die Lehren aus 2021/22, die Nations League und die WM in Katar.

Der Rechtsverteidiger sei “zwar erst ein Jahr im Verein, aber er hat schon viel erlebt”, begründet Trainer Bo Svensson vor dem DFB-Pokalspiel am Sonntag bei Erzgebirge Aue (Anstoß 18.01 Uhr, LIVE! bei kicker) seine Entscheidung. Mit 20 wechselte Widmer in die Serie A, mit 25 kehrte er trotz Angeboten aus Italien in sein Heimatland zurück, was einige nicht verstanden. “Silvan ist ein richtiger Mann, bringt immer Leistung und auch außerhalb des Platzes seinen Kopf mit.” Im Trainingslager in Grassau sprach der kicker kürzlich mit dem 29-Jährigen. Das Interview erschien erstmals am 18. Juli in der Printausgabe.

Herr Widmer, Sie stiegen erst am 11. Juli in Mainz ins Training ein, wie negativ haben sich die Nations-League-Spiele im Juni nun ausgewirkt? 
Gar nicht, ich bin sehr zufrieden mit der Länge des Urlaubs und habe mich gut erholt. Allerdings habe ich noch einen kleinen Rückstand im Vergleich zu den Spielern, die nicht bei einer Nationalmannschaft waren und schon mehrere Wochen im Training sind. Dafür durfte ich mit der Schweiz gegen Top-Nationen wie Spanien oder Portugal antreten. Ich sehe den Sommer unterm Strich nur positiv.

Sind knapp drei Wochen Vorbereitung bis zum DFB-Pokal-Spiel in Aue überhaupt ausreichend? 
Ich gehe davon aus, wir trainieren sehr hart. Wir wissen, dass die Zeit knapp ist bis zum Spiel in Aue. Es ist das Ziel, dass dann alle Spieler zur Verfügung stehen und der Trainer aus dem Vollen schöpfen kann. Ich denke, das werden wir hinkriegen.

Wie stufen Sie die Personalveränderungen im 05-Team ein, ist die Mannschaft stärker geworden?
Unterm Strich haben wir Spieler verloren, die vieles geleistet haben für den Verein, gleichzeitig gute Spieler dazugeholt. Ich würde von einem Eins-zu-eins-Ersatz sprechen, von der Qualität her. Die Neuen machen in den ersten gemeinsamen Trainings einen sehr guten Eindruck.

Haben Sie als rechter Außenverteidiger durch Danny da Costa stärkere Konkurrenz bekommen?
Vergangene Saison war Daniel Brosinski mein Konkurrent, er hat dann wenig gespielt, der Konkurrenzkampf war trotzdem da. Jetzt ist mit Danny ein Spieler gekommen, der auch über viel Bundesligaerfahrung verfügt und während seiner Zeit in Mainz in der Rückrunde 2020/21 sehr gute Leistungen gezeigt hatte. Ich stelle mich auf einen harten Zweikampf ein, verstehe mich super mit Danny auf und neben dem Platz. Wir haben ein freundschaftliches Verhältnis. Auf dem Platz werden wir uns bestimmt gegenseitig pushen, davon können wir beide profitieren.

Ist die Mannschaft jetzt personell breiter aufgestellt?
Ist sehe von der Anzahl der Spieler keinen großen Unterschied, wir haben einen breiten Kader, den hatten wir aber auch in der vergangenen Saison.

Die Anzahl der etatmäßigen Innenverteidiger hat abgenommen. Dort haben Sie in der vergangenen Saison ausgeholfen. Haben Sie die Befürchtung, dort künftig noch öfter eingreifen zu müssen?
Haben Sie Befürchtung gesagt …? (lacht) Nein, das ist keine Befürchtung von mir. In den vier Spielen, die ich dort gespielt habe, hat man sicherlich gesehen, dass es nicht meine natürliche Position ist. Ich kann dort aushelfen, aber nicht auf Dauer der Mannschaft das bringen, was ich auf der Außenbahn einbringen kann. Ich gehe davon aus, dass es auch in der neuen Saison selten der Fall sein wird, wir haben in der Innenverteidigung gute Spieler – und wenn alle fit sind, auch dort einen guten Konkurrenzkampf. Wir sind auch im Zentrum der Kette sehr gut aufgestellt. Auch die Zugänge Maxim Leitsch und Anthony Caci haben sich schon sehr gut in die Mannschaft integriert, ich sehe dort viel Qualität.

