Brandts Tor reicht nicht: Dortmund spielt remis gegen Antalyaspor

Nur einen Tag nach dem 3:0-Pokalsieg gegen 1860 München hat Borussia Dortmund ein letztes Testspiel vor dem Bundesliga-Start bestritten. Die stark veränderte BVB-Mannschaft spielte dabei 1:1 gegen Antalyaspor.

Traf gegen Antalyaspor bereits in der 8. Minute: Julian Brandt (2. v. re.).

Traf gegen Antalyaspor bereits in der 8. Minute: Julian Brandt (2. v. re.).

Getty Images

Am Tag nach dem 3:0-Pokalerfolg der Dortmunder gegen den TSV 1860 München rotierte BVB-Coach Edin Terzic ordentlich durch: Kein Spieler aus der Startelf des Vortages begann gegen Antalyaspor. Stattdessen kamen unter anderem Morey und Reyna nach ihren Verletzungspausen zu ihrem Comeback, Can führte die BVB-Elf als Kapitän aufs Feld. 

Antalyaspors Trainer ist mit dem Ex-Dortmunder Nuri Sahin ein alter Bekannter. Und auch Admir Mehmedi, der zunächst auf der Bank des türkischen Erstligisten saß, ist ein bekanntes Gesicht aus der Bundesliga (Freiburg, Leverkusen, Wolfsburg).

Mit zahlreichen jungen Spielern auf dem Feld dominierte der BVB die Anfangsphase und ließ Antalyaspor kaum zu eigenen Aktionen kommen. Folgerichtig brachte Brandt den BVB in der 8. Minute in Führung: Sein Nachschuss nach einem abgewehrten Versuch von Hazard saß.

Antalyaspor wird besser und kommt zum Ausgleich

Auch in der Folge machten vor allem die Dortmunder das Spiel und sorgten für Offensivszenen. Die beste Chance nach der Führung hatte Bynoe-Gittens, der nach einem Sololauf knapp am Tor vorbeischoss (30.).

Nach der Pause legten die Gäste jedoch einen Zahn zu und übten zunehmend Druck auf das Dortmunder Tor aus. Der BVB hielt die meisten Angriffsbemühungen unter Kontrolle, vergaß dann aber nach einer gespielten Stunde Ndao, der sich bei einem Freistoß von der Grundlinie am zweiten Pfosten davongeschlichen hatte und völlig frei zum Ausgleich einköpfte (60.).

Die Schlussphase gestaltete sich offen und ausgeglichen, beide Mannschaften suchten ihr Glück nun im Spiel nach vorne. Die beste Chance hatte der eingewechselte Fink, dessen Kopfball knapp über das Tor ging (85.).

Tore und Karten

1:0
Brandt (8′, Rechtsschuss, T. Hazard)

1:1
Ndao (60′, Kopfball, Fernando)

Tore und Karten

1:0
Brandt (8′, Rechtsschuss, T. Hazard)

1:1
Ndao (60′, Kopfball, Fernando)


Borussia Dortmund

Dortmund


Borussia Dortmund

Dortmund

Aufstellung

Einwechslungen

Trainer:


Antalyaspor

Antalya


Antalyaspor

Antalya

Aufstellung

Einwechslungen

Reservebank

Dadakdeniz (Tor), Erdilman

Trainer:

Spielinfo


Stadion

BVB-Trainingszentrum Hohenbuschei

Spielinfo


Anstoß

30.07.2022, 17:00 Uhr


Stadion

BVB-Trainingszentrum Hohenbuschei Dortmund

Letztlich blieb es jedoch beim 1:1, mit dem beide Mannschaften nun in die letzte Woche vor dem Ligastart gehen: Dortmund spielt am kommenden Samstag (18.30 Uhr) gegen die äußerst überraschend aus dem Pokal geflogenen Mannen von Bayer Leverkusen (3:4 bei der SV Elversberg), Antalya empfängt tags darauf (20.45 Uhr) Galatasaray.

Klopp ärgert sich trotz Liverpool-“Unwetter” und bestätigt Salzburg-Gespräche

Nach der 0:1-Testspielniederlage bei RB Leipzig ärgert sich Jürgen Klopp “wirklich” – und verrät ein interessantes Detail aus der Vergangenheit.

Jürgen Klopp musste sich mit seinem Team den Salzburgern geschlagen geben.

Jürgen Klopp musste sich mit seinem Team den Salzburgern geschlagen geben.

FC Red Bull Salzburg via Getty Images

Nach dem erfolgreichen Start in die neue Saison mit Siegen in der ersten ÖFB-Cup-Runde und zum Ligaauftakt gegen die Wiener Austria (3:0) hat RB Salzburg mit dem knappen 1:0 gegen den FC Liverpool das nächste Ausrufezeichen gesetzt. Beim Prestigeerfolg gegen den Champions-League-Finalisten der Vorsaison erzielte Nachwuchsstürmer Benjamin Sesko vor knapp 30.000 Zuschauern den entscheidenden Treffer.

Freundschaftsspiel

“Riesenkompliment, mit welcher Mentalität sich diese junge Truppe dagegengestemmt hat. Daraus nehmen sie viel Erfahrung mit und hoffentlich auch ganz viel Selbstvertrauen”, so ein sichtlicher begeisterter Cheftrainer Matthias Jaissle nach dem Spiel bei “ServusTV”. Sein Gegenüber Jürgen Klopp war hingegen bedient: “Es ärgert uns wirklich, dass wir verloren haben.” Neuzugang Darwin hatte bereits nach 25 Spielminuten die Chance zur Führung, traf aber nur die Querlatte. Im Gegenzug kamen die Salzburger dafür durch Sesko zum 1:0 (31.).