Durch den Weggang von Niakhaté, St. Juste, Brosinski gingen Führungsspieler verloren. Wollen Sie in Ihrem zweiten Mainzer Jahr nun mehr Führungsaufgaben übernehmen?
Ich denke, dass ich in die Rolle reinschlüpfen werde. Vergangenen Sommer war ich neu im Verein, musste mich erst mal zurechtfinden und meinen Platz einnehmen. Ich freue mich, in der neuen Saison hoffentlich noch mehr Verantwortung übernehmen zu dürfen, weil ich das gerne mache und es zu meiner Persönlichkeit gehört. Wenn ich mich an einem Ort wohlfühle, dann will ich auch vorangehen.

Welche Rolle kann der Vorjahres-Achte Mainz in der neuen Runde 2022/23 in der Liga spielen?
Auf der einen Seite müssen wir bescheiden bleiben. Die vergangene Saison war gut. Aber das Hauptziel muss sein, dass wir nichts mit dem Abstieg zu tun bekommen, um möglichst schnell nach vorne schauen zu können, so wie es auch 2021/22 der Fall war. Wenn wir im Frühjahr zusammensitzen und noch mehr möglich sein sollte, dann werden wir uns keine künstlichen Grenzen setzen.


Bo Svensson

Will die Mainzer Auswärtsschwäche beenden: Bo Svensson.
IMAGO/Martin Hoffmann

Ein Problem war zuletzt die Auswärtsschwäche, wie kann man sie abstellen?
Rückblickend war auch viel Glück und Pech dabei, in den Heimspielen haben wir oft knappe Spiele für uns entschieden, ohne dass wir den Sieg immer unbedingt verdient hatten, auswärts haben wir häufiger unverdient verloren. Was das Auftreten angeht, können wir auswärts sicherlich zulegen, mit noch breiterer Brust auf den Platz gehen, von der ersten Sekunde an Vollgas geben. Auswärts war oftmals das Problem, dass wir ein bisschen locker oder abwartend ins Spiel gegangen sind. Zu Hause sind wir immer volle Pulle gestartet und haben oft frühe Tore geschossen. Ich denke, dass das auch der Ansatz sein könnte für die Auswärtsspiele.

Die Trainer haben versucht gegenzusteuern, warum gelang das nicht?
Wenn man schläfrig ins Spiel geht, dann ist es schwierig, den Schalter umzulegen. Auch da sind Führungsspieler gefragt, auf dem Platz den Umschwung einzuleiten, indem sie vorangehen und auf dem Platz auch mal laut werden, wenn jemand das Gefühl hat, dass zu passiv agiert wird, um sich gegenseitig zu pushen. Auswärts muss man als Mannschaft zudem gegen das ganze Stadion ankämpfen, weil man hauptsächlich die gegnerischen Fans hört.

Trainer Bo Svensson sagt, Edimilson Fernandes muss in seinem Spiel mehr Wert auf die typischen Mainzer Tugenden legen, können Sie Ihren Schweizer Nationalelfkollegen dabei unterstützen?
Ich versuche es, weil ich Edi als extrem starken Spieler einschätze, auch wenn es bei ihm zuweilen ein bisschen locker und lässig wirkt. In Mainz sind oftmals andere Tugenden gefragt, wenn er die noch reinbringen könnte, dann könnte er für uns ein extrem wichtiges Puzzleteil werden. Ich versuche Edi anzustupsen, aber natürlich muss auch von ihm der entscheidende Impuls kommen.

Aaron hat vor einem Jahr eine ähnliche Wandlung hinbekommen, zeigt, dass es nicht unmöglich ist.
Wir haben in Mainz mit Bo und seinem Trainerteam Personen, die das aus einem Spieler herausholen können. Deswegen hoffe ich, dass es auch bei Edi klappen wird.

Zur anstehenden Winter-WM: Befürchten Sie durch die zehnwöchige Bundesliga-Pause eine komplette Zäsur und wie surreal wirkt 2022/23 auf Sie?
Ich versuche nicht, in der langen Pause eine Ausrede oder ein Alibi zu suchen. Es ist für alle gleich, auch wenn es ein Novum ist. Wir werden zum Jahreswechsel noch einmal eine Vorbereitungsphase haben, aber wir spielen gegen jeden Bundesligagegner zweimal bis Ende Mai, deshalb sehe ich es als ganz normale Bundesligasaison.

Wie schwierig ist es für die Spieler, sich auf so einen ungewöhnlichen Jahresrhythmus einzustellen?
Es wird sehr ungewöhnlich, sich darauf einzustellen, ist aber nicht schwierig. Ich habe gute Chancen, bei der WM dabei zu sein. Wenn ich an den Winter denke, spüre ich hauptsächlich Vorfreude.

Der DFB und seine Nationalspieler sind dabei, sich zu Arbeitnehmer- und Menschenrechtsfragen in Katar zu positionieren, wie weit ist man in der Schweiz?
Der Verband ist ähnlich weit wie der deutsche. Wir Spieler haben uns darauf verständigt, öffentliche Aussagen dazu den Verbandsfunktionären zu überlassen. Ich versuche mich auf das Sportliche zu konzentrieren und auf die Vorfreude auf das große Turnier. Für mich wäre es die erste Weltmeisterschaft in meiner Karriere.

Interview: Michael Ebert

Neuer Kapitän: Svensson setzt auf Widmer

Vor dem Pokalduell bei Erzgebirge Aue präsentiert sich Mainz-Trainer Bo Svensson mit einer Mischung aus Respekt und Zuversicht. Zugleich verkündet der Coach den Nachfolger des abgewanderten Moussa Niakhaté im Amt des Kapitäns.

Bringt viel Erfahrung mit: Neu-Kapitän Silvan Widmer.

Bringt viel Erfahrung mit: Neu-Kapitän Silvan Widmer.

IMAGO/Rene Schulz

Das Pokallos Erzgebirge Aue, urteilt Bo Svensson, sei “mit das Schwierigste, das wir bekommen konnten”. Ein Zweitliga-Absteiger, der die direkte Rückkehr anstrebe, zudem bereits die erste Ligapartie (1:1 beim SC Freiburg II) absolviert hat: “Das wird ein enges Spiel”, prophezeit der Mainzer Fußballlehrer, “etwas anderes zu erwarten, wäre blauäugig.”

Der eigene Anspruch ist dennoch – selbstverständlich – das Weiterkommen: “Natürlich sind wir Favoriten. Und der Pokalwettbewerb hat für uns einen besonderen Stellenwert.” Schließlich biete er gerade für einen Klub wie Mainz 05 “die Möglichkeit, mit nicht so vielen Spielen sehr erfolgreich zu sein”.

“Silvan hat schon viel erlebt”

Bis auf den Langzeitverletzten Danny da Costa (Schambeinprobleme) und Zugang Anthony Caci (Rückstand nach Oberschenkelzerrung) stehen Svensson alle Profis zur Verfügung. Pünktlich vorm Pflichtspielstart lüftete der Coach das Geheimnis um die Nachfolge des nach Nottingham verkauften Ex-Kapitäns Moussa Niakhaté: Die Mannschaft wird künftig von Rechtsverteidiger Silvan Widmer (29) aufs Feld geführt. Der Schweizer Nationalspieler sei “zwar erst ein Jahr im Verein, aber er hat schon viel erlebt”, begründet Svensson. “Silvan ist ein richtiger Mann, bringt immer Leistung und auch außerhalb des Platzes seinen Kopf mit.”

Warum der Trainer auf einen Mannschaftsrat verzichtet

Geeignete Kandidaten hätte es grundsätzlich etliche gegeben, versichert Svensson. Etwa jene Spieler, die im Verlauf der Vorbereitung neben Widmer ebenfalls die Binde trugen: Robin Zentner, Alexander Hack, Dominik Kohr und Karim Onisiwo. Ohnehin weit oben in der Hierarchie steht Routinier Stefan Bell, der das Amt vergangene Saison ablehnte. Und: Weiter in die Verantwortung zu wachsen, erwartet Svensson ausdrücklich auch von “den nicht mehr ganz jungen Spielern”, namentlich Jonathan Burkardt, Leandro Barreiro, Anton Stach und Jae-Sung Lee.