Klopp lobt Salzburg: “Ich mag fast alles, was sie machen”

Beide Teams wechselten im zweiten Durchgang kräftig durch, Klopp brachte unter anderem Mohamed Salah, Virgil van Dijk, Andy Robertson und Trent Alexander-Arnold und setzte mit seiner Mannschaft die Salzburger immer mehr unter Druck. Diese kamen zwar langsam ins Schwimmen, blieben aber ohne Gegentor. “In den letzten 30 Minuten sind wir wie ein Unwetter über sie hergefallen. Und natürlich möchtest du dann auch ein Tor erzielen. In der ersten Halbzeit haben wir zu viele Fehler gemacht. Wir waren zu breit aufgestellt, unsere Formation war nicht richtig. Salzburg hat es richtig gut gemacht”, so Klopp. 

Der 55-Jährige zeigte sich generell vom Auftreten des österreichischen Ligaprimus’ angetan: “Ich mag fast alles, was sie machen. Aber sie sind superjung, und da muss man sehen, wie sie damit umgehen. Das kann ich nicht einschätzen. Aber sie sind ganz sicher für Überraschungen gut. Weil sie einfach gut aufgestellt sind, aggressiv sind und vor allem im Konter extrem gefährlich.”

Klopp bestätigt Gespräche mit Salzburg als Mainz-Trainer

In der Pressekonferenz verriet Klopp zudem, dass er während seiner Zeit als Cheftrainer von Mainz 05 Kontakt zu den Salzburgern zwecks einer Anstellung als Coach hatte: “Ja, es hat damals Gespräche gegeben.” Wie weit diese damals gegangen, wollte er aber nicht verraten: “Wir waren so weit, dass man die Gespräche abbrechen konnte. Wir sind in aller Freundschaft auseinandergegangen.”

Salzburg-Trainer Jaissle freute sich indes vor allem über eine gelungene Probe vor dem anstehenden Duell mit Vizemeister Sturm Graz: “Es war ein geiler Abend, vor einer unglaublichen Kulisse gegen einen starken Gegner. Aber es ist ein Testspiel und das wissen wir auch einzuordnen. Am Wochenende geht’s in der Liga weiter gegen einen harten Konkurrenten in der Meisterschaft. Und dafür gibt es Punkte. Heute gibt’s leider keine.”

Salzburg zwingt Liverpool im Testspiel-Kracher in die Knie

Österreichs Serienmeister Red Bull Salzburg zeigt sich nach dem erfolgreichen Start in die Bundesliga auch fit für die Champions League. Das umkämpfte Testspiel gegen CL-Finalist Liverpool entscheiden die Mozartstädter mit 1:0 für sich.

Benjamin Sesko besorgte das Salzburger Goldtor.

Benjamin Sesko besorgte das Salzburger Goldtor.

FC Red Bull Salzburg via Getty Images

Österreichs Fußballkrösus Red Bull Salzburg schwimmt schon früh in der Saison auf der Erfolgswelle. Nach den 3:0-Siegen zum Auftakt des ÖFB-Cups (SV Fügen) und der Bundesliga (Austria Wien) entschied die Mannschaft von Trainer Matthias Jaissle auch das internationale Testspiel gegen den FC Liverpool für sich.

Den entscheidenden Treffer der Partie vor knapp 30.000 Zuschauern in der ausverkauften Arena in Wals-Siezenheim erzielte der 19-jährige Angreifer Benjamin Sesko, der eine schöne Kollektivaktion der “Bullen” nach Pass von Sturmpartner Noah Okafor abschloss.

Salzburg ging verdient mit der Führung in die Pause, zum Wiederanpfiff wechselte Jaissle bis auf Torhüter Nico Mantl sein komplettes Team aus. Startrainer Jürgen Klopp auf der anderen Seite brachte seine großen Stars nach einer Stunde, die zweite Hälfte dominierte der Champions-League-Finalist aus Liverpool klar. Dennoch brachten die Salzburger die knappe Führung über die Zeit.

Tore und Karten

1:0
Sesko (31′, Okafor)

Tore und Karten

1:0
Sesko (31′, Okafor)

RB Salzburg

Van Der Brempt (3. ), Simic (65. )

FC Liverpool

Fabinho (89. )


RB Salzburg

Salzburg


RB Salzburg

Salzburg

Aufstellung

Einwechslungen

Reservebank

Trainer:


FC Liverpool

Liverpool


FC Liverpool

Liverpool

Aufstellung

Einwechslungen

Reservebank

Trainer:

Für Österreichs Serienmeister geht es am Samstag (19.30 Uhr) mit dem Bundesliga-Schlager bei Sturm Graz weiter. Liverpool bestreitet am selben Tag (18 Uhr MESZ) das englische Supercup-Finale gegen Manchester City.

Dembelé stiehlt Lewandowski die Show – Kean bestraft Barça zweimal eiskalt

Der FC Barcelona und Juventus Turin haben sich im Rahmen ihrer US-Reise im texanischen Dallas mit 2:2 getrennt. Besonders Dembelé stahl dabei Lewandowski die Show, auf der Gegenseite gab Kean zweimal den Spielverderber.

Er besorgte beide Tore gegen Juventus: Ousmane Dembelé.

Er besorgte beide Tore gegen Juventus: Ousmane Dembelé.

imago images

Beim ganz in Gold gekleideten FC Barcelona baute Coach Xavi diesmal in seiner offensiven Dreierreihe auf gleich drei ehemalige Dortmunder: An der Seite von Neuzugang Lewandowski stürmten Aubameyang auf links und Dembelé auf rechts. Juventus, das unter anderem mit Neuzugang di Maria und Ex-Gladbacher Zakaria begann, ging es deutlich defensiver an.

Weil Barça – wie schon jüngst beim gewonnenen Clasico – hoch presste, stellten sich schnell erste Chancen ein. Die erste gehörte Lewandowski, der aus zentraler Position vor dem Strafraum über das Tor schlenzte (7.). Kurz darauf produzierten die Bianconeri den nächsten Fehler, doch Aubameyang jagte die Kugel mit einem strammen Schuss knapp links vorbei (11.).

Für das erste große Highlight sorgte dann Dembelé, der in Minute 34 auf der rechten Seite zu einem unnachahmlichen Dribbling ansetzte, drei Gegenspieler stehen ließ, noch einmal einen Haken schlug und den Ball mit rechts flach ins lange Eck drosch. Juve zeigte sich allerdings unbeeindruckt – und antwortete mit einem fantastisch vorgetragenen Angriff. Die Italiener ließen Ball und Gegner laufen, Cuadrado gab von links flach in die Mitte, wo Stoßstürmer Kean nur noch einzuschieben brauchte (39.).

Er muss konstanter werden, muss mehr Tore schießen und mehr Vorlagen geben.

Xavi über Dembelé

Lange hielt der Ausgleich allerdings nicht, denn auf der Gegenseite setzte Dembelé schon wieder zum Tänzchen an und knallte den Ball mit links ins linke untere Eck zur erneuten Führung (40.). Nach seinen beiden Toren deutete der Franzose bei seinem Jubel an, seine Gegner “in den Schlaf” versetzt zu haben. Neuzugang Kessié, natürlich nach genialem Anspiel von Dembelé, hätte noch vor der Pause erhöhen können, scheiterte jedoch aus aussichtsreicher Position von Szczesny (44.).

Mit dem Seitenwechsel brachte Xavi unter anderem Ansu Fati für Aubameyang und Raphinha für den überragenden Dembelé. Doch es war Juventus, das erneut eiskalt zuschlug. Die unsortierte Defensive Barcelonas, bei dem Joker de Jong erneut in der Innenverteidigung auflaufen musste, wurde überrumpelt – im Stile eines Torjägers stellte Kean auf 2:2 (52.).

Raphinha und Ansu Fati treffen das Lattenkreuz

Lewandowski, der kurz darauf durch Depay ersetzt wurde, hätte die Verhältnisse wieder geraderücken können, köpfte in Minute 58 aber über das Tor. Deutlich gefährlicher war da schon der Freistoß von Raphinha, in den anderen Vorbereitungsspielen bereits einer der großen Gewinner: Der Brasilianer zog den ruhenden Ball aus halbrechter Position mit seinem starken Linken wuchtig ans Lattenkreuz (68.). Nur wenige Sekunden später traf auch Ansu Fati an die gleiche Stelle des Lattenkreuzes.

Barcelona drängte auf den Sieg, hatte bis zum Schluss aber auch nicht mehr das Glück auf seiner Seite. Xavi, der sich speziell mit dem zweiten Durchgang zufrieden zeigte, lobte Dembelé als “speziellen, besonderen Spieler”, forderte aber auch: “Er muss konstanter werden, muss mehr Tore schießen und mehr Vorlagen geben. Das hat er in der letzten Saison bereits angedeutet.” Seit seiner, Xavis, Ankunft in Barcelona habe er Dembelé immer glücklich und in die Mannschaft integriert gesehen, weswegen er auf einer Vertragsverlängerung mit dem Franzosen bestand.

Tore und Karten

Tore und Karten

FC Barcelona

Alex Collado (78. )

Juventus Turin

di Maria (74. ), Barbieri (85. )


FC Barcelona

Barcelona


FC Barcelona

Barcelona

Aufstellung

Einwechslungen

Reservebank

Tenas (Tor)

Trainer:

Hernandez i Creus


Juventus Turin

Juventus


Juventus Turin

Juventus

Aufstellung

Einwechslungen

Reservebank

Trainer:

Zum noch torlosen Lewandowski sagte Xavi: “Wir müssen ihn noch öfter suchen. Gerade in Pressingsituationen kann er für Entlastung sorgen, das muss unser Ziel sein.”

Benzema glänzt gleich wieder – Real weiter sieglos

Real Madrid hat auch sein zweites Spiel auf der US-Tour nicht gewonnen. Beim 2:2 gegen CF America aus Mexiko machte Eden Hazard in ungewohnter Rolle auf sich aufmerksam.

Szene nach dem zwischenzeitlichen 1:1: Antonio Rüdiger gratuliert Karim Benzema, links Nacho.

Szene nach dem zwischenzeitlichen 1:1: Antonio Rüdiger gratuliert Karim Benzema, links Nacho.

AFP via Getty Images

In beeindruckender Frühform ist Champions-League-Sieger Real Madrid noch nicht. Dem 0:1 gegen Erzrivale FC Barcelona in Las Vegas ließen die Königlichen in der Nacht auf Mittwoch (MESZ) ein 2:2 gegen CF America im Oracle Park von San Francisco folgen.

Vor rund 40.000 Fans geriet die Ancelotti-Elf schon in der fünften Minute durch Martin in Rückstand, konnte sich aber einmal mehr auf Benzema verlassen: Der Ballon-d’Or-Anwärter, der gegen Barça noch gefehlt hatte, schlenzte den Ball nach Doppelpass mit Asensio aus etwa 20 Metern punktgenau per Rechtsschuss flach unten rechts ins Eck (22.).