Angesichts so vieler (potenzieller) Führungskräfte erscheint es nur logisch, dass Svensson weiterhin auf die Ernennung eines Mannschaftsrats verzichtet: “Das habe ich in den 18 Monaten hier bislang noch nicht gemacht. Alle, die ich genannt habe, sollen sich einbringen. Die Jungs wissen genau, was von ihnen erwartet wird.” Am Sonntag ganz sicher erst mal der Einzug in die nächste Pokalrunde.

Thiemo Müller

Burgzorg und Mustapha überraschen positiv

Mit dem DFB-Pokalspiel endet an diesem Wochenende die Vorbereitung von Mainz 05. Der kicker benennt die Gewinner und Verlierer der vergangenen fünf Wochen.

Sein Tempo tut der Mainzer Offensive gut: Delano Burgzorg.

Sein Tempo tut der Mainzer Offensive gut: Delano Burgzorg.

IMAGO/Jan Huebner

Die Generalprobe für den Mainzer Auftritt am Sonntag bei Erzgebirge Aue (18 Uhr, LIVE! bei kicker) rief bei Trainer Bo Svensson ein “gemischtes Fazit” hervor.

Leitsch und die freie Bahn

Nach dem 1:1 gegen Athletic Bilbao kritisierte er die Defensivleistung. Die Dreierkette mit Stefan Bell, Alexander Hack und Zugang Maxim Leitsch wirkte zwar nach dem Gegentor zehn bis 15 Minuten desorientiert, eine Vielzahl von Chancen ließ das Trio jedoch in den 80 Minuten, in denen es auf dem Platz stand, nicht wirklich zu. Leitsch zählt zu den Gewinnern der Vorbereitung. Allerdings hatte der Ex-Bochumer durch den Abschied von Moussa Niakhaté dann freie Bahn auf dem Weg zu einem Stammplatz im Abwehrzentrum.

Testspiele des FSV

Einen passablen Eindruck hinterließ zuletzt auch Angelo Fulgini, der gegen Bilbao 60 Minuten im zentralen offensiven Mittelfeld spielte. Nachdem er erst direkt vor dem Trainingslager zur Mannschaft gestoßen ist, wäre es zu viel erwartet, dass die Abläufe jetzt schon komplett sitzen. Der von Angers SCO gekommene 10er deutet jedoch an, dass er ein neues Element ins Mainzer Spiel bringen kann.

Neue Komponente dank Burgzorg

Das gilt auch für Delano Burgzorg, der mit seinem Tempo und seinen Dribblings für eine neue Komponente im 05-Angriff sorgt. Der Winterzugang fiel wegen einer Herzmuskelentzündung monatelang aus, holt seinen Rückstand jedoch mehr und mehr auf. Beim 1:0 gegen Newcastle United gelang ihm das Tor des Tages, gegen Bilbao sorgte er für einige gute Torszenen. Ähnliches gilt für Marlon Mustapha. Die einjährige Ausleihe an FC Admira Wacker und die Spielpraxis in der österreichischen Bundesliga hat den 21 Jahre alten Stürmer sichtlich weitergebracht.

Sonderheft

Wenige positive Entwicklungen hielt die Vorbereitung für die Neuverpflichtungen Danny da Costa und Anthony Caci aus Verletzungsgründen bereit und für Finn Dahmen – mangels Interesse von anderen Vereinen. Da Costa konnte wegen der Probleme im Adduktorenbereich, die er aus Frankfurt mitbrachte, nur sporadisch trainieren, verpasst die alle drei Testspiele gegen ausländische Erstligisten. Caci erging es wegen einer Oberschenkelzerrung ähnlich, im Gegensatz zu da Costa steht der Franzose jedoch vor einer Rückkehr ins Mannschaftstraining.

Dahmen: Erst kein Thema und nun ist Geduld gefragt

Vom Verletzungspech verschont blieb Ersatztorhüter Dahmen, der vom FSV das prinzipielle “Go” zu einem Wechsel hat, um sich weiterentwickeln zu können. Bei den vollzogenen Transfers in der Bundesliga und 2. Liga war der U-21-Europameister von 2021 jedoch kaum ein Thema. Jetzt bleibt ihm nichts anderes übrig, als den Saisonstart abzuwarten, ob sich nicht noch eine kurzfristige Möglichkeit ergibt. So wie bei Florian Müller, der im September 2020 zum SC Freiburg wechselte, weil sich dort Mark Flekken verletzt hatte, und inzwischen Stammkeeper des VfB Stuttgart ist.

Michael Ebert