Kroos & Co. erhalten Vorzug vor den jungen Herausforderern

Nach der Pause durfte sich wie schon im Clasico Hazard als falsche Neun versuchen und machte seine Sache nicht schlecht. Der Belgier, dessen Stern in den letzten Jahren zunehmend gesunken ist, brachte Real per Elfmeter in Führung (55.) und zeigte sich auch sonst engagiert. Trotzdem gelang CF America – ebenfalls vom Punkt – noch der Ausgleich (Fidalgo Fernandez, 82.).

Lesen Sie auch:

Tore und Karten

0:1
Martin (5′, Layun)

1:1
Benzema (22′, Asensio)

2:1
E. Hazard (55′, Elfmeter)

2:2
Fidalgo Fernandez (82′, Elfmeter)

Tore und Karten

0:1
Martin (5′, Layun)

1:1
Benzema (22′, Asensio)

2:1
E. Hazard (55′, Elfmeter)

2:2
Fidalgo Fernandez (82′, Elfmeter)

Real Madrid

Casemiro (35. ), Dani Ceballos (52. )


Real Madrid

Real Madrid


Real Madrid

Real Madrid

Aufstellung

Einwechslungen

Reservebank

Trainer:


CF America

CF America


CF America

CF America

Aufstellung

Einwechslungen

32. O. Jimenez für Ochoa
60. J. Rodriguez für Martin
60. Fidalgo Fernandez für J. dos Santos
60. Valdes für E. Lara
60. Roman Martinez für F. Vinas
60. B. Valdez für Aquino
60. Damm für Sanchez
60. R. Sanchez für Zendejas

Reservebank

F. Tapia (Tor), Araujo, I. Moreno, L. Fuentes, S. Martinez

Zur Madrider Startelf gehörten auch Rüdiger, der bei einer Ecke vor der Pause das 2:1 verpasste, und Kroos, der mit Casemiro und Modric zunächst die erfahrene Mittelfeldzentrale bildete. Erst nach der Pause kamen die jungen Herausforderer Tchouameni, Camavinga und Fede Valverde zum Zug.

Fünftes Spiel, fünfter Sieg: Arsenal zerpflückt auch Chelsea

Der FC Arsenal hat seine Serie in der Vorbereitung fortgesetzt: Mit einem 4:0 gegen den FC Chelsea haben die Gunners ihre USA-Reise beendet. 

Die Stimmung ist gut beim FC Arsenal.

Die Stimmung ist gut beim FC Arsenal.

IMAGO/ZUMA Wire

Fünftes Spiel, fünfter Sieg: Auch wenn es nur Testspiele waren, die Euphorie beim FC Arsenal ist groß. Mit einem simplen “Ja”, antwortete Gunners-Coach Mikel Arteta auf die Frage, ob die Fans sich auf dieses Team freuen sollten. “Aber”, so der frühere Mittelfeldspieler, “nicht übertreiben. Es waren trotzdem nur Vorbereitungsspiele. Es gibt immer noch viele Dinge, die wir besser machen müssen.”

Gabriel Jesus eröffnet bei Zinchenko-Debüt

Trotzdem: Nach Siegen – unter anderem auch gegen den 1. FC Nürnberg – sorgte das klare 4:0 über Chelsea für weitere positive Impulse. Bei der Partie gegen den Stadtrivalen (2 Uhr MESZ) und dem (Startelf-)Debüt von Neuzugang Zinchenko legten die Gunners früh los. Bereits in der 15. Minute war erneut Gabriel Jesus zur Stelle, der nach seinem Wechsel von ManCity bereits sein viertes Tor in der Vorbereitung markierte. 

Noch vor der Pause bauten die Londoner aus dem roten Stadtteil ihre Führung aus: Ödegaard traf zum 2:0 (36.). Auf Seiten der Blues, bei denen Werner und Havertz neben Sterling in der Startelf standen, blieb die Offensive blass. 

Im zweiten Durchgang schraubte Arsenal das Ergebnis weiter in die Höhe. Zunächst stand Saka goldrichtig und erzielte das 3:0 (65.). Kurz vor dem Schlusspfiff durfte dann auch noch Lokonga jubeln, der den 4:0-Endstand herstellte (90.). Am Ergebnis konnte auch Chelsea-Debütant Koulibaly, der in der 73. Minute eingewechselt worden war, nichts mehr ändern. 

Tuchel “besorgt”

“Ich kann nicht garantieren, dass wir bereit sind in zwei Wochen, wenn die Premier League beginnt”, analysierte ein bedienter Thomas Tuchel. “Ich bin alles andere als entspannt”, so der Blues-Coach, der die Niederlage als “besorgniserregend” einstufte. 

Für beide Mannschaften geht es nun zurück nach Europa. Auf den FC Arsenal wartet am Samstag (13.30 Uhr) noch ein Test in London gegen den FC Sevilla. Chelsea tritt am Freitag (21 Uhr) im letzten Vorbereitungsspiel bei Udinese Calcio an. 

Traumtor entscheidet wilden Clasico – Xavis Lob für Lewandowski-Debüt

Das erste Highlight im Barça-Trikot hat Robert Lewandowski (33) hinter sich: Bei seiner Startelf-Premiere für die Katalanen gewann der Pole gleich mal einen intensiven wie teils wilden Clasico. Die Entscheidung führte aber ein anderer Neuzugang herbei.

In seinem ersten Clasico auch als Streitschlichter unterwegs: Robert Lewandowski (ganz rechts).

In seinem ersten Clasico auch als Streitschlichter unterwegs: Robert Lewandowski (ganz rechts).

imago images (2)

In Los Angeles lieferten sich Vizemeister Barcelona und der amtierende spanische Champion Real Madrid vor 61.299 Zuschauern einen intensiven Schlagabtausch, in dem es auch mehrere Rudelbildungen geben sollte. Von Freundschaftsspiel ist in so einem Clasico nicht viel.

Carlo Ancelotti schickte beim Champions-League-Sieger unter anderem Nationalspieler Rüdiger (als Linksverteidiger!) neben Alaba auf den Rasen, mit dem jungen Franzosen Tchouameni stand auch noch ein zweiter Neuzugang in der Anfangself. Bei Barcelona waren es drei Sommereinkäufe: Christensen in der Innenverteidigung, Raphinha auf dem rechten Flügel – und Lewandowski in der Sturmspitze.

Ich habe eine sehr gute Leistung von ihm gesehen.

Xavi über Lewandowski

Trotz des frühen Stadiums der Vorbereitung hatte das Spiel hohe Intensität und Qualität – kämpferisch wie spielerisch – zu bieten. Barça verteidigte hoch und suchte nach Ballgewinnen tief in der Hälfte des Gegners. Die erste dicke Chance des Spiels gehörte dann gleich auch Lewandowski: Ex-Mitspieler Alaba hatte sich verschätzt, doch Courtois bügelte den Fehler des Österreichers mit einem starken Reflex aus (10.). Auf der anderen Seite hatte Fede Valverde das 1:0 auf dem Fuß, traf aber nur Aluminium (17.).

Kurz darauf ließ auch Ansu Fati einen Hochkaräter liegen (19.), ehe das goldene Tor dieser Partie fallen sollte. Eder Militao leistete sich einen Aussetzer, spielte am eigenen Strafraum unter Druck einen fatalen Querpass – genau in die Füße von Raphinha. Der Neuzugang von Leeds United, der bereits beim 6:0 gegen Inter Miami zu gefallen wusste, fackelte nicht lange und donnerte den Ball vor dem Strafraum aus halbrechter Position mit seinem starken Linken ins rechte obere Eck. Der Brasilianer erhielt in Spanien viel Lob für seine ersten Darbietungen im Barça-Trikot.

Courtois schon wieder in Champions-League-Form

Nach 45 Minuten war der Arbeitstag von Lewandowski, der die große Chance auf sein Debüttor vergeben hatte, beendet. Für ihn kam Aubameyang ins Spiel. Auf beiden Seiten begannen größere Wechselspiele, die Fluss und Qualität des Spiels merklich abnehmen ließen. Bei Real fehlte weiterhin Tiefe im Spiel, sodass für die Königlichen kaum klare Torchancen heraussprangen. Hazard im Sturmzentrum konnte keine Durchschlagskraft entwickeln, Ancelotti vermisste nach eigener Aussage den fehlenden Benzema.

Den stärksten Eindruck in seiner Mannschaft hinterließ der schon im Champions-League-Finale herausragende Courtois zwischen den Pfosten, der in Minute 85 eine noch höhere Niederlage verhinderte. Dembelé zog aus halbrechter Position im Strafraum wuchtig ab, doch der Belgier zeigte die nächste Glanztat. Zwei Minuten später parierte Courtois auch noch gegen Depay. Dann war Schluss.

Xavi optimistisch wegen der Anmeldung seiner Neuzugänge

“Ich habe eine sehr gute Leistung von ihm gesehen”, sagte Barça-Coach Xavi nach Abpfiff über Lewandowski: “Er ist ein Weltstar. Robert hat sein ganzes Leben Tore geschossen und das wird er auch weiterhin tun. Ich möchte die Demut herausheben, mit der er zur Mannschaft gestoßen ist. Die ganzen Neuzugänge bringen Qualität rein und machen uns alle ein Stück besser. Auch mich als Trainer.”

Der einstige Kapitän des FC Barcelona wurde in Los Angeles auch gefragt, wie zuversichtlich er sei, dass die Katalanen ihre kostspieligen Neuzugänge bald bei La Liga anmelden können. “Zu diesem Zeitpunkt sind wir optimistisch”, so Xavi: “Es werden große Anstrengungen unternommen, um einen sehr wettbewerbsfähigen Kader auf die Beine zu stellen.”

Mit 57 Minuten Unterbrechung: Bayern verliert gegen ManCity bei Gewitter-Chaos

Den Abschluss der einwöchigen USA-Reise hatte sich der FC Bayern vermutlich anders vorgestellt. Ein Unwetter sorgte im Lambeau Field für ein wildes Durcheinander. Aber auch fußballerisch konnte der deutsche Rekordmeister nicht zufrieden sein mit seinem Auftritt.

Gut angekommen: Erling Haaland (re.) traf bei seinem Debüt.

Gut angekommen: Erling Haaland (re.) traf bei seinem Debüt.

Getty Images

Von Bayerns USA-Reise aus Green Bay, Wisconsin, berichtet Georg Holzner

Es sollte das große Testspiel-Spektakel werden für die amerikanischen Fans des europäischen Fußballs. Kurzzeitig aber stand die Partie zwischen dem FC Bayern und Manchester City komplett auf der Kippe, wie Insider im Stadion munkelten. Denn in Green Bay ist es keine Seltenheit, dass es abends gewittert. Für diesen Fall gibt es Sonderregeln, weil dem Lambeau Field die Blitzableiter fehlen. Das heißt: Blitzt es, wird der Betrieb aus Sicherheitsgründen eingestellt.

So war es auch am Samstagabend. Der Anstoß wurde – vorerst – um 15 Minuten nach hinten verschoben – in der Hoffnung auf Besserung. Die digitale Wettervorhersage, die als Bewertungsgrundlage dient, meinte: Regen, aber kein Gewitter. Die Prognose stimmte jedoch nicht so recht. Zwei Minuten nach Anpfiff ging das Lichtschauspiel im anthrazit-farbenen Abendhimmel über Green Bay weiter. Zehn Minuten schaute sich der Schiedsrichter die Lage an. Dann traf Manchester City durch Erling Haaland zum 1:0 – und der Referee unterbrach das sportliche Ereignis nach 12.38 Minuten.

57 Minuten Unterbrechung wegen krassem Gewitter

Es zog eine gewaltige Wolkenfront über das Stadion, sie entleerte sich mit allen von der Natur gegebenen Mitteln. Blitz, Donner, Regen, Sturm. Die Fans verschwanden hinter den Tribünen, ehe eine halbe Stunde später die Durchsage kam: Weiter geht’s. The Show must go on. Jubel brach aus, eine Laola-Welle ging durchs Publikum. Sie alle, die 78.128 Zuschauer wollten die Fortsetzung. Und sie sollten den Wiederanpfiff bekommen.

Um 19.25 Uhr, also nach 57 Minuten Unterbrechung, ging’s weiter. Mit verkürzten Hälften, die nur 40 Minuten dauerten. Und einer nur fünfminütigen Halbzeitpause, in der die Spieler den Rasen nicht verließen. Viel Chaos also in Green Bay.

Bayern harmlos, City lässt viele Chancen liegen

Und auch was fußballerisch auf dem Platz passierte, konnte den Bayern nicht so recht gefallen. Manchester City ließ den Ball ordentlich laufen. Das Team von Trainer Pep Guardiola schaffte es zudem, die Münchner Defensive mit einfachen Mitteln, einem Pass in die Schnittstelle zwischen Bayerns Außenverteidigern und den Flügelspielern, auszuhebeln. Dayot Upamecano, der wie Leroy Sané beim ersten Gegentreffer nicht sonderlich gut aussah, musste beispielsweise in der 16. per Grätsche retten. Bei den anderen City-Chancen (4., 5., 30., 36.) verfehlten die Skyblues das Tor nur knapp. Auch Sven Ulreich musste parieren (74.), und der Pfosten rettete ebenso (78.).

Die Bayern hingegen agierten offensiv wenig inspirierend. Einzig Kingsley Coman konnte sich im Eins-gegen-eins durchsetzen und sorgte mit einer guten Flanke für Torgefahr (38.). Der Franzose wurde dann aber zur Halbzeit ausgewechselt. Danach kam von den Bayern bis auf einen von Müller klasse eingeleiteten Konter nichts mehr – in den 80 Minuten hatten die Münchner keinen Abschluss auf das City-Tor. Einzig die Abwehrkette blieb stabil und ließ im zweiten Durchgang wenig Gefahr im eigenen Strafraum aufkommen.

Tore und Karten

0:1
Haaland (12′, Rechtsschuss, Grealish)

Tore und Karten

0:1
Haaland (12′, Rechtsschuss, Grealish)

Bayern München

Kimmich (35. ), Pavard (56. ), Hernandez (68. )

Manchester City

Joao Cancelo (64. ), Phillips (67. )


Bayern München

Bayern


Bayern München

Bayern

Aufstellung

Einwechslungen

Reservebank


Manchester City

ManCity


Manchester City

ManCity

Aufstellung

Einwechslungen

Reservebank

S. Carson (Tor), Ortega Moreno (Tor), Burns, Mbete, Knight, McAtee, Delap, Kayky, Bobb, Oscar, Lewis, RIco

Spielinfo


Stadion

Lambeau Field

Zuschauer

78.128

Spielinfo


Anstoß

24.07.2022, 01:00 Uhr


Stadion

Lambeau Field Green Bay, WI


Zuschauer

78.128

Fazit: Das Spiel sorgte mit all den äußeren Einflüssen für Chaos. Auch fußballerisch kann der FC Bayern nicht zufrieden sein. Für die Münchner ging es nach Abpfiff direkt zum Flughafen, die Mannschaft wird am Sonntagnachmittag (MESZ) wieder in der Heimat erwartet. Dann bleibt eine Woche Zeit, um sich auf das erste Pflichtspiel der kommenden Saison, dem Supercup am Samstag (20.30 Uhr) in Leipzig, vorzubereiten.

Bei Augsburgs Generalprobe: Dorsch erleidet Mittelfußbruch

Der FC Augsburg hat auch die Generalprobe vor dem Pflichtspielstart verpatzt. Das Ergebnis blieb gegen Stade Rennes nicht die einzige schlechte Nachricht.

Verletzte sich schwer: Niklas Dorsch (Mi.) konnte nur mit Hilfe das Feld verlassen.

Verletzte sich schwer: Niklas Dorsch (Mi.) konnte nur mit Hilfe das Feld verlassen.

picture alliance / Wagner

Fünf Tage nach der Rückkehr aus Österreich steckte den Spielern des FC Augsburg das kräftezehrende Trainingslager offenbar noch in den Knochen, gegen Stade Rennes machten die Fuggerstädter zu Beginn nämlich einen schläfrigen und wackeligen Eindruck. Einen Fehler zwischen Keeper Gikiewicz und Kapitän Gouweleeuw nutzte Bourigeaud zur frühen Führung für die Gäste (5.).

Erst nach einer Viertelstunde wachte der FCA auf und zeigte sich auch mal in der Offensive. Trainer Enrico Maaßen hatte sich – anders als zuletzt gegen Schalke (1:1) – für ein 3-5-2-System entschieden, weil Jensen erkältet ausfiel. Fit meldete sich Dorsch – zumindest vorübergehend.

Grund zum Jubeln bekamen die 6.500 Fans in der WWK-Arena kurz vor Ende des ersten Viertels (gespielt wurde viermal über 30 Minuten): Maier luchste Martin Terrier den Ball ab, fand Demirovic in der Schnittstelle, und der Neuzugang aus Freiburg netzte etwas glücklich zum Ausgleich ein (23.). Es war zugleich das erste Stürmertor seit dem ersten Testspiel gegen Fünftligist Schwaben Augsburg (5:0) vor drei Wochen.

Drei Nackenschläge für den FCA vor der Halbzeit – Mittelfußbruch bei Dorsch

Augsburg hatte in den zweiten 30 Minuten mehr vom Spiel, kassierte allerdings drei Nackenschläge vor der großen Halbzeit: Erst verletzte sich Dorsch bei einem Zweikampf und humpelte Richtung Bank, dann bekam Gikiewicz die Beine bei einem eher harmlosen Abschluss von Laborde nicht zu (1:2, 24.), und nur fünf Minuten später lenkte Uduokhai die Kugel unglücklich zum 1:3 ins eigene Netz. Nach dem Spiel kam es noch dicker, denn die Diagnose bei Dorsch lautete: Mittelfußbruch.

Zum dritten Viertel wechselte Maaßen viermal, brachte Pedersen für Iago, Gumny für Caligiuri, Pepi für Maier sowie Niederlechner für Demirovic und stellte damit auf ein 3-4-3 um. Neues Feuer entfachte der FCA aber lediglich bei Schiedsrichter Florian Badstübner, der wegen relativ plumper Frustfouls gleich drei Gelbe Karten zückte. Niederlechner verzeichnete zwar zwei Abschlüsse (7., 24.), im Kasten landete jedoch keiner. Gleiches galt für die runderneuerten Franzosen, bei denen der Ex-Kölner Guirassy erst an der Latte und anschließend am Pfosten scheiterte (14.).

Mit Keeper Klein, Zehnter, Koudossou, Malone, Götze und Framberger verbrauchte Maaßen sein Wechselkontingent zum Schlussviertel fast vollständig, die bunt gemischte und vor allem junge Truppe zeigte zwei, drei anständige Vorträge ins letzte Drittel, drei Minuten vor Schluss belohnte Joker Malone den Ehrgeiz nach Vorarbeit von Pepi mit dem Treffer zum 2:3-Endstand. Am kommenden Wochenende geht es für den FCA am Sonntag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) in der ersten Pokal-Runde zu Regionalligist BW Lohne.

Augsburg im 1. und 2. Viertel: Gikiewicz – Bauer, Gouweleeuw, Uduokhai – Gruezo – Caligiuri, Maier, Dorsch (45. Winther), Iago – Hahn, Demirovic

Augsburg im 3. Viertel: Gikiewicz – Bauer, Gouweleeuw, Uduokhai – Gumny, Gruezo, Winther, Pedersen – Hahn, Niederlechner, Pepi

Tore und Karten

0:1
Bourigeaud (5′)

1:1
Demirovic (22′)

1:2
Laborde (55′)

1:3
Uduokhai (58′, Eigentor)

2:3
Malone (118′)

Tore und Karten

0:1
Bourigeaud (5′)

1:1
Demirovic (22′)

1:2
Laborde (55′)

1:3
Uduokhai (58′, Eigentor)

2:3
Malone (118′)

Stade Rennes

Tchaouna (84. )


FC Augsburg

Augsburg


FC Augsburg

Augsburg

Aufstellung

Einwechslungen

45. Winther für Dorsch

Reservebank

Klein (Tor), Framberger, Gumny, Pedersen, Zehnter, Götze, Koudossou, Mbila, Malone , Niederlechner, Pepi

Trainer:


Stade Rennes

Rennes


Stade Rennes

Rennes

Aufstellung

Reservebank

Trainer:

Spielinfo


Stadion

WWK-Arena

Zuschauer

6.500

Spielinfo


Anstoß

23.07.2022, 15:30 Uhr


Stadion

WWK-Arena Augsburg


Zuschauer

6.500

Augsburg im 4. Viertel: Klein – Gumny, Winther, Framberger – Koudossou, Götze, Pedersen, Zehnter – Malone, Pepi, Niederlechner

Mario Krischel

5:2 gegen Valencia: VfB mit gelungener Generalprobe

Mit einem 5:2 gegen den FC Valencia beschließt der VfB Stuttgart seine Saisonvorbereitung. Ein Erfolg, mit dem die Schwaben sehr zufrieden sein können.

Der VfB Stuttgart bejubelte bei der Generalprobe gegen Valencia gleich fünf Treffer.

Der VfB Stuttgart bejubelte bei der Generalprobe gegen Valencia gleich fünf Treffer.

IMAGO/Pressefoto Baumann

50 Minuten vor dem Anpfiff ließen es die Schwaben erstmals krachen. Unter lauter Rockmusik und garniert mit Feuerwerk wurde die gesamte Mannschaft von Trainer Pellegrino Matarazzo in kleinen Gruppen auf den Rasen geschickt, einzeln vorgestellt und von den knapp 12.000 Anhängern gefeiert. Gegen den spanischen Renommierklub sollten die Fans anschließend ebenfalls Grund zur Freude haben.

“Wir freuen uns, dass wir einen Gegner haben, der uns richtig fordert” hatte Matarazzo vor dem Anpfiff noch gesagt. Als die Partie angepfiffen wurde, sollte es umgekehrt sein. Stuttgart forderte Valencia, presste früh, stellte die Räume gut zu, machte Druck und Tempo und ließ die Spanier nicht ins Spiel kommen. Das 1:0 durch Tiago Tomas in der 16. Minute nach einem Konter und einer schönen Vorarbeit von Silas war die logische Konsequenz.

Valencia brauchte etwas Zeit, um selbst ins Spiel zu finden. Nach verhaltenem Beginn und dem Rückstand, legte das Team von Trainer Gennaro Gattuso, Milans einstigem Mittelfeldabräumer, allerdings zu. Erst prüfte Kapitän Carlos Soler Florian Müller (26.), dann ließ Marcos André de Souza (30.) dem VfB-Keeper beim 1:1 aus kurzer Distanz keine Chance.

Mislintat: “Das war ein richtig krasser Test”

Valencia sollte sich jedoch nur kurz befreien können. Der VfB hatte in dieser Phase etwas Mühe, die Spanier wieder einzufangen und musste zudem auf den wegen Unwohlseins ausgewechselten Sasa Kalajdzic verzichten, drehte den Spieß allerdings schnell wieder um. Erst traf Hiroki Ito das Lattenkreuz (41.), dann zielte Tiago Tomas (44.) nach einem Fehler von Keeper Giorgi Mamardashvili aus über 20 Metern präziser zum 2:1.

Tore und Karten

1:0
Tiago Tomas (16′, Rechtsschuss, Silas)

1:1
Marcos André (30′, Rechtsschuss)

2:1
Tiago Tomas (44′, Linksschuss)

3:1
Silas (46′, Rechtsschuss, Churlinov)

3:2
Marcos André (55′, Kopfball, Gaya)

4:2
Perea (58′, Rechtsschuss, Churlinov)

5:2
Churlinov (90′, Linksschuss, Egloff)

Tore und Karten

1:0
Tiago Tomas (16′, Rechtsschuss, Silas)

1:1
Marcos André (30′, Rechtsschuss)

2:1
Tiago Tomas (44′, Linksschuss)

3:1
Silas (46′, Rechtsschuss, Churlinov)

3:2
Marcos André (55′, Kopfball, Gaya)

4:2
Perea (58′, Rechtsschuss, Churlinov)

5:2
Churlinov (90′, Linksschuss, Egloff)

FC Valencia

Cömert (48. ), Thierry Correia (65. )


VfB Stuttgart

Stuttgart


VfB Stuttgart

Stuttgart

Aufstellung

Einwechslungen

Reservebank

Trainer:


FC Valencia

Valencia


FC Valencia

Valencia

Aufstellung

Reservebank

Cillessen (Tor), Rivero (Tor), Cömert , Diakhaby, Iranzo, Mosquera, Vazquez, Gonzalez, Lein Koindredi, Racic, Santiago, Manu Vallejo

Trainer:

Spielinfo


Stadion

Mercedes-Benz-Arena

Spielinfo


Anstoß

23.07.2022, 15:30 Uhr


Stadion

Mercedes-Benz-Arena Stuttgart

Sven Mislintat war zur Halbzeit zufrieden, hatte eine Partie auf “sehr gutem Niveau” gesehen. “Das ist kein Freundschaftsspiel im klassischen Sinne. Es geht um die Plätze”, so der Sportdirektor weiter. Valencia sei “eine richtige Hausnummer” gewesen und bezeichnenderweise “mit der ersten Elf” angetreten. “Das war ein richtig krasser Test”, meinte der 49-Jährige, dessen Team rund 30 Sekunden nach Wiederanpfiff aus dem 2:1 sogar ein 3:1 machte. Eine schöne Vorarbeit des eingewechselten Darko Churlinov verwertete Silas zum Ausbau der VfB-Führung. Der Nordmazedonier sollte nach dem zwischenzeitlichen 2:3 durch De Souza (55.) auch das 4:2 von Juan Jose Perea vorbereiten. Mit dem Schlusspfiff sorgte Churlinov mit seinem Treffer für den 5:2-Endstand.

Bloß nicht überbewerten

Stuttgart sieht sich auf dem richtigen Weg, dürfte aber auch Vorsicht walten lassen bei der Beurteilung der Partie. Die wenig belastbare Aussagekraft von Generalproben wird mit Blick auf die jüngere Vergangenheit deutlich. Als bestes beziehungsweise schlimmstes Beispiel kann der Sommer 2015 herhalten. Vor rund 40.000 Zuschauern besiegte der VfB das große Manchester City mit einem glänzenden 4:2, um nach einer katastrophalen Saison abzusteigen. 2018 folgte eine ähnliche Konstellation. Ein starkes 1:1 gegen Atlético Madrid vor ausverkauftem Haus sorgte erst für Euphorie und führte am Ende in den zweiten Abstieg. Aus der Vorsaison ist ein 0:3 gegen den FC Barcelona verzeichnet. Eine durch Verletzungen und von Corona-Infektionen ersatzgeschwächte VfB-Mannschaft schlug sich wacker, aber erfolglos. Die Saison endete mit dem glücklichen Last-Minute-Klassenerhalt durch Wataru Endos Kopfballtreffer zum 2:1 gegen Köln.

George Moissidis